Eigentlich sollte man glauben, dass die Bloggerei einen Menschen, der Lesen und (hoffentlich auch) Schreiben kann, nicht überfordert. Die Software ist schließlich einfach zu handhaben, um nicht zu sagen: benutzerfreundlich. Aber das hat seine Grenzen: Im Umfeld der neuen Webmedienwelt geistern ein paar Gespenster herum, für die man eine gute Nase haben muss. Sonst wird man sie nie entdecken oder ihre Enttarnung mitbekommen. So lese ich heute mit extremer Verspätung zum ersten Mal bei Stefan Niggemeier (etwas weiter unten in dem verlinkten Beitrag) über die Praxis vom Blogcounter, in den Code, den man sich in die eigene Seite kopiert, noch eine andere Seite hochzupumpen. Ich habe noch immer nicht genau verstanden, was das Konzept soll. Mir ist allerdings klar, dass es hier nicht mit rechten Mitteln zugeht. Denn aufgeklärt wird man vom Blogcounter nicht. Der sagt: "Bitte bauen Sie den HTML-Code unverändert in Ihre Seiten ein, da er sonst seine Funktion verliert!" Ich benutze den Counter nicht wegen seiner Vergleichsliste (auf der für meinen Geschmack viele zu viele supekte Blogs ganz oben auftauchen), sondern weil er ein Informationsangebot bietet, das man woanders nicht findet: man kann nachvollziehen, ob Leser sich länger in seinem Blog aufgehalten haben und welche Beiträge sie angeschaut haben. Ich habe mir heute zum ersten Mal den HTML-Code
genau angeschaut und modifiziert. Falls das dafür sorgen sollte, dass die gesamte Funktion beim Teufel ist, muss ich das hinnehmen, und mir einen anderen, redlicheren Zähler suchen. Falls nicht, spricht es auch nicht für den Mann hinter Blogcounter. Denn dann lügt er Leute, die nicht genug von Webdesign etc. verstehen (also Leute wie mich), geradewegs an. Eine Geschäftspraxis, die ich nicht für unterstützenswert halte.