Bei den Miami Heat zeigt sich die wirtschaftliche Flaute auf folgende Weise: Die Angestellten des Clubs erklären sich bereit, auf bis zu 20 Prozent ihres Gehalts zu verzichten. Dadurch wurden zunächst mal Entlassungen verhindert. Für die Spieler mit ihren Millionengehältern gilt die Maßnahme nicht.
In Jacksonville, ebenfalls in Florida gelegen, zeigt sich die wirtschaftliche Flaute auf folgende Weise: Die Spiele der NFL-Mannschaft Jacksonville Jaguars sind nicht ausverkauft. Und zwar so sehr nicht ausverkauft, dass man davon ausgehen muss, dass alle acht Heimbegegnungen nicht lokal im Fernsehen übertragen werden. Das wird von der sogenannten Blackout-Regel der Liga bestimmt.
In Arlington, Texas, zeigt sich die wirtschaftliche Flaute in den Problemen von Sportunternehmer Tom Hicks (Mit-Eigentümer des FC Liverpool), der seine Schulden und die Zinsen nicht mehr bezahlen kann und bereits bei den Texas Rangers Personal entlassen hat. Der Club steht zum Verkauf. Wenn er 400 Millionen Dollar erlöst, ist das viel.
In der NBA zeigt sich die wirtschaftliche Flaute ligaweit in den ins Stocken geratenen Verhandlungen zwischen der Führung und den Schiedsrichtern um einen neuen Tarifvertrag. Die Liga will einen zehnprozentigen Abschlag auf das Referee-Budget durchdrücken, weil sie sparen will. Die Unparteiischen hätten gerne etwas mehr. Die NBA hat angefangen, Ersatzpfeifenmänner anzuheuern, damit im Fall eines Arbeitskampfes der Spielbetrieb weitergehen kann. Einen ähnlichen Fall hatten wir schon mal. Die Not-Schiedsrichter waren ihr weniges Geld nicht wert. Was verdient ein NBA-Referee? Zwischen 90.000 und 225.000 Dollar pro Saison, je nach Berufserfahrung und Einsatzzahl.
Weitere Hiobsbotschaften bei Gelegenheit.
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16. September 2009
27. Mai 2009
Zeig mir das Geld
Die amerikanische Sportindustrie als Ganzes war mehrere Jahrzehnte lang wirtschaftlich unantastbar. Es gab Auseinandersetzungen um zu hohe Gehälter und Streiks und Aussperrungen, aber das waren Ausnahmezustände und (noch) keine Anzeichen für eine Trendumkehr. Warum? Weil die Ligen und Clubs in den Mannschaftssportarten genauso wie die Veranstalter von Einzelsportarten immer wieder neue Geldquellen aufstöberten, um Löcher mehr als nur zu stopfen. Der Umzug von Clubs in eine andere Stadt war eines der ersten Regulative, dann kam der ertragreiche Verkauf von Clubs an neue hochmotivierte und wohlhabende Besitzer, die den Prestigewert einer solchen Rolle zu schätzen wissen. Es gab Neuerungen wie den Verkauf von Namensrechten von Arenen, die Luxussuiten im zweiten und dritten Stock, das Melken von Städten und Staaten und Steuerzahlern, wenn es um den Bau von Stadien und Hallen ging, und schließlich das neue Kabelfernsehuniversum, das seine Einnahmen hauptsächlich in Form von Gebühren erzielt und nur zu einem Teil über den Verkauf der Werbeplätze. Auch hier war man bereit, im großen Stil Geld auszuhusten. ESPN zeigte das am deutlichsten. Aber andere Sender spielen in diesem Spiel eine ebenso wichtige Rolle – seien es die lokalen Programmanbieter wie MSG Network oder YES in New York oder solche Konstruktionen wie Versus, wo zur Zeit die Eishockey-Playoffs abgespielt werden. Es ging alles gut, solange man mit den unvergleichlichen Worten des unvergleichen Jerry Maguire sagen konnte: "Show me the money". Denn das Geld war da.
Und weil es da war, setzten viele junge Amerikaner auf eine Karriere in dieser scheinbar so krisenfesten Branche. Was bedeutete, sie belegten das entsprechende Fach – Sportmanagement – an der Universität und fanden anschließend einen Weg in ein bezahltes Engagement. Die New York Times hat heute diese Träume aus dem Himmel geschossen. Denn es gibt an allen Ecken und Kanten Anzeichen dafür, dass der kommerzielle Sport schrumpft. Und zwar nicht allein wegen einer allgemeinen Wirtschaftsflaute, die zunächst bei den Banken am dramatischsten war und inzwischen die Arbeitslosenquote nach oben getrieben hat.
Der Wirtschaftszweig Sport hat seinen eigenen Abschwung zu verdauen, der als Gegenreaktion auf eine simple Übersättigung zu deuten ist: auf zu viele Sportarten im Fernsehen, zuviele Mannschaften in den Ligen, zu viele Golf- und Tennisturniere an zu vielen Orten auf der Welt, zu teure Eintrittskarten und zu viele Athleten, die zuviel Dreck am Stecken haben und in ihrer Gesamtheit eine höhere Kriminalitätsrate aufweisen als andere Berufsgruppen. Die Zeit wird kommen und man wird das alles mal umfassender und gründlicher zusammentragen müssen. Aber vorläufig rutschen einem die Sachverhalte nur als Einzelbeispiele über den Tisch. Neulich die Geschichte über Hicks und Gillet und Liverpool. In den nächsten Tagen wird es einen langen Artikel in der FAZ über Frank Stronach und seine Pleite im Zusammenhang mit dem angeschlagenen Galopprennbahnen in den USA geben. Stronach, ein Austrokanadier, der mit seiner Firma Magna als Retter von Opel auftritt, hat sich ebenso verspekuliert wie die Leute, die an die Phoenix Coyotes geglaubt haben.
Die Gründe für die langsame Demise des Spitzensports dürften sehr viel mit einem neuen Entertainment-Konkurrenzangebot zu tun haben: Videospiele. Und mit dem Internet als Absorptionsfaktor, der Zeit und auch Geld aus dem Markt der Ideen absaugt. Deshalb noch ein Lesehinweis. Die Betrachtungen des Bloggers von SportsbyBrooks zum Thema.
Nachtrag am Donnerstag: Soeben sehe ich auf allesaussersport, dass die Baseball-Leute eine Krisensitzung anpeilen. Die Einschaltquoten befinden sich seit einer Weile im Tiefflug. Das passt zwar nicht zu den an und für sich ganz guten Zahlen beim Eintrittskartenverkauf, aber ist natürlich ein Problem. Nämlich dann, wenn die Einnahmen aus dem Verkauf von Fernsehrechten drohen.
Und weil es da war, setzten viele junge Amerikaner auf eine Karriere in dieser scheinbar so krisenfesten Branche. Was bedeutete, sie belegten das entsprechende Fach – Sportmanagement – an der Universität und fanden anschließend einen Weg in ein bezahltes Engagement. Die New York Times hat heute diese Träume aus dem Himmel geschossen. Denn es gibt an allen Ecken und Kanten Anzeichen dafür, dass der kommerzielle Sport schrumpft. Und zwar nicht allein wegen einer allgemeinen Wirtschaftsflaute, die zunächst bei den Banken am dramatischsten war und inzwischen die Arbeitslosenquote nach oben getrieben hat.
Der Wirtschaftszweig Sport hat seinen eigenen Abschwung zu verdauen, der als Gegenreaktion auf eine simple Übersättigung zu deuten ist: auf zu viele Sportarten im Fernsehen, zuviele Mannschaften in den Ligen, zu viele Golf- und Tennisturniere an zu vielen Orten auf der Welt, zu teure Eintrittskarten und zu viele Athleten, die zuviel Dreck am Stecken haben und in ihrer Gesamtheit eine höhere Kriminalitätsrate aufweisen als andere Berufsgruppen. Die Zeit wird kommen und man wird das alles mal umfassender und gründlicher zusammentragen müssen. Aber vorläufig rutschen einem die Sachverhalte nur als Einzelbeispiele über den Tisch. Neulich die Geschichte über Hicks und Gillet und Liverpool. In den nächsten Tagen wird es einen langen Artikel in der FAZ über Frank Stronach und seine Pleite im Zusammenhang mit dem angeschlagenen Galopprennbahnen in den USA geben. Stronach, ein Austrokanadier, der mit seiner Firma Magna als Retter von Opel auftritt, hat sich ebenso verspekuliert wie die Leute, die an die Phoenix Coyotes geglaubt haben.
Die Gründe für die langsame Demise des Spitzensports dürften sehr viel mit einem neuen Entertainment-Konkurrenzangebot zu tun haben: Videospiele. Und mit dem Internet als Absorptionsfaktor, der Zeit und auch Geld aus dem Markt der Ideen absaugt. Deshalb noch ein Lesehinweis. Die Betrachtungen des Bloggers von SportsbyBrooks zum Thema.
Nachtrag am Donnerstag: Soeben sehe ich auf allesaussersport, dass die Baseball-Leute eine Krisensitzung anpeilen. Die Einschaltquoten befinden sich seit einer Weile im Tiefflug. Das passt zwar nicht zu den an und für sich ganz guten Zahlen beim Eintrittskartenverkauf, aber ist natürlich ein Problem. Nämlich dann, wenn die Einnahmen aus dem Verkauf von Fernsehrechten drohen.
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30. August 2008
Mit eins Komma zwei Frauen pro Tag ins Bett
Produkt: Buch.Zielgruppe: weibliche Sportfans, die noch immer nicht genau begreifen, wie Sportler in den USA ticken und was man von ihnen erwarten darf.
Erkenntnisse: Athleten sind aggressiv und ehrgeizig. Weshalb erwarten wir von denen eigentlich, dass sie nach dem Spiel den Schalter umlegen und sich wie honorige Staatsbürger verhalten? "Profis haben viel Geld, sind berühmt und haben Egos in Überlebensgröße. Warum sollten sie nicht mit 1,2 Frauen am Tag ins Bett gehen, wenn sie dazu die Gelegenheit haben?"
Gute Frage (wenn auch irgendwie zu spät gestellt für Michael Vick oder Mike Tyson und ein paar andere US-Profis, die aufgrund ihrer Haltung gegenüber den Regeln der Zivilgesellschaft im Gefängnis landeten). Wirklich gute Frage vor allem an die Adresse jener Frauen, die sich mit Sportlern einlassen und dann später vergeblich auf die gut dotierten Alimentezahlungen warten, weil die Jungs pleite sind.
Übrigens spielt die Dezimalzahl 1,2 (eins Komma zwei) auf einen Wert an, der sich ergibt, wenn man die Behauptung des überragenden NBA-Centers Wilt Chamberlain herunterbricht. Der will es mit 20.000 Frauen getrieben haben.
Das Buch hat den Titel: Gameface: The Kick-Ass Guide for Women Who Love Pro Sports. Die Autoren sind Erica Boeke and Chris De Benedetti. Es ist nicht ihre Schuld, dass Leute, die ihr Buch bei Amazon kaufen, sich ganz offensichtlich auch für dieses Thema interessieren.
28. Juli 2008
"Der Wahrheit ins Auge"
Wir leiden mit. Und zwar mit niemand anderem als Karl-Heinz Rummenigge (der für solche Darbietungen wie in diesem Video verantwortlich ist). Wie sagte er doch neulich so richtig? "Der Tag ist gekommen, wo wir der Wahrheit ins Auge sehen müssen." Wir leiden unter anderem, weil er tatsächlich sagte, "der Tag..., wo..." (wir nehmen mal an, weil er die herrschenden Knebelungen der Grammatik nicht mag.). Und weil er sagte, dass diese Wahrheit auch noch weh täte. Und dann ließ er das so stehen und überließ dem werten Fußballvolk, diese Erkenntnis richtig einzuordnen. Was er wohl meinte, aber nicht so klar sagte: Dass das Kartellamt den Fußball-Clubs das Geldverdienen erschwert.
Es war hübsch zu sehen, dass da seit Neuestem ein Mann auf der Trainerbank beim FC Bayern München sitzt, der sich auf eine solche billige Weise nicht die Motivationsaufgabe kaputt reden lassen will ("Ich akzeptiere das Argument der finanziellen Diskrepanz zu den Großen nicht. Die Top-15-Vereine in Europa sind alle mit lauter Nationalspielern bestückt. Und letztlich ist die Atmosphäre, ist die Arbeitsphilosophie wichtiger als ein Hundert-Millionen-Transfer"). Aber das Problem sitzt tiefer: Solange ein Mann wie Karl-Heinz Rummenigge über die Grundsätze der Finanzierung von Club-Fußball in Deutschland mitreden darf, wird es keine Fortschritte geben. Nicht im Vergleich mit jenen – wenigen – Ländern, hinter denen man leistungsmäßig und finanziell hinterherhinkt. Und nicht in jenem Bereich, der ganz konkret seit langem per Gesetz geklärt werden muss: der kartellrechtliche Sonderfall von kommerziell betriebenen Sportligen.
Die einzige Wahrheit, die sich übrigens im Zusammenhang mit diesem Thema aufdrängt: Leute wie Rummenigge tun immer so, als könnten sie sich trotz so vieler ungeklärter Präzedenzfälle durchwurschteln und dabei hinreichend schlau den eigenen Nutzen mehren. Ans große Ganze denken sie nicht. Und weil sie dazu ganz offensichtlich nicht in der Lage sind, entstehen keine verbindlichen, sinnvollen, neuen Rahmenbedingungen. Stattdessen kommt es zu fehlgesteuerten Mikroeingriffen von Institutionen wie dem Kartellamt, das eigentlich nach Lage der geltenden Gesetze nur eines tun dürfte: die Bundesliga als einen wettbewerbswidrigen Geschäftszusammenschluss auseinanderschlagen. Weil sich darüber aber jeder Fußball-Fan aufregen würde, tut man so, als gäbe es rechtlich vertretbare Alternativen. So kam es – ohne Sinn und Verstand – zu einem absurden Eingriff in die Vertragsfreiheit des Kartells und der Auswertung jener wirtschaftlich ertragreichen Rechte, die es meistbietend verhökern möchte.
Die Absurdität dieser Anmaßung wird noch größer, wenn man sich ausmalt, dass dieser Präzendenzfall bedeutet, dass eine Behörde darüber entscheidet, wer wann was im Fernsehen sehen kann. Das kann doch nicht wahr sein, oder? Eine Behörde macht das Fernsehprogramm in Deutschland?
Ich sagte: Eigentlich müsste das Kartellamt die Bundesliga auseinanderschlagen. Oder wenn es das vermeiden will, muss es sich an den Bundestag wenden und erklären: Hallo, Parlament, ihr seid am Zug. Wir halten den eingebauten Grundkonflikt – eine Liga braucht den kartellartigen Zusammenschluss um überhaupt funktionieren zu können, aber gleichzeitig wird hier der Markt außer Kraft gesetzt – nicht für lösbar. Warum auch nicht? Nur der Gesetzgeber kann allumfassend das löchrige und den neuen Entwicklungen hinterherhinkende Wirtschaftsrecht modernisieren, um uns für die Zukunft klare Richtlinien zu geben.
Gesetzliche Rahmenbedingungen werden auch deshalb gebraucht, weil sich der nicht geregelte neue Wirtschaftszweig "Mannschaftssport" andernfalls seine eigene Ethik und seine eigenen Prinzipien schafft. Etwas, was wir bereits beim IOC (mit seinem Herz für ein Kuddelmuddel an Einzelsportarten) sehen. Die alten Grundwerte der Olympischen Spiele sind da längst den Bach runter. Stattdessen entscheidet seit Jahren nur ein Mechanismus über den Betrieb: das Geld, das ein ganz bestimmter amerikanischer Fernsehsender für das Spektakel bezahlt. Wer sich für Ethik oder den Rest der Idee interessiert, die dereinst die Spiele möglich machte, muss auf Spurensuche ins Museum in Lausanne gehen.
Eine Beschäftigung des Bundestages mit einem konstruktiven, neuen – nennen wir es mal der Einfachheit halber Sportrecht – könnte viele anhängenden Fragen auf einmal anpacken und klären. Das betrifft nicht nur das Thema Kartell. Sondern auch die Frage, ab wann ist Doping als Betrug und damit als kriminell zu betrachten? Was ist mit der Rolle des Staates in der Sportförderung, Stichwort Bundeswehr? Weshalb geben wir für den privaten, kommerziellen Erfolg einzelner Athleten Steuergelder aus? Was davon zahlen die von ihren Werbeverträgen und ihren Leistungsprämien an den Bundeshaushalt zurück? Welche Rechte haben Zuschauer im Stadien, wenn sie für den eigenen Bedarf fotografieren oder Videos aufnehmen wollen? Und wie weit können Landesverbände gehen, die den unterklassigen Sport organisieren, wenn sie, obwohl gemeinnützig ausgerichtet und steuerlich befreit, anderen Leuten das Recht auf Berichterstattung streitig machen? Was ist mit dem Arbeitsrecht? Das Bosman-Urteil kann wirklich nicht das letzte Wort zu dem Thema Freizügigkeit gewesen sein. Warum sollten Clubs in der Bundesliga zum Beispiel nicht – ganz freiwillig – eine Absprache miteinander treffen können, wonach sie deutschen Spielern eine bestimmte Menge von Kaderplätzen garantieren? Es kann doch auch kein EU-Ausländer einen Platz in der deutschen Nationalmannschaft einklagen? Oder doch?
Und wenn wir schon dabei sind – wie wäre es mit einer Antwort auf die Frage: Wem gehört eigentlich der kommerzielle Sport? Dem einzelnen Athleten (weil er seinen Körper zu Markte trägt), dem Club (weil er die Kohle ranschafft) oder dem Verband/Kartell (weil er den Geschäftsbetrieb organisiert) oder gar der Allgemeinheit, also uns allen? Und wenn die Allgemeinheit nur als zahlende Schafsherde gebraucht wird, welche Schadensersatzansprüche kann sie oder können einzelne Mitglieder der Gemeinschaft gelten machen, wenn sie um eine Leistung gebracht werden, die ihnen qua Eintrittskarte, Decoder-Miete oder was auch immer zugesichert wurde?
Je eher dieses ziemlich dicke Paket von ungelösten, dahinschwelenden Problemen in eine gesamte, logische und sinnhafte Form gegossen wird, desto besser. Einen Mann wie Karl-Heinz Rummenigge sollte man angesichts solcher Wahrheiten lieber nicht behelligen. Er hat schon des öfteren durchblicken lassen, dass er nicht der Lage ist zu sehen, was das das große Ganze mit Bayern München zu tun haben könnte und wie sein Laden von mehr Rechtssicherheit und einer Ausgewogenheit im Spiel der Kräfte profitieren könnte.
26. Juni 2008
Beruf: Super Fan
Es gibt im amerikanischen Mannschaftssport einen neuen Job: Super Fan oder auch Stimmungskanone. Eine Position für Leute mit schauspielerischen Ambitionen, geringem Selbstwertgefühl und Lust auf ganz viel Red Bull, um damit vor jedem Auftritt das Hirn unter Strom zu setzen. Die Aufgabe wird momentan noch sehr gut bezahlt. Mit 2000 Dollar pro Spiel. Mal sehen, wie sich die Honorare nach unten entwickeln, wenn sich mehr Leute melden, nachdem sie diese Geschichte über Cameron Hughes gelesen haben (via withleather).
24. Januar 2008
Der Untergang des Cowboys und der Aufstieg des Mannschaftsports
Schon mal darüber nachgedacht, wieso der Western als Film- und Fernsehgenre so lange so erfolgreich war, obwohl er eine Epoche in der Geschichte der USA idolisierte, die ewig her war? Oder wieso dann doch plötzlich Schluss war mit der Illusion, wonach die Werte und Wahrnehmungen einsamer Männer in abgeschiedenen, weiten, offenen Landschaften irgendeine Menschenseele Ende des 20., Anfang des 21. Jahrhunderts noch interessieren sollten? Vielleicht schlummern in irgendwelchen Universitätsarchiven die klärenden Abhandlungen. Im Alltag der Medien wird das nicht besprochen.
Schon mal darüber nachgedacht, weshalb Mannschaftssportarten in den USA so populär geworden sind, dass die Ligen Milliarden im Fernsehen abschöpfen können und die bekanntesten Athleten in einer Saison soviel Geld verdienen, dass sie mindestens einen Western damit drehen könnten, wenn sie denn wollten? Oder wieso das eine - das Verschwinden des prototypischen Einzelgängers von der Bühne - und das andere - die übertriebene Idolisierung von Athleten aus der Welt des Teamkonzepts etwas miteinander zu tun haben könnten?
Schon mal darüber nachgedacht, weshalb Mannschaftssportarten in den USA so populär geworden sind, dass die Ligen Milliarden im Fernsehen abschöpfen können und die bekanntesten Athleten in einer Saison soviel Geld verdienen, dass sie mindestens einen Western damit drehen könnten, wenn sie denn wollten? Oder wieso das eine - das Verschwinden des prototypischen Einzelgängers von der Bühne - und das andere - die übertriebene Idolisierung von Athleten aus der Welt des Teamkonzepts etwas miteinander zu tun haben könnten?
23. Mai 2007
Manchen missfällt einfach so vieles am Sport in den USA...
Dies hier ist als kleine Anregung und Ablenkung an einem Tag gedacht, an dem man sich vor Doping-Geschichten nicht retten kann, und an dem man lange in sich hineinhorcht und fragt: Welche nachhaltige Wirkung hat die NBA-Draft-Lotterie von gestern auf die Zukunft der Liga? Dies ist die persönliche Liste der zehn schlimmsten Dinge/Verhältnisse/Regeln etc. im Sport - aus rein amerikanischer Sicht. Auf Platz eins steht bei Mr. Nick Canepa von der San Diego Times Union übrigens die Designated-Hitter-Regel in der American League. Auf Platz zwei die Draft-Lotterie. Wer bietet mehr?
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