Es hat nicht lange gedauert, bis der ominöse Football-Trainer Rich Rodriguez in eine Situation geriet, die sein Image und seine Karriere als College-Coach endgültig als das entlarvt, was es ist: die eines Scheinriesen. Das letzte Mal, als er den Leuten unangenehm aufgefallen ist, da machte er sich über Nacht in West Virginia vom Acker und brach dabei einen Vertrag, der ihn dazu zwang, im Falle eines vorzeitigen Abschieds 4 Millionen Dollar an die Universität zu bezahlen. Eine außergerichtliche Einigung sorgte dafür, dass sein neuer Arbeitgeber, die University of Michigan in Ann Arbor, 2,5 Millionen Dollar der ausstehenden Summe übernahm. Rodriguez muss 1,5 Millionen abdrücken – in Raten von 500.000 Dollar pro Jahr.
Derselbe Mann zeigte jedoch bei seiner neuen Aufgabe in Michigan, wo man bei Heimspielen ein Stadion mit einer Kapazität von 100.000 Zuschauern füllt, noch nicht die Qualitäten, die soviel finanzielle Unterstützung wert wären. In der ersten Saison lieferte er eine Bilanz von 3:9 ab, die schlechteste in der Geschichte der Bildungseinrichtung. Vor Beginn dieser Saison wurde bekannt, dass er seinen jungen Spielern Trainingseinheiten abverlangt, die weit über das hinausgehen, was die Aufsichtsgremien der NCAA zulassen. Gewinnen um jeden Preis und Profitieren auf Teufel komm raus sind aber keine Prinzipien, die man im College-Football ohne weiteres durchdrücken kann.
Vielleicht gab Rodriguez deshalb heute bei einer Pressekonferenz das Opfer und spielte den Mann, der notfalls ein paar Tränen heult, wenn es um sein eigenes prinzipienloses Dasein geht. In West Virginia parodiert man den Trainer mit dem doppeldeutigen Spruch: "I wanna be Rich".
Der weinerliche Auftritt von heute bei ESPN.
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31. August 2009
31. März 2007
Scrabble-Spieler mit überschüssigem "i" gesucht
Das Loser-Turnier, das die meisten nur unter der Abkürzung NIT kennen, stand schon immer seit seiner Erfindung im Schatten der offiziellen Collegebasketball-Meisterschaft der NCAA. Aber nicht jedes Jahr wirkt sich diese Umnachtung so herbe aus wie in diesem. Da schlüpften die Sieger des National Invitation Tournament in vorher fabrizierte T-Shirts, die einen dicken Schreibfehler aufwiesen. Die Universität des Bundesstaates aus dem das neue Wunderkind O. J. Mayo kommt, heißt wie der Bundesstaat: West Virginia. Den Kinken hat angeblich die Turnierleitung auf dem Gewissen. Es war der erste Erfolg von West Virginia in diesem Turnier in 65 Jahren. Die Mannschaft hatte Clemson mit 78:73 besiegt. Wie die T-Shirts aussehen, die für den Fall eines Erfolges von Clemson bereit gehalten wurden, möchte man gar nicht wissen (gefunden bei Can't Stop the Bleeding - mitsamt dem Foto, wo man den Erfolg vom Donnerstagabend in den richtigen Rahmen gehängt hat: Das Team sei das 66beste im Land. 65 hatten sich für das eigentliche Ding qualifiziert).Blick zurück: Manchmal druckt man aufgrund einer allzu frechen Prognose die falschen T-Shirts
Blick zurück: Was passiert mit den Super-Bowl-T-Shirts der Verlierer?
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