Auf der offziellen Seite von Brett Favre ist diese Nachricht die frischeste. Sie stammt vom 28. Juli und bezieht sich auf eine Meldung, die espn.com dem Star Tribune in Minneapolis entnommen hat (ja, so umständlich geht es manchmal zu). Ihre Überschrift lautet:
"Report: Favre opts to remain retired".
Was soviel bedeutet wie: "Bericht besagt, Favre zieht es vor, im Ruhestand zu bleiben".
Klingt umständlich, aber solche Verwicklungen im Semantischen entsprechen irgendwie dem Geschehen rund um die Rasendiva.
Denn natürlich hat sich Brett Favre nach der Seifenoper des vergangenen Jahres, zu deren Finale er das Trikot der New York Jets überstreifte, nie so richtig von dem Gedanken verabschiedet, vielleicht doch noch eine Saison dranzuhängen. Und so war es nur konsequent, dass vor ein paar Minuten der letzte Stand in dieser endlosen Geschichte auf die mediale Umlaufbahn geballert wurde: Favre hat bei den Minnesota Vikings unterschrieben. Und so verlauten wir es pflichtschuldigst auch, denn die Sache genießt zumindest oberflächlich einen Hauch von picante. Die Vikings und die Green Bay Packers spielen in derselben Division NFL und werden mithin zweimal gegeneinander antreten.
Die Packers und ihre Fans werden sich so fühlen, wie sich Alberto Contador im Astana-Team gefühlt haben muss, als er erfuhr, man werde ihm den Egozentriker und von Verfolgungswahn geplagten Lance Armstrong an die Seite geben. Die Antwort von Contador kennen wir. Wie die Packers reagieren? Mal sehen.
Blick zurück: Reebok hat das Trikot bereits genäht
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18. August 2009
16. März 2009
Man hat Favre in Green Bay noch immer nicht verziehen
Tief im Herzen von knallharten Football-Leuten, also gleich neben der Stelle, wo im Westen die Sonne versinkt, sitzt ein ganz weicher Knopf. Und wer auf den drückt, produziert ungeahnte Gefühle. Das sieht man zur Zeit in Green Bay, wo sie es einfach nicht fertig bringen, Favres Trikot-Nummer aus dem Verkehr zu ziehen. Man könnte das ja jeder Zeit machen. Heute, morgen, Anfang der kommenden Saison. Denn egal, ob der Mann mit der Nummer 4 noch hundert Jahre spielt oder überhaupt nicht mehr: In Lambeau Field sind sie mit ihm durch. Aber irgendwie hoffen die Verantwortlichen des Clubs darauf, dass der Tag kommen wird, an dem sie mit Favre wieder ganz normal reden können und ihm und den Fans die ganz große Zeremonie spendieren werden, die zu einer Rückennummer-Ausmuster-Feier nun mal gehört.
Mit dieser AP-Geschichte ist übrigens die Saison für Spekulationen über die weitere Karriere von Favre auf Umwegen eröffnet worden. Im letzten Jahr hat die Jagd nach Neuigkeiten ganze Heerscharen beschäftigt. Darunter ESPN, die während der Olympischen Spiele nichts Wichtigeres zu tun hatten, als mehrere Reporter an die Fersen des Quarterbacks zu heften. Er landete schließlich bei den New York Jets, sorgte anfänglich für Aufschwung, konnte aber den Abwärtstrend nicht verhindern. Die Jets schafften nicht mal die Playoffs, warfen ihren Trainer Eric Mangini raus (jetzt bei den Cleveland Browns) und durften aus der Ferne erleben, wie ihr Ex-QB Chad Pennington in Miami die Wiedergeburt eines heruntergewirtschafteten Teams möglich machte.
Mit dieser AP-Geschichte ist übrigens die Saison für Spekulationen über die weitere Karriere von Favre auf Umwegen eröffnet worden. Im letzten Jahr hat die Jagd nach Neuigkeiten ganze Heerscharen beschäftigt. Darunter ESPN, die während der Olympischen Spiele nichts Wichtigeres zu tun hatten, als mehrere Reporter an die Fersen des Quarterbacks zu heften. Er landete schließlich bei den New York Jets, sorgte anfänglich für Aufschwung, konnte aber den Abwärtstrend nicht verhindern. Die Jets schafften nicht mal die Playoffs, warfen ihren Trainer Eric Mangini raus (jetzt bei den Cleveland Browns) und durften aus der Ferne erleben, wie ihr Ex-QB Chad Pennington in Miami die Wiedergeburt eines heruntergewirtschafteten Teams möglich machte.
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20. Oktober 2008
Brett, der Werkspion
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29. Juli 2008
Tränen lügen doch
Aber endgültig heißt nicht wirklich endgültig. Und so werden die Packers jetzt mit der Frage konfrontiert, was sie mit Favre anfangen werden. Vertraglich besitzt das Thema keine Brisanz. Die Packers haben die Rechte an seinen Diensten und müssen ihm das im Rahmen des alten Deals vereinbarte Gehalt zahlen. Wenn sie ihn auf die Ersatzbank setzen, muss er das akzeptieren. Wenn der Club das möchte, kann er ihn auch an ein anderen Team abgeben. Dass die Packers im Tausch für einen alten Quarterback aber sehr viel an Gegenwert erhalten, wird man nicht annehmen dürfen. Als Anhaltspunkt sollte man sich mit dem Joe-Montana-Trade von 1993 beschäftigen. Damals mussten die San Francisco 49ers einen Spieler und einen Dritt-Runden-Draft-Pick abgeben, um einen Erst-Runden-Pick zu bekommen. Joe Cool war damals erst 36 Jahre alt und absolvierte noch zwei komplette ziemliche erfolgreiche Spielzeiten.
Blick zurück: Brett macht Schluss, sagt er (und ein paar Arena-Links zu dem Mann mit dem goldenen Arm)
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16. Juli 2008
Der Klingelbeutel: Wer den Schaden hat
Rund 300 Menschen im Jahr werden in amerikanischen Baseball-Stadien verletzt, wenn die knallharten Bälle in die Tribünen fliegen. Wer allerdings glaubt, er könne aufgrund einer solchen Verletzung in den USA, dem Land der enormen Schadensersatzsummen, die Clubs belangen, muss sich eines Besseren belehren lassen. Das Wall Street Journal weiß mehr.
• Der amerikanische Mountain-Bike-Fahrer Jeremy Horgan-Kobelski hat im letzten September in Peking bei einem Rennen den totalen Kollaps erlebt. Erst kam der Husten, dann das Erbrechen und dann der Abstieg vom Rad. Der Smog muss furchtbar gewesen sein. Nur acht der 50 Teilnehmer erreichten das Ziel. Mehr zum Thema Umweltbelastung im kommenden Monat bei Olympia hat die Medizin-Journalistin Gina Kolata heute in der New York Times.
• Wenn einem der Tanz um Brett Favre auf den Keks geht (und zwar seit die ersten Andeutungen darüber die Runde machten, dass er wieder spielen will), hofft man innerlich darauf, dass mal jemand diesem populären Football-Profi die Meinung geigt. Das ist ja nur fair angesichts einer völlig schrägen Berichterstattung, die sich nicht darum bemüht, jemanden wie den (ehemaligen?) Quarterback der Green Bay Packers daran zu erinnern, dass er da wohl im Frühjahr (bei seinem Abschied?) nicht mehr als eine Kindergarten-Show abgezogen hat. Und dass man Leute nicht ernst nehmen kann, die glauben, dass die Regeln der NFL für sie nicht gelten. Also dann bitte hier – without much further ado – zum Meinungsbeitrag des Orstzeitung, dem Milwaukee Journal.
• Der amerikanische Mountain-Bike-Fahrer Jeremy Horgan-Kobelski hat im letzten September in Peking bei einem Rennen den totalen Kollaps erlebt. Erst kam der Husten, dann das Erbrechen und dann der Abstieg vom Rad. Der Smog muss furchtbar gewesen sein. Nur acht der 50 Teilnehmer erreichten das Ziel. Mehr zum Thema Umweltbelastung im kommenden Monat bei Olympia hat die Medizin-Journalistin Gina Kolata heute in der New York Times.
• Wenn einem der Tanz um Brett Favre auf den Keks geht (und zwar seit die ersten Andeutungen darüber die Runde machten, dass er wieder spielen will), hofft man innerlich darauf, dass mal jemand diesem populären Football-Profi die Meinung geigt. Das ist ja nur fair angesichts einer völlig schrägen Berichterstattung, die sich nicht darum bemüht, jemanden wie den (ehemaligen?) Quarterback der Green Bay Packers daran zu erinnern, dass er da wohl im Frühjahr (bei seinem Abschied?) nicht mehr als eine Kindergarten-Show abgezogen hat. Und dass man Leute nicht ernst nehmen kann, die glauben, dass die Regeln der NFL für sie nicht gelten. Also dann bitte hier – without much further ado – zum Meinungsbeitrag des Orstzeitung, dem Milwaukee Journal.
11. Juli 2008
Packers oder Steelers oder was?
Nachdem wir demnächst bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen auf die Zielgerade einbiegen, ist es nur verständlich, dass die beiden Kandidaten die eine oder andere Anleihe beim Sport probieren. Sportbegriffe haben die Politikersprache schon vor langer Zeit infiltriert. Jetzt kommt die nächste Phase: Kandidaten, die ein intimes Verständnis für die jeweilige Sportart und sogar regelrechtes Interesse heucheln.
Das kann natürlich in die Hose gehen, besonders wenn mit jenseits der 70 schon Gedächtnislücken hat, die so groß wie Scheunentore sind. Wie John McCain. Der erzählte neulich in Pittsburgh eine Anekdote aus der schweren Zeit seiner Gefangenschaft im von den Amerikanern spöttisch genannten Hanoi Hilton während des Vietnam-Kriegs, wo er gefoltert wurde. Wenn sie auch ganz anders klang als die Version, die er einst in seinen Memoiren zu Papier gebracht hatte. In dem Buch hatte er erzählt, dass er, ein Marine-Pilot, den man in der Luft über Nord-Vietnam abgeschossen hatte, im Verhör Angriffsspieler der Green Bay Packers heruntergespult habe, als man ihn zwingen wollte, die Namen der Kollegen aus seiner Schwadron zu verraten. Anno 2008 wurde daraus plötzlich eine Liebeserklärung an die Pittsburgh Steelers und deren Verteidigungsreihe und erzwang eine peinliche Richtigstellung.
Der Republikaner McCain kann sich an vieles nicht erinnern, auch nicht an sein Votum im Senat, wonach er zwar dafür war, Medikamente wie Viagra für Männer als verschreibungspflichtig einzustufen, aber nicht Kontrazeptiva für Frauen, obwohl die sehr oft unter rein therapeutischen Vorzeichen verordnet werden. Die selektive Wahrnehmung der Welt ist für diesen Politikertypus nichts Neues und wird sich voraussichtlich noch bei weiblichen Wählern herumsprechen. Zumal McCain dafür ist, die Entscheidungsfreiheit von schwangeren Frauen in der Frage von Abtreibungen zu beenden. Bei diesem Thema hält es der Senator aus Arizona mit dem Papst.
Aber wir waren beim Sport und wollen deshalb noch ein Gerücht vermelden, wonach McCains formidabler Gegner Barack Obama einen Teil der Spendenmillionen, die er für seinen Wahlkampf ausgeben wird, einem Rennwagen-Team in der NASCAR-Serie um den Sprint Cup in den Rachen werfen will. Sports Illustrated vermeldet, dass er zunächst nur bei einem Rennen das Auto mit der Nummer 49 bepflastern will. Vorausgesetzt der Toyota mit Ken Schrader am Steuer qualifiziert sich. Vielleicht werden daraus auch mehrere Werbeauftritte. Die Idee ist nicht neu, aber sicher ihr Geld wert. Denn ein solcher Ausflug eines demokratischen Wahlkämpfers in eine feindliche Hochburg (sowohl die Betreiber als auch die Rednecks auf den Zuschauerrängen und den benachbarten Campingplätzen haben ein anderes Weltbild als Obama) wird sehr viel an Medienecho produzieren. Und es hilft auch noch dem Gegner: Die Eigentümer von Wagen Nummer 49 sind laut SI zwei "stramme Republikaner".
Das kann natürlich in die Hose gehen, besonders wenn mit jenseits der 70 schon Gedächtnislücken hat, die so groß wie Scheunentore sind. Wie John McCain. Der erzählte neulich in Pittsburgh eine Anekdote aus der schweren Zeit seiner Gefangenschaft im von den Amerikanern spöttisch genannten Hanoi Hilton während des Vietnam-Kriegs, wo er gefoltert wurde. Wenn sie auch ganz anders klang als die Version, die er einst in seinen Memoiren zu Papier gebracht hatte. In dem Buch hatte er erzählt, dass er, ein Marine-Pilot, den man in der Luft über Nord-Vietnam abgeschossen hatte, im Verhör Angriffsspieler der Green Bay Packers heruntergespult habe, als man ihn zwingen wollte, die Namen der Kollegen aus seiner Schwadron zu verraten. Anno 2008 wurde daraus plötzlich eine Liebeserklärung an die Pittsburgh Steelers und deren Verteidigungsreihe und erzwang eine peinliche Richtigstellung.
Der Republikaner McCain kann sich an vieles nicht erinnern, auch nicht an sein Votum im Senat, wonach er zwar dafür war, Medikamente wie Viagra für Männer als verschreibungspflichtig einzustufen, aber nicht Kontrazeptiva für Frauen, obwohl die sehr oft unter rein therapeutischen Vorzeichen verordnet werden. Die selektive Wahrnehmung der Welt ist für diesen Politikertypus nichts Neues und wird sich voraussichtlich noch bei weiblichen Wählern herumsprechen. Zumal McCain dafür ist, die Entscheidungsfreiheit von schwangeren Frauen in der Frage von Abtreibungen zu beenden. Bei diesem Thema hält es der Senator aus Arizona mit dem Papst.
Aber wir waren beim Sport und wollen deshalb noch ein Gerücht vermelden, wonach McCains formidabler Gegner Barack Obama einen Teil der Spendenmillionen, die er für seinen Wahlkampf ausgeben wird, einem Rennwagen-Team in der NASCAR-Serie um den Sprint Cup in den Rachen werfen will. Sports Illustrated vermeldet, dass er zunächst nur bei einem Rennen das Auto mit der Nummer 49 bepflastern will. Vorausgesetzt der Toyota mit Ken Schrader am Steuer qualifiziert sich. Vielleicht werden daraus auch mehrere Werbeauftritte. Die Idee ist nicht neu, aber sicher ihr Geld wert. Denn ein solcher Ausflug eines demokratischen Wahlkämpfers in eine feindliche Hochburg (sowohl die Betreiber als auch die Rednecks auf den Zuschauerrängen und den benachbarten Campingplätzen haben ein anderes Weltbild als Obama) wird sehr viel an Medienecho produzieren. Und es hilft auch noch dem Gegner: Die Eigentümer von Wagen Nummer 49 sind laut SI zwei "stramme Republikaner".
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4. März 2008
Brett Favre geht in Pension
Weil es ganz frisch über den Ticker gekommen ist und vermutlich die Aufmacher-Meldung auf den Sportseiten der morgigen Zeitungen sein wird, hier ganz schnell: Brett Favre, einer der besten Quarterbacks in der Geschichte der NFL, macht Schluss mit Football. Im Alter von 38 und nach 17 Jahren im Einsatz löst das keine Verwunderung aus. Er hatte schon bei anderen Gelegenheiten mit dem Karriereende geliebäugelt. In der abgelaufenen Saison hatten er und die Green Bay Packers noch einmal gezeigt, dass sie Super-Bowl-Potenzial haben. Aber da waren noch die New York Giants. Und die waren einfach einen Hauch besser.
Dieser Beitrag wird vermutlich noch mal aktualisiert.
So soll es denn also auch sein - Nachtrag vom Dienstagabend: Links zu lesenswerten Geschichten und Fundsachen, die auf Favres Karriere zurückblenden:
Milwaukee Journal Sentinel
Newsday
ESPN
YouTube mit Soundbites
Blick zurück: "Vielleicht haben wir heute Brett Favres letztes Spiel gesehen...."
Blick zurück: Unter den besten Quarterbacks auf Platz zehn
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So soll es denn also auch sein - Nachtrag vom Dienstagabend: Links zu lesenswerten Geschichten und Fundsachen, die auf Favres Karriere zurückblenden:
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26. Januar 2008
Eddie Murphy hat es schon damals kommen sehen...
Ist es wirklich schon eine Woche her, das mit den Packers und den Giants im Conference Final? Offensichtlich. Aber Wahrsager in Hollywood haben es schon vor vielen Jahren vorhergesehen. Weshalb das Match wohl auch noch in vielen Jahren auf diese Weise im Gedächtnis verankert bleiben wird: als Szene in dem Film Der Prinz aus Zamunda (Originalltitel: Coming to America). Premiere war bereits im Jahr 1988.
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20. Januar 2008
Giants gewinnen in Green Bay
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17. Januar 2008
Eventuell transzendental
Wir haben schon seit einer Weile dieses ungute Gefühl, dass es einem wahren Packers-Fan gar nicht darum geht, sich mit Football zu beschäftigen. Er hat sein Dasein einfach komplett einem Zustand gewidmet, den klügere Leute als unsereins eventuell als transzendental bezeichnen würden. Nach einem Tag, mit dem Konsum eines kompletten Tom-Cruise-Video, in dem er ausführlich demonstriert, wie man tickt, wenn man dieser Fascho-"Kirche" angehört und sein Gehirn nicht im Schonwaschgang gewaschen wurde, sondern im extremen Kochprogramm mit maximaler Schleuderleistung hintendran, wirken solche Eheschließungen im Packers-Dress nur noch halb so bizarr. Mehr Bilder von der Heirat, die im letzten Herbst stattfand, auf dieser Seite vom Fond Du Lac Reporter, einer Zeitung in Wisconsin.
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16. Januar 2008
Vor dem großen Spiel: Nicht duschen, bitte
Über solche Ratschläge allerdings hat man sich in dieser Woche in New York blendend amüsiert. Fördern sie doch den hinreichend gepflegten Hochmut in dieser unserer Stadt, dass der Rest der USA von einer unglaublichen großen Zahl von Dummköpfen bevölkert wird, deren Verhaltensmuster und Überlebensmechanismen man immer wieder gerne belächelt. Selbst in solchen Situationen, in denen Eli Manning und die New York Giants nach Wisconsin fliegen müssen und ein paar Zuschauer mitbringen, die auf dem Schwarzen Markt bis zu 2500 Dollar ausgeben, um ein Ticket zu ergattern. Ein Ticket für das Vergnügen, sich durch die Kälte zu zittern.
In Green Bay tut man allerdings mehr, um die Eindringlinge aus New York auf dem Feld der Ehre zu besiegen und die Anhängerschar bei Laune zu halten. Die Madison Church of Christ verlegt die Messe am Sonntag auf 16 Uhr vor, damit die Gläubigen auch alle kommen und beten - und zwar auch für den Sieg. Wie das in der Kirche riechen könnte, kann man sich vorstellen. Wie in einer schlecht gelüfteten Umkleidekabine. Es sei denn, die Messdiener geben gehörig mit Weihrauch Gas.
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12. Januar 2008
Es kann schon sein...
...dass der Chef vom Madison Square Garden doch noch die Geduld verliert, die er bisher mit Isiah Thomas in seiner Rolle als Manager und Trainer der New York Knicks hatte. Bloss wann?
...Dirk Nowitzki nie wieder Trompete spielt, vielleicht auch nie wieder wieder Scottie Pippen als Arschloch bezeichnet und nie wieder eine ausführliche Fernsehdokumentation mit einem Sender in Europa dreht, in der er soviel von seiner privaten Seite zeigt. Denn dieser Beitrag auf arte (auf YouTube in sieben Teilen) ist bereits vier Jahre alt. Und wenn überhaupt, dann ist er mit zunehmendem Erfolg noch zugeknöpfter geworden. Aber damals mit Till Brönner war das noch ganz anders (via Ball in Europe).
...dass Marion Jones demnächst als Zeugin der Anklage gegen ihren alten Trainer Trevor Graham aussagen wird. Weil ihr Prozess am Freitag mit einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten zu Ende ging, kann sie nicht mehr ihre Kooperation verweigern. Mehr über den Urteilsspruch morgen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
...dass Brett Favre noch eine Saison dranhängt. Mit 38 Jahren. Heute spielt er erst mal gegen seinen Ex-Coach Mike Holmgren und die Seahawks. Playoff-Time in der NFL. Wir sind gespannt.
...dass Glen Rice einfach zu keiner anderen Reaktion fähig war, als er den Geliebten seiner Gattin in einem Kleiderschrank vorfand. Obwohl: Es gibt da so einen Besitzstandskomplex, der durch zuviel Testosteron eher schlimmer wird. Dann zählt auch nicht mehr, dass man selbst und die Gattin ein ziemlich abgearbeitetes Verhältnis haben, das Richtung Scheidung driftet. Der Bericht sagt, dass der Mann ins Krankenhaus musste, wo eine Wunde, die ihm der ehemalige Basketballprofi zugefügt hatte, mit neun Stichen genäht werden musste. Schlecht für Rice. Das nennt man Körperverletzung. Und es ist strafbar.
...dass es keine bessere Lösung gab, als die letzten 51,8 Sekunden des Spiels Miami Heat gegen die Atlanta Hawks noch einmal neu zu spielen. Die Fehlentscheidung in Sachen Shaquille O'Neal, der fälschlicherweise wegen zu vieler Fouls gegen Ende des Matches in die Kabine geschickt wurde, war schließlich von einer spielentscheidenden Bedeutung. Es kann aber auch sein, dass einem unsereins diese dauernden Live-Übertragungen mit den Miami Heat im Fernsehen langsam zum Hals raushängen. Gestern war es das Match gegen die New Orleans Hornets. Kann nicht jemand mal den Programmplanern sagen, das es kaum eine Mannschaft in der NBA gibt, die schlechter spielt? Und dass wir gerne mal die Portland TrailBlazers sehen würden? Oder genießen die auch nach ihrer jüngsten Bilanz - 17 Siege in 19 Spielen im Dezember und Januar - noch immer keinen Respekt?
...Dirk Nowitzki nie wieder Trompete spielt, vielleicht auch nie wieder wieder Scottie Pippen als Arschloch bezeichnet und nie wieder eine ausführliche Fernsehdokumentation mit einem Sender in Europa dreht, in der er soviel von seiner privaten Seite zeigt. Denn dieser Beitrag auf arte (auf YouTube in sieben Teilen) ist bereits vier Jahre alt. Und wenn überhaupt, dann ist er mit zunehmendem Erfolg noch zugeknöpfter geworden. Aber damals mit Till Brönner war das noch ganz anders (via Ball in Europe).
...dass Marion Jones demnächst als Zeugin der Anklage gegen ihren alten Trainer Trevor Graham aussagen wird. Weil ihr Prozess am Freitag mit einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten zu Ende ging, kann sie nicht mehr ihre Kooperation verweigern. Mehr über den Urteilsspruch morgen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
...dass Brett Favre noch eine Saison dranhängt. Mit 38 Jahren. Heute spielt er erst mal gegen seinen Ex-Coach Mike Holmgren und die Seahawks. Playoff-Time in der NFL. Wir sind gespannt.
...dass Glen Rice einfach zu keiner anderen Reaktion fähig war, als er den Geliebten seiner Gattin in einem Kleiderschrank vorfand. Obwohl: Es gibt da so einen Besitzstandskomplex, der durch zuviel Testosteron eher schlimmer wird. Dann zählt auch nicht mehr, dass man selbst und die Gattin ein ziemlich abgearbeitetes Verhältnis haben, das Richtung Scheidung driftet. Der Bericht sagt, dass der Mann ins Krankenhaus musste, wo eine Wunde, die ihm der ehemalige Basketballprofi zugefügt hatte, mit neun Stichen genäht werden musste. Schlecht für Rice. Das nennt man Körperverletzung. Und es ist strafbar.
...dass es keine bessere Lösung gab, als die letzten 51,8 Sekunden des Spiels Miami Heat gegen die Atlanta Hawks noch einmal neu zu spielen. Die Fehlentscheidung in Sachen Shaquille O'Neal, der fälschlicherweise wegen zu vieler Fouls gegen Ende des Matches in die Kabine geschickt wurde, war schließlich von einer spielentscheidenden Bedeutung. Es kann aber auch sein, dass einem unsereins diese dauernden Live-Übertragungen mit den Miami Heat im Fernsehen langsam zum Hals raushängen. Gestern war es das Match gegen die New Orleans Hornets. Kann nicht jemand mal den Programmplanern sagen, das es kaum eine Mannschaft in der NBA gibt, die schlechter spielt? Und dass wir gerne mal die Portland TrailBlazers sehen würden? Oder genießen die auch nach ihrer jüngsten Bilanz - 17 Siege in 19 Spielen im Dezember und Januar - noch immer keinen Respekt?
10. Januar 2008
NFL: Heimmannschaften sind favorisiert
Nachtrag: Es gibt Leute, die glauben, dass Favre mit seinen 38 Jahren noch ein Jahr dran hängt. Um all die Bestmarken weiter hochzuschrauben? Weil ihm langweilig ist? Weil die beiden Töchter das gut finden?
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6. Januar 2008
Die Packers und das Brautpaar
Wenn die Hochzeitsgäste pünktlich sein wollen, müssen sie vermutlich Stunden eher los fahren, um durch das Verkehrsgewühl durchzukommen. Aber das ist noch nicht alles. Für die anschließende Feier, zu der 300 Leute eingeladen sind, wurde plötzlich ein riesiger Plasma-Bildschirm benötigt. Ohne den würden die Gäste vermutlich gleich zu Hause bleiben.
Übrigens: die Favres sind auch Katholiken und behaupten, dass ihr Glaube viel mit seinem Erfolg und ihrer Ehe zu tun hat. Benedikt? Hast du da deine Finger im Spiel?
30. Dezember 2007
Möbelkette verschenkt Ware, wenn die Packers den Super Bowl gewinnen
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29. November 2007
Winter Lager im Time Out
Zwei Blocks weiter Uptown ist Time Out, eine sogenannte Sports Bar, die früher mal Quarterback Boomer Esiason gehörte, der den zweiten Teil seiner Football-Karriere bei den New York Jets verbracht hat und aus irgendeinem nicht nachvollziehbaren Grund seitdem zum Fernseh- und Radio-Establishment gehört. Der Mann hat nichts zu sagen. Aber das sagt er ziemlich eloquent. Seine ehemalige Kneipe war irgendwann ab dem zweiten Viertel der Begegnung zwischen den Dallas Cowboys und den Green Bay Packers knallvoll. Was an der verrtrackten Übertragungssituation liegt. Time Out hat NFL Network. Auf den zahllosen Falchbildschirmen lief nicht nur Football. Es gab Eishockey und die NBA (mit dem erstaunlichen Schlachtfest der Boston Celtics, die die New York Knicks komplett auseinander nahmen).
Die Biertrinker im Time Out (5 Dollar für ein Pint Samuel Adams Winter Lager) schienen sich aber nur auf die Üubertragung aus Texas zu interessieren. Wobei sich irgendwann herausstellte, dass die Leute in der Mehrzahl waren, die für die Green Bay Packers brüllten und klatschten. Dass überhaupt Fans der Cowboys anwesend waren, ist schwer zu erklären. Die Cowboys spielen seit Generationen in einer Division gegen die New York Giants und sollten in der Stadt eigentlich keinen Widerhall finden. Aber amerikanische Sportfans sind einigermaßen tolerant (und kommen, wenn sie in Manhattan wohnen, aus allen Ecken des Landes). Trotzdem war die Stimmung eher verhalten. Vielleicht lag es an dem Spiel selbst, in dem vor allem die Cowboys mit der Schärfe eines guten Bowie-Messers in der Offensive und der Defensive attackierten. Die Punktezahl ging mit einer Geschwindigkeit nach oben, die man sonst nur aus der American Conference kennt. Besonders bemerkenswert sind die Würfe von Cowboys0-Quarterback Tony Romo, der nach dem vergölsten Field Goal im Frühjahr in den Playoffs wie ein Fall für den Sportpsychologen aussah und den Rücktritt von Coach Bill Parcells mit auf dem Gewissen hat. Die sehen zwar aus, als habe er sie sich in jahrelangem Solotraining selbst beigebracht, aber sie kommen an.
Auf jeden Fall war das Footballmatch reizvoller als die Extremblamage der Knicks in Boston, die unter anderem unterstrich, wie gut die Celtics sind, die zwischendurch mit 52 Punkten in Führung lagen und auch mit der zweiten Garnitur im vierten Viertel nicht nachließen. Falls die Eigentümer des Madison Square Garden diese Versammlung von Schwachköpfen nicht auseinanderkegeln, werden sich das Publikum und die Medien der Stadt noch deutlich zu Wort melden. 104:59. Was soll man da noch sagen? Bloß gut, dass Knicks-Coach Isiah Thomas nicht die Parole ausgab, eine Schlägerei zu provozieren, wie er das vor einem Jahr gegen die Denver Nuggets getan hatte. Das hätte der Bankrotterklärung auf dem Platz die Krone aufgesetzt.
Die Packers wirkten in der ersten Hälfte nur zeitweilig so gut wie das Team, das bisher zusammen mit Cowboys die NFC dominiert hat. Dann musste Quarterback Brett Favre im zweiten Viertel nach einem harten Tackle mit Problemen am Wurfarm aussetzen, und Ersatz-QB Aaron Ridgers kam ins Spiel. Vielleicht war das keine schlechte Lösung. Der immer risikofreudige Favre hatte an diesem Abend eine Reihe von Fehlwürfen produziert und auf diese Weise seiner Mannschaft Probleme bereitet. Auffallend: die Qualitat der Cowboys-Verteidigung, die mehr als einmal bei langen Pässen zwei Leute eng auf einen Packers-Wide Receiver angesetzt hatte, der den Ball in Empfang nehmen sollte, aber nie auch nur eine Chance hatte, ihn zu fangen. So etwas schaffen die blitzenden Defensivreihen de AFC nicht, weil ihnen dann hedes Mal notgedrungen im Rückraum die Leute fehlen. Die einzige Frage, die bleibt? Spielt Dallas so gut, weil Parcells weg ist? Oder war die Mannschaft schon im letzten Jahr so gut und der neue Trainer Wade Phillips lässt sie einfach gewähren?
Die Biertrinker im Time Out (5 Dollar für ein Pint Samuel Adams Winter Lager) schienen sich aber nur auf die Üubertragung aus Texas zu interessieren. Wobei sich irgendwann herausstellte, dass die Leute in der Mehrzahl waren, die für die Green Bay Packers brüllten und klatschten. Dass überhaupt Fans der Cowboys anwesend waren, ist schwer zu erklären. Die Cowboys spielen seit Generationen in einer Division gegen die New York Giants und sollten in der Stadt eigentlich keinen Widerhall finden. Aber amerikanische Sportfans sind einigermaßen tolerant (und kommen, wenn sie in Manhattan wohnen, aus allen Ecken des Landes). Trotzdem war die Stimmung eher verhalten. Vielleicht lag es an dem Spiel selbst, in dem vor allem die Cowboys mit der Schärfe eines guten Bowie-Messers in der Offensive und der Defensive attackierten. Die Punktezahl ging mit einer Geschwindigkeit nach oben, die man sonst nur aus der American Conference kennt. Besonders bemerkenswert sind die Würfe von Cowboys0-Quarterback Tony Romo, der nach dem vergölsten Field Goal im Frühjahr in den Playoffs wie ein Fall für den Sportpsychologen aussah und den Rücktritt von Coach Bill Parcells mit auf dem Gewissen hat. Die sehen zwar aus, als habe er sie sich in jahrelangem Solotraining selbst beigebracht, aber sie kommen an.
Auf jeden Fall war das Footballmatch reizvoller als die Extremblamage der Knicks in Boston, die unter anderem unterstrich, wie gut die Celtics sind, die zwischendurch mit 52 Punkten in Führung lagen und auch mit der zweiten Garnitur im vierten Viertel nicht nachließen. Falls die Eigentümer des Madison Square Garden diese Versammlung von Schwachköpfen nicht auseinanderkegeln, werden sich das Publikum und die Medien der Stadt noch deutlich zu Wort melden. 104:59. Was soll man da noch sagen? Bloß gut, dass Knicks-Coach Isiah Thomas nicht die Parole ausgab, eine Schlägerei zu provozieren, wie er das vor einem Jahr gegen die Denver Nuggets getan hatte. Das hätte der Bankrotterklärung auf dem Platz die Krone aufgesetzt.
Die Packers wirkten in der ersten Hälfte nur zeitweilig so gut wie das Team, das bisher zusammen mit Cowboys die NFC dominiert hat. Dann musste Quarterback Brett Favre im zweiten Viertel nach einem harten Tackle mit Problemen am Wurfarm aussetzen, und Ersatz-QB Aaron Ridgers kam ins Spiel. Vielleicht war das keine schlechte Lösung. Der immer risikofreudige Favre hatte an diesem Abend eine Reihe von Fehlwürfen produziert und auf diese Weise seiner Mannschaft Probleme bereitet. Auffallend: die Qualitat der Cowboys-Verteidigung, die mehr als einmal bei langen Pässen zwei Leute eng auf einen Packers-Wide Receiver angesetzt hatte, der den Ball in Empfang nehmen sollte, aber nie auch nur eine Chance hatte, ihn zu fangen. So etwas schaffen die blitzenden Defensivreihen de AFC nicht, weil ihnen dann hedes Mal notgedrungen im Rückraum die Leute fehlen. Die einzige Frage, die bleibt? Spielt Dallas so gut, weil Parcells weg ist? Oder war die Mannschaft schon im letzten Jahr so gut und der neue Trainer Wade Phillips lässt sie einfach gewähren?
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Blackout der seltsamen Art: Dallas gegen Green Bay fast nirgendwo im TV zu sehen
Die NFL macht es manchmal richtig spannend: Heute abend findet ein nicht uninterssantes Spiel zwischen den Dallas Cowboys und den Green Bay Packers statt, den beiden besten Mannschaften in der National Conference. Der Donnerstagstermin ist eine Anomalie, um das Match über NFL Network in die Welt hinauszupusten. Denn nicht nur erwirtschaftet die Liga die stärksten Fernsehlizenzen der Welt, in dem sie mit drei unterschiedlichen Network-Sendern paktiert. Sie hat auch noch einen eigenen Kabalkanal. Und der braucht auch Programm, damit ihn die Kabelnetzbetreiber ins Basisangebot packen - also dorthin, wo sich CNN und ESPN und Konsorten vorgearbeitet haben und enorm absahnen. Bislang kann man den Kanal natürlich auch schon beziehen, man muss ihn dann aber extra bestellen und natürlich mehr bezahlen. Echten Fans wird das nichts ausmachen. Geld verdienen kann man aber mit einer derartigen Geschäftslage nicht. Also nutzt die NFL den heutigen Donnerstag zu einer Kampagne der perfiden Art. Das Echo wird den Bossen gefallen. So sind die Leute in Wisconsin ziemlich sauer, dass man ihnen das Spiel nicht auf dem üblichen Weg serviert. In Dallas ist die Stimmung auch nicht gut. Die Kabelanbieter - Comcast, Time Warner und ein paar andere - sind keine Schwächlinge in diesem Streit. Und blöd sind sie auch nicht. Man darf davon ausgehen, dass sie keinen Sinn darin sehen, ihre Ressourcen mit etwas zu verplempern, das bestenfalls sieben Monate im Jahr wirklich Publikum hat.
Die Cowboys sind Favorit bei den Buchmachern, was uns zu einer weiteren Kuriosität der Woche bringt (und wir reden nicht über das sagenhafte Schlammspiel in Pittsburgh, das mit 3:0 ausging): Die bislang sieglosen Miami Dolphins sind leichter Favorit in der Begegnung am Sonntag gegen die New York Jets. Wollen wir das wiederholen, damit es auch alle glauben? Es gibt noch ein schlechteres Team in der NFL? Offensichtlich.
Die Cowboys sind Favorit bei den Buchmachern, was uns zu einer weiteren Kuriosität der Woche bringt (und wir reden nicht über das sagenhafte Schlammspiel in Pittsburgh, das mit 3:0 ausging): Die bislang sieglosen Miami Dolphins sind leichter Favorit in der Begegnung am Sonntag gegen die New York Jets. Wollen wir das wiederholen, damit es auch alle glauben? Es gibt noch ein schlechteres Team in der NFL? Offensichtlich.
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2. Februar 2007
NFL News: London, Favre, Geld für Ex-Spieler
Das Wembley-Stadion wird Schauplatz des ersten NFL-Spiels außerhalb der Grenzen der USA sein, bei dem es um etwas geht. Die Mannschaften stehen ebenfalls fest: Wie schon spekuliert worden war, werden zwei Ostküstenteams gegeneinander antreten: die Miami Dolphins (offiziell die Heimmannschaft) und die New York Giants. Auch das Datum wurde am Freitag am Rande des Super Bowl offiziell bestätigt: der 28. Oktober. Die Zeit für den Kick-off passt bestens: 18 Uhr in London ist 13 Uhr im Osten der USA. Exakt die Uhrzeit, wenn die erste Hälfte der Sonntagsspiele angepfiffen werden. Fox wird übertragen. Hier die Meldung vor einiger Zeit über den Umstand, dass man bei der NFL den deutschen Footballfans mit der Entscheidung für London eine lange Nase dreht.
In einer Geschichte über Brett Favre, den Quarterback der Green Bay Packers in der Welt stand vor ein paar Wochen, dass er mit dem Footballspielen aufhört. Die Information kam verfrüht. Totgesagte leben länger. Solche Schnellschüsse gibt es manchmal. Die verwegenste Aussage des Textes ging allerdings in eine andere Richtung. Da hieß es, der 37jährige sei "vermutlich der beste Spielmacher, den die National Football League je gesehen hat". Zu solchen Schlüssen kann man nur kommen, wenn man Joe Montana nie spielen gesehen hat. Vielleicht kann man ihn in Berlin jetzt wieder vom Podest herunterholen, nachdem er angedeutet hat, dass er weitermachen will, ihn abstauben und noch einmal ganz genau anschauen.
Commissioner Roger Goodell hat bei seiner Pressekonferenz in Miami die Pensionsregelung für ehemalige NFL-Profis als Problemfall akzeptiert. Die Spielergewerkschaft konnte zwar im Laufe der Jahre im Rahmen der Tarifvertragsverhandlungen das innovative Grundprinzip durchsetzen, wonach ausgemusterte Spieler ab der Mitte ihres Lebens monatliche Zahlungen beziehen. Aber für viele ist das weniger als der bekannte Tropfen auf den heißen Stein. Über die gegenwärtige Situation gibt es einen guten Beitrag im Blog Sports Frog. Die Schätzungen über den finanziellen Bedarf, um jenen zu helfen, die zu einer Zeit gespielt haben, als es noch keine riesigen Gehälter gab: 8 Millionen Dollar im Jahr. Das entspricht mal gerade etwa dem Sechsfachen eines heutigen Durchschnittsgehalts (2005: 1,4 Millionen Dollar laut New York Times).
In einer Geschichte über Brett Favre, den Quarterback der Green Bay Packers in der Welt stand vor ein paar Wochen, dass er mit dem Footballspielen aufhört. Die Information kam verfrüht. Totgesagte leben länger. Solche Schnellschüsse gibt es manchmal. Die verwegenste Aussage des Textes ging allerdings in eine andere Richtung. Da hieß es, der 37jährige sei "vermutlich der beste Spielmacher, den die National Football League je gesehen hat". Zu solchen Schlüssen kann man nur kommen, wenn man Joe Montana nie spielen gesehen hat. Vielleicht kann man ihn in Berlin jetzt wieder vom Podest herunterholen, nachdem er angedeutet hat, dass er weitermachen will, ihn abstauben und noch einmal ganz genau anschauen.
Commissioner Roger Goodell hat bei seiner Pressekonferenz in Miami die Pensionsregelung für ehemalige NFL-Profis als Problemfall akzeptiert. Die Spielergewerkschaft konnte zwar im Laufe der Jahre im Rahmen der Tarifvertragsverhandlungen das innovative Grundprinzip durchsetzen, wonach ausgemusterte Spieler ab der Mitte ihres Lebens monatliche Zahlungen beziehen. Aber für viele ist das weniger als der bekannte Tropfen auf den heißen Stein. Über die gegenwärtige Situation gibt es einen guten Beitrag im Blog Sports Frog. Die Schätzungen über den finanziellen Bedarf, um jenen zu helfen, die zu einer Zeit gespielt haben, als es noch keine riesigen Gehälter gab: 8 Millionen Dollar im Jahr. Das entspricht mal gerade etwa dem Sechsfachen eines heutigen Durchschnittsgehalts (2005: 1,4 Millionen Dollar laut New York Times).
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