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17. April 2009
Helio schrammt am Knast vorbei
Der brasilianische Automobilrennfahrer Helio Castroneves wurde gestern in Miami von schwerwiegenden Steuerbetrugsvorwürfen freigesprochen. Er und seine Schwester, die ihn als Manager berät, sowie sein Anwalt standen vor Gericht und mussten im Falle einer Verurteilung mit mehrjährigen Freiheitsstrafen rechnen. Das Finanzamt und die Staatsanwaltschaft hatten Castroneves und seinen Berater vorgeworfen, einen Dreh gefunden zu haben, wie sie einen erheblichen Teil des Honorars, das der ehemalige Indy-500-Sieger auf den Rennpisten in den USA verdient, mit Hilfe einer speziellen Zwischenfirma über die Niederlande widerrechtlich an der amerikanischen Steuer vorbeilavieren. Die Fernsehbilder zeigen einen Mann auf den Stufen des Gerichts, der seien Tränen der Erleichterung freien Lauf ließ. Knast ist offensichtlich nicht halb so attraktiv wie das lebensgefährliche Risiko auf dem Speedway.
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3. Oktober 2008
Die Steuerfahndung ist langsam, aber wehe, wenn sie dich einholt
Das Besondere am Stand der Dinge: Normalerweise wird ein säumiger Steuerzahler nicht gleich vors Gericht gezerrt, sondern erhält die Gelegenheit, die Faktenlage noch einmal geradezurücken (was mit dem Nachzahlen von Steuern und empfindlichen Geldbußen einher geht). Castroneves scheint auf dem Standpunkt zu stehen, nicht gegen die Gesetze verstoßen zu haben. Beziehungsweise er scheint seine Verteidigung darauf aufzubauen, dass ihm seine Steuerberater ihn in diese missliche Lage gebracht haben. Es droht allen Angeklagten Gefängnis.
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10. Oktober 2006
Geschwindners Millionenspiel bleibt verworren
Die ganze Sache mit dem Geld und Nowitzkis Freund und Entdecker Holger Geschwindner bleibt mysteriös. So berichteten mehrere (auch dpa), dass sich die Steuerschulden nach Angaben des Richters in Hof auf 3 Millionen Euro belaufen habe. Gleichzeitig erklärte die Online-Ausgabe des Bayrischen Rundfunks in München, die offensichtlich einen Korrespondenten vor Ort hatte:
So fragt man sich, ob auch die anderen Informationen stimmen. So soll Geschwindner bis 2005 einen auf neun Jahre ausgelegten Vertrag mit Dirk Nowitzki gehabt haben, der ihm 20 Prozent von dessen Einnahmen gerantierte. Ein schöner Lohn. Der Vertrag wurde vor einem Jahr erneuert. Über dessen Konditionen wurde nicht berichtet. Außerdem soll Geschwindner dem Finanzamt inklusive Zinsen 5 Millionen Euro geschuldet und bezahlt haben. Wo das viele Geld bloß herumgelegen hat? Ich tippe mal: nicht im Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Geschwindner, der sich selbst gerne als vertrödelten Mathematiker darstellt, habe
vorsätzlich gehandelt, sagte Zech laut BR Online. "Jeder weiß, dass er Einkommenssteuer zu zahlen hat." Besonders Leute, die derartige Summen verdienen.
Blick zurück: Die Meldung über Urteil gegen Geschwindner
"Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Geschwindner für seine Tätigkeit als Trainer und Manager mindestens 1,25 Millionen Euro erhalten habe. Die tatsächliche Höhe sei jedoch unklar. Damit wäre der Angeklagte nicht nur einkommenssteuer-, sondern auch umsatz- und gewerbesteuerpflichtig gewesen."Gut. Aber wie werden aus Einkünften von 1,25 Millionen Euro Steuerschulden von 3 Millionen? Sind jetzt die Abgaben inklusive Soli-Zulage so hoch, dass man mehr ans Finanzamt abgeben muss, als man einnimmt? Und kann man keine Betriebskosten mehr absetzen?
So fragt man sich, ob auch die anderen Informationen stimmen. So soll Geschwindner bis 2005 einen auf neun Jahre ausgelegten Vertrag mit Dirk Nowitzki gehabt haben, der ihm 20 Prozent von dessen Einnahmen gerantierte. Ein schöner Lohn. Der Vertrag wurde vor einem Jahr erneuert. Über dessen Konditionen wurde nicht berichtet. Außerdem soll Geschwindner dem Finanzamt inklusive Zinsen 5 Millionen Euro geschuldet und bezahlt haben. Wo das viele Geld bloß herumgelegen hat? Ich tippe mal: nicht im Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Geschwindner, der sich selbst gerne als vertrödelten Mathematiker darstellt, habe
vorsätzlich gehandelt, sagte Zech laut BR Online. "Jeder weiß, dass er Einkommenssteuer zu zahlen hat." Besonders Leute, die derartige Summen verdienen.
Blick zurück: Die Meldung über Urteil gegen Geschwindner
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