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2. September 2008
Wer die Wahl hat....
Basketballprofis in den USA haben ihre Ansichten. Mit denen über Politik halten sie gerne hinterm Berg. Die alte Angst, dass sie damit eine Gruppe von Sportfans mit ihrer Meinung vor den Kopf schlagen könnten, lässt sich nicht ausrotten. Umso bemerkenswerter: die beiden Blogger Gilbert Arenas, der bereits über seine privaten Verhältnisse sehr offen geschrieben hat, und Baron Davis, der ab der kommenden Saison bei einem anderen Club spielt: den Los Angeles Clippers. Es sind keine Geniestreiche, was die beiden verzapfen, aber kleine Farbtupfer in einer Welt, die eben einfach aus mehr besteht als nur aus dem quietschenden Geräusch von Schuhen auf Hallenböden und dem dumpfen Klang eines Balls beim Dribbling (via The Big Lead). Die Begründung von Arenas, dass er nicht wählt, weil er nicht registriert werden will, damit er nicht als Geschworener in einem Prozess herangezogen werden kann, ist übrigens von keiner Sachkenntnis getrübt. Obwohl nur amerikanische Staatsangehörige wählen und sich registrieren und nur amerikanische Staatsangehörige als Geschworene zum Einsatz kommen dürfen, weiß ich aus eigener Erfahrung, dass das regional zuständige Gericht seine Benachrichtungsschreiben auch an Leute richtet, auf die diese Kriterien nicht erfüllen. Sie müssen ihre Namenslisten also aus anderen Quellen beziehen. Ich würde sehr gerne mal die Erfahrung machen und in einer Jury sitzen und mit anderen zusammen Recht sprechen. Aber leider....
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1. Juli 2008
Der Baron nimmt seinen Hut
Kopfschütteln allerorten heute über eine Entscheidung von Baron Davis, die vordergründig betrachtet keinen Sinn macht. Der quirlige Spielmacher der Golden State Warriors hat die vertragliche Option genutzt und sich ein Jahr vor dem Auslaufen seiner Vereinbarung mit dem Club zum Free Agent erklärt. Auf dem Tisch blieben mehr als 17 Millionen Dollar brutto liegen. Mehr Geld als die allermeisten Spieler in der NBA verdienen. Weil Davis keine Anstalten macht, seinen Schritt zu erklären, wachsen Spekulationen wie Schimmelpilze auf feuchtem Brot – schnell und dunkel in der Farbe. Deadspin glaubt, Davis habe seinen Kummer mit Coach Don Nelson nicht vergessen. Die New York Times sieht alles im Zusammenhang mit den Geschehnissen bei den Los Angeles Clippers, wo sich gleich zwei Top-Leute in die Free Agency abgemeldet haben. Darunter der Filmproduzent Elton Brand.Davis hat übrigens gar nicht so viele neue Optionen auf einen langfristigen, hochdotierten Vertrag bei einer Mannschaft mit Titelchancen. Es sei denn, es kommt zu einer sogenannten Sign-and-Trade-Lösung, bei der das alte Team den Spieler vertraglich ausstattet und ihn gegen einen Posten Spieler von einem anderen Team tauscht. Wie sagt man so schön? Da muss man wohl abwarten, wie's weitergeht und welche Dominosteine noch fallen. So hat zum Beispiel Gilbert Arenas von den Washinton Wizards noch keinen neuen Vertrag. Profis, die lieber das letzte Jahr weitermachen wollen und auf Nummer sicher setzen, sind Ron Artest (Sacramento Kings) und Shawn Marion (Miami Heat). Sie wären gute Kandidaten für etwaige Tauschaktionen.
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