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28. Februar 2007

Els nicht mehr mit Titleist

Der amerikanische Golfausrüster Acushnet, der dank seiner Marken Titleist, Pinnacle, Footjoy und Cobra die Nummer eins auf dem Weltmarkt ist, hat den Südafrikaner Ernie Els vorzeitig ziehen lassen. Der war nach dem Wechsel von Sergio Garcia (zu TaylorMade) und Phil Mickelson (zu Callaway) das letzte große Ausstellungsstück der Firma gewesen, die einst auch Tiger Woods unter Vertrag hatte (spielt seit einer Weile mit Nike-Schlägern). Els, der das letzte Jahr seines Werbevertrages nicht mehr erfüllen muss, erwies sich nicht als der spektakuläre Fang. Der dreifache Majors-Gewinner gehört zwar noch immer zu den besten Golfern der Welt, hinkt aber schon eine Weile hinter den eigenen Erwartungen zurück. Nachdem er wegen einer Knieoperation im Jahr 2005 (nach einem Segelunfall) monatelang aussetzen musste, fand er noch nicht wieder zu seinem alten Format. Die Buschtrommeln besagen, dass Els mit Callaway im Gespräch ist. Acushnet arbeitet weiterhin mit den Australiern Adam Scott (Titleist) und Geoff Ogilvy (Cobra) zusammen.

Nach Recherchen des Magazins Businessweek betrug das Einkommen von Els bei Acushnet 3 Millionen Dollar pro Jahr. Sein zweiter nennenswerter Sponsor ist der deutsche Software-Hersteller SAP, der ebenfalls 3 Millionen Dollar im Jahr überweist. Der Weltranglistensechste verlangt zwischen 750.000 und 1 Million Dollar als Antrittsprämie bei Turnieren, die nicht von der amerikanischen PGA Tour ausgerichtet werden. Dort gibt es keine Bonuszahlungen für Spieler, damit sie überhaupt angereist kommen.

Nachtrag: Soeben kommt die Meldung, dass Els tatsächlich bei Callaway unterschrieben hat. Welche Schläger er benutzen wird, ist noch nicht klar. Sicher ist nur, dass er sofort alle Logos auswechselt und mit einem Ball seines neuen Werbepartners spielen wird.

26. Oktober 2006

Ernie Els fordert Tiger Woods heraus. Good Luck

Endlich mal ein Golfer, der die Herausforderung ankündigt und annimmt, die mit dem Namen Tiger Woods verbunden ist: Ernie Els hat tatsächlich gesagt, dass er innerhalb der nächsten drei Jahre der beste Spieler in der Welt sein will. The Big Easy aus Südafrika, der zwei US Open und eine Brish Open gewopnnen hat, war schon mal ziemlich nahe dran, zeigte aber dann nicht den Biss. Zuletzt ließ er sich am Knie operieren und fand danach noch nicht wieder seine Bestform. Zur Zeit hält er Platz sieben der Weltrangliste, eine Leistungstabelle, in der die Turnierresultate der jeweils letzten zwei Jahre erfasst werden.

Els nannte seine Zielvorstellung am Vorabend des letzten regulären Turniers der Saison, der Chrysler Championship in Palm Harbor, "realistisch" und erklärte sich dazu bereit, sich "die nächsten drei Jahre körperlich und geistig diesem Ziel zu widmen". Els ist 37 Jahre alt, traditionell über den Zenit der biologischen Leistungskurve eines Klassegolfers hinaus. Doch es gibt Ausnahmen. Die letzte: Vijay Singh, der mit Anfang 40 Woods von Platz 1 der Weltrangliste verdrängen konnte. Els hatte in diesem Jahr zweimal in Playoffs verloren - gegen Woods bei der Dubai Desert Classic und gegen Adam Scott bei den Singapore Open.

Mehr Golf: Der amerikanische Ryder-Cup Captain Tom Lehman hat inzwischen viel Zeit damit verbracht, die Gründe für die schwere Niederlage im K-Club gegen die Europäer zu analysieren. Und jetzt kennen wir sie: Colin Montgomerie, Sergia Garcia, Lee Westwood und co. waren aggressiver, seine Leute versuchten mit Pars auf Nummer sicher zu gehen.