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26. Januar 2007

Republikaner wollen Schilling schicken

Es hat bereits einige Sportler gegeben von Rang und Namen gegeben, die sich in der amerikanischen Politik festsetzen konnten. Demokraten wie der Basketball-Olympiasieger und NBA-Profi Billl Bradley, der es in den Senat in Washington schaffte. Republikaner wie Jim Bunning, zur Zeit einer der beiden Senatoren des Staates Kentucky, der als Baseball-Pitcher bei den Detroit Tigers, Philadelphia Phillies, den Pittsburgh Pirates und den Los Angeles Dodgers sein Geld verdiente und es bis in die Hall of Fame brachte. Das heißt: Wenn seit gestern das Gerücht die Runde macht, dass Curt Schilling von den Boston Red Sox eventuell gegen einen ausgewachsenen Politiker in den Wahlkampf ziehen wird, dann ist das überhauipt nicht abwegig. Schilling, Mitglied der Mannschaft, die im Jahr 2004 erst die verhassten New York Yankees aus den Playoffs warf und dann gegen die World Series gewann, ist eine Legende. Damals pitchte er mit einem frisch operierten Fuß, dessen Wunde noch immer blutete. Die verschmierte Socke kann man bereits in der Hall of Fame in Cooperstown bestaunen.

Dass der 40jährige Schilling, ein Freund von George Bush, das auch noch schafft, gilt als ausgemacht. Allerdings wäre der Gegner etwas härter als die Batter-Elite der American League. Es handelt sich um John Kerry, der vor zwei Jahren nur knapp die Präsidentschaftswahlen verlor. Er hat schon öfter in dem stark demokratisch ausgerichteten Bundesstaat Massachusetts schwierige Wahlen gewonnen. Schilling, der vor zwei Jahren vor einem Ausschuss in Washington zum Thema Doping in Major League Baseball vorgeladen wurde und sich damals rechtschaffen zierte, äusserte sich denn auch erst mal eher skeptisch über die Vorstellung. Er sei zwar Wähler, aber passe wohl nicht so ganz in die politische Szene.

Und weil wir gerade so schön drin sind: Hier ist eine Liste für die totalen Insider, die jeden Tag NASN inhalieren und sich übers Internet mit den Kommentatoren des amerikanischen Sportmediengeschäfts beschäftigen. Deren politische Denke lässt sich unschwer an ihrem Spendenverhalten ablesen. Sports Media Watch hat sich ein paar namhafte Figuren herausgesucht und aufgelistet. Das Original-Kompendium gibt es hier. Die verblüffendste Zahl ist die hinter dem Namen von NBA Commissioner David Stern, der ein sehr ordentliches Gehalt bezieht. Der hat seit 1978 stattliche 837 200 Dollar in politische Kampagnen gesteckt. 98 Prozent davon ging an Demokraten. Die Republikaner bekamen nichts.
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