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7. August 2008

Das tätowierte Doping

Das war die Meldung vor ein paar Monaten aus der Medizin: Deutsche Wissenschaftler hatten herausgefunden, dass es sehr viel bringt, wenn man die Gene eines Virus als Impfung über Tätowierungsnadeln appliziert. Im Tierversuch.

Das ist die Meldung von heute: Ein australischer Experte glaubt, dass Athleten bei den Olympischen Spielen in Peking die Methode bereits anwenden, um ihre Leistungswerte zu verbessern und sicher auch nicht erwischt werden. Auch beim Doping gilt: schneller, höher, weiter (halt: nicht höher, angeblich kommt man so mit geringeren Dosen aus).

30. Mai 2008

Weniger Tatoos, bessere Quote?

Ziemlich provokativ und überhaupt nicht demoskopisch abgesichert, aber trotzdem des Nachdenkens wert: Sportkolumnist Jason Whitlock glaubt zu wissen, weshalb die Einschaltquoten bei der NBA in den Playoffs wieder nach oben steigen: Weil die wichtigsten Spieler nicht mit Tätowierungen übersät sind. Wer will schon Sportler im Fernsehen sehen, die wirken, als ob sie gerade aus dem Gefängnis entlassen wurden, fragt Whitlock, der als schwarzer Schreiber schon oft und gern und ganz bewusst gegen den Strich gebürstet hat. Der Gedanke hat etwas. Zumal die Tatoo-Epidemie noch immer nicht abgeebbt ist.

12. Mai 2008

Kai aus der Kiste

Es war vor noch gar nicht langer Zeit schlichtweg genug, sich sein Hemd vom Leib zu reißen und dergestalt halbentblößt im BH über den Platz zu rennen. So machte sich die Amerikanerin Brandi Chastain jenen Namen, zu dem es vielleicht andernfalls nicht gereicht hätte. Der Ball ist rund und dreht sich weiter. Dieser Tage muss man als Kickerin unterm Leibchen jede Menge Tätowierungen tragen, um aufzufallen. "Sie ist verrückt", sagen sogar ihre Mannschaftskolleginnen über Natasha Kai. Was man wohl nicht nur an den Hautbemalungen ablesen kann, sondern noch an so manchem anderen Erscheinungsmodalitäten. An ihrer MySpace-Seite zum Beispiel, wo sie mit diesem Foto den Stand der Dinge dokumentiert. Oder in diesem Video ihrer Sponsorfirma Nike

Sie kann übrigens auch mit dem Ball umgehen. Siehe hier.

30. März 2008

Die schlimmsten Tätowierungen

Alles, was die Welt in den neunziger Jahren noch brauchte, waren Sportler mit Tätowierungen. (Nachdem die Matrosen ausgestorben waren und durch Container-Schiffe ersetzt). Und die Welt bekam Sportler mit Tätowierungen. Zuerst waren es vor allem Basketballer. Und von denen ließen sich die ersten noch recht dezent dekorieren. Inzwischen gibt es Athleten, die ganz offensichtlich das Konzept der Ganzkörper-Tätowierung betreiben. Schlimme Fälle gibt es zuhauf. Soviele jedenfalls, dass man bei si.com jemanden bat, die seiner Meinung nach fünf schlimmsten zusammenzustellen. Kurioserweise wurde der schlimmste Fall nicht im Bild dokumentiert. Hier das Link zu einem Foto, auf dem man wenigstens eine Ahnung davon bekommt, wovon die Rede ist.

21. Januar 2008

Brady's Helm

Wenn man möchte, dass der eigene Kopf so aussieht wie der Helm von Football-Profi Tom Brady, geht man zum Tattoo-Spezialisten. Wenn man möchte, dass der Rest von Verstand innen drin einen davon abhält, schaut man sich dieses Video an.

15. Dezember 2007

Diego grüßt Hugo

Wir erinnern uns: Argentinier haben beim Tätowieren nicht immer eine glückliche Hand. Wahrscheinlich weil "die Hand Gottes" nicht immer zur Verfügung steht und auch nicht die richtige Tinte. Aber das hält Diego Maradona nicht davon ab, sich jetzt noch ein Abbild von einem prominenten Politiker in die Haut hineinträufeln zu lassen. Er trägt bereits seinen Landsmann Ernesto Che Guevara mit sich spazieren, der im Rahmen der kubanischen Revolution eine wichtige Rolle spielte und im Guerillakampf in Bolivien ums Leben kam. Er trägt Fidel Castro, zu dem es nicht nur eine Beziehung über Guevara gibt, sondern eine unmittelbare (Maradona hat zwischendurch sein Reha-Programm auf Kuba absolviert). Wer soll sich nun zu den beiden Legenden des antiimperaialistischen, antiamerikanischen Aufbegehrens gesellen? Hugo Chávez heißt er, der Mann, den soeben die Wähler in Venezuela vor seiner eigenen Eitelkeit und Machtgier verschont haben. Der Fußballer praktiziert seit Jahren lautstarke Solidarität mit dem neuen starken Mann Südamerikas, erstaunlicherweise auch, wenn es um die Innenpolitik des Öl-Landes geht.

Wir warten übrigens noch immer auf den Dokumentarfilm des Serben Emir Kusturica über Maradona, an dem der Regisseur angeblich schon seit einer ganzen Weile schneidet. Nachtrag: Das Magazin von L'Équipe meldete letzte Woche, dass der Film beim Festival in Cannes im nächsten Jahr eingereicht werden soll. Das findet im Mai statt.

2. März 2007

Stark gezeichnet

Nicht abwaschbar, grotesk, oft ungekonnt und doch so unvermeidlich: das Bedürfnis von Menschen, ihre Beziehung zu einer Idee, die größer ist als sie selbst, mit einer Tätowierung zu dokumentieren. Nun hat auch die Webseite von Sports Illustrated entdeckt, dass es das gibt, und zeigt in einer ziemlich anspruchslosen Art eine ganze Reihe von Sportfans in den USA und Großbritannien, die sich auf diese moderne Weise haben brandmarken lassen. Ein Gedanke hinter der Aktion: Leser zu animieren, Fotos von sich selbst einzuschicken. Vielleicht sollte sich dieser Mann melden. Sein Foto gibt es bei flickr (Creative Commons/purduenila).

NASCAR macht an diesem Wochenende mit der Busch-Series in Mexico City Station. Der Nextel-Cup setzt aus. Wir zitieren den auch in US-Autorennfragen sehr kundigen Formel 1 Blog:
"Statt eines Ovals erwartet die Fahrer auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez eine recht anspruchsvolle Rundstrecke. Und kaum geht es auch mal rechts herum, tauchen die Spezialisten für Rechtskurven auch wieder auf. Neben den Nextel Cup Piloten Carl Edwards, Greg Biffle, Dave Blaney David Gilliland, JJ Yeley, David Reutimann und David Ragan werden auch Juan Pablo Montoya, Boris Said, Ron Fellows, PJ Jones, Brian Simo, und Scott Pruett. Ein schönes, buntes Feld, das mit ein paar mexikanischen Fahrern noch aufgefüllt wird. Das Rennen wird am Montag, den 05.03 ab 13.00 Uhr auf NASN ausgestrahlt."

23. Januar 2007

Fußballfehde per Tattoo: Boca-Juniors-Fan will Schadensersatz

Mütter sind gegen Piercing und gegen Tätowierungen. Und jetzt wissen wir auch weshalb: Ein Tätowierer in Buenos Aires hat einem Teenager einen Streich gespielt, der das Logo von Boca Juniors auf dem Rücken eingeträufelt haben wollte. Als er nach Hause kam und seinen Eltern die Verzierung vorführte, sahen die mit Entsetzen, dass ihr Sohn mit einem Penis-Tattoo versorgt worden war. Wieso? Der Meister mit der Tinte ist Anhänger von River Plate. Er soll jetzt für den Scherz belangt werden, wie die argentinische Zeitung Terra berichtet (via deadspin). Eine Abbildung des offiziellen Boca-Logos siehe rechts. Vom Penis gibt es keine Fotos.
Blick zurück: Rund um den argentinischen Fußball gibt es immer wieder was extrem Neues