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1. Juli 2010

Non olet?

California v Stanford
Das geben wir mal einfach so weiter, denn offiziell wurde noch gar nichts verlautbart: 750 Millionen Dollar soll Tiger Woods im Rahmen seiner Scheidung von Elin Nordegren abhusten, damit die Mutter seiner beiden Kinder auf immer und ewig den Mund hält. Eine solche Summe klingt exorbitant, vor allem angesichts eines Ehevertrags, der etwas ganz anderes festgelegt hatte und wird vielleicht in kommenden Meldungen noch nach unten korrigiert. Aber das sollte die Betroffene nicht schmerzen. Sie hat ausgesorgt. Mit dem Geld könnte man ganze Entwicklungsländer entschulden.

2. Oktober 2009

Evert und Norman: Sie tanzten nur zwei Sommer

Greg Norman hatte letzten Sommer zwei ziemlich große Auftritte. Die teure Hochzeit auf den Bahamas mit Chris Evert, der einstigen Grande Dame des amerikanischen Tennis, war der erste. Sein glorreiches Spiel bei den British Open, bei denen er drei Tage lang ganz überraschend an der Spitze lag, war der zweite. Evert war damals nie weit von ihm entfernt und schien ihn anzuhimmeln, wie das sonst nur Teenager tun. Das alles muss dem einstmals besten Golfer der Welt sehr gut getan haben. Vor allem nach der schwierigen und teuren Scheidung von seiner ersten Frau, die ihm 100 Millionen Dollar kostete. Ein Jahr später, und die Nachrichten aus der Norman-Evert-Welt klingen so, als wäre die Ehe der beiden ein Missverständnis gewesen. Heute wurde offiziell bekannt gegeben, dass sie sich voneinander trennen. Von Scheidung will noch keiner reden, vermutlich weil die Anwälte noch keinen Kassensturz gemacht haben. Anders als bei der letzten Eheauflösung dürfte die Sache für Norman nicht ganz so teuer werden. Auch in Amerika wird normalerweise nur der Zugewinn geteilt. Der ist nach so kurzer Zeit nicht besonders hoch. Und Chris Evert verdient seit Jahren ihr eigenes Geld mit einer Tennis-Akademie und anderen Verpflichtungen. Wenn sie am Ende zwei Millionen Dollar bekommt, wäre das schon viel.

Warum Greg Norman mit der Nachricht nicht warten konnte, bis der Presidents Cup stattgefunden hat? Wer weiß? Vielleicht wird ihm jemand bei dem Turnier kommende Woche auf dem Harding Park Golf Course in San Francisco zwischen dem Team USA und den sogenannten Internationals (Spieler von den Kontinenten Südamerika, Afrika, Asien und Ozeanien) eine entsprechende Frage stellen. Vielleicht werden die Golfreporter sie lieber rücksichtsvoll drumherumschleichen, um dem weißen Shark nicht die Laune zu verderben.

Die Aufstellungen:
USA - Tiger Woods, Phil Mickelson, Steve Stricker, Kenny Perry, Zach Johnson, Stewart Cink, Sean O'Hair, Jim Furyk, Anthony Kim, Justin Leonard, Lucas Glover, Hunter Mahan, Captain: Fred Couples

INTERNATIONALS – Geoff Ogilvy (Australien), Vijay Singh (Fidschi), Camilo Villegas (Kolumbien), Retief Goosen (Südafrika), Ernie Els (Südafrika), Angel Cabrera (Argentinien), Mike Weir (Kanada), Robert Allenby (Australien), Y. E. Yang (Südkorea), Tim Clark (Südafrika), Ryo Ishikawa (Japan), Adam Scott (Australien). Captain: Greg Norman.

Blick zurück: Eine Betrachtung der Golfkarriere von Greg Norman und ein Interview

26. März 2009

Schwägerinnen sind gefährlich

In diesem Land sagt man oft: You win some, you lose some. Den Spruch kennt auch Martin Brodeur, der Eishockeytorwart, über den wir vor ein paar Tagen berichtet haben. Er besagt nichts anderes als: Man kann nicht alles haben. In seinem Fall heißt das: Man kann nicht eine Frau haben und zur gleichen Zeit mit deren Schwester ein Verhältnis. Oder zumindest nicht, wenn die Frau etwas dagegegen hat und die Scheidung einreicht. Die Rechnung hat Brodeur jetzt bekommen. Sie lautet auf: 500.000 Dollar Unterhalt jedes Jahr bis 2020 für die Ex. Dazu 132.000 Dollar Unterhalt pro Jahr für das gemeinsame Kind, plus 9 Millionen Dollar an Werten aus dem Zugewinntopf. Der Goalie hätte gerne weniger geblutet. Nun muss er vielleicht doch noch etwas länger zwischen den Pfosten stehen als geplant. Was jene Statistik, in der er den ersten Platz übernommen hat, hinterher auf ewig sein machen wird.

Ansonsten: Nun muss aber bald mit den Beiträgen über NHL-Goalies Schluss sein. Sie sind zwar sicher die interessanteren Persönlichkeiten in diesem wilden Spiel. Aber es gibt ja auch noch andere. Die Playoffs fangen in ein paar Tagen an. Leider ohne Marco Sturm, der einst nach Boston getradet wurde und eine hundsmiserable Leistungsebene vorfand. Inzwischen ist das Team die Nummer eins im Osten. Aber er wurde neulich so schwer verletzt, dass er den Rest der Saison ausfällt. Allerdings: Sollten die Bruins den Pott holen, ist das auch sein Verdienst. Und so wäre es nur gerecht, wenn der Stanley Cup Bayern Station macht (getreu der Tradition, dass jeder Spieler ihn für kurze Zeit mit nach Hause nehmen darf).

21. Oktober 2008

Wenn man Nachbarn hat, die jeder kennt

Jedes Mal, wenn in Deutschland das Feuerwerk der Berichterstattung über amerikanische Promis explodiert, ziehe ich – im Geiste – die Baseball-Kappe tiefer ins Gesicht. So wie neulich bei den Nachrichten über Madonna und ihrer Scheidung von Guy Ritchie. Vielleicht liegt es daran, dass man in New York eine ganz andere Beziehung zu diesem Paparazzi-Phänomen entwickelt. Nicht nur leben hier mehr berühmte Leute als anderswo. Man sieht sie auch gelegentlich. Das sind die Momente, in denen jeder echte New Yorker sein wahres Gesicht gezeigt: Er ignoriert die Figuren aus der Welt der Klatsch-Postillen und halbseidenen Entertainment-Magazine im Vorabendprogramm des Fernsehens. Das ist gewiss die gesündere Einstellung als das ständige Lugen in die bunten Wochenblätter, die in den USA vor fast jeder Kasse im Supermarkt hängen und in unmissverständlichen Schlagzeilen auf eine voyeuristische Weise ohnehin nur eine sehr schlichte Botschaft wiederkäuen: Promis sind auch nur Menschen wie du und ich. Ja, wer hätte das gedacht?

Madonna wohnt zwei Straßen weiter am Central Park. Gesehen habe ich sie noch nie. Was viele Gründe haben kann, unter anderem, dass ich nicht vor ihrer Haustür herumhänge und warte, dass sie herauskommt. Dafür sind mir im Laufe der Jahre andere Figuren über den Weg gelaufen: Demi Moore, der man nachsagte, sie sei eng mit Madonna befreundet. Woody Allen, als er noch regelmäßig seine einstige Lebensgefährtin Mia Farrow besuchte, deren Wohnung ebenfalls in der Nähe liegt. Abgesehen von den Filmleuten, die man manchmal wie Jim Jarmusch sogar in der U-Bahn erspähen kann, sieht man Fernsehleute, die in den USA jeder kennt. Der ehemalige Clinton-Berater George Stephanopoulos, der jeden Sonntag eine Politik-Sendung moderiert, wanderte neulich durch unsere Straße und fummelte an seinem Blackberry herum. Lesley Stahl von 60 Minutes bediente sich am Bankautomaten um die Ecke. John McEnroe mit Kindern im Fitness-Center ein paar Häuser weiter. Und dann und wann hält einem einer von CNN ein Mikrofon ins Gesicht, und man erklärt ihnen, "Nein", man habe ihnen nichts zu sagen. CNN und ABC haben ihre Studios in unserer Gegend, die wir die Upper Westside nennen, was ein ziemlich langweiliger Name für ein Viertel ist, in dem sich die Metropolitan Opera befindet und das Museum of Natural History und jenes Stück vom Broadway, an dem sich drei hervorragende Feinkostläden um uns bemühen (in einem faszinierenden Konkurrenzkampf, in deren Rahmen alle drei immer größer und immer besser geworden sind). Nicht wegen Madonna, sondern wegen Leuten wie uns.

Seit gestern geht das Gerücht, dass auch Madonna-Freund Alex Rodriguez in die Nachbarschaft ziehen wird. Eine Geschichte, an der nur eines bemerkenswert ist: dass sie von einer Zeitung in London groß recherchiert und ausgewalzt wurde. Was könnte die Leser in London ernsthaft an der Geographie von Manhattan interessieren? Ich komme fast jeden Tag an dem Apartmentgebäude vorbei. Ich weiß noch, wie der alte Kasten aussah, der an der gleichen Stelle stand und vor ein paar Jahren abgerissen wurde. Und wie der World Gym im zweiten Stock, in dem sich damals der Verleger Si Newhouse von Conde Nast (New Yorker, Vanity Fair, Vogue) auf dem Laufband abrackerte. Seit heute weiß ich, dass auch noch Sting in dem Hochhaus lebt. Nur warum mich diese Information interessieren sollte, weiß ich leider nicht.

10. Oktober 2008

Eine Major-League-Scheidung

Als vor ein paar Monaten in Südkalifornien die Nachricht die Runde machte, dass Rebecca Moores, die Ehefrau des Besitzers der San Diego Padres die Scheidung eingereicht hatte, haben viele vermutet, dass die Trennung nicht ohne Auswirkungen auf den Baseballclub bleiben wird. Die beiden waren 44 Jahre verheiratet und hatten keine Gütertrennung. Nun berichtet ein Fernsehsender: John Moores, der sein Geld im Immobilienmarkt in der aufgehübschten Innenstadt von San Diego verdient hat, wird 49 Prozent der Padres verkaufen. Das Team nannte das Gerücht allerdings "hochspekulativ". Von welchen Größenordnungen reden wir? Moores war 1994 eingestiegen und hatte 80 Millionen Dollar ausgegeben. Inzwischen liegt der Marktwert des Clubs nach Schätzungen des Wirtschaftsmagazins Forbes bei knapp unter 400 Millionen Dollar. Ebenfalls zum Verkauf steht die Villa am 18. Loch von Pebble Beach, einem der berühmtesten Golfplätze Amerikas mit Blick auf den Pazifik. Moores verbringt seine Zeit, seitdem die Scheidung läuft, hauptsächlich in Texas, wo sich die beiden einst in der Schule kennengelernt hatten.

Wo es nur um materielle Fragen geht, wird sich die Scheidung vermutlich noch ziemlich leicht abspulen lassen. Es gibt aber bei den Moores noch kuriose andere Verhältnisse zu klären. So hatte das Ehepaar vor ein paar Jahren der örtlichen Universität 21 Millionen Dollar für den Bau eines Krebszentrums gestiftet und wurde dafür nach guter amerikanischer Manier belohnt: Die Institution heißt seitdem Rebecca & John Moores UCSD Cancer Center. An der Universität in Houston gibt es ein ähnliches Problem. Dort haben sich die beiden Anfang der neunziger Jahre durch eine Spende an der Fassade der Rebecca and John J. Moores School of Music verewigt. Wie man mit diesem Namensproblem nach der Scheidung umgeht, haben die lokalen Medien noch nicht recherchiert.

14. Juli 2008

Der Klingelbeutel: Wir nennen sie eine Gal-ionsfigur

Der ehemalige Baunternehmer Dieter Esch, der in seiner weit zurückliegenden Vergangenheit mal wegen Betrugs in Tateinheit mit Konkursverschleppung im Gefängnis saß, probiert seit Jahren die New Yorker Model-Agentur Wilhemina in die erste Reihe zu bugsieren. Das ist mit den klassischen Gesichtern für das Mode- und Kosmetikgeschäft nie gelungen. Eine neue Initiative läuft nun über die Sportschiene. Nachdem man den berühmten und geschäftlich unerhört kregelen Golf-Trainer Deavid Leadbetter (Michelle Wie, Trevor Immelman und andere) von IMG loseisen konnte, angelte man sich ein paar weniger bekannte Gesichter auf der LPGA-Tour und nannte die Gruppe die Wilhelmina 7. "Wir haben diese Initiative entwickelt, um ein Loch im Markt für schöne und sportlich talentierte Golferinnen zu füllen", erklärte Esch in der offiziellen Presseerklärung. Zu den Auserwählten gehört auch die deutsche Spielerin Sandra Gal, die von Esch für die erste Kampagne in einen Bikini gesteckt wurde. Die anderen Bilder von ihr und restlichen sechsen gibt es hier.
• Die Meldung, dass Präsidentschaftskandidat Barack Obama seine Wahlkampfkampagne auf den Sprint Cup ausdehnt, kam zu früh. Ein Sprecher dementierte die Geschichte in Sports Illustrated, die wir allzu eilig zitiert hatten.
• Es dauert immer eine Weile, bis die Persönlichkeitsmerkmale von erfolgreichen Sportlern durchschimmern. Die der 41jährigen Schwimmerin Dara Torres hat ihr Ex-Ehemann angedeutet und dabei eine hübsche Sottise verraten. Zwischen den beiden ist sozusagen viel Chlor im Wasser. Warum? Der Mann, dem die Scheidung zuzuschreiben ist und der Vater ihrer zweijährigen Tochter, war der Arzt, der Torres und ihrem Gatten vergeblich dabei geholfen hatte, schwanger zu werden. Nachtrag: Zu der Frage, was die Schwimmerin genommen haben könnte, um sich auf Olympianiveau zu trimmen, gibt es in diesem älteren Post einen hochinteressanten Kommentar von Laborant, der Argumente nennt, die für Wachstumshormone sprechen.

11. Juli 2008

Ehe, ehe ich das Ende sehe

Auf den ersten Blick muss man dem Blogger von The Big Lead rechtgeben. Wohlhabende Athleten machen einen Fehler, wenn sie heiraten. Vor allem, wenn sie die Erfahrung anderer Leute außer acht lassen. Von wegen, "bis dass der Tod euch scheidet". Erstaunlich oft erledigt diese schmutzige Arbeit ein Richter. Und der teilt bei der Gelegenheit meistens den Zugewinn sehr brüderlich. Hier nun die Fortsetzung der Greg-Norman-Saga, der neulich auf den Bahamas die Tennis-Diva Chris Evert ehelichte, aber vorher mal eben 100 Millionen Dollar seines Vermögens abtreten musste. Das tat er nicht freiwillig. Weshalb noch immer ein paar Petitessen anhängig sind.

Was der besagte Blogger aber nicht weiter erörtert, sollte zumindest an dieser Stelle erwähnt werden. In zahlreichen Bundesstaaten in den USA kennt man das Rechtsgut der Common Law Marriage. Das bedeutet, dass dort vor dem Gesetz auch solche Beziehungen vermögenstechnisch wie Ehen betrachtet werden, die von keinem staatlich approbierten Friedensrichter beglaubigt wurden. Voraussetzung für die Aufteilung des Zugewinns ist in solchen Fällen einzig der Nachweis dafür, dass man zusammengelebt hat. Mit anderen Worten: Selbst das ungeregelte Konkubinat kann einen Mann mit Geld unter Umständen hinterher noch sehr viel kosten. Es gibt Alternativen – Zölibat, Prostituierte, Telefonsex – aber die werden für die meisten nicht in Frage kommen. Die meisten hoffen schließlich, irgendwann den Verlust so locker zu verkraften wie Michael Jordan. Dass es ihnen so ergehen könnte wie Evander Holyfield, ahnt niemand.

8. Juli 2008

Aus dem Wald zurück

Es ist noch nicht ganz klar, wo Alex Rodriguez überall in den Wald hinein gerufen hat. Aber dem Echo nach zu urteilen, dass wir derzeit vernehmen, muss es oft und viel gewesen sein. Der beste Baseballspieler diesseits des Mississippi klettert zwar weiterhin in der ewigen Home-Run-Statistik zielstrebig in Richtung Spitze und zog letzte Woche mit Mickey Mantle gleich, einem der ganz Großen des Spiels. Aber der Erfolg bleibt nicht ohne Folgen. Nicht ausgeschlossen, dass das Gedröhne sogar seine Leistungen beeinflusst. Aber der Reihe nach: Als erstes kam die Klatschgeschichte, wonach er ein Verhältnis zu niemand anderem als der Sängerin Madonna haben soll, was die Dame (verheiratet, Mutter von zwei Kindern) ein paar Tage später dementierte. Dann kam die Nachricht von der von seiner Frau Cynthia eingereichten Scheidung, zu der die Öffentlichkeit mittlerweile sogar Akteneinsicht nehmen kann. Und heute legte noch eine Stripperin aus Boston nach, die ihn einst nach und vor Red-Sox-Spielen nächtelang beim Entspannen half und das Gefühl hat, sie habe ihrer Mannschaft damals, im Jahr 2004, einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Denn die Red Sox gewannen das American League Championat gegen Rodriguez und die Yankees erst nach einem furiosen Comeback.

Für A-Rod wird das größte Problem darin bestehen, sein Vermögen zusammenzuhalten. Die angedichteten und die tatsächlichen Verhältnisse werden eher seinen Ruhm mehren. Trophäen kommen schließlich in unterschiedlichen Ausführungen daher.
Blick zurück: Michael Jordan und das Thema "teure Scheidung"
Blick zurück: A-Rod, der unbeliebte Star

23. Januar 2008

Ein teures Leben unter der Lupe

Zurücklehnen, genießen und schweigen: Mehr muss man gar nicht tun, wenn man liest, wie ein reicher Sportler lebt und sein vieles Geld ausgibt. Zumal solche Informationen immer nur bei Scheidungsprozessen heraussickern. Und auch nur dann, wenn die Paare keinen Weg finden, die Ehe so gütlich zu beenden, dass eine Seite nicht anfängt, mit Hilfe der Öffentlichkeit über Bande zu spielen. Aber das scheint Shaquille O'Neal entweder egal zu sein, oder er war zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt - mit dem Trainieren von Freiwürfen zum Beispiel. Nachdem wir die Geschichte mit seinem Haus schon vor einer Weile herausposaunt haben (es wird übrigens doch nicht von Yankees-Baseballprofi Alex Rodriguez gekauft, wie wir zwischendurch annehmen durften), folgt nun der schnöde Rest. Die Sache mit den 22.000 Dollar im Monat für Hauspersonal (plus Gärtner und Handwerker). Dass er 17.000 Dollar im Monat für Kleidung und über 100.000 Dollar im Monat für Reisen auszugeben pflegt, in denen die 25.000 Dollar für Sprit noch nicht enthalten sind. Die Zahlen dürften auch deshalb so hoch wirken, weil O'Neal belegen will, dass sein Leben so teuer ist, so dass er seine Ex-Frau nicht halb so viel zahlen kann, wie sie haben möchte. Schließlich bekommt schon eine andere Frau 10.000 Dollar Alimente im Monat (man kann die Liste als pdf-Datei herunterladen. Der Link dazu findet sich bei Fanhouse)

23. November 2007

Wenn ein paar hundert Millionen den Blick aufs Wesentliche versperren

Manchmal scheint es, als als seien in den USA immer nur schwarze Sportler in die Schwierigkeiten des Lebens verwickelt: in Mord, sexuelle Nötigung, Tierquälerei, Meineid, Scheckbetrug, Doping, Scheidungsfälle. Das scheint nur so. Wahrscheinlich haben die weißen Sportler einfach nur die besseren PR-Berater. Es sei denn, sie heißen Greg Norman und sind extrem sauer. Norman war einst der beste Golfer der Welt und vor Tiger Woods auch der größte Absahner. Sein Vermögen belief sich irgendwann nach Schätzung der New York Post auf 500 Millionen Dollar. Der Australier (Spitzname: White Shark), war einer der ersten, der den Marktwert eines eingeführten Sportlernamens weltweit in außerordentlich profitable Projekte umsetzte: die Golfbekleidungslinie, der Golfplatzbau und zuletzt auch noch das Weingeschäft. Dabei muss ihm irgendwann die Eingebung gekommen sein, dass das alles mit einer anderen Frau an seiner Seite viel hübscher laufen würde. Und so wurde aus der außerehelichen Geschichte mit der einstigen Weltklassetennisspielerin Chris Evert ein riesiger Störfall. Frau Norman sah sich genötigt, im Rahmen der Scheidung soviel an finanzieller Entschädigung zu erbitten, bis ihr fast die Hälfte überschrieben wurde. Das Societyspiel in Südflorida muss ergötzlich gewesen sein. Denn die Anwälte von Laura (Mädchenname: Andrassy) hatten keine Bange, Chris Evert in den Zeugenstand zu bitten, um die schmutzige Wäsche etwas genauer zu inspizieren. Nachdem die Scheidung offiziell im September bereits verkündet wurde, laufen jetzt noch ein paar Scharmützel.

Wenn nicht alles täuscht, stellt die Norman-Scheidung die bisherigen Rekordwerte (Neil Diamond und Michael Jordan) für Promi-Zwist in den Schatten.
Blick zurück: Sergio Garcia als Schwiegersohn

12. November 2007

Übern Jordan

Wenn man einen riesigen Kuchen zu verteilen hat, dauert allein das Wetzen der Messer schon ziemlich lange, ehe es dann tatsächlich ans Schneiden geht. Die Scheidungssache Michael und Juanita Jordan ist die Mega-Torte schlechthin. Das zumindest glaubt man in England, wo die Times eine Schnittmenge von 168 Millionen Dollar ermittelt hat (Schnittmenge in einem übertragenen Sinn). Denn soviel wird auf jener Seite übrig bleiben, die die Gattin nach 20 Jahren Beziehung und Ehe erhält. Dazu das Sorgerecht für die drei gemeinsamen Kinder. Dass Jordan das Arrangement verschmerzen kann, darf man annehmen. Dass es ihm persönlich weh tut, allerdings auch. Der Mann ist berühmt dafür, es zu hassen, wenn er verliert. Dies ist sogar ein neuer Rekord. Die bislang teuerste Promi-Scheidung ging auf die Kappe von Neil Diamond (via Deuce of Davenport).

Jordans ältester Sohn Jeffrey geriet am Wochenende in die Schlagzeilen, nachdem er seinen ersten Einsatz bei einem College-Team hatte. Es ist zu wünschen dass der Junge demnächst nicht mehr länger von den US-Medien behelligt wird. Seiner Basketballqualitäten wegen. Die scheinen nicht halb so gut wie die seines Vaters. Mutter Juanita war im Publikum, hatte aber nichts zu sagen.
Blick zurück: Wir sprachen schon mal von "mehr als 150 Millionen Dollar"

24. April 2007

Frau Jordan kann mit "mehr als 150 Millionen Dollar" rechnen

Was haben Neil Diamond, Steven Spielberg und Michael Jordan miteinander zu tun? Sie führen die Liste der teuersten Scheidungen in der amerikanischen Entertainment-Industrie an. Disclaimer 1: Die Tabelle hat das Wirtschaftsmagazin Forbes schon vor einer Weile zusammengetragen. Vor einer Woche hat die Agentur Associated Press das Thema aufgegriffen und ein paar Tage später wurde es vom Blog True Hoop angepackt, wo wir es gefunden haben. Disclaimer 2: Michael Jordans Scheidung ist noch nicht offiziell. Das Ehepaar trennte sich im Januar. Aber angesichts des enormen Vermögens des Basketballers (inklusive der Riesenvilla außerhalb von Chicago, siehe Foto) geht man bei Forbes davon aus, dass er sich von "mehr als 150 Millionen Dollar" verabschieden wird, um Juanita und ihre Anwälte zufrieden zu stellen. Der Sänger und Songwriter Neil Diamond hält bisher den Rekord mit geschätzten 150 Millionen Dollar. Hollywood-Regisseur Spielbergs Scheidung von Amy Irving kostete gefühlte 100 Millionen Dollar.
Blick zurück: Kein Geld für die Geliebte. Sie bloggt auf Jordan komm raus
Blick zurück: Ein Gegen-Blog legt die ganze Geschichte über die Geliebte bloß

16. Februar 2007

NBA-Profi Jason Kidd mal ganz privat: So nackt und bloß, wie ihn nur seine Frau kennt

Und hier eine Klatschgeschichte, die das Zeug hat, das Tim-Hardaway-"Ich hasse-Schwule"-Theater am Rand des All-Star-Wochenendes in Las Vegas auf ein anderes Thema umzupolen. Aber es verlangt nach einem harten Stück Arbeit, ehe man überhaupt irgendwie durchblickt. Es geht um das Privatleben der Eheleute Joumana und Jason Kidd. Er: ein begnadeter Spielmacher, der es in seiner Karriere nur bis ins Finale geschafft hat, aber nie den Titel gewinnen konnte. Sie: Hausfrau und Mutter von drei gemeinsamen Kindern und mit Ambitionen als TV-Reporterin. Vorgeschichte: Im Jahr 2001 wird er in Arizona verhaftet, weil sie die Polizei eingeschaltet hat. Er habe sie geschlagen, sagt sie. Der Hauptakt, Teil 1: Er reicht vor ein paar Wochen die Scheidung ein und führt unter anderem in der Begründung für den Trennungswunsch an, dass sie ihn geschlagen habe. Hinweis: Die Frau ist mehr als einen kleinen Kopf kleiner. Hauptakt, Teil 2: Sie gibt gestern die Gegenklage beim Gericht ab, in der solche Dinge angesprochen werden wie: "jahrelanger körperlicher Missbrauch", außereheliche Beziehungen seinerseits mit "einigen verschiedenen Fernsehreportern" und Stripperinnen in Arizona, Sacramento, Miami, Dallas und Indiana, einer Frau, die bei den New Jersey Nets eine Jahreskarte hat, einer Frau, die bei den Nets angestellt ist und einem Cheerleader in New Orleans. Nicht genug: Ihr Gatte sei masochistischer Trinker und exzessiver Zocker, der sich zwischendurch durch teure Juwelen von seiner Frau immer wieder das Äquivalent für die Monopoly-Spielkarte "Du kommst aus dem Gefängnis frei" verschafft hatte. Wieso wir das alles so genau wissen? Weil es so genau in der Akte steht, die von The Smoking Gun aufgetrieben wurde und online gestellt wurde. Vielleicht noch ein Hinweis. Dies ist die Geschichte aus Sicht der einen Seite. Das heißt nicht, dass sie stimmt. Und es heißt nicht, dass ein Gericht sie akzeptiert. Aber die exakte Buchhaltung seitens der Gattin ist schon beachtlich. Und deshalb hier das Link.

7. Februar 2007

Belichick als Sugar Daddy: Schmutzige Wäsche unterm Schlabberzwirn

In Sachen Vorbereitung, Geheimnisteuerei und Granteln gibt es in der NFL vermutlich keinen Besseren als Bill Belichick. Über den genialen Meister der Defensive, der auch offensiv besser tickt als die meisten anderen in seinem Fach, gibt es nur wenig Greifbares. Außer dass er immer in diesen schlabbrigen Sportklamotten am Spielfeldrand steht, mit denen man keinen Staat machen kann, und dass er der Sohn eines Football-Coaches ist, der seine Söhne auch manchmal beim Spiel dabei hat, ist nicht viel bekannt. Er "zeigt so viele Emotionen wie ein Roboter", schrieb die die New Yorker Daily News vor dem Championship Match gegen die Indianpolis Colts.

Umso saftiger sind die Details, die in diesen Tagen bei einem Scheidungsprozess in New Jersey herauskommen, in dem Belichick als Mann beschrieben wird, der unter dem Trainingsanzug so einiges an schmutziger Unterwäsche verbirgt. Er selbst ist gar nicht anwesend, weil es sich um das Leben seiner Freundin handelt, das da vorgeführt wird: einer ehemaligen Telefonistin der New York Giants, die jahrelang eine außereheliche Beziehung zu dem Alpha-Mann der New England Patriots unterhielt. Insgesamt 80 000 Dollar hat er der Dame für ihre Mühe im Laufe der Zeit in bar und Form von Geschenken überwiesen und irgendwann dann auch noch ein Haus im New Yorker Stadtteil Brooklyn gekauft, damit sich die beiden nicht mehr in Hotels treffen müssen. Die Zahl der Telefonanrufe in der Zeit: Fast 2000.

Die Angebetete hat diese Grosszügigkeit und dieses Werben des verliebten Trainers allerdings in Schwierigkeiten gebracht. Denn in ersten rechtlich verbindlichen Erklärungen hatte sie die teuren Geschenke des Sugar Daddy zunuächst rundheraus abgestritten. Vermutlich, um die Unterhaltskonditionen aufzubessern, die der gehörnte Ehemann finanzieren soll. So was ist strafbar ("uneidliche Falschaussage") und wird natürlich von dem Verlassenen und seinen Anwälten weidlich ausgeschlachtet. Vor allem könnte dies ein Vorgeplänkel zu einer noch viel größeren Show werden: einem Auftritt von Bill Belichick als Zeuge im Gerichtssaal. Ob er dann endlich den Mund aufmacht? (via TheBigLead)

29. Dezember 2006

Eine bunter Teller mit Gossip aller Art

An einem Tag, an dem Michael Jordan seine Scheidung bekannt gibt und Mike Tyson mal wieder eingebuchtet wird, muss man nicht gleich Trübsal blasen. Der eine ist ein hinreichend bekannter Seitenspringer, der zum Dunken nicht unbedingt ein Korb und ein Netz braucht, und wollte eigentlich schon vor ein paar Jahren die Gattin Juanita und ihre große Gaggenau-Küche hinter sich lassen. Der andere ist einfach unverbesserlich. Er war schon zweimal im Knast (in Indiana und in Maryland) und wird jetzt die Gefängniswelt in seinem dritten Bundesstaat inspizieren: in Arizona. Und zwar wahrscheinlich für länger. Denn die Kokaingeschichte dürfte hohe Strafen mit sich bringen. Aber wir schweifen ab.

Freuen wir uns also lieber daran, dass ein relativ bekanntes Unterwäsche-Model namens Niki Taylor in zweiter Ehe einen NASCAR-Fahrer abbekommen und diese Woche geehelicht hat. Sie kann Tapetenwechsel gut gebrauchen. Die Begrüßungmusik auf ihrer Webseite stammt komplett aus dem Baukasten des Apple-Programms namens Soundtrack (die Samples Secret Agent Guitar 05 und Classic Rock Standup Piano 07 waren leicht herauszuhören). Dabei lebt sie in einem Vorort von Nashville und könnte dort auf jede Menge kreative Komponisten zurückgreifen. Ihr neuer Gatte ist übrigens Burney Lamar, der im letzten Jahr in der Busch-Serie ordentlich gepunktet hat und sich Chancen ausrechnet, demnächst in die Oberliga - in den Nextel-Cup - aufzusteigen. Aber wir schweifen ab.

Denn wir freuen wir uns natürlich auch darüber, dass Martina Hingis heute in Australien zugab, dem Herrn Radek Stepanek die Ehe versprochen zu haben. Die ehemalige Nummer eins im Frauentennis hatte bisher wenig Fortüne in der Wahl ihrer Partner (Sergio Garcia gehörte dazu sowie ein Staatsanwalt in Miami, den sie in ihrem Stalker-Prozess kennengelernt hatte). Mit dem Tennisspielen hingegen klappt es wieder viel besser. Stepanek ist kein sportliches Leichtgewicht. Momentan steht er auf Platz 19 der Weltrangliste.