Die New York Yankees haben das sechste Match der World Series mit 7:3 gewonnen. Pedro Martinez war als Pitcher für die Philadelphia Phillies kein ernthafter Gegner. Hideki Matsui mit einem Home Run und insgesamt sechs RBIs war der Mann der Stunde. Die Yankees gewinnen zum 27. Mal die World Series. Alex Rodriguez zum ersten Mal. Über ihn wird noch zu reden sein.
Nachtrag: Die Nachrede ist soeben bei faz.net erschienen: Gestelzter Stolz des geläuterten Stars
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4. November 2009
11. Juni 2009
Die Hügel der Maulwürfe sind unübersehbar
Setzen Sportblogs in den USA jetzt schon die Themen? Vielleicht noch nicht oft. Aber man wird den Verdacht nicht los, dass wir bald so weit sein werden. Zumindest wenn man sich anschaut, wie und auf welche Weise eine Generalverdachtsgeschichte zum Thema Doping in Philadelphia hochgespült wurde. Der Sportler, um den es geht, ist Baseballprofi Raul Ibanez von den Philadelphia Phillies, dessen Leistungswerte auffällig besser geworden sind – im stolzen Alter von 37 Jahren. Das wurde im Blog Midwestsportsfans thematisiert und nahm von dort aus ziemlich schnell Fahrt auf. Beim Philadelphia Inquirer, der alteingesessenen Tageszeitung, spitzte man die Sache zu, ließ Ibanez zu Wort kommen und watschte den Blogger ab. Von dort aus wanderte die Geschichte in die Fernsehsendung Outside The Lines bei ESPN, wo man sich anstrengt, kritische Gedanken zum Sport aufzugreifen.
Natürlich dient die Ereigniskette in erster Linie einem politischen Zweck: Die etablierten Medien zeigen den nachwachsenden jungen Medien bei einer solchen Gelegenheit gerne, dass sie das Verantwortungsbewusstsein in Person sind und weit davon entfernt wären, Gerüchte welcher Art auch immer in die Welt zu streuen. Aber mal abgesehen davon, dass die Etablierten viel und lange schlafen, wenn es um kritische Berichterstattung geht und darüberhinaus ebenso gerne Gerüchte fabrizieren, gibt einem diese Auseinandersetzung das Gefühl, dass sich die tektonischen Platten verschieben. Niemand wäre gezwungen gewesen, das Thema überhaupt zu vertiefen oder aufzuwerten. Aber in diesen Tagen, in denen Zeitungen schließen oder Stellen abbauen, kann man sich offensichtlich nicht mehr leisten, heiße Eisen nach Wunsch zu ignorieren. Denn so viel steht fest: Die Frage, ob Ibanez gedopt ist und ob die Tests in der Baseball-Liga wirklich viel bringen, ist legitim.
Natürlich dient die Ereigniskette in erster Linie einem politischen Zweck: Die etablierten Medien zeigen den nachwachsenden jungen Medien bei einer solchen Gelegenheit gerne, dass sie das Verantwortungsbewusstsein in Person sind und weit davon entfernt wären, Gerüchte welcher Art auch immer in die Welt zu streuen. Aber mal abgesehen davon, dass die Etablierten viel und lange schlafen, wenn es um kritische Berichterstattung geht und darüberhinaus ebenso gerne Gerüchte fabrizieren, gibt einem diese Auseinandersetzung das Gefühl, dass sich die tektonischen Platten verschieben. Niemand wäre gezwungen gewesen, das Thema überhaupt zu vertiefen oder aufzuwerten. Aber in diesen Tagen, in denen Zeitungen schließen oder Stellen abbauen, kann man sich offensichtlich nicht mehr leisten, heiße Eisen nach Wunsch zu ignorieren. Denn so viel steht fest: Die Frage, ob Ibanez gedopt ist und ob die Tests in der Baseball-Liga wirklich viel bringen, ist legitim.
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30. Oktober 2008
Rocky's Stadt
Es gibt beim Schreiben von journalistischen Textes immer wieder dieses Problem: Wie vermeidet man Wortwiederholungen, wenn man doch eigentlich das gleiche Wort ständig benutzen muss? Im Sport taucht das Problem vor allem dann auf, wenn man eine einzelne Person häufiger erwähnen und zitieren muss. Oder wenn es um Ortsangaben und Vereinsnamen geht. Da wäre also Kreativität gefragt. Aber statt dessen rattert es nur so vor abgewetzten Vokabeln. Wer regelmäßig die Bundesligaberichterstattung von A bis Z konsumiert, wird den Katalog der gebräuchlichen und zumeist völlig sinnfreien Konstruktionen zur Genüge kennen.
Ein wahlloses Beispiel aus dieser Woche in Focus Online (gefunden über eine Google-Suche mit den drei Begriffen "Knappen", "Fohlen", "Hanseaten") möge genügen, um das Panorama der gängigen Sprachlandschaft in Erinnerung zu rufen. Es enthält auch noch solche Klassiker wie "Werks-Elf" und "Geißböcke".
Da fällt einem doch glatt ins Auge, wenn, wie heute auf faz.net geschehen, jemand bei der Umschreibung für den Namen der Stadt Philadelphia auf folgende Idee kommt: "die Stadt von Rocky Balboa". Rocky Balboa hat nie gelebt. Er ist eine Kunstfigur, die der Hollywood-Schauspieler Sylvester Stallone für seinen Film Rocky erfunden hat. Wer sich nicht an derartigen Gedankensprüngen stört, der hat plötzlich völlig neue Möglichkeiten, um in der Zukunft seine Artikel mit pop-culture-Material zu besprenkeln. Auch wenn die Leinwand- und TV-Helden in Deutschland eher dünn gesät ist. Ideen? Vorschläge? Bitte in der Kommentarspalte abliefern.
Blick zurück: In Philadelphia hat Rocky sogar einen Platz vorm Museum
Ein wahlloses Beispiel aus dieser Woche in Focus Online (gefunden über eine Google-Suche mit den drei Begriffen "Knappen", "Fohlen", "Hanseaten") möge genügen, um das Panorama der gängigen Sprachlandschaft in Erinnerung zu rufen. Es enthält auch noch solche Klassiker wie "Werks-Elf" und "Geißböcke".
Da fällt einem doch glatt ins Auge, wenn, wie heute auf faz.net geschehen, jemand bei der Umschreibung für den Namen der Stadt Philadelphia auf folgende Idee kommt: "die Stadt von Rocky Balboa". Rocky Balboa hat nie gelebt. Er ist eine Kunstfigur, die der Hollywood-Schauspieler Sylvester Stallone für seinen Film Rocky erfunden hat. Wer sich nicht an derartigen Gedankensprüngen stört, der hat plötzlich völlig neue Möglichkeiten, um in der Zukunft seine Artikel mit pop-culture-Material zu besprenkeln. Auch wenn die Leinwand- und TV-Helden in Deutschland eher dünn gesät ist. Ideen? Vorschläge? Bitte in der Kommentarspalte abliefern.
Blick zurück: In Philadelphia hat Rocky sogar einen Platz vorm Museum
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15. Oktober 2008
Skipper Schmalhans hält den Kurs
Wir gehen in die entscheidende Phase der Baseball-Saison und müssen uns mit dem Gedanken anfreunden, dass sich demnächst zwei Mannschaften in der World Series gegenüberstehen, auf die sich kaum jemand freut. Die Tampa Bay Rays und die Philadelphia Phillies. Die meisten Leute wollen die Oligarchen-Teams sehen: die New York Yankees, Boston Red Sox oder die New York Mets. Die werfen mit dem Geld nur so um sich, kaufen die bekannteren Spieler vom Markt und inszenieren Baseball mit dem Hauch des Besonderen. Wer hat, der hat. Richtig?
Meistens ja. Aber in dieser Saison scheint Schmalhans der beste Skipper zu sein. Obwohl: Hinter den Rays zum Beispiel steckt durchaus jemand, der in den guten Wall-Street-Jahren beim Investmentbanker Golfman Sachs extrem viel Geld verdient hat. Aber jetzt spielt Tampa Bay mit der zweitniedrigsten Gehaltsliste von Major League Baseball. Mit anderen Worten: Da sitzen Leute, die ein Auge für junge Talente haben und sich nicht vom Glanz der großen Namen blenden lassen. Mehr zu Tampa Bay habe ich vor ein paar Tagen in einem Artikel für die FAZ zusammengetragen. Der steht jetzt auch online zur Verfügung.
Aktueller Stand: Phillies gegen Dodgers 3:1, Rays gegen Red Sox 3:1.
Hinweis: Im letzten Jahr lag Boston gegen die Cleveland Indians ebenfalls mit 1:3 zurück. Sie drehten den Spieß um, gewannen die Serie mit 4:3 und machten in der World Series den Sack zu. Ob sie aber auch in diesem Jahr die Pitcher haben, um so etwas hinzubekommen, darf man bezweifeln.
Meistens ja. Aber in dieser Saison scheint Schmalhans der beste Skipper zu sein. Obwohl: Hinter den Rays zum Beispiel steckt durchaus jemand, der in den guten Wall-Street-Jahren beim Investmentbanker Golfman Sachs extrem viel Geld verdient hat. Aber jetzt spielt Tampa Bay mit der zweitniedrigsten Gehaltsliste von Major League Baseball. Mit anderen Worten: Da sitzen Leute, die ein Auge für junge Talente haben und sich nicht vom Glanz der großen Namen blenden lassen. Mehr zu Tampa Bay habe ich vor ein paar Tagen in einem Artikel für die FAZ zusammengetragen. Der steht jetzt auch online zur Verfügung.
Aktueller Stand: Phillies gegen Dodgers 3:1, Rays gegen Red Sox 3:1.
Hinweis: Im letzten Jahr lag Boston gegen die Cleveland Indians ebenfalls mit 1:3 zurück. Sie drehten den Spieß um, gewannen die Serie mit 4:3 und machten in der World Series den Sack zu. Ob sie aber auch in diesem Jahr die Pitcher haben, um so etwas hinzubekommen, darf man bezweifeln.
1. Oktober 2007
Philadelphia feiert
Man muss kein Baseball-Kenner sein, um zu verstehen, was gestern in Philadelphia los war, als die Phillies zum ersten Mal seit 1993 die Playoffs in der National League erreichen konnten. Eine halbe Stadt schien Kopf zu stehen und im letzten Inning das Stadion durch Phonstärke allein zum Einsturz bringen zu wollen. Es war ein Erfolg, der ihnen von den kollabierenden New York Mets geschenkt wurde, die noch vor kurzem uneinholbar in Führung schienen. Aber einem geschenkten Gaul.... Mehr zu den Playoffs in den nächsten Tagen.
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