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27. November 2009

NASCAR laufen die Zuschauer davon

Nascar
Es sieht weiterhin eher trübe aus in der NASCAR-Welt. Vor allem bei den Fernsehübertragungen, wo der Abschwung in den Einschaltquoten querbeet durch alle Sender, die Rennen live übertragen (Fox, TNT, ABC) anhält. Es sind keine dramatischen Zuschauerverluste, aber sie sind deutlich genug, um den Verdacht zu nähren, dass diese uramerikanische Automobilserie den Zenit überschritten hat. Jahrzehntelang standen alle Zeichen auf Wachstum. Das galt für die Zahl der Schauplätze, das Fassungsvermögen der Rennstrecken, die geographische Ausdehnung aus dem Süden in alle Himmelsrichtungen und für die Einnahmen aus den Sponsorentöpfen. Es schien so, als hätten sie in Daytona im Hauptquartier des Familienunternehmens das von einem Otto-Motor betriebene Perpetuum mobile gefunden. Tatsächlich hatten sie nichts anderes gefunden als das Patentrezept, um einem vorwiegend weißen Publikum eine Sportart zu offerieren, in dem die Protagonisten anders als im Basketball und Football nicht schwarz sind.

Aber solches Wachstum sorgt für Sättigung. Besonders wenn der populärste Fahrer – Dale Earnhardt jr. – nicht gewinnt und wenn die Autos einen technologischen und stilistischen Standard repräsentieren, der irgendwo zwischen den siebziger und den achtziger Jahren stehen geblieben ist. Alle auflackierte Farbenpracht der Fahrzeuge mit ihren Firmenlogos und alle noch so große Bereitschaft der Fahrer und ihrer Teams, sich Fans und Medien gegenüber stets freundlich und zuvorkommend zu verhalten, reicht irgendwann nichts mehr aus, zusätzliches Interesse anzustacheln. Und natürlich hilft es NASCAR nicht, wenn die amerikanische Autoindustrie so aussieht, als ob sie die Fabriken zumachen muss, weil sie keine ansprechenden Fahrzeuge entwickelt. Gute Metakommunikation ist das nicht.

Die ersten Anzeichen für die Baisse kamen mit den exorbitanten Benzinpreisen des Jahres 2008, als es viele Zuschauer zuhause hielt, weil sie sich die Trips zu den Rennstrecken nicht mehr leisten konnten. Was die eigentliche Ironie der Geschichte ist, dass ausgerechnet die Mineralölfirmen und die Spekulanten hinter ihnen als Steigbügelhalter eines Trends arbeiteten, die ihren eigenen Interessen zuwider läuft. Aber das sehen wir in diesem Wirtschaftssystem häufiger, dass die Profiteure nie wissen, wann sie auf die Bremse treten müssten, um nicht selbst zu Schaden zu kommen (Stichwort: die an Wall Street hochgekochte jüngste Finanzkrise). Das Minus beim Live-Publikum hätte den Abfall der Einschaltquoten der Fernsehsender aufhalten können. Fans, die zuhause bleiben, würden ja normalerweise die Glotze einschalten, um auf dem Laufenden zu bleiben. Das mag so sein. Wenn ja, dann haben sich andere Publikumsgruppen abgewendet. Vermutlich also jene Peripherie- und Schönwetter-Zuschauer, die sich nicht wirklich für eine Sportart interessieren, sondern nur für den Unterhaltungswert, den sie abwirft.

Die werden vielleicht für kurze Zeit wiederkommen, wenn Danica Patrick am Steuer eines NASCAR-Autos sitzt. Denn sie wird jene vordergründig interessante Medienaufmerksamkeit auslösen, die sich kurzfristig in eye balls auswirken wird. Aber wenn die Frau genausowenig an Erfolg auf die Beine stellt wie in der Vergangenheit, normalisiert sich das schon bald wieder.

15. Juni 2009

Überraschend hohe Quoten beim Stanley Cup

Dann wäre ja noch Hoffnung, dass professionelles Eishockey in den USA eines Tages wieder wirtschaftlich Morgenluft schnuppert: Die Einschaltquoten für Spiel sieben vom Freitag sind da und wirken überraschend positiv. 7,51 Millionen Zuschauer im Schnitt haben Detroit und Pittsburgh angezogen, was in der Gegend von etwa der Häfte des NBA-Publikums liegt. Man könnte ins Schwärmen geraten. Das sind Werte wie in den frühen neunziger Jahren.

Was braucht man aber, um vo viele Fernsehkonsumenten auf Dauer neugierig zu machen? Vor allem braucht man Mannschaften aus Städten, in denen die Eishockeybegeisterung virulent ist. Dann braucht man Mannschaften mit Köpfen und Können und Identifikationsschnittlinien, die den peripheren Sportkunden neugierig machen. Obendrauf ein Sahnehäubchen aus Tradition, und schon kommt ein attraktives Produkt dabei heraus. Diese Mischung kann man nicht backen. Aber man kann auf sie zusteuern, wenn man eine Liga mit zuviel totem Holz durchharkt und exakt auf jene Märkte herunterfährt, in denen das eigentliche Potenzial schlummert. Die NHL käme auch mit 15 US-Clubs bestens zurecht.

29. September 2008

Wenn in Wall Steet der Hahn abgedreht wird

777 Punkte Abschlag an einem Tag sind eine Menge Holz für den Dow-Jones-Index, aber wiederum nur ein einzelner Indikator für die Stimmung, die sich zur Zeit in den USA zusammenbraut. Schlechtes Timing, muss man wohl sagen. Denn: Die Wirtschaft und die Finanzmärkte, das Geschäft mit Öl und anderen Rohstoffen und der Bankrott der seit Jahren umgesetzten politischen Philosophie, wonach die Regierung das Problem ist, während der freie Markt die Kraft eines wahren Wunderheilmittels besitzt, und dann noch die Verschwendung amerikanischer Ressourcen im Irak – machen alle zur gleichen Zeit einem Patienten zu schaffen, der jahrelang von der Illusion lebte, überhaupt nicht krank zu sein.

Der Virus, der Wall Street infiziert hat, kann sich durchaus noch zu einer Epidemie auswirken. Erstes unschuldiges Opfer in Sichtweite: kommerzieller Sport. Und dort als erstes die Sportart Golf, wo die Einschaltquoten ohne Tiger Woods geradezu unterirdisch sind. Das eigentliche Problem: Niemand ist derart von Firmen aus dem Finanzsektor abhängig wie die PGA-Tour, wo ein Drittel aller Hauptsponsoren Banken, Investmentfirmen, Kreditkartenunternehmen und Finanzberatungsfirmen sind. Der nächste in der Reihe, die mit einer kalten Dusche rechnen müssen, ist Fox, das die Baseballübertragungen in den anstehenden Playoffs mit teurer Werbezeit füllen muss, aber soeben erlebt, wie die Marketing-Budgets der Banken und Anlageberater zusammengestrichen werden. Vielleicht sähe das Ganze heute abend sehr viel wenig dramatisch aus, wenn am Mittag in Washington das von der Regierung ausbaldowerte Steuergeschenk von 700 Milliarden Dollar an Wall Street auf die Post gegeben worden wäre. Aber es gab wohl immer noch zuviele Clowns im Abgeordnetenhaus, denen nicht klar ist, was zur Zeit auf dem Spiel steht. Und so ließen sie das Rettungsboot sinken. Congratulations.

10. August 2008

Der Klingelbeutel: Wasser. Marsch

• Hillary Clinton hat mal ein Buch geschrieben, das von der These zehrte, dass man ein Dorf braucht, um ein Kind aufzuziehen. Jetzt erscheint ein Buch über die Aufzucht von erfolgreichen Sportlern. Und siehe da: Es sieht ganz so aus, als ob ein ganzes Dorf bei der Arbeit nur stören wurde. Man braucht vor allem Eltern und Trainer. Und im Fall von Michael Phelps noch jede Menge Chlor.

NBC hat bei der zeitversetzten Übertragung der Eröffnungsfeier in Peking mehr als 30 Millionen Zuschauer bei der Stange gehalten, mehr als in Sydney und Athen. Die Werbekunden sind happy.

• Journalisten aus anderen Ländern sehen die Spiele durch eine besonders schöne Brille: Sie begeistern sich an den Darbietungen ihrer Landsleute in der Arena. Das gilt für die Chinesen beim Turnen. Und für die Briten beim Schwimmen und die Spanier beim Radrennen. Die letzte Beobachtung stammt von Jens Weinreich, der seit Tagen in Peking über viele Kanäle das Geschehen beschreibt: in den Zeitungen das Nachrichtliche, in seinem Blog die Erlebniswelt des reisenden Journalisten im fremden Land. Der Blog ist bester Lesestoff für alle, die nicht glauben wollen, dass sie im Fernsehen ein ausreichend informatives Bild der Spiele geboten bekommen. Und sicher auch für Verlagsmanager, die wissen wollen, wie die Zukunft des Journalismus im Internet aussehen wird.

• Argentinien gegen Australien im Fußball hatte hohen Unterhaltungswert. Vor allem so lange wie Riquelme, Messi und Co. das Tor down under nicht fanden (Stichwort Schadenfreude, Daumendrücken für den Außenseiter etc.). Das entscheidende 1:0 von Ezequial Lavezzi kurz vor Schluss war allerdings ein Genuss – eine spontan ersonnene flinke Kombination vor und im Strafraum mit einem Querpass, einem zarten langen Lupfer von einer Flanke und einem donnernden Flachschuss aus zwölf Metern. Die Amerikaner hatten das Match live im Fernsehen auf einem der drei Kanäle, die heute zeitweise parallell eingespannt wurden. Die Sache mit Messi und seinem Arbeitgeber Barcelona wird übrigens noch ein kleines Nachbeben haben. Der Reuters-Blog weiß mehr.

28. Juni 2008

Quoten hoch dank Euro

Der Hinweis auf diesen Post kam von Kommentator sunny2k1 bei allesaussersport, verdient aber vielleicht noch mehr Beachtung. Denn die Essenz lautet: die Live-Übertragungen von der Fußball-Europameisterschaft in den USA waren ihren Einsatz wert. Alle Begegnungen gingen bei ESPN und seinen unterschiedlichen Kanälen über den Sender, zwei (inklusive des Finales am Sonntag bei der Network-Schwester ABC.

Warum ist das wichtig?

Erstens, weil die treibenden Kräfte bei ESPN International, die sich seit Jahren sachte, aber sicher in den europäischen Markt vortasten, ihren Bossen bei Disney dokumentieren können, dass Fußball funkt, selbst wenn keine amerikanische Mannschaft mitmacht. Die Quoten sind auch deshalb nicht von Pappe, weil man sie nachmittags an Werktagen einfahren konnte und weil man an einem Tag sogar die Golf-Konkurrenz geschlagen hat.

Zweitens, weil auch dieser Zyklus (nach der Arbeit während der WM vor zwei Jahren) gezeigt hat, dass man sich in der Beschäftigung mit Fußball endgültig von dem Bild eines imaginären Zuschauers gelöst hat, der nichts von Fußball versteht. Auch wenn Co-Kommentator Andy Gray im Studio in Bristol in Connecticut saß, gab er einen sachverständigen Eindruck. Der Schotte, an dessen ausgeprägten Akzent sich Amerikaner gewöhnen mussten und der sonst in England die Premiere League mitüberträgt, repräsentiert einen neuen Standard für USA-Fernsehen. Das kam an und fiel auf.

Drittens, so etwas stärkt die Hand von ESPN, sollten sie ernsthaft um die Fernsehrechte der Premier League mitbieten. Und erst recht, falls sie sie bekommen und die Spiele in den USA ausstrahlen (mal abgesehen davon, was sie in Europa mit den Rechten anstellen würden, ob sie die weiterreichen oder eigene Kanäle aufbauen oder existierende Läden wie DSF aufkaufen). Wie sich die Begeisterung der Amerikaner für Fußball entfachen lässt, konnte man im letzten Jahr mit dem Auftauchen von David Beckham sehen. Der Hollywood-Paparazzi-Lärm rund um seinen Wechsel ist zwar inzwischen abgeflaut. Aber LA Galaxy hat noch immer zuhause die Bude voll. Die Mannschaft spielt besser und wird in den Playoffs sicher wieder mehr Leute neugierig machen. Bilder aus der Premier League (wie jetzt schon aus der Champions League), erhöhen das qualitative Angebot im Fernsehen für jene Amerikaner, die Fußball mit Sachverstand verfolgen (davon gibt es immer mehr) und legt den Schalter endgültig um – weg von der dümmlichen Theorie, dass man auf dem Niveau eines Peripher-Zuschauers arbeiten muss.

Viertens: Im nächsten Jahr gibt es eine Neuauflage der Frauen-Profiliga. Das hat direkt überhaupt nichts mit der EM zu tun, aber indirekt eine Menge. Frauen sind in den USA das Reservoir schlechthin für das Interesse an der Sportart. Denn die amerikanischen Frauen spielen im sportlichen Weltmaßstab eine Rolle und verfügen über hervorragenden Nachwuchs.

Trotzdem ist die Resonanz von der EM ein wenig durchwachsen. Man schaue sich nur mal den Erfolgs-Blog The Big Lead und seine Prognose für die Viertelfinalbegegnungen an: Da lag man so daneben wie schon gar nicht mehr danebener geht. Vier Spiele und vier falsche Vorhersagen spricht nicht für Kompetenz.

30. Mai 2008

Weniger Tatoos, bessere Quote?

Ziemlich provokativ und überhaupt nicht demoskopisch abgesichert, aber trotzdem des Nachdenkens wert: Sportkolumnist Jason Whitlock glaubt zu wissen, weshalb die Einschaltquoten bei der NBA in den Playoffs wieder nach oben steigen: Weil die wichtigsten Spieler nicht mit Tätowierungen übersät sind. Wer will schon Sportler im Fernsehen sehen, die wirken, als ob sie gerade aus dem Gefängnis entlassen wurden, fragt Whitlock, der als schwarzer Schreiber schon oft und gern und ganz bewusst gegen den Strich gebürstet hat. Der Gedanke hat etwas. Zumal die Tatoo-Epidemie noch immer nicht abgeebbt ist.

27. Mai 2008

Geplänkel und Schönfärberei

Man springt gerne zu irgendwelchen Schlussfolgerungen. Besonders als Konsument von amerikanischen Nachrichtenquellen. Warum auch nicht? Die Meldungen sind fundiert und sachgerecht und die Einschätzungen lassen sich nachvollziehen. Aber dann gibt es solche Dinge wie die NHL, eine länderübergreifende Liga, die aus dem amerikanischen Blickwinkel immer wieder wahre Zerrbilder produziert. Vor allem, was das Interesse der Zuschauer angeht. Jüngtes Beispiel: die Meldung, dass die Einschaltquoten vom Stanley-Cup-Finale beim Kabelsender Versus so auffallend hoch geschnellt sind. Kaum jemand fragt sich, ob das wirklich etwas mit einer flackernden US-Begeisterung für die Sportart zu tun hat oder vielleicht einfach nur mit den beteiligten Mannschaften. Dass die Hockeytown Detroit mehr Fans mobilisiert als Vorjahresmeister Anaheim dürfte wohl jedem klar sein. Und auch Pittsburgh hat Anhänger - amerikanische Anhänger. Im letzten Jahr kamen die Neugierigen des Gegners aus Ottawa. Das ist die Hauptstadt von Kanada. Und dort schaut man CBC. Natürlich werden diese Nasen nicht von Nielsen in den USA gezählt.

Auf der anderen Seite sollte man bei der Beschäftigung mit just diesem Thema (und der über die ganze Saison erkennbaren leichten Quotenverbesserung des amerikanischen Networksenders NBC) nicht vergessen: Wenn die die Zahlen wirklich so gut wären, würde die Liga demnächst bombige Fernsehverträge abschließen können. Tatsächlich schenkt sie die Rechte nachwievor weg. In Kanada hingegen steigt die Lizenz alsbald von 75 Millionen Dollar pro Saison auf 100 Millionen Dollar. Was keine schlechte Kennziffer ist, wenn man bedenkt, wieviele kanadische Clubs in der NHL übers Eis tanzen: sechs. Oder schlappe 20 Prozent. Erst wenn irgendwann die anderen 80 Prozent auch 80 Prozent der Fernseheinnahmen generieren (das wären 400 Millionen Dollar pro Jahr), sollte man jede Diskussion über das Interesse der Amerikaner an Eishockey neu führen. Vorher ist alles nur Geplänkel und Schönfärberei.

12. Januar 2008

"Ein saunetter Kerl"

Es gab schon mal den einen oder anderen Anlass, sich mit der Frage zu beschäftigen, weshalb die Zeiten für gedruckte Sportinformationen so schlecht sind (und sicher auch nie mehr besser werden). Aber da unsereins nicht direkt mit den Leuten redet, die auf dem Geld sitzen, Geld übrigens, ohne das man keine Medienzukunft gestalten kann, bleibt einem keine andere Chance, als sich auf diesem Weg immer mal wieder mit Hinweisen und Informationen zu Wort zu melden. Vielleicht liest es jemand....

Konkreter Auslöser ist diese Übersicht samt Kommentierung der letzten comscore-Liste auf The Big Lead, wo man ganz offensichtlich davon träumt, eines Tages einen Platz unter den ersten zehn Sport-Seiten zu belegen, aber bis dahin erst mal nur die erfolgreichere Konkurrenz gewissenhaft ausleuchtet. Man kann darüber reden, wie genau die Zahlen wirklich sind, die da ermittelt werden. Man darf sich wundern, wieso eine eingeführte Marke wie Sports Illustrated hinter den anderen herhechelt. Man darf allerdings kaum noch eine solche Momentaufnahme einfach zur Seite schieben und so tun, als habe man in Deutschland mit alledem nichts zu tun. Nicht wenn man weiß, dass yahoo bereits mitmischt. Dass ESPN Europa auf dem Zettel hat. Dass AOL und Sports Illustrated aus einem Haus kommen (Time Warner), womit bewiesen ist, dass eine Zielgruppendiversifikation unter einem Dach durchaus Sinn macht.

Ob es 25 Millionen unique visitors im Monat sind (und 200 Millionen Clicks total) oder auch nur 5 Millionen: Die Relevanz und die Reichweitenkomponente des Informationskanals Internet stellt inzwischen sogar das Fernsehen als extrem teuren Werbeträger in Frage - nicht nur die Printmedien, die immer als das einzige Opfer der Entwicklung angesehen werden. Vor allem zeigen sie die Kompatibilität und die Parallelität von ligaeigenem Content (siehe der Erfolg der Seiten der NFL, von Major League Baseball und NBA) und die kritische Aufarbeitung dessen, was sie symbolisieren, bei der Konkurrenz.

Warum das alles in Deutschland vorläufig keine kompetenten Nachahmer findet? Weil sich kein Pionier nach vorne traut. Weil die meisten Journalisten die neuen Formate ignorieren oder schlimmer - ausführlich vor ihnen warnen. Weil die großen deutschen Sportausrüster und andere potenzielle Sponsoren längst nicht mehr den nationalen Markt im Auge haben, sondern hauptsächlich nach draußen auf die internationalen Märkte schielen. Weil die auf Fußball fixierte Monokultur von wenigen Figuren dominiert wird und die Bundesliga erst dann wirklich wach werden wird, wenn die Champions League ihr das Wasser abgraben wird. Und weil da eine Generation von Fan-Schreibern heranwächst und sich auf den existierenden Plattformen ausmehrt, von denen erstmal keine Hilfe zu erwarten ist. Die berichten von ihren Begegnungen mit Topsportlern, als sei ihnen der Heiland erschienen. Textprobe von spox, dem neuen Entwicklungsprojekt aus dem Hause Premiere: "Nach dem Spiel gings direkt in die Sabres-Kabine, wo ich gemuetlich mit Jochen Hecht plaudern konnte. Wirklich ein saunetter Kerl!....Nachdem Jochen weg war,plauderte ich noch ein bisschen mit Thomas Vanek.Der Oesterreicher freut sich besonders auf das Spiel im Freien gegen die Penguins am Neujahrstag." Solche Informationen sollen Leute bewegen, sich im Internet zu bedienen?

2. Januar 2008

Quoten-Plus für Winter Classic

Die National Hockey League und NBC hatten den richtigen Instinkt, als sie sich dafür entschieden, am Neujahrstag ein Eishockeyspiel unter freiem Himmel auszutragen. Das sogenannte Winter Classic produzierte die besten Einschaltquoten der regulären Saison in den letzten zehn Jahren. Die Zahlen werden den wenigsten etwas sagen: die Quote von 2,6 rechnet sich auf rund 2 Millionen Haushalte hoch. Die Konkurrenz war formidabel. Der 1. Januar ist in Amerika aus Tradition College-Football-Endspiel-Tag mit zahllosen Begegnungen von morgens bis abends, wofür Millionen von Männer vor der Kiste hocken.

21. Dezember 2007

ESPN: Die Zuschauer wandern ab

Während ESPN in Europa ganz, ganz langsam in Schwung kommt, steht der Sender in den USA (Eigenwerbung: "Worldwide Leader in Sports") vor einem Problem: Die Einschaltquoten für die Abendsendungen ("Prime Time") sind in diesem Jahr um 10,2 Prozent gesunken. Das Zuschauerminus umgelegt auf den ganzen Tag beträgt 5 Prozent. Solche Zahlen signalisieren keine Zufallsresultate, sie signalisieren einen Trend: Wir schätzen mal, dass nicht nur Zeitungen (junge) Leser ans Internet verlieren, sondern Fernsehsender ebenfalls. Trotzdem glaubt man beim Mutterschiff Disney, dass man die Kabelnetzbetreiber in den USA (und damit die Kabelfernsehzuschauer) noch mehr Geld aus der Tasche ziehen kann als bisher. So steigt der der Preis, den man pro zahlenden Zuschauer kassiert, Anfang 2008 von 3,26 Dollar auf 3,65 Dollar pro Monat. Irgendwo nicht mehr ganz so fern liegt eine Schallmauer für das, was Sport den anonymen Massen wert ist. Aber vermutlich macht man sich darüber in Bristol/Connecticut im Moment keine großen Gedanken. Die Unternehmensfiliale, die einst als klitzekleiner Fisch von einem mutigen Gesellen gegründet wurde und dann von größeren Fischen aufgefressen und mit beachtlichen Investitionen immer größer gemacht wurde, soll einem Marktkenner zufolge 30 Milliarden Dollar wert sein. Vielleicht versteht man angesichts solcher Zahlen, weshalb ESPN 2009 für die Rechte der Premier League mitbieten will und kann.

Dogfood hat, als er die Meldung auf allesaussersport vor ein paar Tagen kommentierte, folgendes geschrieben: "Auch wenn hinter ESPN mit Disney ein Konzern mit großen Resourcen steht, überschätzt ESPN massiv die Strahlkraft seiner Marke in Europa, ganz zu schweigen von seiner Reichweite. Den Fehler hat die NFL bereits bei Vergabe seiner TV-Rechte in Kontinentaleuropa gemacht. Noch schlimmer: ein Abrücken des Fokus auf US-Sport wird die Marke massiv verwässern."

Das fand ich einen ziemlich kräftigen Konter auf eine Nachricht, die nur Absichten formuliert, aber keine Taten mitliefert. Und die eigentlich zeigt, dass ESPN sich gar nicht als Marke versteht, sondern als Profitcenter, das außerhalb der USA wachsen muss, wenn es denn Zahlen schreiben will, die als einziges Faktum in der Konzernzentrale ernst genommen werden. Ich würde mich nicht wundern, wenn die treibenden Kräfte einer solchen Strategie dabei auch Fehler machen. Aber auf der anderen Seite zeigt das Engagement amerikanischer Investoren in der Premier League (Manchester United, FC Liverpool, Arsenal), dass die eifrigsten Sportunternehmer Amerikas schon länger keine Furcht mehr davor haben, sich am europäischen Treiben zu beteiligen.

"Wachstum in Europa ist eine Schlüsselstrategie für uns", sagte Russell Wolff, der Chef von ESPN, bereits vor einem Jahr, als der NASN-Deal bekannt wurde, für den der Sender wohl mehr als 100 Millionen Dollar verauslagt hat. Ein hoher Preis, wenn man weiß, wieviele/wie wenige Menschen NASN nutzen (6 Millionen Abonnenten). Bezahlt hat man also knapp 17 Dollar pro Kunden. Wenn man aber sieht welche Preise in den USA mittlerweile üblich sind, wirkt das nur och halb so teuer. Mit anderen Worten: Das rechnet sich.

Die andere Frage lautet allerdings: Kann ESPN glaubwürdig eine Mehr-Länder- und Mehr-Sprachen-Politik umsetzen, die jene Schwächen eliminiert, wie sie von dogfood aufgespürt wurden. Ich denke, in naher Zukunft wäre mal wieder ein Gespräch mit Wolff fällig. Wir haben uns zuletzt während der Fußball-WM miteinander unterhalten.

27. September 2007

Wenn Dale jr. etwas enthüllt

Braucht jemand ein Synonym-Wörterbuch für den Begriff "devot"? Nicht im amerikanischen Sport. Da ist er - so geradlinig wie die Starrachse eines in Detroit gebauten Autos die Hinterräder verbindet - mit einem Begriff direkt verschweißt: NASCAR-Fans. Wie das kommt? Die lange Geschichte ist wirklich lang. Jahrelang. Die kurze geht so: Als Getränkehersteller Pepsi neulich eine Pressekonferenz veranstaltete, um zu verkünden, dass sie ab der kommenden Saison das Logo ihrer Marke AMP Energy Drink dick und breit auf das Auto von Dale Earnhardt jr. kleben, saßen 277.000 Zuschauer an ihren Fernsehgeräten und verfolgten die Übertragung live auf dem Speed Channel. Weitere 200.000 saßen am Computer und sahen die Veranstaltung über Streaming Video auf nascar.com. Major League Soccer wäre froh, wenn so viele Leute einschalten, um David Beckham spielen zu sehen. Von der National Hockey League, die an diesem Wochenende in London die neue Saison einläutet, gar nicht zu reden. "Das waren fast 500.000 Leute am Morgen irgendeines Wochentages, die bereits wussten, was er sagen wird und trotzdem einschalteten", fasst der FanHouse-Blog von AOL zusammen, wo wir diese Info gefunden haben. Wie langweilig war die Veranstaltung, bei der das Auto mit der Nummer 88 enthüllt wurde (das noch mit einem Co-Sponsor fährt - der Militäreinheit namens National Guard)? Wer zwei Minuten Zeit hat, sollte mal hier klicken.

5. Juni 2007

Ligasport in den USA: Ein paar Zahlen mit vielen Nullen

Endlich mal ein paar Zahlen zu den Dimensionen es amerikanischen Ligasports, mit denen man etwas anfangen kann. Hat-Tip an den Nachrichtendienst Bloomberg und seinen Reporter Curtis Eichelberger, der aus Anlass des Verkaufs der Nashville Predators für die beachtliche Summe von 220 Millionen Dollar (der Umzug in eine andere, noch nicht benannte Stadt ist Teil des Planes) die wichtigsten Zahlen durchleuchtet.

Weshalb ist der Betrag beachtlich? Weil NHL-Clubs bislang für einen Preis vom Zwei- bis Dreifachen des Jahresumsatzes den Besitzer wechselten. Die Predators gingen für das 3,7-fache an den Chef der kanadischen Firma Research In Motion Ltd. Man darf also schlussfolgern, dass der betriebswirtschaftlich beschlagene neue Eigentümer den Eindruck hatte, in den Predators steckt ein Wert, den er über eine jährliche Rendite oder beim späteren Verkauf realisieren kann. Und das bei einem Team, das zuletzt 15 Millionen Dollar pro Jahr Minus gemacht hat. Es wird spekuliert, dass er dies an einem neuen Standort in Kanada hinbekommen will.

Bis dahin sollte man folgende Zahlen studieren: Clubs in der National Football League erzielen bem Weiterverkauf gewöhnlich zwischen dem Vier- und dem Sechsfachen des Jahresumsatzes. Die in der National Basketball Association liegen beim Drei- bis Viereinhalbfachen. Die entsprechende Spanne in Major League Baseball liegt beim Zweieinhalb- bis Vierfachen.

Woher kommen die Unterschiede zwischen den Ligen? Die Einnahmen aus den Fernsehrechten sind der entscheidende Faktor. Denn die liegen langfristig fest und sind ein Gradmesser für die Popularität einer Sportart beim Massenpublikum.

Die NFL erzielt etwa die Hälfte ihres Jahresumsatzes von 6 Milliarden Dollar durchs Fernsehen. Für Major League Baseball sind es nur 18 Prozent von 5,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Die NHL kommt auf 7,6 Prozent. Natürlich glauben die Optimisten unter den Eishockey-Managern, dass das nur noch besser werden kann. Wenn die Einschaltquoten jedoch eines zeigen, dann dies: Die Liga kann außerhalb der Städte mit NHL-Clubs keinen Blumentopf gewinnen. und selbst dort (siehe New York mit drei Mannschaften) kann man den Fernsehfaktor vergessen.

16. Mai 2007

7500 Nachteulen

Dies stand heute bei allesaussersport und ist nicht gerade ermutigend:
"Es sind die ersten mir bekannten Zahlen von nächtlichen US-Sport: die NBA erreichte mit ihren Liveübertragungen der Saison 2005/06 auf PREMIERE 7.500 Zuschauer. Das relativiert dann mitunter die Wünsche nach mehr NBA (auch wenn man darüber diskutieren kann, ob man zur Steigerung der Zugkraft nicht *mehr* senden müsste)."
Die Rede ist von den Einschaltquoten einer Saison, in der Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks bis ins Finale kamen. Man kann sicher alle möglichen Gründe finden, weshalb sich mitten in der Nacht nicht mehr Leute vor den Fernsehapparat setzen. "Mitten in der Nacht" ist vermutlich der entscheidende. Das Fehlen einer gezielten Vermarktungsstrategie sicher der zweitwichtigste. Es wäre interessant zu wissen, wie hoch die TV-Lizenzeinnahmen der NBA in Deutschland sind und ob es sich nicht lohnen würde, darauf zu verzichten und mit Hilfe des Internets ganz andere Wege zu bestreiten.

1. April 2007

Maske-Quote kann sich sehen lassen. Besonders hoch in den Altersheimen der Nation

Jens Schröder, der als popkulturjunkie bloggt und unter seinem richtigen Namen für den Mediendienst kress.de schreibt, hat die Einschaltquoten vom Münchner Boxabend gepostet: "15,99 Mio sahen den Henry-Maske-Sieg am Samstagabend, darunter 7,20 Mio 14- bis 49-Jährige. Nur zwei Maske-Kämpfe hatten in den 90er Jahren mehr Zuschauer: einer gegen Graciano Rocchigiani und der vorerst letzte Kampf gegen Virgil Hill 1996....Der Maske-Kampf hatte damit auch deutlich mehr Zuschauer als der Stefan-Raab-gegen-Regina-Halmich-Klamauk am Freitagabend. Dort sahen den eigentlichen Kampf 7,74 Mio, darunter 4,32 Mio Werberelevante - ebenfalls eine sehr gute Quote." Wie er auf den Vergleich kommt, ist schwer zu sagen. Entweder er hält beides fur Sport oder beides für Klamauk.... Was auffällt: Die Kernzielgruppe, für die sich die Werber interessieren, lag bei Maske-Hill bei weniger als der Hälfte. Mit anderen Worten: Der 43jährige muss eine besondere Attraktion für Frührenter und noch ältere Fernsehkonsumenten in den Altersheimen der Nation gewesen sein.

3. Februar 2007

NHL: Was zum Teufel machen die Devils-Fans?

Interesse an einem schrägen Vergleich zwischen einem erfolgreichen Old-Media-Produkt und einem Up-Start aus der Kategorie Web 2.0? Hier wir gehen: Die New York Times meldete vor ein paar Tagen, dass das Eishockeyspiel zwischen den Florida Panthers und New Jersey Devils am Samstag vor einer Woche, das abends in der New Yorker Region auf dem Kabelkanal MSG lief, in einer verblüffenden Zahl an Haushalten über die Bildschirme flackerte: 736 (in Worten: siebenhundertsechsunddreißig). Es gibt 7,4 Millionen Haushalte, in denen MSG empfangen werden kann. Ergibt also eine Einschaltquote von 0,01 Prozent. "Diese Zahl", schrieb die New York Times, ist beschämend." Das kann man wohl sagen: An guten Tagen hat dieser Blog - American Arena - auch ohne je einen Stanley-Cup gewonnen zu haben, inzwischen genausoviele Besucher wie die Devils: etwas mehr als 700. Der Unterschied? Keine Kameras, kein Zwei-Reporter-Team, kein Ü-Wagen, keine Satellitenschaltung, kein Studiomoderator und...kein schlechtes Gefühl.

10. Januar 2007

Emmitt liefert Resultate

Ist Emmitt Smith der neue Quoten-Kaiser im amerikanischen Fernsehen? Man stelle sich nur folgende Koinzidenz vor: Die Unterhaltungsserie Dancing With the Stars, in der er den Wettbewerb gewann, provozierte beim Finale das höchste Zuschauerinteresse in Prime Time im Laufe der Saison. Am Montag, als der ehemalige Running Back der Dallas Cowboys als Interviewgast bei der Bowl Championship zwischen Florida und Ohio State auftauchte, produzierte die Übertragung Rang zwei in der Einschaltquoten-Hitparade der laufenden Saison. Die ersten Zahlen vom Spiel zeigen zwar einen Rückgang im Vergleich zum letzten Jahr (17,4% statt 21,7%, als Texas gegen USC spielte). Aber wenn man diese Info ohne Erläuterung weitergibt, entsteht ein schiefes Bild. Erstens war das gleichzeitig das Rose-Bowl-Match, das einen besseren Sendeplatz hat. Zweitens ziehen Universitätsmannschaften aus großen Metropolen mehr Zuschauer. USC ist in Los Angeles zu Hause. Texas U in Austin. Ohio State sitzt in Columbus, Florida U in Gainesville (via USA Today).

Die Leute, die die offizielle Bowl-Championship-Webseite betreiben, müssen kurz nach dem Spiel in die Ferien gegangen sein. Das Ergebnis und andere Details haben sie noch eingetragen. Das Ranking haben sie so gelassen, wie es war: Ohio State die Nummer eins. Aua (via The Big Lead).

27. Dezember 2006

Football schlägt alles im Fernsehen

Die National Football League produziert die besten Einschaltquoten im amerikanischen Sport und hängt die anderen Sportarten locker ab. Weshalb es interessant sein dürfte zu dokumentieren, welche anderen Angebote die Zuschauer im Jahr 2006 an die Geräte locken konnten. Kleine Randbemerkung: Die NBA schaffte es mit keiner Übertragung in die Top Ten. Das sah früher mal anders aus. Hinweis: Die Kennziffer eins ist der Prozentsatz der eingeschalteten Geräte. Kennziffer zwei ist die Zahl der Haushalte in Millionen (Quelle: Sports Business Daily).

1 ABC (4. 1.) Rose Bowl): USC-Texas (BCS Championship) 21,7 (23,907)
T2 ABC (18. 11.) NCAA Football: Michigan-Ohio State 12,9 (14,316)
T2 ABC (2. 1.) Fiesta Bowl: Notre Dame-Ohio State 12,9 (14,184)
4 ABC (3. 1.) Orange Bowl: Penn State-Florida State 12,2 (13,490)
5 Fox (22.10.) World Series: Gm. 2: Cardinals-Tigers 11,5 (12,841)
6 NBC (19. 2.) NASCAR Nextel Cup: Daytona 500 11,3 (12,458)
7 CBS (3. 4.) NCAA Basketball Nat'l Championship: UCLA-Florida 11,2 (12,294)
8 Fox (19. 10.) NLCS: Gm. 7: Cardinals-Mets 10,8 (11,980)
9 Fox (26. 10.) World Series: Gm. 4: Tigers-Cardinals 10,4 (11,620)
10 Fox (27.10.) World Series: Gm. 5: Tigers-Cardinals 10,3 (11,492)

So sieht die Liste aus, wenn man die NFL berücksichtigt - nur die Rose-Bowl-Übertragung schaffte es in die Top Ten.

1 ABC (5. 2.) Super Bowl XL: Seahawks-Steelers 41,5 (45,734)
2 CBS (22. 1.) AFC Championship: Steelers-Broncos 23.6 (25,985)
3 ABC (4. 1.) Rose Bowl: USC-Texas (BCS Championship) 21,7 (23,907)
4 CBS (15. 1.) AFC Div. Playoff: Steelers-Colts 20,9 (23,051)
5 Fox (22. 1.)NFC Championship: Panthers-Seahawks 20,7 (22,856)
6 Fox (15. 1.) NFC Div. Playoff: Panthers-Bears 19,7 (21,718)
7 CBS (8. 1.) AFC Wildcard: Steelers-Bengals 18,9 (20,854)
8 Fox (3. 12.)NFL on Fox: Cowboys-Giants 17,6 (19,593)
9 CBS (14. 1.) AFC Div. Playoff: Patriots-Broncos 16,1 (17,784)
10 Fox (14. 1.) NFC Div. Playoff: Redskins-Seahawks 15,8 (17,394)