2. November 2009
Flattermann
18. Dezember 2008
Wie man den Spurs heimleuchtet
Steve Nash gehört zu wenigen Profis in den USA, die hin und wieder eine politische Stellungnahme abgeben. Diesmal geht es um Stromsparen und also auch um Umweltschutz. Das heißt, eigentlich geht es darum, den San Antonio Spurs heimzuleuchten. Mit einem Jux auf deren Kosten. Die Mannschaft ist berühmt für ihre Schwalben-Künstler wie Tony Parker und Manu Ginobili, die bei jedem Windhauch zu Boden gehen. (Englisch: flops).
via With Leather
30. Mai 2008
Top, die Wette gilt?
Der Pfiff an der Sache: Es gilt in der NBA als ungehörig, dass am Ende einer bereits entschiedenen Partie der Sieger noch massiv Punkte draufbrät. Damit wird nach einer Grundregel aus dem Stammbuch der Sportlerehre der Verlierer unnötig vorgeführt und enteiert. Was also war das Motiv von Sasha? Showtime?
Von hier lässt sich übrigens fast nahtlos überleiten zu einem anderen Aspekt der Sportlerehre. Europas und Südamerikas Basketballer haben in der NBA eine Gepflogenheit populärer gemacht, die aus dem Fußball kommt und dort meistens als "Schwalbe" oder auch als dive tituliert wird. Die Basketballer kennen eine eigene Variante: den sogenannten Flop. Dabei tut der leicht touchierte Spieler so, als sei er massiv bedrängt oder gestoßen worden und stolpert und geht auf dramatische Weise zu Boden. Flops sind in den USA und Kanada (im Eishockey) extrem verpönt. Man steckt weg. Man schlägt vielleicht auch mal zurück. Aber man versucht nicht den Schiedsrichter und das Publikum theatralischen Einlagen zu beeinflussen. Und damit das so bleibt, will die NBA ab der nächsten Saison Flopper nach dem Spiel bestrafen. Das könnte dann das endgültige Aus der San Antonio Spurs bedeuten, die am Donnerstag als amtierende Meister aus dem Wettbewerb gedrängt wurden. Kein Team hat mehr Flopper: Tony Parker, Manu Ginobili, Bruce Bowen und Robert Horry dürften ohne solch dramatische Opfer-Szenen nur noch halb so viele Freiwürfe bekommen. Das reicht nicht. um in der NBA oben mitzuspielen.
19. Mai 2008
Butter vom Brot
19. April 2008
Suns verlieren in San Antonio: Unbegreiflich
Unbegreiflich: Die San Antonio Spurs gingen erst zweieinhalb Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit zum ersten Mal im gesamten Match in Führung. Sie brauchten einen Dreier von Michael Finley, um sich in die erste Verlängerung zu quälen. Sie brauchten einen Dreier von Tim Duncan - den ersten der gesamten Saison -, um sich in die zweite Verlängerung zu quälen. Und dann machten sie langsam, aber sicher den Sack zu und waren klug genug, die Partie zwei Sekunden vor dem Ende zu entscheiden. Die Suns hatte keine Auszeiten mehr. Ja, und das war's. 117:115.
Unbegreiflich. Denn das war die Begegnung, die die Suns in der Halle der Spurs gewinnen mussten. Denn sie haben in der Best-of-Seven-Serie als schlechter Platzierter nur maximal drei Heimspiele. Das war die Begegnung, die sie dreimal gewinnen konnten. Aber gegen Schluss kulminierte die Leistung in kleinen mentalen Fehlern. Der schwerwiegendste war vermutlich der von Steve Nash im vierten Viertel, als er die Shot Clock aus den Augen verliert und die Suns ohne Wurfversuch den Ball abgeben. O'Neal ist sicher nicht das viele Geld wert, das ihm die Suns bezahlen. Aber er war durchaus ein brauchbarer Fels in der Brandung.
Die San Antonio Spurs mögen diese Art von Basketball innerlich richtig gut finden - ein Sieg ist ein Sieg ist ein Sieg. Aber damit stehen sie vermutlich weit und breit alleine da. Am meisten wird sich Mark Cuban ärgern. Der bezahlt noch immer das Gehalt für Michael Finley. Die Mavericks sind übrigens in ein paar Minuten an der Reihe.
9. März 2008
Gehe direkt über Los
Das lernt man eigentlich schon ganz früh in den Marketing-Seminaren an den besseren Business-Colleges, dass man als Unternehmen mit seinem Markennamen nicht herumspielt. Nicht mit den Worten und nicht mit dem Schriftbild. Aber was wären Regeln ohne Ausnahmen? Und was wären Amerikaner ohne diese Pseudo-Attitüde des Schmelztiegels aller Rassen und Hautfarben, wenn sie nicht ab und zu zeigen würden, dass sie für den Extra-Dollar alle Regeln sausen lassen und auch Menschen ansprechen, die sie sonst lieber links liegen lassen? Das nennt man dann eine Imageförderungmaßnahme.Das jüngste Beispiel: Die San Antonio Spurs, die aus Anlass irgendeiner Latino-Woche in einem Trikot mit dem Schriftzug Los Spurs herumlaufen. Letztes Jahr boten die San Francisco
Warum Shaq und Cejka plötzlich wach werden
Im Golf haben wir einen ähnlichen Fall. Obwohl die Anhaltspunkte dafür eher verschwommen sind. Aber wieso spielt Alex Cejka auf einmal so viel besser als in den letzten Jahren, in denen er immer froh sein durfte, wenn er die Tourkarte für ein weiteres Jahr behalten durfte? Falls er die Forumsbeiträge auf seiner eigenen Webseite liest, vermag man nur auf eine Erklärung für den Aufschwung zu kommen: Martin Kaymer. Der 23jährige macht dem einst als Nachfolger von Bernhard Langer apostrophierten Exil-Tschechen mit dem deutschen Pass und dem amerikanischen Lebensmittelpunkt gerade vor, wie man eine Karriere so exerziert, dass die richtigen Leute aufmerksam werden. Der Sieg in Abu Dhabi und der zweite Platz in Dubai war nicht die einzige Botschaft, die Kaymer an die Welt geschickt hat. Die viel deutlichere Nachricht stand in Dubai auf seiner Mütze zu lesen, auf der sich in Abu Dhabi noch kein Sponsorenname befand: Er hatte einen Vertrag mit Titleist abgeschlossen, der renommiertesten Firma im internationalen Ausrüstergeschäft. Das heißt unter anderem: dass er die besten (und populärsten) Bälle im Bag hat. Cejka muss, weil ihn niemand anderer haben wollte, Srixon spielen. Was keine Schande ist. Aber trotzdem ist das so etwas wie der Ausweis seines Zweit-Liga-Status. Ein Status, auf die Stirn gedruckt, mit dem man jede Woche, vertraglich bedingt, öffentlich herumlaufen muss. Natürlich gibt es da nur eins: Besser spielen, positiv auffallen, die Vertreter der anderen Firmen beeindrucken, um bei der nächsten Vertragsrunde ein bemerkenswertes Angebot auf den Tisch zu bekommen. Am besten von einer Firma mit einem guten Namen. Und mit hervorragendem Material (Disclaimer: Ich spiele Ping-Eisen, einen Cleveland-Driver, Callaway-Hölzer, einen Mizuno-Putter und gefundene Bälle der Marken Titleist, Callaway und Nike - ich bin keiner Marke verpflichtet).
24. Oktober 2007
Wir präsentieren: Das NBA-Finale 2008
Ich weiß, ich weiß. Das kommt jetzt ein bisschen voreilig. Die NBA-Saison hat noch gar nicht angefangen. Und wenn sie los geht, stehen hunderte, wenn nicht tausende von Spielen auf dem Programm, ehe der neue Meister feststeht. Aber beim Blog of Hilarity hat man dieses Video gefunden und fragt nun: Sollte man angesichts solcher Aussichten nicht einfach die Saison sausen lassen und gleich die beiden nominell besten Mannschaften - Titelverteidiger San Antonio Spurs und die um Kevin Garnett und Ray Allen verstärkten Boston Celtics - gegeneinander antreten lassen? Der Computer wurde schließlich nicht von ein paar Armleuchtern programmiert. Irgendetwas muss doch dran sein, oder? Jedenfalls tickt die Software anders als John Hollinger, der neulich die Chicago Bulls so gelobt hat. Und die Gesichter von richtigen Menschen bekommt sie auch nicht hin. Aber das interessiert mich nicht. Ich besitze keine PlayStation und keinen xBox-Apparat. Ich bleibe lieber bei der echten NBA am Ball (via SportsbyBooks).
7. Juni 2007
Fron wie Fron
2. Juni 2007
Spiel sechs: Cleveland macht die Pistons nass und steht im Finale
Die Niederlage markiert das Ende einer guten Zeit in Detroit. Die Pistons hatten in den letzten Jahren einmal den Titel gewonnen, einmal das Finale erreicht und im letzten Jahr die Cavaliers auf dem Weg ins Halbfinale aus dem Weg geräumt. Das Team dürfte auseinanderfallen, sollte sich Spielmacher Chauncey Billups in den nächsten Wochen absetzen und woanders unterschreiben.
Die Cavaliers hatten es in ihrer Clubgeschichte noch nie bis ins Finale geschafft. Während der letzten guten Phase Anfang der neunziger Jahre waren ihnen vor allem die Chicago Bulls im Weg. Die Finalserie gegen die San Antonio Spurs beginnt am 7. Juni. Cleveland hat dank LeBron James die Sympathien der meisten NBA-Fans. heißt nicht, dass sie auch nur eine Chance hätten, den Titel zu holen. Die Spurs sind rundum besser.
18. Mai 2007
"Die Spurs sind wie Krebs"
16. Mai 2007
Ende der Fahnenstange für die Warriors
Vieles spricht für die Spurs, die mit ihren biederen Gesichtern so aussehen, als würden sie keinem etwas zu Leide tun können. Wohl kaum: Abgesehen von Bruce Bowen macht sich auch Robert Horry gerne die Hände schmutzig. Und nachdem er Steve Nash am Montag aufs Kreuz legte und daraufhin Amare Stoudamire und Boris Diaw Richtung Spielfeld rannten, sieht die Sache ziemlich gut aus. Horry wurde zwei für zwei Spiele gesperrt. Aber die beiden Suns-Spieler dürfen am Mittwoch in Match 5 ebenfalls zuschauen. Die Provokation hätte nicht wirkungsvoller ausgehen können. Das hat sich die NBA selbst eingeschenkt, dass sie unappetitlich spielende und auf unattraktive Weise gewinnende Mannschaften auf diese Weise weiterkommen lässt. Die Einschaltquoten von Spurs-Spielen sind legendär niedrig. Hier die Horry-Szene und die Reaktionen der Spieler, die zu den Sperren führten:
14. Mai 2007
Der sehr dreckige Herr Bowen arbeitet weiter mit seinen fiesen Tricks
"Auf jeden Star in der besten Basketballliga der Welt kommen mindestens fünf Spieler, deren Namen sich niemand merken kann. Sie sitzen am hinteren Ende der Ersatzbank und sind froh, wenn sie überhaupt zum Einsatz kommen. Manche warten Jahre und erleben schließlich ein bizarres Debüt vor den Kameras des amerikanischen Fernsehens. "Meine Familie in Kalifornien hat zugeschaut", sagt Bruce Bowen in Erinnerung an den Tag in Miami, an dem er sich nervös aus seinem Trainingsanzug pellte und mitten im Spiel gegen die Houston Rockets auf den Platz trabte. Alles schien nach Plan zu laufen, als er wenige Sekunden später mit einer Energieleistung einen sicheren Korb verhinderte. "Das war ein Block von . . .", sagte der Kommentator und stockte. "Er hatte keine Ahnung, wer ich bin", sagt Bowen....
... Bowen, der mit seinem rasierten Kopf und den großen melancholischen Augen eher harmlos aussieht, verläßt schon einmal den grauen Bereich zwischen dem, was man in der NBA als normale körperliche Härte akzeptiert, und unsportlichen Angriffen, bei denen er die Gesundheit seiner Gegner riskiert. Kein Wunder, daß er unter den NBA-Profis den Ruf eines "dirty player" genießt. So wurde er Ende März [2006] von der Liga mit 10 000 Dollar Strafe belegt, weil er Ray Allen von den Seattle Supersonics bei einem Zweikampf, bei dem beide zu Boden gegangen waren, wutentbrannt in den Rücken getreten hatte. Das ist nichts gegen eine Szene aus einer Partie vor ein paar Jahren, als er im Stile eines Fußballers einen Widersacher mit einem Bein voraus ansprang und am Kopf traf......In das erfolgreiche System der San Antonio Spurs paßt er...bestens hinein. Beim Meister von 2005 herrschen drei Grundregeln: Kein Spieler zählt mehr als der andere - auch nicht Center Tim Duncan, der an guten Tagen alleine ein Spiel entscheiden kann. Trainer Gregg Popovich ist der uneingeschränkte Chef und duldet keine Aufsässigkeit. Vor allem aber ist hartnäckige Defensivarbeit der zentrale Bestandteil der Spielkultur..."
Bowen spielte übrigens damals im Trikot der Miami Heat, war nur ganze 33 Sekunden im Einsatz und saß anschließend den Rest der Saison auf der Bank. Die NBA täte gut daran, ihn auszusieben. Die Belege seiner Unsportlichkeit sind unübersehbar. Die Attacke gegen Amare Stoudamire war genauso unsportlich wie die gegen Steve Nash (ein Knietritt in die Geschlechtsteile). Bei YouTube gibt es bislang nur das Stoudamire-Video:
3. November 2006
Coachen, wenn's eilt - nichts für Avery
Aber die Spurs haben den Sommer über auch nicht geschlafen. Tony Parker, einst ein elender Fall an der Freiwurflinie, hat mächtig geübt und trifft. Der neue Nowitzki-Decker, der auf den schönen Namen Francisco Elson hört, ist genauso groß wie der Würzburger, ist schnell und reaktionsschnell. Wo der wohl her kommt? Aus Holland. Potzperdauz.
Man darf das Spiel - sehr attraktiv, besonders im Vergleich zu dem elenden Drei-Verlängerungs-Marathon der Stehgeiger New York Knicks und Memphis Grizzlies am Abend davor - nicht überbewerten. Die Saison ist noch lang. Nur soviel: die Spurs sind besser als im letzten Jahr und da waren sie schon ziemlich gut. Sie haben sich mit Blick auf die eine Mannschaft verstärkt, die ihnen in der letzten Saison am meisten Kummer bereitet hat: die Mavericks. Wen Dallas bei den Umbauarbeiten und Vertragsverlängerungen im Auge hatte, kann man (noch) nicht erkennen. Also dann: Augen zu und durch.