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6. April 2008
Trendsportart in New York: Cricket
Wenn man in den USA als Sportjournalist arbeitet, wird man zu einem Spezialisten in Sachen, die den normalen Verbraucher in Europa überhaupt nicht interessieren. Also Sachen wie Baseball, Football und Lacrosse, Stock-Car-Autorennen. Man arbeitet sich in den Turfsport ein und könnte vermutlich auch noch Hunderennen andere exotische Disziplinen wie Real Tennis (die Urform, gibt's in New York und Philadelphia) oder Doping aufgreifen. Was alles ganz reizvoll ist, wenn man seinen Kopf mit mehr füllen möchte als mit dem täglichen Allerlei einer fußballfixierten Welt. Aber irgendwann fragt man sich dann doch: Muss ich jetzt wirklich auch noch Cricket begreifen? Obwohl mir das damals in England schon keiner richtig erklären konnte? Vermutlich. Cricket ist im Kommen. In New York. Bei den Schulkindern. Und darüber wird man irgendwann schreiben müssen. Wenn es so weitergeht. Mit dem Cricket.
1. Juni 2007
Tod eines Cricket-Coaches: Ungeklärt, aber gut genug für ein Rührstück aus Bollywood
Gleich darauf machten imgaginierte Mordverschwörungstheorien die Runde, weil die Sportart Cricket von einer Bestechungsseuche befallen ist und Woolmer angeblich einiges darüber wusste. Das sensationelle frühe Ausscheiden der Pakistanis, die zu den besten Teams der Welt gehören, warf aber auch die Frage auf: Wurde er von derangierten entäuschten Fans heimgesucht? Der Bollywood-Produzent, der den Stoff ins Kino bringen will, wird den Kriminalfall nicht verbindlich aufklären. Das wäre auch ein bisschen viel verlangt. Nicht mal der Name Woolmer wir auftauchen. Es wird eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Cricketsports. Wettbetrug soll auch vorkommen. Sönke Wortmann ist noch nicht als Regisseur im Gespräch. War auch nur so eine Idee.
Blick zurück: Der erste Bericht über den Fall in der Arena im März
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24. März 2007
Mord im Auftrag eines Wettsyndikats?
Ein ehemaliger Captain der pakistanischen Cricket-Nationalmannschaft hat den Verdacht geäußert, dass ein internatonales Wettsyndikat hinter dem Mord an Trainer Bob Woolmer steht. Der Engländer, der die Pakistanis betreute, war am Sonntag in seinem Hotelzimmer in Kingston bewusstlos aufgefunden worden und wenig später im Krankenhaus gestorben. Todesursache: Erwürgen. Der Exspieler Rashid Latif hatte vor zwölf Jahren einen Bestechungsskandal aufgedeckt, der zu einer lebenslänglichen Sperre des wichtigsten Beteiligten und Geldstrafen für andere Mannnschaftsmitglieder führte. "Ich habe immer gesagt, dass Cricket nie wirklich von Korruption befreit wurde, trotz der Maßnahmen des International Cricket Council," wurde er von Reuters zitiert. Woolmers Team war überraschend in der Vorrunde des alle vier Jahre ausgetragenen World Cup durch eine Niederlage gegen das schwächer eingeschätze Team aus Irland ausgeschieden. Das Turnier ist das bedeutendste in der Sportart und findet zur Zeit in einer der abseits gelegenen Hochburgen des Spiels statt - in der Karibik, wo sich mehrere Inseln die Ausrichterrolle teilen. Titelverteidiger ist Australien, das den Cup 2003 in Südafrika und 1999 in Großbritannien gewann. Die meisten Cricketspieler leben auf dem indischen Subkontinent. "80 Prozent aller Einnahmen des Spiels weltweit werden in Indien erzielt", schrieb der scheidende UN-Untergeneralsekretär Shashi Tharoor am Freitag in der New York Times in einem Beitrag, in dem er sich darüber mokierte, dass die Amerikaner sich wohl deshalb nicht für Cricket interessieren, weil sie komplizierte Spiele einfach nicht begreifen und mit Baseball bereits eine verwässerte Version praktizieren.
Der Mordfall so nah vor der eigenen Haustür hat jedoch einige in den USA wachgemacht. Darunter auch die die Times, die heute einen erhellenden Bericht eines Reporters aus Kingston über die Verhältnisse im Cricket publizierte.
Der Mordfall so nah vor der eigenen Haustür hat jedoch einige in den USA wachgemacht. Darunter auch die die Times, die heute einen erhellenden Bericht eines Reporters aus Kingston über die Verhältnisse im Cricket publizierte.
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23. März 2007
Cricket-Coach erwürgt
Nur wenige Stunden später, nachdem wir unseren ersten Beitrag aus der Cricket-Szene gepostet haben, bekam das Thema einen ganz anderen Zuschnitt: Die Polizei in Kingston geht davon aus, dass der pakistanische Coach Bob Woolmer erwürgt worden ist. Und zwar soll mehr als ein Täter involviert gewesen sein. Woolmers Mannschaft hatte kurz zuvor gegen Außenseiter Irland verloren. Jetzt fehlt nur noch, dass der tote Ire ebenfalls von jemanden ums Leben gebracht wurde (via Can't Stop the Bleeding).
22. März 2007
Mysteriöse Todesserie im Cricket
Jetzt fehlt nur noch, dass der KGB seine Finger im Spiel hat: Nur drei Tage nach dem Trainer der pakistanischen Cricket-Nationalmannschaft in der jamaikanischen Hauptstadt Kingston starb der ehemalige Vorsitzende des irischen Cricket-Verbandes in einem Hotel in Ocho Rios im Norden der Insel. Die Iren hatten am Samstag die Pakistanis aus dem Turnier geworfen. Den Tod des Coaches, Bob Woolmer, hat die Polizei vorläufig als "verdächtig" eingestuft. Für das Ableben des Iren wurde offiziell noch keine Ursache genannt. Man vermutet Herzversagen (via Eurosport). Mehr über die Spekulationen rund um Woolmers Tod gibt es hier.
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