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22. August 2008

Hormonelle Reaktionen

Heute mal ein Eintrag mit ganz vielen neuen englischen Euphemismen:

Es war viel Arbeit, die acht Goldmedaillen zu gewinnen. Aber nun wissen wir, weshalb es sich gelohnt hat: Michael Phelps und seine Hormone finden wieder in die richtige Balance zurück. Die ersten Impulse sind schon da: Er spielt tonsil hockey, wie die New York Post das nennt, oder auch face-sucking frolics. Die Partnerin gilt ebenfalls als Sonderfall der Schwimmzucht. Es handelt sich um die dreifache Goldmedaillengewinnerin Stephanie Rice – "the Brisbane glamazon", wie die 20jährige in ihrem Heimatland getauft wurde. Die Australierin hat offensichtlich ein Herz für Wasserratten. Man denke an ihre Beziehung zu Landsmann Eamon Sullivan, die vor ein paar Wochen in die Brüche ging. Phelps Vorgehensweise wirkt nicht schlecht. Neulich hatte die Amerikanerin Amanda Beard, die öfter mal ohne Klamotten vorm Fotoapparat steht, die Spekulationen über ein Verhältnis zu Phelps mit den Worten bestritten: "Eww, that's nasty." Hier die Liste der Adjektive, die man für nasty einsetzen kann:
ekelerregend, ekelhaft, ekelig, fies, garstig, gemein, hässlich, scheußlich, schlimm, unangenehm, widerlich, übel. Mit anderen Worten: wirklich nicht nett, dieses Dementi.

Nachtrag: Eine sehr viel tiefer gehende Betrachtung hat der ehemalige Olympionike Matthew Syed abgeliefert. Der Tischtennisspieler aus Großbritannien war zweimal dabei, Barcelons und Sydney und beschreibt und erklärt das enorme Ausmaß der sexuellen Aktivität im Olympischen Dorf. Er ist heute Journalist und betrachtet die Verhältnisse nicht nur mit gesundem Abstand (er kommt mit seiner Akkreditierung ja gar nicht ins Dorf), sondern auch mit hinreichend Humor. Er habe damals in Barcelona mehr Sex gehabt als in seinem ganzen Leben davor. Eine seiner Spekulationen über die Gründe für den exzessiv ausgelebten Sextrieb der Sportler geht übrigens in Richtung Testosteron-Doping.
Blick zurück: Gesteigerte Kondom-Zuteilung bei Olympia

5. Juni 2007

Amanda entblättert

"Und ich sach noch: Nimm das Buch nich mit ins Becken. Es wird nass. Aber da war es schon zu spät." Von dort über die Swimsuit-Ausgabe von Sports Illustrated in den Playboy ist zwar ein langer, aber irgendwie auch logischer Weg. Die amerikanische Schwimmerin Amanda Beard hat schon vor langer Zeit begriffen, dass sie einfach zu gut aussieht, um diesen Umstand nicht zu Geld zu machen. "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nass", geht nicht. Man muss hin und wieder blank ziehen. Was den Playboy betrifft, gibt es erst mal nur ein Titelbild - bei Sports Illustrated - und ein paar erste nervöse Reaktionen in der amerikanischen Blogosphäre. Niemand scheint dabei bisher aufgefallen zu sein, dass auch die Autorennfahrerin Danica Patrick im gleichen Heft auftaucht. In der Interview-Rubrik 20 Fragen an... Vielleicht weil sich keiner für die Antworten interessiert und nur dafür, was die Frau unter der Asbest-Unterwäsche zu bieten hat.
Nachtrag: Die Schwimm-Karriere von Amanda kann bei Wikipedia nacharbeiten. Zu ihrem Hang zu Automobilfahrern gibt es dort ebenfalls Hinweise. Wer ihre Webseite sucht, landet unweigerlich auf einer Promoseite von Getränkehersteller Red Bull.