7. Juli 2010
Die LeBron-Vertragsshow geht auf Sendung
LeBron James wird am Donnerstagabend bei ESPN live seine Entscheidung darüber bekanntgeben, bei welchem NBA-Club er einen Vertrag abschließen wird. Welches Schweinderl er gerne hätte? Die Gerüchte machen den Eindruck vom Inneren eines anderen Tieres – einer geschlachteten Gans (oder was die Auguren im alten Rom für ihre Vorhersagen genommen haben). Falls Dwayne Wade bleibt und Chris Bosh auf seine Seite zieht (danach sieht es zur Zeit aus), hat James zwar theoretisch auch die Möglichkeit, nach Florida umzuziehen. Aber das wäre ein Riesenschritt weg aus Ohio. Mit Stoudamire zu den New York Knicks und der Entscheidung von Dirk Nowitzki in Dallas zu bleiben, sind weitere Puzzlestücke vom Tisch. Wen holen die Mavericks, um endlich eine Grade A-Mannschaft zusammenzubauen? Die Ortszeitung spekuliert, dass Jermaine O'Neal in Frage kommt, sollte es Brendan Hawywood woanders hinziehen. Gleichzeitig wird der Dirkster mit seiner Einschätzung zitiert, wonach ein Center im heutigen Spiel nicht mehr besonders wichtig ist. Bewegliche Allrounder seien entscheidender. Konkrete Namen allerdings nennt er nicht. Was dafür spricht, dass die Besten von denen – also Wade, Bosh und LeBron – für die Mavericks unerreichbar sind. Nowitzki mag ja finden, dass Dallas eine attraktive Stadt ist. Aber das klingt aus dem Mund von jemandem, der außer Würzburg sonst noch nirgendwo anders gelebt hat, nicht besonders überzeugend. Immerhin darf man Chefmanager Donnie Nelson zutrauen, dass er im Hintergrund und leise zu antichambrieren versteht und ein paar Möglichkeiten entdeckt, die andere gar nicht sehen. Abwarten, also.
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5. Juli 2010
Der Klingelbeutel: Warnung vor dem Todesengel
Nicht alles, was ESPN anfasst, wird zu Gold. Die Disney-Tochter schließt einen Teil ihrer Restaurant-Kette namens ESPN Zone. Auch der Laden am Times Square in New York ist betroffen. Was sicher nicht bedeutet, dass die dort gedrehten Segmente von nun an in der Provinz in Bristol gedreht werden. ESPN The Magazine, das bislang in einem Gebäude unweit des Empire State Building untergebracht war, hingegen wandert ab. Vielleicht werden die ziemlich großzügigen Räumlichkeiten dort für die Fernseharbeit gebraucht.
• Man sollte nicht meinen, dass ein einziger Mann einen derart starken Einfluss auf den Ausgang eines WM-Spiels haben kann. Aber wenn einer bei vier Begegnungen auftaucht und die vier Mannschaften, die er unterstützt, aus dem Turnier fliegen, sieht das schon nach ziemlich schwarzer Magie aus. Der Falls des Todesengels Mick "You Can't Always Get What You Want" Jagger – dokumentiert in Bild (Teil 1) und Text (Teil 2).
• Wunder dauern etwas länger: Christiano Ronaldos Sohn ist Amerikaner. Wann der für Red-White-and-Blue antritt? Vielleicht 2030.
• Man sollte nicht meinen, dass ein einziger Mann einen derart starken Einfluss auf den Ausgang eines WM-Spiels haben kann. Aber wenn einer bei vier Begegnungen auftaucht und die vier Mannschaften, die er unterstützt, aus dem Turnier fliegen, sieht das schon nach ziemlich schwarzer Magie aus. Der Falls des Todesengels Mick "You Can't Always Get What You Want" Jagger – dokumentiert in Bild (Teil 1) und Text (Teil 2).
• Wunder dauern etwas länger: Christiano Ronaldos Sohn ist Amerikaner. Wann der für Red-White-and-Blue antritt? Vielleicht 2030.
Meine Fresse
Aus der Serie "Wenn die andern feiern" kommt heute das Video der von der Begeisterung über ein einziges Tor. Die Hauptdarsteller: zwei völlig übermannte spanische Kommentatoren, die sich über das 1:0 von Villa gegen Paraguay nicht mehr einkriegen können. Einer von denen ist der gute José Antonio Camacho Alfaro, der einst bei Real Madrid als Verteidiger spielte und nach dem Ende der Karriere als Trainer viele Jobs inne hatte. Zu den Stationen gehörten die spanische Nationalmannschaft und irgendwann auch wiederum Real Madrid. Camacho arbeitet in Südafrika als Fernsehkommentator für den spanischen Sender Telecinco. Und das ganz sicher ohne Gefahrenzulage.
4. Juli 2010
Frisch angezapft: Neue Ausgabe vom Soccer Index
Ich wollte eigentlich schon länger mal wieder nachschauen, was eigentlich dieser monatliche Power Index namens SPI von Nate Silver macht, von dem schon mal vor einiger Zeit die Rede war. Und tatsächlich, die frischen Zahlen sind da und wurden von den Resultaten der WM in Südafrika ganz ordentlich beeinflusst.
1. (1.) Brasilien
2. (6.) Deutschland
3. (2.) Spanien
4. (4.) Niederlande
5. (5.) Argentinien
6. (3.) England
7. (8.) Portugal
8. (9.) Uruguay
9. (7.) Chile
10. (12.) Russland
Natürlich bleiben da viele Fragen (nicht nur, wohin sind Italien und Frankreich abgerutscht?), sondern auch: Wie konnte Russland hochrücken, wo die doch gar nicht bei dieser WM vertreten sind und sich von ihrer Sahneseite zeigen können? Aber solche Sachen sollten alle mit dem Zahlenfex selber ausmachen, der sich nämlich nicht darum bemüht, allein eine Resultatsliste zusammenzutragen, sondern eine Staffelung, die die Chancen einer Mannschaft für die nächsten Spiele hochrechnet. Demnach hätten Jogis Jungs sowohl gegen Spanien als auch gegen die Niederlande leicht die Nase vorn. Da allerdings auf dem Platz mit ganzen Toren und nicht mit Zehntelpunkten gerechnet wird, sollte man die Indexwerte nicht zu sehr verinnerlichen. Brasilien hat den Topwert mit 88,0, Deutschland kommt auf 87,2. Spaniens Kennziffer liegt bei 87,1. Und die der Niederländer bei 86,5. Die ganze Liste.
1. (1.) Brasilien
2. (6.) Deutschland
3. (2.) Spanien
4. (4.) Niederlande
5. (5.) Argentinien
6. (3.) England
7. (8.) Portugal
8. (9.) Uruguay
9. (7.) Chile
10. (12.) Russland
Natürlich bleiben da viele Fragen (nicht nur, wohin sind Italien und Frankreich abgerutscht?), sondern auch: Wie konnte Russland hochrücken, wo die doch gar nicht bei dieser WM vertreten sind und sich von ihrer Sahneseite zeigen können? Aber solche Sachen sollten alle mit dem Zahlenfex selber ausmachen, der sich nämlich nicht darum bemüht, allein eine Resultatsliste zusammenzutragen, sondern eine Staffelung, die die Chancen einer Mannschaft für die nächsten Spiele hochrechnet. Demnach hätten Jogis Jungs sowohl gegen Spanien als auch gegen die Niederlande leicht die Nase vorn. Da allerdings auf dem Platz mit ganzen Toren und nicht mit Zehntelpunkten gerechnet wird, sollte man die Indexwerte nicht zu sehr verinnerlichen. Brasilien hat den Topwert mit 88,0, Deutschland kommt auf 87,2. Spaniens Kennziffer liegt bei 87,1. Und die der Niederländer bei 86,5. Die ganze Liste.
Ein Spiel, das mir nicht vertraut ist
Heute ein paar Anmerkungen über die Ereignisse im fernen Südafrika, wo eine deutsche Fußballnationalmannschaft einen Fußball spielt, dem man mit einer Anleihe aus dem amerikanischen Golf am nächsten kommt. Es ist der Satz, mit dem der legendäre Bobby Jones den jungen Jack Nicklaus beschrieb und den der alte Jack Nicklaus zitierte, als er über Tiger Woods sprach: ''He plays a game which I am not familiar with."Es wäre schön, wenn wir im deutschen Fußball auch solche Grandseigneure hätten, die mit derart einfachen Mitteln den Generationen- und Klassenunterschied beschreiben würden, der sich in einer Golfnation wie den USA etwa alle dreißig Jahre abspielt. Aber in der Fußballnation Deutschland wird das kollektive Gedächtnis im entscheidenden Moment von Männern wie Franz Beckenbauer usurpiert. Dessen One-Liner sind bestenfalls zum Kichern und inzwischen Stoff für Parodisten.
Dabei waren mal gerade dieser Franz Beckenbauer und die ziemlich junge deutsche Mannschaft bei der WM 1966 eine ähnliche Offenbarung wie Jogis Jungs von 2010. Qualifiziert hatte man sich nur knapp (in Beckenbauers allererstem Länderspiel). Aber beim Turnier in England nahm diese auch taktisch modernisierte Mannschaft (im 4-3-3) Fahrt auf. Heute reden alle nur noch vom Wembley-Tor. Man wünschte sich, die Leute würden mehr von Beckenbauers Toren und von Helmut Hallers Blick fürs Spiel und seine Nebenleute reden. Und davon, dass diese Mannschaft einer Once-in-a-Lifetime-Gruppe von erlesenen englischen Spielern mehr als ebenbürtig war. Wolfgang Overath war damals 22, genauso wie Horst-Dieter Höttges. Sigi Held war 23 und hatte erst im Frühjahr 1966 zum ersten Mal eine Berufung erhalten. Wolfgang Weber war ebenfalls erst 23. Es war der Ausgangspunkt für jene kleine Fußball-Sinfonie, die mit dem Europameistertitel 1972 und dem WM-Titel 1974 ihre ganz beachtlichen Schlussakkorde produzierte.
Zurück zur Gegenwart (aber mit einem kleinen Schlenker). Der Sieg gegen Argentinien zeigte einen ähnlichen Quantensprung im deutschen Fußball an wie der Auftritt jener Mannschaft Mitte in den sechziger Jahren. Diese neue Generation von Spielern und die verantwortlichen Leute im Hintergrund haben das Zeug, sich nicht nur den Titel zu holen, sondern das auch noch mit Glanz zu tun (anders als diese grauenvoll anzusehenden Zweckmäßigkeits-Kicker der Jahre 1982, 1986, 1990 (und auch 2002). Zu den Weltmeistern von 1990 fällt mir immer nur diese eine Anekdote aus Hawaii ein, wo ich ein paar Jahre danach zufällig mit Pierre Littbarski im selben Hotel wohnte und im Interview den Faux-Pas produzierte und ihm sagte, er habe ja leider noch nie einen WM-Titel gewonnen. Natürlich hat er protestiert. Und ich war der Blamierte. Ich traute mich nicht, ihm zu sagen, weshalb mir das passiert war: Diese Mannschaft von 1990 hatte einfach nichts geleistet, was einem im Gedächtnis hängen geblieben war.
Wenn übrigens jemand schon nach diesen zwei Erfolgen gegen England und Argentinien davon spricht, es handle sich um die beste deutsche WM-Mannschaft aller Zeiten, der sollte bitte mal ins Archiv gehen und nach den Filmen von 1954 fahnden. Das Team besiegte damals im Halbfinale in Lausanne die favorisierten Österreicher mit 6:1 und produzierte im Endspiel in Bern gegen Ungarn eine phänomenale Leistung. Sollten Jogis Jungs allerdings ebenfalls Weltmeister werden, kann man die Vergangenheit auch ruhen lassen. Dann gehören sie sicher auf Platz eins in der ewigen Bestenliste.
Was in den vielen Betrachtungen über die Spiele und die Leistungen des Teams untergeht: Die FIFA-Statistiken zeigen an, dass keine Mannschaft schneller läuft. Das wäre abgesehen von der exzellenten Ballbeherrschung sicher einer der Gründe, weshalb man Gegner mit schwacher Antizipation schlecht aussehen lässt. Auffällig allerdings auch: Im Spiel gegen Ghana auf knapp 2000 Metern Höhe in Johannesburg wirkten alle müde. Auf Meereshöhe in Kapstadt und Durban scheinen sich hingegen die roten Blutkörperchen richtig gut auszutoben. Das Quartier liegt auf rund 1300 Metern. Da holt man sich die Reserven.
Übrigens haben andere Mannschaften diese Ausgangslage sicher auch im Blick gehabt. Argentinien hatte sein Quartier ebenfalls auf 1300 Meter Höhe. Und auch Spanien residiert in dieser Zone. In der Vorbereitung gingen die Mannschaften unterschiedlich mit der Herausforderung um. Eines der Probleme eines ständigen Pendelns zwischen oben und unten, sagt Dr. Andreas Rosenhagen, angeblich laut Die Welt ein Experte für Höhentraining im Profisport (was sich über Google irgendwie nicht abstützen lässt): "Wer aus der Höhe ins Tal kommt, kann die Leistungsfähigkeit nach ein bis zwei Tagen abrupt abfallen." (sic!)
Von der Höhe, auf der Thomas Müller gerade spielt, scheint er nichts gewusst zu haben.
P.S.: Die WM hat eine neue Generation von Fußballbegleitberichterstattung etabliert, die sich schon seit einer Weile anbahnte und ankündigte. Die neue Qualität: Es geht nicht mehr ohne das Rundum-Programm von allesaussersport, die Hintergrundinformationen von Jens Weinreich und die Einschätzungen von Spiel und Mannschaft aus der Feder von Oliver Fritsch auf Zeit Online.
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3. Juli 2010
Big D bleibt in Big D
ESPN meldet soeben, dass Dirk Nowitzki in Dallas bleiben wird. Der Unterschied zum alten Vertrag: Eine No-Trade-Klausel, die außer ihm nur ein Mann in der Liga hat – Kobe Bryant. Wenn man sonst nichts braucht im Leben.
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2. Juli 2010
Dirks Taktik: Hinhalten
Dirk Nowitzki spielt seit Tagen ein Spiel, das er noch nie gespielt hat: showboating. Während ihm sein Club die Karten komplett auf den Tisch gelegt und das tarifvertragliche Maximalgehalt für ein Vier-Jahres-Vertrag über 96 Millionen Dollar geboten hat, entschied er sich erneut dafür, dem Club-Manager Donnie Nelson nicht in die Augen zu schauen. Ursprünglich hatte er die Rückkehr aus Würzburg nach Dallas zum Verhandlungsgespräch für Donnerstag angekündigt. Nach dem Zwischenstopp in New York gab er Freitag als neuen Termin durch. Auch der wurde inzwischen verschoben. Nun soll es am Samstag klappen. Hat Dirk Nowitzki womöglich Wind von einer Rochade, die ihn zu den Miami Heat bringen könnte, die heute in Cleveland offiziell um LeBrons Hand angehalten haben (während Dwayne Wade nach einem Abstecher in Chicago bei den New York Knicks vorbeigeschaut hat).
Die Entwicklung wird übrigens von amerikanischen Sportsendern auf intensivste Art gecovert. Geredet wird viel. Nichts Genaues weiß keiner.
Die Entwicklung wird übrigens von amerikanischen Sportsendern auf intensivste Art gecovert. Geredet wird viel. Nichts Genaues weiß keiner.
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Patentrezept fängt mit Pate an
Die Nachrichten aus Australien über den Versuch, mit sehr viel Geld und sehr viel öligen Fingern den Zuschlag für die WM 2022 zu bekommen, bewegen sich langsam um den Globus in die richtige Richtung. Den besten Eindruck von den beteiligten Personen bekommt, wer sich bei Jens Weinreich einliest. Aber auch diese Geschichte im Guardian ist nützlich. Weniger wegen der Informationen als vielmehr als Signal. Nun warten wir auf die Amerikaner und die Arbeit von deren investigativen Sportjournalisten, die sich zuletzt zumeist auf Doping-Themen konzentriert haben. Die New York Times, die New York Daily News und ESPN haben inzwischen allesamt Reporter unter Vertrag, deren Ehre darin besteht, die vielen Facetten des Sportbetrugs aufzudecken. Der Grund für deren Interesse an dem Stoff ist bekannt. Die Amerikaner sind die aussichtsreichsten Konkurrenten der Australier für 2022 und haben eine stattliche Zahl an Promis aufgeboten, um sich in Szene zu setzen. Das Hauptargument: Riesige Stadien, die allesamt ausverkauft sein werden, und eine gute Organisation. Weitere Informationen zu den Bemühungen der Amerikaner gibt es in einem Text, den ich vor der WM für ein Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung geschrieben habe.
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1. Juli 2010
Dirk auf dem Weg nach Dallas
Während LeBron James in Cleveland Hof hält und am ersten Tag der mit dem 1. Juli angebrochenen Verhandlungsphase die Vertreter der New Jersey Nets und der New York Knicks empfing, wurde Dirk Nowitzki in New York gesichtet. Die NBA-Stars scheinen auf eine kuriose Weise mit uns und unseren Erwartungen Karussell zu fahren. Für James geht es morgen weiter. Die Delegationen der Los Angeles Clippers und Miami Heat sind als Nächstes an der Reihe.
Währenddessen sitzt Donnie Nelson in Dallas auf heißen Kohlen. Denn außer einem Sack Geld kann er seinem besten Spieler nicht viel bieten. Der scheint sich gut mit Jason Kidd zu verstehen und hat wohl seinen Point Guard zuhause aufgesucht. Worüber werden die beiden alt gewordenen Herren reden? Darüber, wie man aus den Mavericks eine richtig starke Mannschaft machen kann? Oder wie man mit einem Empfangskomitee von tausend Fans am Flughafen umgeht, das sich gar nicht vorstellen kann, dass Dirk Nowitzki bei einem anderen Club anheuert. Oder vielleicht doch, weshalb man dem Basketballspieler schon mal den größtmöglichen Respekt zollt.
Die amerikanischen Medien spekulieren bei Nowitzki immer auf eine schön-altmodische Weise. Sie glauben, dass er auf Kidd hört und dass er sich von Donnie Nelson das Ohr abquatschen lässt. Niemand käme auch nur auf die Idee, sich auf die Fersen von Holger Geschwindner zu machen und den zu fragen. Dabei wird der schon lange wissen, wo sein Schützling das Ende seiner Karriere ausklingen lassen soll. Er hat ihm schließlich jahrelang all das beigebracht, mit dem Nowitzki zu einem der besten fünf oder sechs aktuellen NBA-Profis wurde.
Und Geschwindner ist nie ganz weit weg. Am Mittwoch rief er aus Deutschland Donnie Nelson an, der auf dem Weg nach Deutschland und bereits am Ticketschalter am Flughafen war, um Nowitzki in Würzburg aufzusuchen. Er sagte dem Mavericks-Manager, dass die beiden bereits auf dem Weg nach Dallas seien. Er könne sich den Trip sparen. Man sehe sich am Donnerstag.
Donnerstag war heute. Die beiden landeten in New York und verschoben die Weiterreise um einen Tag. Nun also soll, wie man hört, das Meeting am Freitag stattfinden.
Am Donnerstag haben übrigens einige Leute Nägel mit Köpfen gemacht: Phil Jackson hängt noch ein Jahr als Trainer bei den Los Angeles Lakers dran. Und Byron Scott wird der neue Coach der Cleveland Cavaliers. Scott war der Hauptfaktor für die guten Jahre der New Jersey Nets und den Aufschwung der New Orleans Hornets. Er übernahm den Posten im Wissen, dass LeBron James womöglich woanders unterschreibt. Anders als Tom Izzo, der den Sprung vom lockeren Job als College-Trainer in Michigan State nicht ohne eine Zusicherung von James aufgeben wollte, griff der zuletzt arbeitslose Scott beherzt zu. Warum auch nicht? Er ist ein NBA-Lifer.
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Non olet?
Das geben wir mal einfach so weiter, denn offiziell wurde noch gar nichts verlautbart: 750 Millionen Dollar soll Tiger Woods im Rahmen seiner Scheidung von Elin Nordegren abhusten, damit die Mutter seiner beiden Kinder auf immer und ewig den Mund hält. Eine solche Summe klingt exorbitant, vor allem angesichts eines Ehevertrags, der etwas ganz anderes festgelegt hatte und wird vielleicht in kommenden Meldungen noch nach unten korrigiert. Aber das sollte die Betroffene nicht schmerzen. Sie hat ausgesorgt. Mit dem Geld könnte man ganze Entwicklungsländer entschulden.
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