19. Dezember 2008
Dara paddelt weiter
18. Dezember 2008
Wie man den Spurs heimleuchtet
Steve Nash gehört zu wenigen Profis in den USA, die hin und wieder eine politische Stellungnahme abgeben. Diesmal geht es um Stromsparen und also auch um Umweltschutz. Das heißt, eigentlich geht es darum, den San Antonio Spurs heimzuleuchten. Mit einem Jux auf deren Kosten. Die Mannschaft ist berühmt für ihre Schwalben-Künstler wie Tony Parker und Manu Ginobili, die bei jedem Windhauch zu Boden gehen. (Englisch: flops).
via With Leather
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16. Dezember 2008
Maulkorb für den Caddie
Tiger Woods sah sich zu einer Stellungnahme genötigt. Phil Mickelson war angepisst. Caddie Steve Williams hat mit seinen Äußerungen auf Heimaturlaub in Neuseeland eine Menge Wellen geschlagen... und zog es vor, sich von seinen eigenen Worten zu distanzieren. Merke: Selbst der reichste Taschenträger der Welt, der an der Seite des besten Golfprofis unter der Sonne schon mehr als fünf Millionen Dollar verdient haben dürfte, hat am Ende gefälligst stets den Mund zu halten. Williams hatte sich bislang sehr streng an diesen Kodex gehalten und so so gut wie niemanden in den Medien Material geliefert (anders als sein Vorgänger Fluff Cowan – siehe Video – , der sogar in eigenen Werbespots auftrat und wegen seiner lockeren Art von Woods gefeuert wurde). Nur am Rande: Neuseeland ist ein wunderschöner Flecken Erde. Auch – aber nicht nur – zum Golfen. Mit sehr aufgeschlossenen Menschen und hervorragendem Wein.
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Eine Nationalmannschaft, die ihren Namen verdient hat
Da wächst zusammen, was zusammen gehört...
...und in 20 Jahren wird sich kein Mensch mehr fragen, weshalb es einmal anders war.
...und in 20 Jahren wird sich kein Mensch mehr fragen, weshalb es einmal anders war.
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Schlechte Zeiten – gute Zeiten
Ich nehme an, dass hier eine Reihe von Lesern vorbeikommen, die sich durchaus für die Entwicklungen der Bloggerei interessieren. Und vor allem über das Potenzial dieser neuen Form einer irgendwie unstrukturierten, aber dennoch unablässigen Mitteilsamkeit. In den USA sind das inzwischen Millionen. Von denen sitzen hunderttausende an ihren Computern und schreiben. Der Rest sitzt an Computern und liest und fügt Kommentare hinzu.
Ja, Millionen. Wenn man die Bloggerei nur aus dem Blickwinkel der deutschen Medienentwicklungen betrachtet, erhält man hingegen ein ganz anderes Bild. Da kann man bestenfalls von Zehntausenden reden. Irgendetwas an der deutschen Mitteilsamkeit (die sich an und für sich von der amerikanischen überhaupt nicht unterscheidet) produziert das Milieu des kleinen Kreises. Was ist damit gemeint? Das sind zuallererst Salonmedien, in denen Menschen mit inhaltlichen Ansprüchen etwas inszenieren, in dem sich nur ein gewisser, gehobener Ausschnitt des Publikums mit seinen Interessen widergespiegelt sieht. Dagegen spricht ganz und gar nichts. Das Kommunizieren im kleinen Kreis hat sogar seine Qualitäten. Es sind schließlich Gehversuche. Und die werden nur Leuten gelingen, die einen Sinn für mediale Hin und Her haben. Aber auf große Klickraten kommt man auf diese Weise nicht.
Das Phänomen erinnert einen an unterschiedliche Phasen in der Nachkriegszeit. An die mageren Jahre bemühter (west)deutscher Schriftstellerei in den Siebzigern und Achtzigern, die von den zwangskasernierten Autoren in der DDR qualitativ um Längen leicht und locker geschlagen wurde. Und an die irrsinnige Blüten treibende Zeit des deutschen Autorenfilms, der damals von Fernsehgeldern und Steuersubventionen getragen wurde und Filme entstehen ließ, die auf dem Papier und in den entscheidenden Gremien Wirkung entfalteten. An der Kinokasse waren mehr als 90 Prozent lupenreine Flops. Es kursierte damals die Geschichte von einem Film (dessen Titel mit beim besten Willen nicht mehr einfällt), der nach weniger als einer Woche und keinen hundert Zuschauern total für immer aus der Distribution verschwand. Viele dieser Arbeiten waren einfach nur bemüht, wenn nicht sogar regelrecht schlecht und sorgten dafür, dass sich irgendwann der einflussreiche Kritiker der Zeit, Hans-Christoph Blumenberg, nachdem er sich das Treiben lange mit sehr viel Wohlwollen angeschaut hatte, an die Schreibmaschine setzte und die längst fällige Abrechnung zusammentippte. (Blumenberg wurde später selber Regisseur und gehört heute zu den besten im Land. Damals wurde er von vielen Subventionskünstlern verrissen). Zehn Jahre waren da bereits ins Land gezogen. Zehn verlorene Jahre.
Bücher und Filme kann man mit der Bloggerei auf der fundamentalen Ebene überhaupt nicht vergleichen. Man braucht keine Finanziers, man hat keine technischen Herstellungskosten und und muss sich nicht durch die klassischen Vertriebswege plagen. Aber auf einer anderen Ebene sind die drei Medienkonstellationen durchaus miteinander zu vergleichen. Ohne ein zahlenmäßig nennenswertes Publikum können sie sich nicht durchsetzen. Nicht im Buchmarkt, nicht in den Kinos. Und nicht im Internet.
Das ist besonders in diesen Tagen von Belang. Denn die massive wirtschaftliche Flaute bietet vielen low-cost-Produzenten enorme Chancen auf exakt diesem Markt. Nehmen wir New York. Klar, Wall Street entlässt hochbezahlte Leute. Die Auswirkungen von dort auf andere Branchen sind deutlich zu spüren. Die Autobranche leidet auch. Shops mit teuren Klamotten machen zu. Aber meine Pizzeria um die Ecke in New York meldet mehr Kundschaft. Wal-Mart, der billige Jakob mit dem Schund aus China, hat Umsatzzuwächse in einer Größenordnung von zehn Prozent. Merke: Wenn die Zeiten schlecht sind, substituieren Verbraucher und weichen auf preiswertere Anbieter von Waren und Dienstleistungen aus. Ich wette, Aldi, die bereit smit tausend Filialen im Land sind, und die ebenfalls Aldi gehörende qualitativ darüber angesiedelte Kette Trader Joe, haben Expansionspläne. Sie bieten die Preise, die Leute zu zahlen bereit sind. Und die Qualität ist in den meisten Fällen durchaus akzeptabel.
Zurück zu diesem Thema: Blogger sind die kostengünstigsten Informations- und Meinungslieferanten im Medien-Mix. Und als Konsequenz sicher auch die preiswertesten im Anzeigen/Werbegeschäft. Und so profitieren sie in den USA tatsächlich in einem kleinen, aber auffälligen Rahmen von der Krise (während die Riesenverlage Leute entlassen müssen, weil die Anzeigenumsätze einbrechen und aufgrund der krassen Sparmaßnahmen zunehmend schwächere Produkte herstellen). Man kann davon ausgehen, dass sich dieses Phänomen auch in Deutschland zeigen wird. Dass Werbeagenturen anfangen werden, ihre Kunden auf neue und preiswertere Wege einzunorden, um die Botschaften und Slogans unters Volk zu streuen.
Natürlich passieren solche Umwälzungen nicht von heute auf morgen und bedeuten, dass sich Blogger der Werbewirtschaft öffnen müssen (genauso wie die Werbewirtschaft begreifen muss, dass sie über Blogs ein intelligentes, neugieriges Publikum erreichen kann, dass die für das gleiche Geld nirgendwo sonst antreffen wird). Aber ich dachte, so kurz vor Weihnachten, wäre es schon mal ganz gut, etwas Optimistisches zu verbreiten.
Ja, Millionen. Wenn man die Bloggerei nur aus dem Blickwinkel der deutschen Medienentwicklungen betrachtet, erhält man hingegen ein ganz anderes Bild. Da kann man bestenfalls von Zehntausenden reden. Irgendetwas an der deutschen Mitteilsamkeit (die sich an und für sich von der amerikanischen überhaupt nicht unterscheidet) produziert das Milieu des kleinen Kreises. Was ist damit gemeint? Das sind zuallererst Salonmedien, in denen Menschen mit inhaltlichen Ansprüchen etwas inszenieren, in dem sich nur ein gewisser, gehobener Ausschnitt des Publikums mit seinen Interessen widergespiegelt sieht. Dagegen spricht ganz und gar nichts. Das Kommunizieren im kleinen Kreis hat sogar seine Qualitäten. Es sind schließlich Gehversuche. Und die werden nur Leuten gelingen, die einen Sinn für mediale Hin und Her haben. Aber auf große Klickraten kommt man auf diese Weise nicht.
Das Phänomen erinnert einen an unterschiedliche Phasen in der Nachkriegszeit. An die mageren Jahre bemühter (west)deutscher Schriftstellerei in den Siebzigern und Achtzigern, die von den zwangskasernierten Autoren in der DDR qualitativ um Längen leicht und locker geschlagen wurde. Und an die irrsinnige Blüten treibende Zeit des deutschen Autorenfilms, der damals von Fernsehgeldern und Steuersubventionen getragen wurde und Filme entstehen ließ, die auf dem Papier und in den entscheidenden Gremien Wirkung entfalteten. An der Kinokasse waren mehr als 90 Prozent lupenreine Flops. Es kursierte damals die Geschichte von einem Film (dessen Titel mit beim besten Willen nicht mehr einfällt), der nach weniger als einer Woche und keinen hundert Zuschauern total für immer aus der Distribution verschwand. Viele dieser Arbeiten waren einfach nur bemüht, wenn nicht sogar regelrecht schlecht und sorgten dafür, dass sich irgendwann der einflussreiche Kritiker der Zeit, Hans-Christoph Blumenberg, nachdem er sich das Treiben lange mit sehr viel Wohlwollen angeschaut hatte, an die Schreibmaschine setzte und die längst fällige Abrechnung zusammentippte. (Blumenberg wurde später selber Regisseur und gehört heute zu den besten im Land. Damals wurde er von vielen Subventionskünstlern verrissen). Zehn Jahre waren da bereits ins Land gezogen. Zehn verlorene Jahre.
Bücher und Filme kann man mit der Bloggerei auf der fundamentalen Ebene überhaupt nicht vergleichen. Man braucht keine Finanziers, man hat keine technischen Herstellungskosten und und muss sich nicht durch die klassischen Vertriebswege plagen. Aber auf einer anderen Ebene sind die drei Medienkonstellationen durchaus miteinander zu vergleichen. Ohne ein zahlenmäßig nennenswertes Publikum können sie sich nicht durchsetzen. Nicht im Buchmarkt, nicht in den Kinos. Und nicht im Internet.
Das ist besonders in diesen Tagen von Belang. Denn die massive wirtschaftliche Flaute bietet vielen low-cost-Produzenten enorme Chancen auf exakt diesem Markt. Nehmen wir New York. Klar, Wall Street entlässt hochbezahlte Leute. Die Auswirkungen von dort auf andere Branchen sind deutlich zu spüren. Die Autobranche leidet auch. Shops mit teuren Klamotten machen zu. Aber meine Pizzeria um die Ecke in New York meldet mehr Kundschaft. Wal-Mart, der billige Jakob mit dem Schund aus China, hat Umsatzzuwächse in einer Größenordnung von zehn Prozent. Merke: Wenn die Zeiten schlecht sind, substituieren Verbraucher und weichen auf preiswertere Anbieter von Waren und Dienstleistungen aus. Ich wette, Aldi, die bereit smit tausend Filialen im Land sind, und die ebenfalls Aldi gehörende qualitativ darüber angesiedelte Kette Trader Joe, haben Expansionspläne. Sie bieten die Preise, die Leute zu zahlen bereit sind. Und die Qualität ist in den meisten Fällen durchaus akzeptabel.
Zurück zu diesem Thema: Blogger sind die kostengünstigsten Informations- und Meinungslieferanten im Medien-Mix. Und als Konsequenz sicher auch die preiswertesten im Anzeigen/Werbegeschäft. Und so profitieren sie in den USA tatsächlich in einem kleinen, aber auffälligen Rahmen von der Krise (während die Riesenverlage Leute entlassen müssen, weil die Anzeigenumsätze einbrechen und aufgrund der krassen Sparmaßnahmen zunehmend schwächere Produkte herstellen). Man kann davon ausgehen, dass sich dieses Phänomen auch in Deutschland zeigen wird. Dass Werbeagenturen anfangen werden, ihre Kunden auf neue und preiswertere Wege einzunorden, um die Botschaften und Slogans unters Volk zu streuen.
Natürlich passieren solche Umwälzungen nicht von heute auf morgen und bedeuten, dass sich Blogger der Werbewirtschaft öffnen müssen (genauso wie die Werbewirtschaft begreifen muss, dass sie über Blogs ein intelligentes, neugieriges Publikum erreichen kann, dass die für das gleiche Geld nirgendwo sonst antreffen wird). Aber ich dachte, so kurz vor Weihnachten, wäre es schon mal ganz gut, etwas Optimistisches zu verbreiten.
Mätzchen in der Unterhose
Wo wir gerade von dem Oberkörper von Mickelson reden: Der hat bekanntlich noch nie nach einem Sieg sein Hemd ausgezogen und eine euphorische, demonstrative Show abgezogen, wie man das von anderen Sportarten gewohnt ist. Nein, Golfer freuen sich stiller. Andernorts hat man Spielern mit drakonischen Strafen das Theater nach einem Touchdown (in der NFL) oder nach einem Korberfolg (in der NBA) glücklicherweise abgewöhnt. Versteht doch auch jeder: Diese Einlagen mögen das Fernsehpublikum unterhalten, aber sie sind unsportlich. Sie ziehen das Match in die Länge und dokumentieren ein Verhalten gegenüber dem Gegner, das nichts mehr mit der Shakehand-Kultur der englischen Sporttradition zu tun hat. Es dürfte der Tag kommen, ab dem die FIFA diesem gespenstischen Ausbruch an inszenierter Egomanie Grenzen setzt. Die Schiedsrichter sind überfordert. Einer hat in Italien neulich Mirko Vucinic nur eine Gelbe Karte gezeigt. Für diesen Auftritt hätte man ihm Rot geben sollen.
(via The Offside)
(via The Offside)
14. Dezember 2008
Corpus delicti
Schon Gary Player, inzwischen über 70 und noch immer fit wie ein Turnschuh und einer der ersten Spitzengolfer, der Hanteltraining praktizierte, spottete neulich über das Auf und Ab der Mickelson-Brüste.
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13. Dezember 2008
NBA in Seattle: Stern rudert zurück
Bild: http://etchasketchist.blogspot.com (used by permission)
Das taktische Rudern hat begonnen. In Zeiten, in denen die NBA Mitarbeiter entlässt, in denen Mannschaften wie die Atlanta Hawks in gähnend leeren Hallen spielen. Und in denen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf Jahre hinaus der Mega-Kirmes namens kommerzieller Mannschaftssport den Traum vom Leben auf dem fliegenden Teppich verleiden werden, muss man politisch denken. Die Banken und Autofirmen haben keine Scham und denken so: Sie fassen in solchen Zeiten dem amerikanischen Steuerzahler direkt und unverblümt in die Tasche. Was sollen sie auch machen? Die Seifenblase ist geplatzt. Und neue Ideen haben sie keine.
Die NBA hat auch keine neue Idee. Sie funktioniert schließlich seit Jahren, wenn auch zyklisch, entlang dem Auf und Ab, das vom Auftauchen und Verschwinden von überragenden Stars bestimmt wird. Selbst das Nach-Michael-Jordan-Loch, das ziemlich tief war, wurde irgendwann überwunden. Mit Kobe Bryant und LeBron James und den Celtics.
Ohne eine vernünftige Idee schiebt natürlich auch die NBA ihre Finger richtig Honigtopf. Aber eher stickum. Aktuelles Beispiel: David Stern, der noch vor einigen Monaten so tat, als habe man ihm persönlich das schüttere Haar gekrümmt, als man sich weigerte, den SuperSonics eine neue Halle zu bauen, und als er so wirkte, als habe man in der Stadt auf Generationen den Anspruch auf ein Team verwirkt und als er wie eine beleidigte Leberwurst den Umzug nach Oklahoma City durchwinkte. Derselbe David Stern signalisiert plötzlich, dass er durchaus weiß, dass seine Liga beim besten Willen viel zu viele Clubs hat, von denen einige ordentlich Geld verlieren und keine Überlebenschance besitzen (im Moment am meisten bedroht: die Charlotte Bobcats, die in einer Stadt zuhause sind, die von der Bankenkrise massiv durchgeschüttelt wird). Der weiß, dass er es sich nicht leisten kann, solche Märkte wie Seattle zu ignorieren.
Und so hat er in seinen öffentlichen Bekundungen umgeschaltet, weg von der Säuernis. "Think positive" lautet das Motto. Die Wahrscheinlichkeit für ein NBA-Team dort wachse mit den Plänen für eine neue Arena ("Ich bin sicher, die wird es geben"). Die Wirtschaft gehe durch "bestimmte Störungen", sagte er in jener vorsichtigen, abwägenden Art, die er in den vielen Jahren als Commissioner kultiviert hat. Aus jenen Störungen entwickelten sich jedoch vielleicht "Gelegenheiten für einige Städte, und vielleicht gehört Seattle dazu". Man habe auf jeden Fall Seattle noch immer auf dem Zettel und habe "mit Leuten dort gesprochen." Hört. Hört.
P. S. Nur wenn tatsächlich im Rahmen bestimmter Fristen ein neues Team nicht in Seattle angesiedelt wird, muss der Pirat, der die SuperSonics nach Oklahoma City abgeschleppt hat, seine Vertragsstrafe bezahlen. Dazu und zum Umzug des Clubs sehr viel mehr in einem Beitrag für den Deutschlandfunk, den ich zum Anfang der Saison produziert hatte.
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11. Dezember 2008
Pavin der nächste US-Ryder-Cup-Captain
Landon Donovan: Hängen im Schacht
Die vorweihnachtliche Stille aus München in Sachen
Landon Donovan kann vieles bedeuten. Dass man keine Eile hat, den Transfer verbindlich zu klären. Oder dass die Details zu vielfältig sind, um sie mit einem simplen Federstrich verbindlich abzuhandeln. Dieses ausführliche Spekulationsstück von einem der bestinformierten amerikanischen Fußball-Insider deutet an, dass vor allem Major League Soccer, aber vermutlich auch Los Angeles Galaxy verlegen von einem Bein aufs andere treten, weil sie nicht wissen, was ihnen der Verlust eines ihrer Vorzeigespielers wert ist. Der Text enthält zwei hübsche Randnotizen: Donovans Ehefrau Bianca Kajlich (im Bild oben rechts) ist im Moment noch ortsgebunden – als eine der Hauptdarstellerinnen in der Sitcom Rules of Engagement, der aber womöglich schon bald der Stecker herausgezogen wird. Und: David Beckham hat eine Klausel in seinem Fünf-Jahres-Vertrag mit Galaxy, der es ihm gestattet, schon nach Ende der kommenden Saison die Koffer zu packen. Nicht dass er Amerika wirklich fehlen würde, sollte er wieder von dannen ziehen. Aber es wäre ein weiterer Beleg dafür, dass MLS trotz einem enormen Einsatz (auch an Geld) einfach nicht vom Fleck kommt und noch mindestens zehn Jahre braucht, um sich auf ein Niveau im US-Sportgeschäft hochzuhangeln, wo man an das Wort Relevanz denkt.
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