Rund 300 Menschen im Jahr werden in amerikanischen Baseball-Stadien verletzt, wenn die knallharten Bälle in die Tribünen fliegen. Wer allerdings glaubt, er könne aufgrund einer solchen Verletzung in den USA, dem Land der enormen Schadensersatzsummen, die Clubs belangen, muss sich eines Besseren belehren lassen. Das Wall Street Journal weiß mehr.
• Der amerikanische Mountain-Bike-Fahrer Jeremy Horgan-Kobelski hat im letzten September in Peking bei einem Rennen den totalen Kollaps erlebt. Erst kam der Husten, dann das Erbrechen und dann der Abstieg vom Rad. Der Smog muss furchtbar gewesen sein. Nur acht der 50 Teilnehmer erreichten das Ziel. Mehr zum Thema Umweltbelastung im kommenden Monat bei Olympia hat die Medizin-Journalistin Gina Kolata heute in der New York Times.
• Wenn einem der Tanz um Brett Favre auf den Keks geht (und zwar seit die ersten Andeutungen darüber die Runde machten, dass er wieder spielen will), hofft man innerlich darauf, dass mal jemand diesem populären Football-Profi die Meinung geigt. Das ist ja nur fair angesichts einer völlig schrägen Berichterstattung, die sich nicht darum bemüht, jemanden wie den (ehemaligen?) Quarterback der Green Bay Packers daran zu erinnern, dass er da wohl im Frühjahr (bei seinem Abschied?) nicht mehr als eine Kindergarten-Show abgezogen hat. Und dass man Leute nicht ernst nehmen kann, die glauben, dass die Regeln der NFL für sie nicht gelten. Also dann bitte hier – without much further ado – zum Meinungsbeitrag des Orstzeitung, dem Milwaukee Journal.
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16. Juli 2008
20. Oktober 2007
Iverson und das Montagshaus
Allen Iverson liebt es warm. Er kommt aus Virginia, dem Norden des US-Süden, und ist in Colorado wirklich nicht in seinem Element. Aber anders als die meisten Topverdiener im amerikanischen Sport zieht es ihn nicht nach Florida, ein Bundesstaat, der im Unterschied zu vielen anderen keine staatliche Einkommensteuer kassiert. Atlanta ist da schon eher nach seinem Geschmack. Das Projekt allerdings liegt erst mal - Verzeihung - auf Eis. Denn er verließ nach nur 60 Tagen mit Frau und vier Kindern sein nagelneues Haus am Stadtrand, für das man ihm 2,2 Millionen Dollar abverlangt hatte. Die Villa scheint ein Montagshaus zu sein. Die Stahlträger im Boden des Erdgeschosses, die einen Teil der statischen Arbeit leisten müssen (ist wohl eher eine freitragende Karosse, das Ding) halten das Gewicht nicht aus. Es hat Risse gegeben. Im Zeitungsbericht über den Fall ist von "Sacken" die Rede. Iverson will nicht nur sein Geld wieder haben, sonder verlangt mehrere Millionen Dollar Schadenersatz. Peinlich für das Bauunternehmen: einer der Besitzer ist ein Architekturprofessor der Universität Georgia State in Atlanta (via Deadspin und You Been Blinded)
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2. März 2007
Ein schlimmer Finger
Manche Leute leben nach dem Grundsatz: Es gibt keine schlechte PR. Wichtig ist nur, dass der Name richtig geschrieben ist. Viele von diesen Leuten leben in New York, wo man viel Geld verdienen kann, wenn man die richtigen Leute kennt, Kontakt zu den richtigen Journalisten pflegt und ansonsten ständig ziemlich kess auftritt. Aber was der Promi-Zahnarzt Larry Rosenthal bisweilen treibt, sprengt selbst den Rahmen für diese Stadt der Neureichen, Aufsteiger, Aufschneider, Geschäftemacher, echten und vermeintlichen Stars. Seine jüngste Tat: Er hat die Erbin des New-York-Yankees-Pitchers Cory Lidle verklagt, der im Oktober vergangenen Jahres bei einem Flug an der Ostseite von Manhattan in niedriger Höhe bei einem Wendemanöver in ein Wohnhochhaus geknallt und tödlich verunglückt war. Rosenthals Wohnung wurde damals eheblich beschädigt, und er musste sich ein Übergangsdomizil suchen. Dass sich der Schaden allerdings auf 7 Millionen Dollar beläuft, die er jetzt von der Witwe haben will, ist mehr als unwahrscheinlich.
Die Nachricht hat sofort Aufsehen erregt. Blogger wie Deadspin packten ihren Zorn und ihre Link-Listen aus. Und siehe da: Rosenthal ist ein so schlimmer Finger, dass es über seine Missetaten (Meineid, Drogenmissbrauch, teure Behandlungsfehler etc.) gleich zwei Webseiten gibt (baddentist.com, und lyingdentist.com) und einen langen Eintrag in einem unlängst erschienen Buch der New-York-Times-Reporterin Alex Kuczynski über die kosmetische Industrie.
Die Nachricht hat sofort Aufsehen erregt. Blogger wie Deadspin packten ihren Zorn und ihre Link-Listen aus. Und siehe da: Rosenthal ist ein so schlimmer Finger, dass es über seine Missetaten (Meineid, Drogenmissbrauch, teure Behandlungsfehler etc.) gleich zwei Webseiten gibt (baddentist.com, und lyingdentist.com) und einen langen Eintrag in einem unlängst erschienen Buch der New-York-Times-Reporterin Alex Kuczynski über die kosmetische Industrie.
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