Manche Leute leben nach dem Grundsatz: Es gibt keine schlechte PR. Wichtig ist nur, dass der Name richtig geschrieben ist. Viele von diesen Leuten leben in New York, wo man viel Geld verdienen kann, wenn man die richtigen Leute kennt, Kontakt zu den richtigen Journalisten pflegt und ansonsten ständig ziemlich kess auftritt. Aber was der Promi-Zahnarzt Larry Rosenthal bisweilen treibt, sprengt selbst den Rahmen für diese Stadt der Neureichen, Aufsteiger, Aufschneider, Geschäftemacher, echten und vermeintlichen Stars. Seine jüngste Tat: Er hat die Erbin des New-York-Yankees-Pitchers Cory Lidle verklagt, der im Oktober vergangenen Jahres bei einem Flug an der Ostseite von Manhattan in niedriger Höhe bei einem Wendemanöver in ein Wohnhochhaus geknallt und tödlich verunglückt war. Rosenthals Wohnung wurde damals eheblich beschädigt, und er musste sich ein Übergangsdomizil suchen. Dass sich der Schaden allerdings auf 7 Millionen Dollar beläuft, die er jetzt von der Witwe haben will, ist mehr als unwahrscheinlich.
Die Nachricht hat sofort Aufsehen erregt. Blogger wie Deadspin packten ihren Zorn und ihre Link-Listen aus. Und siehe da: Rosenthal ist ein so schlimmer Finger, dass es über seine Missetaten (Meineid, Drogenmissbrauch, teure Behandlungsfehler etc.) gleich zwei Webseiten gibt (baddentist.com, und lyingdentist.com) und einen langen Eintrag in einem unlängst erschienen Buch der New-York-Times-Reporterin Alex Kuczynski über die kosmetische Industrie.
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2. März 2007
11. Oktober 2006
Yankee-Pitcher fliegt in Manhattan-Hochhaus: tot
Die kleine Maschine krachte am frühen Nachmittag in ein Hochhaus an der Ostseite von Manhattan und rief sogleich ein paar dunkle Erinnerungen wach. Drei Stunden später scheint klar, dass es sich nicht um einen terroristischen Anschlag handelt und - noch bizarrer - dass ein Pitcher der New York Yankees mutmaßlich der Pilot der Ein-Propeller-Cirrus SR20 war. Lidle kam im Juli von den Philadelphia Phillies zu den Bronx Bombers und wurde einmal in der Americal League Division Series gegen die Detroit Tigers eingesetzt. Sein Auftritt verlief denkbar schlecht. Auf seine Kappe gingen (in nur 1 1/3 Innings) insgesamt drei Runs.
Die New York Times brachte zum Ende der Saison eine Lidle-Geschichte, die seine Leidenschaft fürs Fliegen dokumentierte und ein weiteres Detail berichtete: Schon einmal haben die Yankees einen Spieler verloren, der in seiner Freizeit als Pilot unterwegs war: Thurman Munson im Jahr 1979.
Über die Ursachen der Kollision, bei der neben Lidle noch mindest eines weitere Person ums Leben kam, gibt es noch keine Klarheit. Augenzeugenberichte lassen den Schluss, dass es sich um ein technisches Problem gehandelt haben könnte. Das würde aber noch immer nicht erklären, weshalb Lidle in der geringen Flughöhe am East River unterwegs war.
Die New York Times brachte zum Ende der Saison eine Lidle-Geschichte, die seine Leidenschaft fürs Fliegen dokumentierte und ein weiteres Detail berichtete: Schon einmal haben die Yankees einen Spieler verloren, der in seiner Freizeit als Pilot unterwegs war: Thurman Munson im Jahr 1979.
Über die Ursachen der Kollision, bei der neben Lidle noch mindest eines weitere Person ums Leben kam, gibt es noch keine Klarheit. Augenzeugenberichte lassen den Schluss, dass es sich um ein technisches Problem gehandelt haben könnte. Das würde aber noch immer nicht erklären, weshalb Lidle in der geringen Flughöhe am East River unterwegs war.
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