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6. Februar 2008
Reden ist Silber
Das Wort Trash Talk kann man nur lose übersetzen - denn es ist ein Mischung aus allem möglichen: Flachsen, Sprüchekopfen, Provozieren. Genialische Trash Talker wie Larry Bird oder Michael Jordan hatten noch nie das Problem, dann nachzulegen, wenn es darauf ankommt: im Spiel. Neulich hat LeBron James sich zu dem Thema geäußert. Was nicht wirklich eine Offenbarung war. Denn den meisten Respekt hat er wohl vor Teams wie den Detroit Pistons und Boston Celtics, weil die Burschen nicht nur ein loses Maul haben, sondern jedes Mal mit dem Ball in der Hand nachweisen, dass sie es können. Es gibt am anderen Ende des Spektrums aber auch solche Mannschaft wie die Utah Jazz. Die reden überhaupt nicht. "Die treten dich einfach in den Arsch."
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21. September 2007
Kirilenko legt nach: Notfalls verzichtet er aufs Geld
Wenn man weiß, wie verächtlich Sportler aus Europa in den traditionellen Mannschaftssportarten Nordamerikas eingestuft wurden (und teilweise immer noch werden), dann entwickelt man unwillkürlich eine ungeheure Sympathie für die Vorgehensweise von Andrej Kirilenko. Der russische Nationalspieler, der bei der Europameisterschaft all das gezeigt hat, was er kann, der aber bei den Utah Jazz in der NBA so gut wie keinen Entfaltungsspielraum erhält, hat offensichtlich nicht nur einen Trade verlangt. Er ist sogar bereit, auf das viele Geld zu verzichten, dass ihm aufgrund seines Vertrages bis 2010 noch zusteht, wenn ihn der Club NICHT ziehen lässt. Damit hat das Tauziehen um den MVP von Spanien innerhalb kürzester Zeit einen Unterhaltungswert erreicht, der den Clubmanagern in Salt Lake City nicht recht sein kann. Denn falls Kirilenko ernst macht und nicht am 1. Oktober zum Trainingslager anreist, sondern konsequent weiterpokert, steht das Team ziemlich dumm da. Bei einem Tausch mit einem anderen Club hingegen könnte Utah - zumindest auf dem Papier - einiges an Gegenwert - bekommen. Die 13,7 Millionen Dollar Salär im kommenden Jahr (und der Rest) müssen schließlich bei einem Trade nach den NBA-Regeln gleichwertig aufgewogen werden. Das Kluge an Kirilenkos Schachzug ist, dass er nicht unmittelbar nach einer statistisch gesehen ziemlich schwachen, aber sportlich für das Team eher starken Saison den Mund aufmachte, sondern nach einem glanzvollen Auftritt in Europa, der bewies, dass Coach Jerry Sloan ein sturköpfiger Schematiker ist, der nicht mal Potenzial erkennt, wenn es auf langen dünnen Beinen und mit verhungert wirkendem Gesicht vor ihm steht.Ach, ja, sagen dann in solchen Momenten die Verteidiger des sturköpfigen Schematikers: Hat man Kirilenko nicht auch deshalb in Utah einen so guten Vertrag gegeben, weil man ihn damals für potentiell ziemlich wertvoll eingestuft hat? Aber dabei handelt es sich um eines dieser Scheinargumente aus der Logik-Abteilung des Sports, bei dem man die Schuld für das Leistungsprofil eines Athleten immer zuerst beim Athleten vermutet. Alles nach dem Motto: Wenn ein Spieler nicht wie der Roboter funktioniert, den sich die Teamverantwortlichen ausgemalt haben, dann muss das an dem Spieler liegen. Am Trainer ganz bestimmt nicht. Der ist der Erwachsene in diesem Ringelreihen. Der Spieler ist das unangepasste Kind.
In einem anderen Club würde solch ein Psychodrama auch schon mal dem Trainer zur Last gelegt (und dann wird der an die Luft gesetzt). Aber Jerry Sloan wird man bei den Jazz vermutlich erst dann beerdigen, wenn er wirklich tot ist. Der Mann hat eine Lebensstellung und unumstrittene Autorität. Zumal Salt Lake City kein Medienstandort ist, an dem die Öffentlichkeit via Zeitungen, Radio oder Fernsehen an ihren Denkmälern rüttelt. Die Hauptstadt der Mormonenbewegung wird von mehr Gutmenschen pro Quatdratmeter bevölkert als jede andere Metropole in den USA. Die lieben Ordnung, Hierarchie und...Menschen mit weißer Hautfarbe.
Was sie nicht lieben, sind widerspenstige, unangepasste Figuren, die das patriarchalische Gefüge in Frage stellen. Wenn Kirilenko konsequent bleibt, hat er damit die weiche Stelle getroffen und in ein paar Wochen einen neuen Arbeitsplatz. Wenn er den eingeschlagenen Kurs nicht durchzieht, hat er keine Sympathie verdient.
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19. September 2007
Ende mit nett: Kirilenko hat keine Lust mehr in Utah
Dass Andrej Kirilenko und seine Frau nicht nach Salt Lake City gehören und er nicht in das stilistische Gefüge der Utah Jazz passt, ist nicht schwer zu erkennen. Aber dass der Russe das auch so einschätzt und daraus Konsequenzen ziehen will, hätte man dann doch nicht erwarten dürfen. Denn anders als der durchschnittliche Amerikaner, der selbstbewusst nach einem Trade verlangt, sobald ihm etwas nicht passt, geben sich die Europäer in der NBA eher pflichtbewusst und anpassungsfähig und wirken deshalb meistens so, als hätten sie keine rechte Vorstellung von der eigenen Bedeutung und Qualität. Sie verhalten sich wie gute Gäste auf Besuch bei fremden Familien. Was einer der Gründe (wenn auch sicher nicht der entscheidende) dafür ist, weshalb die Liga-Bosse seit ein paar Jahren so gerne Nachwuchs aus dem Ausland draften.
Nun hat Kirilenko einem Bericht der Salt Lake Tribune zufolge folgendes gesagt: "Ich habe oft darüber nachgedacht und bin zu der Entscheidung gekommen: Ich will die Utah Jazz verlassen." Das klang sogar noch nett (man kann ja zum Abschied auch leise "Servus" sagen). Offensichtlich hat er das Ansinnen schon vor Wochen der Clubleitung mitgeteilt und nicht erst nach der Europameisterschaft in Spanien, wo er zum wertvollsten Spieler des Turniers ernannt wurde. Aber der offizielle Weg hatte offensichtlich keine Wirkung, weshalb er die öffentliche Erklärung nachschob. Das erhöht den Druck. Denn jetzt wissen die 29 anderen Teams in der NBA, dass einer vielseitigsten Basketballer der Liga (wenn nicht DER vielseitigste) zu haben ist.
Das Tauziehen wird sicher noch ein bisschen anhalten. Womöglich wird Kirilenko das Trainingslager aussitzen, das in ein paar Wochen beginnt und es riskieren, dass man ihn in Salt Lake City als undankbar oder gierig beschimpft. Er bekommt schließlich mit 13,7 Millionen Dollar pro Saion ein überdurchschnittliches Gehalt. Aber das sollte alles nur Geplänkel sein. Während dessen werden die Jazz-Oberen die Angebote sortieren, die ihnen auf den Tisch flattern werden. Zum Beispiel aus Chicago, wo man viel offerieren kann und wo ein Typ wie Kirilenko sofort Wirkung zeigen würde.
Die besondere Qualität dieser Entwicklung besteht jedoch in etwas anderem. Kirilenkos Vorgehensweise wird den guten Europäern wie Nowitzki oder Gasol hoffentlich ein leuchtendes Beispiel sein, dass es an der Zeit ist, ihr sportliches Schicksal mal in die eigenen Hände zu nehmen und Mannschaften und Clubs den Laufpass zu geben, bei denen man das große Ziel nicht erreichen wird, weil immer irgendetwas gerade nicht richtig funktioniert. Obwohl: dass Dirk eine solche Forderung stellt, vermag man sich gar nicht auszumalen. Er tut seit Jahren so, als sei es nach guter alter Nibelungstreue seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit zu beweisen, dass er in Dallas einen Titel holen kann - mit einem Team ohne Leute von der Leistungsstufe Steve Nash und Michael Finley.
Blick zurück: Und wir dachten schon, Kirilenko werde einfach brav an seinen Arbeitsplatz zurückkehren...
Nun hat Kirilenko einem Bericht der Salt Lake Tribune zufolge folgendes gesagt: "Ich habe oft darüber nachgedacht und bin zu der Entscheidung gekommen: Ich will die Utah Jazz verlassen." Das klang sogar noch nett (man kann ja zum Abschied auch leise "Servus" sagen). Offensichtlich hat er das Ansinnen schon vor Wochen der Clubleitung mitgeteilt und nicht erst nach der Europameisterschaft in Spanien, wo er zum wertvollsten Spieler des Turniers ernannt wurde. Aber der offizielle Weg hatte offensichtlich keine Wirkung, weshalb er die öffentliche Erklärung nachschob. Das erhöht den Druck. Denn jetzt wissen die 29 anderen Teams in der NBA, dass einer vielseitigsten Basketballer der Liga (wenn nicht DER vielseitigste) zu haben ist.
Das Tauziehen wird sicher noch ein bisschen anhalten. Womöglich wird Kirilenko das Trainingslager aussitzen, das in ein paar Wochen beginnt und es riskieren, dass man ihn in Salt Lake City als undankbar oder gierig beschimpft. Er bekommt schließlich mit 13,7 Millionen Dollar pro Saion ein überdurchschnittliches Gehalt. Aber das sollte alles nur Geplänkel sein. Während dessen werden die Jazz-Oberen die Angebote sortieren, die ihnen auf den Tisch flattern werden. Zum Beispiel aus Chicago, wo man viel offerieren kann und wo ein Typ wie Kirilenko sofort Wirkung zeigen würde.
Die besondere Qualität dieser Entwicklung besteht jedoch in etwas anderem. Kirilenkos Vorgehensweise wird den guten Europäern wie Nowitzki oder Gasol hoffentlich ein leuchtendes Beispiel sein, dass es an der Zeit ist, ihr sportliches Schicksal mal in die eigenen Hände zu nehmen und Mannschaften und Clubs den Laufpass zu geben, bei denen man das große Ziel nicht erreichen wird, weil immer irgendetwas gerade nicht richtig funktioniert. Obwohl: dass Dirk eine solche Forderung stellt, vermag man sich gar nicht auszumalen. Er tut seit Jahren so, als sei es nach guter alter Nibelungstreue seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit zu beweisen, dass er in Dallas einen Titel holen kann - mit einem Team ohne Leute von der Leistungsstufe Steve Nash und Michael Finley.
Blick zurück: Und wir dachten schon, Kirilenko werde einfach brav an seinen Arbeitsplatz zurückkehren...
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16. Mai 2007
Ende der Fahnenstange für die Warriors
Nellie-Ball war zwar gegen die harmlosen Mavericks gut genug. Gegen die ambitionierten Utah Jazz reichte es nicht. Das heißt: Es reichte meistens für drei Viertel oder ein bisschen mehr, aber so gut wie nie am Schluss der Spiele. Das war am Dienstagabend in Salt Lake City erneut zu sehen. 87:100 aus Sicht der Golden State Warriors war alles, was die Gäste herausholen konnten, die selbst in guten Momenten nie den Eindruck machten, als könnten sie das Playoff-Aus noch wenden. In den Phasen, in denen es lief, produzierten sie einen Haufen hastiger Abspielfehler. In den Zeiten, in denen es klemmte, zeigten sich die blank gescheuerten Nerven. 4:1 für Utah, das im Western Conference Final auf den Sieger der Serie zwischen den Phoenix Suns und den San Antonio Spurs wartet.
Vieles spricht für die Spurs, die mit ihren biederen Gesichtern so aussehen, als würden sie keinem etwas zu Leide tun können. Wohl kaum: Abgesehen von Bruce Bowen macht sich auch Robert Horry gerne die Hände schmutzig. Und nachdem er Steve Nash am Montag aufs Kreuz legte und daraufhin Amare Stoudamire und Boris Diaw Richtung Spielfeld rannten, sieht die Sache ziemlich gut aus. Horry wurde zwei für zwei Spiele gesperrt. Aber die beiden Suns-Spieler dürfen am Mittwoch in Match 5 ebenfalls zuschauen. Die Provokation hätte nicht wirkungsvoller ausgehen können. Das hat sich die NBA selbst eingeschenkt, dass sie unappetitlich spielende und auf unattraktive Weise gewinnende Mannschaften auf diese Weise weiterkommen lässt. Die Einschaltquoten von Spurs-Spielen sind legendär niedrig. Hier die Horry-Szene und die Reaktionen der Spieler, die zu den Sperren führten:
Vieles spricht für die Spurs, die mit ihren biederen Gesichtern so aussehen, als würden sie keinem etwas zu Leide tun können. Wohl kaum: Abgesehen von Bruce Bowen macht sich auch Robert Horry gerne die Hände schmutzig. Und nachdem er Steve Nash am Montag aufs Kreuz legte und daraufhin Amare Stoudamire und Boris Diaw Richtung Spielfeld rannten, sieht die Sache ziemlich gut aus. Horry wurde zwei für zwei Spiele gesperrt. Aber die beiden Suns-Spieler dürfen am Mittwoch in Match 5 ebenfalls zuschauen. Die Provokation hätte nicht wirkungsvoller ausgehen können. Das hat sich die NBA selbst eingeschenkt, dass sie unappetitlich spielende und auf unattraktive Weise gewinnende Mannschaften auf diese Weise weiterkommen lässt. Die Einschaltquoten von Spurs-Spielen sind legendär niedrig. Hier die Horry-Szene und die Reaktionen der Spieler, die zu den Sperren führten:
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13. Mai 2007
Golden State macht schlapp
Die Golden State Warriors haben vor ein paar Tagen eine seltene Chance vergeben, gegen einen starken Gegner die Tür zum Conference Final aufzustoßen. Die Mannschaft verschenkte im zweiten Match gegen Utah kurz vor Schluss eine klare Führung und verlor in der Verlängerung. Nellies Männer waren müde. Das waren sie heute auch. Die Trefferquote war extrem schlecht und wurde gegen Ende noch schlechter. Baron Davis versenkte nicht mal mehr seine Freiwürfe. Utah Jazz ging mit 3:1 in Führung und ist jetzt in einer komfortablen Position: Golden State müsste drei Spiele in Folge gewinnen, um diesen Wettstreit für sich zu entscheiden. Danach sahen sie heute wirklich nicht aus. Endstand: 115:99.
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12. Mai 2007
Golden State gewinnt Spiel 3
NBA-Schiedsrichter sind meistens Heimschiedsrichter. So auch am Freitagabend in Oakland, wo die Golden State Warriors mit Hilfe der Referees ihr bisher bestes Playoff-Spiel auf die Beine stellen konnten. Hätten sie sich nicht vor zwei Tagen in Salt Lake City kurz vor dem Ende den ziemlich sicheren Sieg aus der Hand nehmen lassen, lägen sie jetzt mit 2:1 vorne. So steht es 1:2 aus ihrer Sicht. Und die Begegnung am Sonntag ist erneut must-win. Der Höhepunkt war eine Szene im vierten Viertel, in der Baron Davis ein Dribbling mit einem Monster-Dunk abschloss, bei dem er den sprunggewaltigen Block-Spezialisten Andrej Kirilenko überwand. 125:105 lautete der Endstand.
Nachtrag: Der Herr Baron persönlich, ohne Trittleiter und das Gesicht seines spindeldürren Widersachers auf Video. Das Ding wird in diesen Playoffs noch oft zu sehen sein.
Nachtrag: Der Herr Baron persönlich, ohne Trittleiter und das Gesicht seines spindeldürren Widersachers auf Video. Das Ding wird in diesen Playoffs noch oft zu sehen sein.
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9. Mai 2007
Utah gewinnt auch Spiel 2 gegen die Warriors
Wenn sie keine Mittel finden, die Kreise von AK-47 zu stören, haben die Warriors keine Chance, die Serie zu gewinnen. Denn knapp verloren ist auch verloren. So wie heute abend in Salt Lake City, wo die Utah Jazz mal wieder mit rasantem Tempo und hochkonzentriert und motiviert gespielt haben und sich kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen haben. Golden State lag vorne und ließ sich das 113:113 einschenken und musste in die Verlängerung. Gegen Ende war Kirilenko nicht auf dem Platz. Er hatte den größten Teil seiner Arbeit schon geleistet. Als er in der Verlängerung mit seinem sechsten Foul vom Platz musste, hatte Utah das Ding im Griff. Endstand: 127:117.
Was einem zunehmend auf den Keks geht, ist die Einkleidungspolitik für Zuschauer. Nachdem man in Miami im letzten Jahr die Zuschauer aufforderte, in weißen Hemden, Blusen oder T-Shirts in die Halle zukommen, wurden in diesem Jahr die Fans der Warriors komplett in gelbe (nicht rote) T-Shirts mit der Aufschrift "We believe" gesteckt. In Salt Lake City sah man sich jetzt veranlasst, die Masse auf blau zu trimmen. Das Maß an Gehirnwäsche hat schon fast nordkoreanische Züge.
Sonderaspekt: Point Guard Derek Fisher (dreifacher Meister mit den Los Angeles Lakers) fehlte beim ersten Match, weil er bei seiner Tochter in New York im Krankenhaus war. Das Mädchen leidet unter einem lebensgefährlichen Augenkrebs. Er flog am Mittwoch nach Utah zurück, wurde in der zweiten Hälfte eingewechselt und erwies sich als höchst wirkungsvoller Verteidiger. Golden State sollte in eigener Halle in der Lage sein, mehr zu bieten und die nächsten beiden Begegnungen am Freitag und Sonntag gewinnen. Aber danach wird sich Utah durchsetzen. Leider.
Was einem zunehmend auf den Keks geht, ist die Einkleidungspolitik für Zuschauer. Nachdem man in Miami im letzten Jahr die Zuschauer aufforderte, in weißen Hemden, Blusen oder T-Shirts in die Halle zukommen, wurden in diesem Jahr die Fans der Warriors komplett in gelbe (nicht rote) T-Shirts mit der Aufschrift "We believe" gesteckt. In Salt Lake City sah man sich jetzt veranlasst, die Masse auf blau zu trimmen. Das Maß an Gehirnwäsche hat schon fast nordkoreanische Züge.
Sonderaspekt: Point Guard Derek Fisher (dreifacher Meister mit den Los Angeles Lakers) fehlte beim ersten Match, weil er bei seiner Tochter in New York im Krankenhaus war. Das Mädchen leidet unter einem lebensgefährlichen Augenkrebs. Er flog am Mittwoch nach Utah zurück, wurde in der zweiten Hälfte eingewechselt und erwies sich als höchst wirkungsvoller Verteidiger. Golden State sollte in eigener Halle in der Lage sein, mehr zu bieten und die nächsten beiden Begegnungen am Freitag und Sonntag gewinnen. Aber danach wird sich Utah durchsetzen. Leider.
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8. Mai 2007
Utah gewinnt Spiel 1 gegen die Warriors
Die Chicago Bulls sind überfordert. Vor allem weil sie den Korb nicht treffen. Das könnte eine schnelle Sache werden. Die Detroit Pistons liegen nach dem klaren 108:87 mit 2:0 vorne. Spiel 3 am Donnerstag in Chicago.
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6. Mai 2007
Wenn Männern nach Weinen zu Mute ist...
Und wir dachten schon, Dirk Nowitzki hätte es hart getroffen. Aber dann kam das: Tracy McGrady am Samstagabend nach der Niederlage der Houston Rockets im siebten Spiel gegen Utah Jazz bei der Pressekonferenz. Er setzte sich auf den Stuhl und brachte kein Wort heraus. Zur Erklärung: McGrady hat bislang in seiner Karriere nicht die Bohne von den großen Stücken eingelöst, die er auf sich hält. Er kam noch kein einziges Mal weiter als bis in die erste Runde der Playoffs. Und dass obwohl er bereits zum dritten Mal in einem siebten Spiel die Chance dazu hatte.
Der Ordnung halber hier das Ergebnis: 103:99 für Utah, das als nächstes mit der Anarcho-Truppe von Don Nelson zu tun bekommt. Für die Golden State Warriors bedeutet das die gleiche Ausgangsposition wie gegen die Mavericks: Spiel 7 (wenn es dazu kommt) findet in Salt Lake City statt, wo das weißeste Publikum des Landes die weißeste Mannschaft der Liga anfeuert. Die Serie beginnt am Montagabend. Pluspunkt für das Team aus Kalifornien: Sie konnten sich zwei Tage länger ausruhen.
Der Ordnung halber hier das Ergebnis: 103:99 für Utah, das als nächstes mit der Anarcho-Truppe von Don Nelson zu tun bekommt. Für die Golden State Warriors bedeutet das die gleiche Ausgangsposition wie gegen die Mavericks: Spiel 7 (wenn es dazu kommt) findet in Salt Lake City statt, wo das weißeste Publikum des Landes die weißeste Mannschaft der Liga anfeuert. Die Serie beginnt am Montagabend. Pluspunkt für das Team aus Kalifornien: Sie konnten sich zwei Tage länger ausruhen.
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