Sportschau live 23.40 bis 04.30 Uhr
American Football: Super Bowl
Indianapolis Colts - Chicago Bears
* Reporter: Andreas Witte, Dirk Froberg
* Moderation: Ralf Scholt
* Übertragung aus dem Dolphin Stadion in Miami
***
* ca. 02:00 Tagesschau
* ca. 04:30 Die schönsten Bahnstrecken Europas
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4. Februar 2007
Super Bowl in der ARD: Und hinterher die schönsten Bahnstrecken Europas
Von der Programmseite der Sportschau für heute abend abgepinnt (weil hier in New York soviele Leute landen, die offensichtlich nach genau dieser Information suchen):
15. Januar 2007
Hut ab vorm Megafon
Wer das vergangenene Wochenende mit seinen vier NFL-Playoff-Spielen ausgiebig und mit Vergnügen begleiten wollte, kam um eines nicht herum: allesaussersport lesen - das souveräne Megafon für detaillierte Berichterstattung und Einschätzungen der hilfreichen, sachverständigen Art. Das Beeindruckende daran ist, mit welch hervorragendem Blick fürs Geschehen selbst aus so großer Distanz die Fernsehbilder ausgewertet werden. Es stand hier schon einmal. Aber es sei gerne noch einmal wiederholt und dick unterstrichen: Die ARD kann froh sein, solche Guerilla-Kämpfer für den US-Football zu haben. Aber was macht die Presseabteilung? Sie findet die Arbeit von dogfood nicht unterstützenswert. Grund: Er ist kein Journalist. Diese ablehnende Haltung ist lachhaft und ignorant. Wissen die Jungs vom Bezahlsender überhaupt, was sie tun?
Hier noch zwei Gedanken zu den Sonntagsspielen: Den Sieg der New England Patriots gegen die San Diego Chargers empfinden viele als abschreckendes Beispiel für eine Mannschaft, die auf jede erdenkliche Weise gewinnt (Stichwort: Bayern München). Vielleicht sollte man darauf hinweisen, mit welchem Blatt dieses Team spielt. Ohne die Linebacker Willie McGinest und Roman Phifer, ohne Kicker Adam Vinatieri, ohne Cornerback Ty Law, ohne die Wide Receiver David Patten und Deion Branch. Weg, gegangen, weil die Salary Cap Clubs dazu auf indirekte Weise zwingt, bessere Spieler ziehen zu lassen. So entsteht Parität. Und so entstehen Playoff-Begegnungen, die bis zum Schluss offen sind.
Was fehlt noch? Die Patriots spielen ohne die Trainer Charlie Weis (Head Coach Notre Dame), Eric Mangini (Head Coach New York Jets) und Romeo Crennel (Head Coach Cleveland Brown), die alle gut genug waren, um woanders den Laden zu übernehmen. Und wie spielen sie? Es gibt keine technisch besseren Verteidiger als die Patriots. Keine Mannschaft führt Blocks so elegant, gewissenhaft, schnell und konsequent aus. In anderen Teams sind die Linebacker und Defensive Ends eher wie hyperaktive Kinder unterwegs, die nicht genau wissen, was auf sie zukommt. Die Patriots verteidigen mit einem Höchstmaß an Verstand - individuell wie in der Kombination. Die Patriots sind weniger Tom Bradys Team als das Abbild von Bill Belichicks jahrzehntelanger konsequenter Arbeit an allem, was eine Defensive wissen und beherzigen sollte. Im entscheidenden Moment kommt im Angriff auch noch der eine oder andere Westentaschentrick dazu: Bemerkenwertes Beispiel: Running Back Faulk bekommt den Snap beim Two-Point-Conversion-Versuch vom Center direkt zugespielt und hat so mehr Zeit, sich in die Endzone zu tanken.
Die San Diego Chargers sind zweifelsohne das von der Substanz her bessere Team, streckenweise brilliant - so wie die Dallas Cowboys der neunziger Jahre, die auf den entscheidenden Positionen Hall-of-Fame-Personal aufbieten konnte. 1991 schafften sie nach vielen schrecklichen Jahren mit diesen Figuren erstmals wieder die Playoffs. Ein Jahr später besaßen sie dann das Können und die Durchsetzungskraft, um die San Francisco 49ers auf deren Schlammplatz an der Bay auszuhebeln. Von da ab waren sie nicht mehr zu stoppen. Marty Schottenheimer ist vermutlich das größte Problem der Chargers im Moment. Und das unter anderen auch deshalb, weil er Stunk mit seinem General Manager hat. Obwohl: Bei einer Analyse der Niederlage gegen die Patriots kann man wirklich keine gravierenden Fehler seinerseits finden. Die Entscheidung, beim ersten Drive kein Field Goal zu probieren, sondern den 4th Down auszuspielen, ist im Nachhinein nicht zu bemängeln. Wer sagt denn, dass der Kicker aus der Distanz (Line of Scrimmage: die 30-Yard-Linie) und gegen den böigen Wind die drei Punkte gebunkert hätte? Tatsächlich verlieren die Chargers das Spiel aufgrund einer extrem seltenen Ereigniskette bei einem Fourth-Down-Pass von Tom Brady im vierten Viertel: Interception, Fumble, Patriots-Receiver Troy Brown sammelt den Ball ein. New England bleibt in Ballbesitz und punktet.
Also dann hier eine Prognose, die über den Tag hinaus geht: Die Chargers verpflichten Bill Cowher, einen Wettkampf-Trainer von Format, und bügeln in der nächsten Saison alles faltenfrei flach, was sich ihnen in den Weg stellt. Was spräche dagegen? Dass Cowher lieber bei seiner Familie in North Carolina Ferien macht? Wir sprechen uns wieder, wenn die Offerte auf dem Tisch liegt.
Hier noch zwei Gedanken zu den Sonntagsspielen: Den Sieg der New England Patriots gegen die San Diego Chargers empfinden viele als abschreckendes Beispiel für eine Mannschaft, die auf jede erdenkliche Weise gewinnt (Stichwort: Bayern München). Vielleicht sollte man darauf hinweisen, mit welchem Blatt dieses Team spielt. Ohne die Linebacker Willie McGinest und Roman Phifer, ohne Kicker Adam Vinatieri, ohne Cornerback Ty Law, ohne die Wide Receiver David Patten und Deion Branch. Weg, gegangen, weil die Salary Cap Clubs dazu auf indirekte Weise zwingt, bessere Spieler ziehen zu lassen. So entsteht Parität. Und so entstehen Playoff-Begegnungen, die bis zum Schluss offen sind.
Was fehlt noch? Die Patriots spielen ohne die Trainer Charlie Weis (Head Coach Notre Dame), Eric Mangini (Head Coach New York Jets) und Romeo Crennel (Head Coach Cleveland Brown), die alle gut genug waren, um woanders den Laden zu übernehmen. Und wie spielen sie? Es gibt keine technisch besseren Verteidiger als die Patriots. Keine Mannschaft führt Blocks so elegant, gewissenhaft, schnell und konsequent aus. In anderen Teams sind die Linebacker und Defensive Ends eher wie hyperaktive Kinder unterwegs, die nicht genau wissen, was auf sie zukommt. Die Patriots verteidigen mit einem Höchstmaß an Verstand - individuell wie in der Kombination. Die Patriots sind weniger Tom Bradys Team als das Abbild von Bill Belichicks jahrzehntelanger konsequenter Arbeit an allem, was eine Defensive wissen und beherzigen sollte. Im entscheidenden Moment kommt im Angriff auch noch der eine oder andere Westentaschentrick dazu: Bemerkenwertes Beispiel: Running Back Faulk bekommt den Snap beim Two-Point-Conversion-Versuch vom Center direkt zugespielt und hat so mehr Zeit, sich in die Endzone zu tanken.
Die San Diego Chargers sind zweifelsohne das von der Substanz her bessere Team, streckenweise brilliant - so wie die Dallas Cowboys der neunziger Jahre, die auf den entscheidenden Positionen Hall-of-Fame-Personal aufbieten konnte. 1991 schafften sie nach vielen schrecklichen Jahren mit diesen Figuren erstmals wieder die Playoffs. Ein Jahr später besaßen sie dann das Können und die Durchsetzungskraft, um die San Francisco 49ers auf deren Schlammplatz an der Bay auszuhebeln. Von da ab waren sie nicht mehr zu stoppen. Marty Schottenheimer ist vermutlich das größte Problem der Chargers im Moment. Und das unter anderen auch deshalb, weil er Stunk mit seinem General Manager hat. Obwohl: Bei einer Analyse der Niederlage gegen die Patriots kann man wirklich keine gravierenden Fehler seinerseits finden. Die Entscheidung, beim ersten Drive kein Field Goal zu probieren, sondern den 4th Down auszuspielen, ist im Nachhinein nicht zu bemängeln. Wer sagt denn, dass der Kicker aus der Distanz (Line of Scrimmage: die 30-Yard-Linie) und gegen den böigen Wind die drei Punkte gebunkert hätte? Tatsächlich verlieren die Chargers das Spiel aufgrund einer extrem seltenen Ereigniskette bei einem Fourth-Down-Pass von Tom Brady im vierten Viertel: Interception, Fumble, Patriots-Receiver Troy Brown sammelt den Ball ein. New England bleibt in Ballbesitz und punktet.
Also dann hier eine Prognose, die über den Tag hinaus geht: Die Chargers verpflichten Bill Cowher, einen Wettkampf-Trainer von Format, und bügeln in der nächsten Saison alles faltenfrei flach, was sich ihnen in den Weg stellt. Was spräche dagegen? Dass Cowher lieber bei seiner Familie in North Carolina Ferien macht? Wir sprechen uns wieder, wenn die Offerte auf dem Tisch liegt.
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10. Januar 2007
Super-Bowl-Weisheiten: Folge 7
"'Eine Ausstrahlung um 21 Uhr wäre natürlich unmöglich gewesen, aber da um 23.45 Uhr, wenn wir unsere Übertragung beginnen, nicht mehr viel passiert im Farbfernsehen, konnten wir die ARD überzeugen.' Wir, das ist nicht nur der Hessische Rundfunk als federführender Sender, sondern das ist auch ein bisschen Dirk Froberg als privater American-Football-Fan."Andreas Fischer von teleschau - der Mediendienst auf stimme.de über die Fähigkeiten und den Einfluss des Football-Experten Dirk Froberg, der am 4. Februar wieder am Mikrofon sitzen wird und die Bilder von Super Bowl XLI aus Miami kommentieren wird.
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27. Dezember 2006
Super-Bowl-Weisheiten, Folge 2
"Ihr möchtet lieber den Originalkommentar von Michaels/Madden, die aus dem Football kommen, Millionen Dollar damit verdienen, seit Jahrzehnten wöchentlich auf dem Sender sind und sich um nichts anderes kümmern. Kann ich verstehen, würde ich auch zehnmal lieber wollen als Witte/Froberg...." Fernsehkommentator Andreas Witte nach Super Bowl XL über die Kritik und seine eigene Leistung in einem Kommentar bei allesaussersport unter dem Alias-Namen "reporter".
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26. Dezember 2006
Super-Bowl-Weisheiten, Folge 1
Wenn er auf die harmlose Frage des Reporters vom Hamburger Abendblatt - "Was fasziniert die Amerikaner, daß die ganze Nation bei dieser vier Stunden Dauerwerbesendung am TV klebt?" - folgende Antwort produziert: "Dahinter bin ich auch nie gekommen."
(Tom Nütten im letzten Februar vor der Super-Bowl-Übertragung der ARD, das ganze Interview hier.
18. Dezember 2006
NFL: San Diego rollt die Liga von Westen her auf
Wenn man das dicke Infopaket auf allesaussersport zur NFL sieht und liest, kann man nur sagen: Die ARD kann froh sein, dass ihr zum Super Bowl und zu den Conference Finals solch kundige Fans die Zuschauer zutreiben (und wenn sie schlau wären bei dem Bezahlsender-Konsortium, dann würden sie mal mit dogfood über eine Kooperation reden). Von New York kann man nicht viel hinzufügen, vielleicht nur eine kurze Ergänzung aus besonderem Anlass zu zwei Stichwörtern: Die FAS hat gestern meine Terrell-Owens-Geschichte gebracht, die wirklich schon eine Weile lange fällig war. faz.net zieht Beiträge vom Sonntag oft, aber nicht immer montags nach. Das ist noch nicht passiert. Also fehlt hier das Link (mehr zu Owens in der Arena hier und hier
Das zweite sind die Dan Diego Chargers, die gestern abend unserer Zeit die Kansas City Chiefs vernascht haben. Ihr Running Back LaDainian Tomlinson hat so ganz nebenbei einen uralten Scoring-Rekord pulverisiert. Die Mannschaft hat sich das Heimrecht für alle Playoff-Runden gesichert und wirkt wie ein starker Aspirant auf den Titel, dem sie seit Ewigkeiten erfolglos hinterherher rennen. Es wäre verfrüht, auf ein Super-Bowl-Duell zwischen San Diego und den Chicago Bears zu setzen, die sich ebenfalls Heimrecht gesichert haben. Denn in diesem Jahr gibt es in der American Conference ebenso wie der National Conference hinreichend sportliche Kapazität an der Spitze. Prognose: Die Playoff-Begegnungen werden interessanter sein als in so manchen anderen Jahren zuvor. Ob das bei der ARD jemand geahnt hat?
Blick zurück: Die populärsten Trikots in der NFL
Das zweite sind die Dan Diego Chargers, die gestern abend unserer Zeit die Kansas City Chiefs vernascht haben. Ihr Running Back LaDainian Tomlinson hat so ganz nebenbei einen uralten Scoring-Rekord pulverisiert. Die Mannschaft hat sich das Heimrecht für alle Playoff-Runden gesichert und wirkt wie ein starker Aspirant auf den Titel, dem sie seit Ewigkeiten erfolglos hinterherher rennen. Es wäre verfrüht, auf ein Super-Bowl-Duell zwischen San Diego und den Chicago Bears zu setzen, die sich ebenfalls Heimrecht gesichert haben. Denn in diesem Jahr gibt es in der American Conference ebenso wie der National Conference hinreichend sportliche Kapazität an der Spitze. Prognose: Die Playoff-Begegnungen werden interessanter sein als in so manchen anderen Jahren zuvor. Ob das bei der ARD jemand geahnt hat?
Blick zurück: Die populärsten Trikots in der NFL
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