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12. März 2007
Wenn Golfprofis sich am Steuer ihres Autos austoben
Amerikas Straßenbauer sind nicht besonders fantasievoll. Meistens geht es schnurgerade aus. Zwischendurch gibt es Kreuzungen mit Abzweigungen im rechten Winkel. Das Problem für Leute, die sich nicht auskennen: Manchmal gibt es auch Kurven. Und die sind so gut wie nie überhöht, weil niemand darauf spekuliert, dass an dieser Stelle jemand am hellichten Nachmittag sein Auto auf 160 Stundenkilometer beschleunigt. Das und der hirnrissige Versuch, mit seinem neuen Mercedes-Coupé ein kleines privates Rennen gegen einen BMW auszutragen, hat den 48jährigen Videoproduzenten John Noah Park am Samstag auf einer vierspurigen Straße außerhalb von Orlando vorfristig auf den Friedhof katapultiert. Der Wagen war mit solcher Wucht gegen einen Baum gerast, dass die Polizei Teile einer Achse im Geäst wiederfand. Der Mann im BMW ist Golfprofi Arjun Atwal aus Indien, den die Behörden zur Zeit am Wickel haben, weil er indirekt für den Tod des Mercedes-Fahrers, den er gar nicht kannte, mitverantwortlich sein könnte. Der 33jährige Atwal, der vor fünf Jahren den Singapur-Termin auf der European Tour gewonnen hatte (siehe hier), lebt inzwischen in Florida.
27. Februar 2007
Holyfield und andere Profisportler in riesigen Doping-Ring verwickelt
Der Zeitungsbericht illustriert, weshalb sich die amerikanischen Behörden so schwer tun, den Kampf gegen den illegalen Handel mit Dopingmitteln aufzunehmen. Es ist zeitintensiv, alle über ganze Land verteilten Fäden zusammenzubringen. So wurde in diesem Fall die Apotheke von Fahndern überwacht, und ein Gericht gab der Polizei die seltene Genehmigung, ihre Telefongesspräche abzuhören. Anders als beim Handel mit harten Drogen werden die Täter gewöhnlich nur sehr milde bestraft. Ärzten, die blind und willig Rezepte ausstellen und das Geschäft zu ermöglichen, ist ebenfalls nur sehr schwer beizukommen. Der Steelers-Arzt, ein bestens beleumundeter Silbermedaillengewinner im Turmspringen bei den Olympischen Spielen in München, fiel den Ermittlern auf, weil er sich die Substanzen aus Orlando kommen ließ und mit seiner privaten Kreditkarte dafür bezahlte. Der Ladenpreis für die Ware liegt bei insgesamt rund 750.000 Dollar.
Die Apotheke in Orlando gehört dem Ehepaar Naomi und Stan Loomis, die beide vom Fach sind und im Jahr 2002 mit ihrem Betrieb einen Jahresumsatz von 500.000 Dollar auf die Beine gestellt hatten. Das Geschäft schwoll im vergangenen Jahr auf 35 Millionen Dollar an. Das Paar wurde in Handschellen aus ihrem Laden abgeführt.
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