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10. November 2009

Joe Montana braucht Kleingeld

Wahrscheinlich nur ein Gag. Aber ein teurer. Joe Montana will 49 Millionen Dollar für sein 250 Hektar großes Anwesen am Nordende vom Napa Valley haben, wo Kaliforniens gute Weine angebaut werden. Der Gag? Der Mann spielte einst für die San Francisco 49ers. Was die Besitzung wirklich wert ist, wird sich zeigen. Denn Kalifornien gehört zu den von der Wirtschafts- und Immobilienkrise am stärksten betroffenen Teilen der USA. Was bekommt man für sein Geld? Eine Reitanlage, zwei Bäche, einen Teich, ein Basketballspielfeld, einen Schießstand für dir Wurfscheiben-Sportart Skeet, eine Wohnung für den Hausmeister, ein Gästehaus, ein Swimming Pool, ein Fitness-Raum und lauter Olivenbäume. Familie Montana war nur selten da. Die Villa ist also so gut wie neu (via ProFootballTalk).

29. Juni 2009

Shaq hat drauf gezahlt

Shaqs Riesenanwesen in Miami war lange auf dem Markt. Jetzt hat es endlich einen Besitzer gefunden. Dies sind die Zahlen, und sie signalisieren, dass dies in manchen Teilen der USA schlechte Zeiten für Immobiliengeschäfte sind – wenn man verkaufen will: Mehr als 18 Millionen Dollar hatte O'Neal bezahlt, als er 2004 von den Lakers an die Heat abgegeben wurde und eine neue Bleibe brauchte. Als er sich von der Villa trennen wollte, hoffte er auf ein Abschluss für zwischen 32 und 35 Millionen Dollar. Niemand war bereit, so viel Geld zu bezahlen und musste er ständig seine Forderungen reduzieren. Erhalten hat er jetzt 16 Millionen Dollar – von einem russischen Geschäftsmann, der sicher auch nur Reibach machen wird, wenn der Markt nicht weiter absackt. Miami ist neben Las Vegas und Teilen des südlichen Kaliforniens am stärksten vom Abschwung der Preise für Häuser und Grundstücke betroffen. Übrigens hat der neue Besitzer so etwas wie B-List-Prominentenstatus. Er ist der Lebensgefährte des ehemaligen Supermodels Naomi Campbell (via The Big Lead).

Shaquille O'Neal dürfte derweil bereits etwas Passendes in Cleveland suchen. Das sollte nicht schwer fallen. Da stehen ganze Straßenzeilen leer. Ob die sich allerdings so einfach auf so schmuck trimmen lassen, ist schwer zu sagen. LeBron James hatte sich einst etwas ganz Neues bauen lassen. Der Komplex hat ein zweistöckiges Aquarium und eine Bowlingbahn.

Blick zurück: Villa im Angebot

9. März 2009

Wo Vick wohnte

Michael Vick braucht Geld. Also kommt jetzt seine Villa außerhalb von Atlanta unter den Hammer. Es ist eines dieser Protzpaläste, wie man sie in den USA in der oberen Kategorie häufiger findet. Die Nachrichtenagentur AP wollte offensichtlich den Verkauf ankurbeln helfen und schickte einen Reporter.

Das Minimum-Gebot sind 3,2 Millionen Dollar. Hundeliebhaber Vick darf im Juli vorzeitig sein gegenwärtiges Domizil verlassen – das Gefängnis. Ob und wie seine Karriere als Football-Quarterback weitergeht, wird das Thema der nächsten NFL-Saison sein.

Während dessen will der nicht vorbestrafte Manny Ramirez für sein Penthouse in Boston 8,5 Millionen Dollar haben. Ob der gegenwärtige Immobilienmarkt mit seinen düsteren Wolken am Horizont solche Preise abwirft, lässt sich nicht sagen. Die Aussicht allerdings ist nicht schlecht. Auch wenn dieses Foto nicht besonders einladend wirkt. Boston ist im Winter nun mal nicht hübsch. Nicht mal der Blick über den Charles River Richtung Harvard.

Nachtrag: Vicks Haus will keiner. Zumindest nicht für den Preis.

5. Januar 2009

Lance: Weg aus Austin?

Der gebürtige Texaner Lance Armstrong, der im kommenden Jahr wieder viel Zeit auf dem Rad und auf der Straße verbringen will, möchte sich von seinem riesigen Anwesen außerhalb von Austin trennen. Die Preisvorstellung beträgt 12 Millionen Dollar. Die reizvolle Hintergrundgeschichte dazu findet man in diesem Blog, der als einer der ersten die Nachricht von den Verkaufsabsichten publiziert hat. Armstrong hat Streit mit den Nachbarn, bei dem es um einen großen natürlichen und tiefen Teich geht (Deadman's Hole), zu dem nur eine Handvoll von Anrainern Zugang hat. Sein Landschaftsgärtner hat vor ein paar Jahren mit einem Damm den Zulauf auf Armstrongs Riesengrundstück dramatischer verschlechtert. Dies wieder gerade zu rücken, kostete sehr viel Geld. Der Teich war angeblich in der Zeit der Krebstherapie der große Ruhe-Pool für den Rekonvaleszenten, der zwischendurch verlauten ließ, dass er wieder Vater wird. Der Besitz war übrigens zwischendurch Austins größter Wasserverschwender.

P. S.: Shaquille O'Neal, der schon seit geraumer Zeit seine Villa in Miami los werden will – erst recht nachdem er in der letzten Saison nach Phoenix abgegeben wurde – zeigt sich preislich flexibel. Nun will er nur noch 25 Millionen Dollar haben. Die Zahl wirkt allerdings immer noch vermessen. Erst neulich ist ihm ein ernsthafter Interessent davongelaufen, der nicht mal 19 Millionen Dollar bezahlen wollte. Miami gehört neben Las Vegas, Phoenix und dem Süden von Kalifornien zu den am härtesten betroffenen Gebieten des angeschlagenen amerikanischen Immobilienmarktes und dürfte noch nicht das Ende des allgemeinen Preisverfalls gesehen haben. Weder in der Oberliga der Super-Mansions noch in der Kategorie der ganz normalen Wohnhäuser.

10. Dezember 2007

Greg Norman: Millionen-Villa auf dem Markt

Als Nebengeräusch seiner Scheidung muss Greg Norman seine Villa auf Jupiter Island an der Küste von Florida verkaufen (das ist die Insel, auf der Tiger Woods sein neues Asyl baut). Die Preisvorstellung klingt exorbitant: 65 Millionen Dollar wirken selbst für einen Gebäudekomplex mit eigenem Tennisplatz, Swimmingpool, einer großen Bootsanlegestelle, zwei Gästehäusern und einer Garage für 17 Autos ziemlich happig. Die Gewinnerwartung: Norman hatte das Anwesen, auf dem sich Bill Clinton bei einem Besuch während seiner Präsidentschaft bei einem Sturz einen Sehnenriss am Bein zugezogen hatte, 1991 für 4,9 Millionen Dollar gekauft. Mit dem Erlös sollte sich die Abfindung für die Exehefrau finanzieren lassen. Norman wird nicht auf einen Schlag obdachlos. Er besitzt ein Haus in Boca Raton, wo seine neue Flamme Chris Evert seit vielen Jahren ihre Tennisakademie betreibt. Wer die volle Pracht betrachten will, sollte die Bilder (Quelle: Corcoran Group) anklicken.

7. November 2007

Schöner Wohnen

Wir berichten selten genug über die Immobiliengeschäfte der Stars, obwohl das sicher viele Leute interessiert. Wegen Geld und Glamour und so. Aber da wir vor einer Weile den Versuch von Shaquille O'Neal erwähnt haben, seine Riesen-Villa in Miami loszuschlagen (wie sich später herausstellte, hatte das mit der Scheidung zu tun), soll dann auch diese Meldung zur Komplettierung nachgereicht werden: Alex Rodriguez, der Golden Boy des amerikanischen Sportgeschäfts, der soeben seinen Vertrag mit den New York Yankees sausen ließ (weil er sich ausmalt, dass er woanders noch mehr bekommt als 25 Millionen Dollar im Jahr) wird Shaq wohl den Palast von der Hand nehmen. Der Preis ist auf rund 25 Millionen Dollar gefallen. A-Rod hat bislang ein pied-à-terre in Miami, das nur halb so groß ist. Welche Gründe Kobe Bryant haben könnte, sich für das riesige Anwesen von Michael Jordan zu interessieren (Foto: siehe hier), das sich außerhalb von Chicago befindet, ist nicht klar. Es sei denn, er weiß etwas, was sonst noch niemand weiß: daß er demnächst für die Bulls spielt, die momentan so aussehen, als ob sie einen Weckruf gebrauchen könnten. Auch Jordan hat eine Scheidungssache laufen und braucht die Anlage nicht mehr.

Die Nachricht des Tages rund um Alex Rodriguez allerdings hat nichts mit schöner Wohnen zu tun, sondern mit Vertragsrecht. Die Yankees überlegen gerade, ob sie nicht einfach die Rechte an ihrem Third Baseman im Rahmen eines Schiedsgerichtsverfahrens (arbitration) beanspruchen sollen, was aufgrund des Tarifvertrags theoretisch möglich ist. Der Spieler wiederum kann das ablehnen. In einem solchen Fall aber bekämen die Yankees zwei Draftplätze von dem Team, das mit Rodriguez handelseinig wird. Es kann sogar theoretisch noch zu einer anderen Lösung kommen. Aber weil das alles wirklich viel zu hypothetisch und zu kompliziert ist, empfehlen wir unentwegten Baseballkundigen die Lektüre dieses Artikels in der New York Post.

10. Mai 2007

Die Spur führt zu...Pelé

Die Polizei in Brasilien auf der Jagd nach Norwegern, die Verbindungen zu einer pakistanischen Gang haben soll. Das klingt schon wirr genug. Aber dann noch dies: Pelé soll verwickelt sein. So ist es dann zumindest eine brauchbare Klatschmeldung. Es geht um ein vermutlich betrügerisches Immobilienprojekt im Wert von rund 50 Millionen Dollar in der Stadt Natal. Es wurden bereits reihenweise Leute verhaftet, meldet der norwegische Aftenposten.

9. Januar 2007

Miami weiß: Shaquille O'Neal will seine Villa loswerden

Wir machen immer wieder gerne Hausbesuche. Manchmal in offizieller Mission (meistens für Magazine). Manchmal durch die Hintertür (dank YouTube). Manchmal bleiben wir verdattert (oder heisst das vergattert?) draußen stehen wie am Sonntag vor der Klinik in Pennsylvania, in der der genesende vierbeinige Invalide Barbaro seiner Entlassung entgegenfiebert (bei einer hoffentlich nicht zu ungesund hohen Temperatur). Manchmal blicken wir voller Verwunderung auf Fotos, die den Wohngeschmack von reichen Sportlern und ihren unterbeschäftigten Frauen dokumentieren. Heute ist mal wieder so ein Tag. Denn der Blog Real Estalker hat die Annonce entdeckt, mit der die Villa von Shaquille O'Neal in Miami auf den Markt gebracht wurde. Muss man gesehen haben? Nein, nicht unbedingt. Es sei denn, man hat 35 Millionen Dollar locker und sucht gerade nach einer Bleibe auf einer Reicheninsel vor den Toren von Floridas Wirtschaftsdrehscheibe.

In jenem Teil der Welt kategorisiert man die Immobilie gerne als "Mediterranian Style". Schwer zu sagen, auf welches Land rings ums Mittelmeer dabei angespielt wird. Albanien vielleicht? Da sind wir noch nie gewesen. Und Karl May's Buch Durch das Land der Skipetaren war nicht halb so informativ wie Architectural Digest oder House & Garden, um solche Dinge herauzuschnuppern. Auf den ersten Blick gehört der Protzbau wohl einfach in das Segment McMansion. Bei zahlreichen Besuchen in Miami habe ich Attraktiveres gesehen. Von innen und von außen. Für weniger Geld zu haben.

A propos Geld. O'Neal hat für die Kaschemme im Jahr 2004 wohl nur 18,8 Millionen Dollar ausgegeben, versuchte ein Jahr später, 32 Millionen Dollar dafür herauszuschlagen. Dann nahm er den Bau wieder vom Markt. Wahrscheinlich betrachtet er die Rendite als ganz normalen Promi-Bonus. Kein Wunder, dass der Mann keine Freiwürfe verwandeln kann. Er denkt, man bekommt nie etwas im Leben geschenkt. Man muss für alles teuer bezahlen.

P.S. Die aktuelle Barbaro-Geschichte liegt bei der FAZ vor. Die Online-Ausgabe hat sie vor kurzem hochgeladen.