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13. Oktober 2008

Sperren und Sparen

Es ist keine Entscheidung auf dem Niveau des Kuranyi-Rauswurfs, aber es geht in die gleiche Richtung: Der junge Spielmacher Monta Ellis wurde vom Besitzer der Golden State Warriors für 30 Spiele gesperrt, weil er sich im Sommer bei einem Mopedunfall eine schwere Knöchelverletzung zugezogen und anschließend über die Ursache gelogen hatte. Erst nach ein paar Tagen zog er die falsche Behauptung zurück, die Geschichte sei bei einem privaten Basketball-Match passiert. Die Sperre kostet Ellis 3 Millionen Dollar Gehalt und wurde gegen den Willen von Chefmanager Chris Mullin und Trainer Don Nelson verhängt. Die hatten wohl eine Papa-Gnädig-Behandlung des Falls vorgesehen, obwohl Ellis gleich zwei Fehler begangen hatte: Mopedfahren (das hat er laut seinem Vertrag gefälligst zu unterlassen) und Lügen.

Die moralisch angehauchte Strafmaßnahme könnte allerdings einfach nur eine kluge Geldsparmaßnahme sein. Die Fahnen hängen schon überall in der Liga – symbolisch gesprochen – auf halbmast. In der NBA-Zentrale in New York wurde eine erste Kündigungswelle verordnet. 80 Mitarbeiter (das entspricht etwa 10 Prozent) werden entlassen, weil man befürchtet, dass sich die abschwächende Wirtschaft auf das Verhalten der Basketball-Kundschaft auswirkt. Tatsächlich dürfte diese Ersparnis in der Summe noch unter dem Gehalt von Commissioner David Stern liegen. Der hat nicht angekündigt, auf einen Teil seines Honorars zu verzichten.

Nachtrag: Eine wichtige Dimension der neuen Zeitrechnung wurde jetzt bei Vorbereitungsspielen in Las Vegas und Pittsburgh deutlich, also in Städten, die keine NBA-Teams haben. Dort waren die Hallen mal gerade zu drei Vierteln gefüllt.

1. Juli 2008

Der Baron nimmt seinen Hut

Kopfschütteln allerorten heute über eine Entscheidung von Baron Davis, die vordergründig betrachtet keinen Sinn macht. Der quirlige Spielmacher der Golden State Warriors hat die vertragliche Option genutzt und sich ein Jahr vor dem Auslaufen seiner Vereinbarung mit dem Club zum Free Agent erklärt. Auf dem Tisch blieben mehr als 17 Millionen Dollar brutto liegen. Mehr Geld als die allermeisten Spieler in der NBA verdienen. Weil Davis keine Anstalten macht, seinen Schritt zu erklären, wachsen Spekulationen wie Schimmelpilze auf feuchtem Brot – schnell und dunkel in der Farbe. Deadspin glaubt, Davis habe seinen Kummer mit Coach Don Nelson nicht vergessen. Die New York Times sieht alles im Zusammenhang mit den Geschehnissen bei den Los Angeles Clippers, wo sich gleich zwei Top-Leute in die Free Agency abgemeldet haben. Darunter der Filmproduzent Elton Brand.

Davis hat übrigens gar nicht so viele neue Optionen auf einen langfristigen, hochdotierten Vertrag bei einer Mannschaft mit Titelchancen. Es sei denn, es kommt zu einer sogenannten Sign-and-Trade-Lösung, bei der das alte Team den Spieler vertraglich ausstattet und ihn gegen einen Posten Spieler von einem anderen Team tauscht. Wie sagt man so schön? Da muss man wohl abwarten, wie's weitergeht und welche Dominosteine noch fallen. So hat zum Beispiel Gilbert Arenas von den Washinton Wizards noch keinen neuen Vertrag. Profis, die lieber das letzte Jahr weitermachen wollen und auf Nummer sicher setzen, sind Ron Artest (Sacramento Kings) und Shawn Marion (Miami Heat). Sie wären gute Kandidaten für etwaige Tauschaktionen.

28. März 2008

Liga gibt Cuban contra

Mark Cuban, der selbst ernannte Chefideologe in allen Fragen der neuen Medien, der neuen Basketballwelt und aller restlicher Fragen, die man ihm stellt, darf in der NBA noch immer nicht alles das machen, was er möchte. Neulich hat er die Blogger aus der Umkleidekabine der Mavericks hinausgescheucht (um ehrlich zu sein: es war einer). Nun hat die Liga in New York den Sachverhalt aufgegriffen und entschieden: So geht das nicht. Wie reagiert Cuban? Gagamäßig. Jetzt will er, dass alle Blogger kommen. Er möchte nämlich belegen, dass dann plötzlich genau das passiert, was er prophezeite, als er den einen Blogger aussperrte: Dass in der Kabine nicht genug Platz für alle ist. In dieser Saison müssen wir allerdings nicht mehr mit viel Andrang rechnen. Die Mavericks sind dabei, sich aus den Playoffs hinauszuspielen. Die Niederlage am Donnerstag in Denver gegen einen der zwei Rivalen um Platz 8 der Conference-Tabelle war bezeichnend. In der ersten Hälfte war das Fehlen von Dirk Nowitzki überhaupt kein Problem. Die Mannschaft spielte schnell. Jason Kidd traf endlich mal den Korb und schwuppidiwupp hatte Dallas eine Führung von 70:60 herausgespielt. Das war der Halbzeitstand (fast so wie in den alten Zeiten, als Nellie noch am Ruder war). Aber für ein ganzes Match reichte die Energie nicht. Und so ging die Partie verloren. Und zwar deutlich genug. Samstag gibt es die nächste Abreibung - gegen die Golden State Warriors.

29. Januar 2008

Der Klingelbeutel: Webber heuert in Golden State an

DIE BOMBE ist gebastelt: Chris Webber hat in einer Email an die Nachrichtenagentur AP bestätigt, dass er wieder bei den Golden State Warriors anheuert. Jetzt warten wir auf die zündenden Momente und auf den Lärm, wenn's knallt. Die Ausgangslage haben wir schon vor ein paar Tagen beschrieben - in froher Erwartung, dass sich das Gerücht als echte Nachricht herauskristallisiert.

DAS GANZE THEATER vor zwei Jahren in Philadelphia hat Terrell Owens eine Menge Geld gekostet. Ein Schiedsmann, den die Spielergewerkschaft angerufen hatte, entschied den Streit mit den Eagles zu Ungunsten des Wide Receivers, der damals wegen seiner Aktionen vom Team gefeuert wurde und heute bei den Dallas Cowboys spielt. In Texas gab er neulich eine Heuleinlage und war vorher schon mal wegen Suizidverdacht im Krankenhaus. Der wirtschaftliche Verlust - Owens muss einen erheblichen Anteil des Bonus zurückzahlen, den er bei der Vertragsgunterzeichnung in Philadelphia bekommen hatte, liegt bei insgesamt 1,725 Millionen Dollar.

DIE FINANZIELLE BASIS der WNBA scheint gesichert. Die Liga und die Spielerinnen einigten sich auf einen Tarifvertrag über eine Laufzeit von sechs Jahren. Zusatzinfo: In Seattle, wo die Weichen für einen Umzug der SuperSonics nach Oklahoma City gestellt werden, konnte eine Gruppe von Investoren vor kurzem das WNBA-Team aus dem Konglomerat herauskaufen. Das Team - Seattle Storm - kostete die neuen Besitzer 10 Millionen Dollar. Die Liga mit ihren 14 Mannschaften spielt jeweils im Sommer, wenn die Männer pausieren.

26. Januar 2008

Webber und die Warriors - Klempner Nelson bastelt an einer Bombe

Von all den Gerüchten, die durch die NBA tingeln, wo man in fast jeder Stadt ständig das Gefühl hat, das die betreffende Mannschaft umgebaut werden sollte oder wenigstens noch einen guten Mann als Verstärkung braucht, ist dies das beste: Die Golden State Warriors und Chris Webber reden über eine Reunion. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Der Mann, der Mitte der neunziger Jahre im Handstreich eine Playoff-Mannschaft ruinierte und dem damals schon extrem wagemutigen Don Nelson den Job kostete, soll an seinen alten Arbeitsplatz zurückkehren? Warum nicht? Dann darf man zwar annehmen, dass in Webber eine gewisse Maso-Masse blubbert. Aber das muss ja Nelson nicht stören. Vorausgesetzt, der inzwischen 34jährige rennt auf seinen schlabbrigen Knien noch schnell genug nach vorne und beim Gegenangriff wieder zurück.

Ehe irgendjemand die Geschichte dementiert, wollen wir rasch zurückblenden in jene Zeit vor der Rookie-Salary-Cap, in der der Nachwuchs aus dem College mit Ansprüchen in die Liga kam, die geradezu grotesk waren. Webber hatte gerade mit Michigan ("Fab Five") eine gute Show abgezogen und Erwartungen geweckt (genauso wie seine Nebenleute Jalen Rose und Juwan Howard, die wie er später diese Erwartungen komplett enttäuschten, aber ihren Ruf blendend in enorme Verträge ummünzen konnten). Und Nelson hatte sich total in den Forward verguckt. So sehr, dass er den Orlando Magic, die ihn dank ihrer Position in der Draft, gezogen hatten, folgendes zum Tausch offerierte: Penny Hardaway und die völlig überkandidelte Zahl von drei Erst-Runden-Draft-Picks. Dann kam der nächste Fehler: Webber erhielt einen 15-Jahres-Vertrag und eine Garantie von damals unerhört üppigen 74 Millionen Dollar.

Die Sache hatte einen Haken. Webber konnte bereits nach einem Jahr Ultimaten stellen. Und weil ihm die Regieanweisungen von Nelson nicht gefielen, er aber glaubte, er sei bereits ein großer Star, kam es zu einer Trennung. Nelson bekam im Tausch mit den Washington Bullets (heute Wizards) seine drei Picks wieder, aber auch einen schwächeren Spieler: Tom Gugliotta. Die Golden State Warriors schafften danach nie wieder die Playoffs. Erst im letzten Frühjahr gelang ihnen dieses eigentlich mediokre Arbeitsziel - im ersten Jahr nach der Rückkehr von Don Nelson.

Die Episode kostete dem genialisch veranlagten Trainer viel von seiner Reputation und war indirekt für sein kurioses Scheitern in New York verantwortlich, wo sich Patrick Ewing mit ihm rieb und durchsetzte. Nelson verlor den Posten gegen Ende der regulären Saison bei einem Zwischenstand von 34:25 Siegen (man möge das mit der Arbeit von Isiah Thomas vergleichen, der das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster wirft, rein gar nichts zustande bekommt und noch immer die Knicks coacht).

Angeblich haben sich die beiden Streithammel inzwischen versöhnt. Möglich. Irgendetwas sagt einem, dass Nelson mit dem Manöver mehr vor hat als eine alte Scharte auszuwetzen und den generösen Großvater raushängen zu lassen. Mehr als nur anzudeuten, dass die beiden damals zusammen etwas auf die Beine hätten stellen können. Aber das wird er uns nicht sagen. Nellie-Ball ist eine Wissenschaft für sich.

7. Januar 2008

Ein Fall von Heimweh

Der amerikanische Spruch, der da lautet You can never go home again, ist die Reclam-Ausgabe eines großen Gedankens aus der griechischen Philosophie. Heraklit (Bild) hat damals gesagt: "Du kannst nicht zweimal in denselben Fluss steigen." Dieser Satz ist so tief wie das Wasser, an das er dabei gedacht haben muss. Der Junge hatte nicht umsonst den Beinamen "der Dunkle". Er hat sehr viel mehr verfasst, als ein paar Aphorismen. Und das, obwohl er die meisten seiner Mitmenschen, sagt Wikipedia, für Unbelehrbare gehalten hat, "die ihre trügerische Realitätswahrnehmung selbst dann nicht hinterfragen, wenn man ihnen den Logos so gründlich wie nur möglich entwickelt."

Trügerische Realitätswahrnehmung baut eine schöne Brücke über den großen Teich zurück zu den Amerikanern, von denen zwar viele diesen zitierten Spruch kennen. Aber danach nach leben wollen sie nicht. Die Wunschvorstellung, dass es das doch geben könnte - Heimkehr, Rückkehr an einen vertrauten Ort - ist einfach stärker als die Sache mit dem Logos.

Warum einem das in den Sinn kommt? Man braucht nur zu lesen, dass die Golden State Warriors überlegen, den alternden Aufbauspieler Gary Payton zu verpflichten, der auf den Straßen von Oakland groß geworden ist, dann passiert das von ganz alleine. Denn dann fällt einem ein, dass schon andere Basketballer diesen Zug zur Vergangenheit entwickelt haben, der nichts bringt: Stephon Marbury aus Coney Island, einem Teil von Brooklyn (zu den New York Knicks). Und das blüht auch Ron Artest aus Long Island City, der in in Manhattan das College besucht hat, und der neulich deutlich signalisierte, dass er gerne in seine Stadt zurückkehren möchte.

Das Heimweh, besonders im Fall von New York, ist eigenartig. Es sei denn es wird im Fall solch bizarrer Geistesgrößen wie Marbury oder Artest von einer Hoffnung gespeist, hier die besseren Werbeverträge zu ergattern. Denn mit den Knicks ist kein Staat zu machen. Und die Nets, die demnächst in Brooklyn spielen werden, sehen auch nicht aus, als ob sie noch irgendwann mal Meister werden.

Da fällt einem noch ein Detail ein: So viele Basketballer der 50 besten in der Geschichte der NBA kamen aus New York. So viele wie aus keiner anderen Stadt: Julius Erving ("Dr. J."), Kareem Abdul-Jabbar, Bob Cousy, Nate Archibald, Lenny Wilkens, Dolph Schayes, Billy Cunningham. Aber keiner von denen kehrte während seiner Karriere zurück. Wilkens ließ sich vor kurzem von Isiah Thomas als Trainer anwerben und musste schon bald wieder gehen.

1. Juli 2007

Dallas und Golden State wieder gegeneinander: Diesmal geht's um Garnett

Der erste Bericht, der bestätigt, dass die Mavericks und Timberwolves seit Donnerstag ernsthaft darüber reden, wie man Kevin Garnett nach Dallas bringen kann. Reporter David Aldridge gehört zu den Autoren, die nur das schreiben, was sie wissen, und nicht nur im Nebel herumstochern. Aber offensichtlich ist das Wettrennen ziemlich stark besetzt. Mit dabei: die Golden State Warriors, die im Tausch jede Menge junge Leute zu bieten haben und sich finanziell durch den Verzicht auf Jason Richardson sehr verbessert haben.

29. Juni 2007

Fazekas ein Bringer? Die Rechenkünstler sagen ja

Nachdem die NBA-Saison vorbei war, gab es eigentlich keinen Grund mehr, sich bei den Statistikern von Wages of Win zu tummeln. Schon gar nicht, wenn man mit Mathematik so wenig anfangen kann. Die Zahlenmeister hatten ihre Schuldigkeit getan und zum Beispiel den Fall Iverson und den Aufschwung bei den Philadelphia 76ers ohne ihn vorab hinreichend gut vorausgesehen. Doch David Berri und seine Gastautoren haben nicht aufgehört, zu rechnen und zu schreiben. Und so finden wir dieser Tage auf WoW eine hübsche Aufstellung auf der Basis der Rechenformel des sogenannten Win Score bezogen auf die Draft-Aspiranten. Zusammengestellt wurde sie übrigens vor dem letzten Donnerstag. Umso reizvoller ist es, sie am Freitagabend zu studieren, einen Tag nachdem sich die Clubs entschieden haben. Denn tatsächlich bietet die Übersicht einen Knaller: Sie bewertet Nick Fazekas von der University of Nevada als den Spieler mit dem besten Win-Score-Wert - und zwar mit Abstand. An welcher Stelle wurde Fazekas gepickt? Als 34. in der zweiten Runde. Von wem wurde er gepickt? Von den Dallas Mavericks, die vorher keine Picks hatten und vermutlich froh waren, dass sie sich so spät noch ein solchen Spieler angeln konnten. Ein anderer Spieler, der aufgrund seinem Rang in der Statistik als regelrechter Gewinn eingestuft werden muss, ist Stephane Lasme aus Gabun von der University of Massachusetts, der mit dem 46. Pick von den Golden State Warriors genommen wurde. Wages of Win ist keine total sichere Einschätzungsgrundlage, aber eine überdurchschnittlich gute. Hier wurde bereits das Talent von Leuten wie Josh Howard und Carlos Boozer erkannt, ehe der Rest der Basketballwelt richtig hingeschaut hat.
Foto: flickr/creativecommons/mrjerz

Späte Revanche nach Playoff-Niederlage: Mavericks-Besitzer verklagt Ex-Trainer

Wäre da nicht der Nowitzki-Aufhänger würden wir uns eher selten mit Mark Cuban beschäftigen. Der Mann ist selbstdarstellungstechnisch ziemlich eindimensional unterwegs. Aber diese Geschichte wäre trotzdem eine Meldung wert. Denn so etwas gab es in der NBA noch nie: Cuban, Eigentümer der Dallas Mavericks, hat seinen ehemaligen Trainer Don Nelson verklagt, weil der seinen Sieg über sein altes Team in der ersten Playoff-Runde mit Hilfe von Betriebsgeheimnissen zustande gebracht habe. Diese Information hat Nelsons Anwalt ausgeplaudert, der schon seit einer Weile dem derzeitigen Coach der Golden State Warriors dabei hilft, einen finanziellen Anspruch von 6,5 Millionen Dollar in ausstehenden Gehaltszahlungen gegen Cuban durchzudrücken. Nelson, früher mal in Doppelfunktion als Trainer und Manager in Dallas tätig, hatte zuletzt nur noch eine Rolle als Berater. Pikanter Nebenaspekt: sein Sohn ist (immer noch) für den Basketballbetrieb bei den Mavericks verantwortlich.

Es gibt in den USA viele seltsame Rechtsstreitigkeiten. Aber nicht alle werden am Ende auch verhandelt. Richter haben die Befugnis, jedweden baren Unsinn von vornherein abzulehnen. Diese Geschichte hat jedoch abseits aller vordergründiger Absurdität (was ist ein Betriebsgeheimnis in einem Sportclub? Die Doping-Dosis für die Teammitglieder?) den Hauch eines Musterprozesses, der für den ständig wachsenden Sportkommerz und seine Vertragsrealität von Belang sein könnte. Dass Cuban mit seinem Prozess durchkommt, ist unwahrscheinlich. Die Gegenattacke dürfte eher ein Versuch sein, vor einem Schiedsgericht einen Verhandlungsstand zu erreichen, der ihm ermöglicht, Nelson weniger Geld hinterherzuwerfen (via deadspin und Uwe Blog).
Blick zurück: Nellies Welt ist voller Wendungen
Blick zurück: Playoff-Betrachtungen
Blick zurück: Nelson wechselt zu Golden State

20. Juni 2007

Strafe für Ballermann Jackson: Putzen, Anstreichen - stundenlang

Ich habe noch nicht gesehen, wie groß das blaue Auge ist, mit dem Basketball-Profi Stephen Jackson von den Golden State Warriors heute davon gekommen ist. Den Namen von seinem Anwalt sollte man für alle Fälle in sein Adressverzeichnis aufnehmen. Der Mann versteht was von seinem Beruf. Jackson hatte im letzten Oktober vor einem Strip-Club in Indianopolis mit seiner Pistole herumgeballert und war deswegen angeklagt worden. Eine Gefängnisstrafe schien unvermeidlich, da er mit der Tat gegen die Bewährungsauflagen verstoßen hatte, die er sich wegen seiner Rolle beim Artest-Zwischenfall in Detroit eingehandelt hatte (beide rannten 2004 in einem Match der Indiana Pacers gegen die Detroit Pistons auf die Zuschauertribüne, um sich mit Fans zu prügeln. Das wurde nicht nur von der NBA geahndet, sondern auch von der Justiz). Das Problem ist quasi vom Tisch (wenn er sich von jetzt an mehr am Riemen reißt und nicht wieder gegen irgendwelche Gesetze verstößt). Nachdem er sich in der Ballermann-Geschichte schuldig erklärte, erhielt er eine Geldstrafe von 5000 Dollar und muss 100 Stunden sogenannten Community Service leisten. Darunter kann man vieles verstehen. Die Staatsanwälte wollen, dass er in einer sozialen Einrichtung putzt und anstreicht und nicht etwa den Insassen das Basketballspielen beibringt. In Detroit kam er ebenfalls mit Community Service davon. In diesem Fall werden es zehn Tage sein.

Die Pacers hatten Jackson im Laufe der Saison im Rahmen eines Spielertausches nach Oakland zu den Warriors geschippert. Dort gehörte er zu den wichtigsten Akteuren, die die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki in der ersten Runde aus den Playoffs kegelten.

Wie ist das normale Leben für jemanden wie Stephen Jackson? Dieses Video aus seiner Zeit mit den Pacers zeigt einen ganzen Tag. Von Waffen war nicht die Rede.

17. Mai 2007

Es ist Nellies Welt. Und wir sind nur die staunenden Gäste

Ja, so sind sie Meistertaktiker unter den Trainern: Sie spielen alles herunter. Alles, inklusive ihrer eigenen Ambitionen. Und so spielt Don Nelson in diesen Tagen den Mann, der mit dem Gedanken liebäugelt, endgültig von der Bühne abzutreten. Mit 67, einem dicken Bankkonto und einer Episode Prostata-Krebs im Rückspiegel ist das mehr als verständlich. Aber vermutlich macht er das alles nur: um - erstens - laut und deutlich gebeten zu werden, in seiner Rolle als Wunderheiler der Golden State Warriors weiterzumachen, um - zweitens - dem Management klar zu machen, dass sie in dieses Team noch gehörig investieren müssen, wenn im nächsten Jahr auch nur eine ähnliche Leistung herauskommen soll, um - drittens - davon abzulenken, dass Stephen Jackson demnächst ins Gefängnis muss und um - viertens - jedwede Erwartung seitens der Öffentlichkeit an ihn herunterzuschrauben. Nelson, der geniale Dirk Nowitzki-Steve Nash-Josh Howard-Entdecker, der noch mit keiner Mannschaft auch nur im Finale war, tickt nämlich anders. Der hat vermutlich schon vor langer Zeit diese Wahnvorstellung abgewählt, wonach man mindestens einmal NBA-Meister gewesen sein muss, um als Meister seines Fachs akzeptiert zu werden. Der will einfach nur spielen - mit sich und seiner Fantasie, mit uns, mit seinen Basketballern und dem Leben als solchen. So gesehen kann man nur sagen: Don't go, Nellie, wir brauchen dich.

16. Mai 2007

Ende der Fahnenstange für die Warriors

Nellie-Ball war zwar gegen die harmlosen Mavericks gut genug. Gegen die ambitionierten Utah Jazz reichte es nicht. Das heißt: Es reichte meistens für drei Viertel oder ein bisschen mehr, aber so gut wie nie am Schluss der Spiele. Das war am Dienstagabend in Salt Lake City erneut zu sehen. 87:100 aus Sicht der Golden State Warriors war alles, was die Gäste herausholen konnten, die selbst in guten Momenten nie den Eindruck machten, als könnten sie das Playoff-Aus noch wenden. In den Phasen, in denen es lief, produzierten sie einen Haufen hastiger Abspielfehler. In den Zeiten, in denen es klemmte, zeigten sich die blank gescheuerten Nerven. 4:1 für Utah, das im Western Conference Final auf den Sieger der Serie zwischen den Phoenix Suns und den San Antonio Spurs wartet.

Vieles spricht für die Spurs, die mit ihren biederen Gesichtern so aussehen, als würden sie keinem etwas zu Leide tun können. Wohl kaum: Abgesehen von Bruce Bowen macht sich auch Robert Horry gerne die Hände schmutzig. Und nachdem er Steve Nash am Montag aufs Kreuz legte und daraufhin Amare Stoudamire und Boris Diaw Richtung Spielfeld rannten, sieht die Sache ziemlich gut aus. Horry wurde zwei für zwei Spiele gesperrt. Aber die beiden Suns-Spieler dürfen am Mittwoch in Match 5 ebenfalls zuschauen. Die Provokation hätte nicht wirkungsvoller ausgehen können. Das hat sich die NBA selbst eingeschenkt, dass sie unappetitlich spielende und auf unattraktive Weise gewinnende Mannschaften auf diese Weise weiterkommen lässt. Die Einschaltquoten von Spurs-Spielen sind legendär niedrig. Hier die Horry-Szene und die Reaktionen der Spieler, die zu den Sperren führten:

13. Mai 2007

Golden State macht schlapp

Die Golden State Warriors haben vor ein paar Tagen eine seltene Chance vergeben, gegen einen starken Gegner die Tür zum Conference Final aufzustoßen. Die Mannschaft verschenkte im zweiten Match gegen Utah kurz vor Schluss eine klare Führung und verlor in der Verlängerung. Nellies Männer waren müde. Das waren sie heute auch. Die Trefferquote war extrem schlecht und wurde gegen Ende noch schlechter. Baron Davis versenkte nicht mal mehr seine Freiwürfe. Utah Jazz ging mit 3:1 in Führung und ist jetzt in einer komfortablen Position: Golden State müsste drei Spiele in Folge gewinnen, um diesen Wettstreit für sich zu entscheiden. Danach sahen sie heute wirklich nicht aus. Endstand: 115:99.

12. Mai 2007

Golden State gewinnt Spiel 3

NBA-Schiedsrichter sind meistens Heimschiedsrichter. So auch am Freitagabend in Oakland, wo die Golden State Warriors mit Hilfe der Referees ihr bisher bestes Playoff-Spiel auf die Beine stellen konnten. Hätten sie sich nicht vor zwei Tagen in Salt Lake City kurz vor dem Ende den ziemlich sicheren Sieg aus der Hand nehmen lassen, lägen sie jetzt mit 2:1 vorne. So steht es 1:2 aus ihrer Sicht. Und die Begegnung am Sonntag ist erneut must-win. Der Höhepunkt war eine Szene im vierten Viertel, in der Baron Davis ein Dribbling mit einem Monster-Dunk abschloss, bei dem er den sprunggewaltigen Block-Spezialisten Andrej Kirilenko überwand. 125:105 lautete der Endstand.
Nachtrag: Der Herr Baron persönlich, ohne Trittleiter und das Gesicht seines spindeldürren Widersachers auf Video. Das Ding wird in diesen Playoffs noch oft zu sehen sein.

9. Mai 2007

Utah gewinnt auch Spiel 2 gegen die Warriors

Wenn sie keine Mittel finden, die Kreise von AK-47 zu stören, haben die Warriors keine Chance, die Serie zu gewinnen. Denn knapp verloren ist auch verloren. So wie heute abend in Salt Lake City, wo die Utah Jazz mal wieder mit rasantem Tempo und hochkonzentriert und motiviert gespielt haben und sich kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen haben. Golden State lag vorne und ließ sich das 113:113 einschenken und musste in die Verlängerung. Gegen Ende war Kirilenko nicht auf dem Platz. Er hatte den größten Teil seiner Arbeit schon geleistet. Als er in der Verlängerung mit seinem sechsten Foul vom Platz musste, hatte Utah das Ding im Griff. Endstand: 127:117.

Was einem zunehmend auf den Keks geht, ist die Einkleidungspolitik für Zuschauer. Nachdem man in Miami im letzten Jahr die Zuschauer aufforderte, in weißen Hemden, Blusen oder T-Shirts in die Halle zukommen, wurden in diesem Jahr die Fans der Warriors komplett in gelbe (nicht rote) T-Shirts mit der Aufschrift "We believe" gesteckt. In Salt Lake City sah man sich jetzt veranlasst, die Masse auf blau zu trimmen. Das Maß an Gehirnwäsche hat schon fast nordkoreanische Züge.

Sonderaspekt: Point Guard Derek Fisher (dreifacher Meister mit den Los Angeles Lakers) fehlte beim ersten Match, weil er bei seiner Tochter in New York im Krankenhaus war. Das Mädchen leidet unter einem lebensgefährlichen Augenkrebs. Er flog am Mittwoch nach Utah zurück, wurde in der zweiten Hälfte eingewechselt und erwies sich als höchst wirkungsvoller Verteidiger. Golden State sollte in eigener Halle in der Lage sein, mehr zu bieten und die nächsten beiden Begegnungen am Freitag und Sonntag gewinnen. Aber danach wird sich Utah durchsetzen. Leider.

8. Mai 2007

Utah gewinnt Spiel 1 gegen die Warriors

Die Warriors waren besser als die Jazz, aber sie spielten am Ende einen Hauch zu überheblich und vertändelten den Ball zu oft. Die Refs lagen meistens richtig. Außer im Fall von Stephen Jackson, zu dessen Gunsten man offensichtlich keine Fouls pfeifen wollte. Em Ende: 116:112 für Utah, das das Tempo mitging und mit Boozer und Kirilenko ein beachtliches Rebound- und Block-Duo haben. Am Mittwoch geht's in Salt Lake City weiter.

Die Chicago Bulls sind überfordert. Vor allem weil sie den Korb nicht treffen. Das könnte eine schnelle Sache werden. Die Detroit Pistons liegen nach dem klaren 108:87 mit 2:0 vorne. Spiel 3 am Donnerstag in Chicago.

3. Mai 2007

Mavericks gegen Golden State, Folge 6: "Eine inzestuöse Nebenhandlung nach der anderen"

Foto: flickr/creative commons/Bryce Edwards
Originally uploaded by bryce_edwards.
Wie stimmt man sich auf den vorzeitigen Abschied von Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks aus den diesjährigen Playoffs ein? Am besten mit ein bisschen Lesen. Da war zum Beispiel heute dieses sehr gelungene Kompakt-Stück von Michael Wilbon in der Washington Post, in dem der erfahrene Kolumnist (mittlerweile durch seine Mitwirkung in der ESPN-Quassel-Show Pardon the Interruption ein paar mehr Leuten ein Begriff) seine Begeisterung für die Serie gegen die Golden State Warriors kund tut. Kurz und knapp: Wenn die NBA jedes Jahr derartige Begegnungen aufbieten könnte, wäre sie bald wieder ein Quotenknüller (genau so sagt er es nicht, aber das ist die zwingende Schlussfolgerung aus seiner Eloge).

Die Serie enthalte "eine inzestuöse Nebenhandlung nach der anderen", schrieb Wilbon genussvoll - mit Vater gegen Sohn (Nelson vs. Nelson), Mentor gegen Zögling (Nelson vs. Johnson), Architekt gegen Gebäude (Nelson vs. das von ihm im Laufe der Jahre zusammengebaute Team) und verärgerter Ex-Chefmanager gegen ehemaligen Arbeitgeber (Nelson vs. Cuban). Das freut den Kolumnisten, der heimlich immer hofft, dass die sehr sachliche Art und Weise, mit der die meisten NBA-Spieler und -Trainer ihrem Beruf nachgehen, doch mal so richtig überbrodelt und auf die Fans überschwappt, die eine Halle phonmäßig an den Rand des Erträglichen bringen.

Ja, sie meckern gerne, die Herren Kolumnisten, wenn Ron Artest auf die Zuschauertribüne rennt und Fans des anderen Teams vertrimmt. Und wenn Carmelo Anthony einem Weichei auf der anderen Seite einen Kinnhaken verpasst. Aber wenn die Missetäter mit Hilfe von Sperren und Strafen und allerlei Verhaltensmaßregeln zu braven Waisenknaben werden, hat der Kolumnist wieder was zu meckern. Denn plötzlich fehlt dem Geschehen die kribbelnde Rivalität. Aber nur wenn Spannung herrscht, macht das Zuschauen (und das lange Aufbleiben) wirklich Spaß. Wie schreibt Wilbon über Mavericks gegen Warriors? "Es ist bei weitem nicht der beste Basketball, den wir je gesehen haben. Aber man kann sich nur schwerlich ein besseres Unterhaltungsprogramm vorstellen." D'accord.

Ebenfalls zu empfehlen: dieser Beitrag von Bill Simmons, der auf der Webseite von ESPN die Liga der Meinungsschreiber anführt. Diesen Satz sollte man sich vor allem merken: "Das Schicksal eines Basketballspiels hängt von der Verbindung zwischen Spielern und Fans ab." Dann watscht er die Zuschauer ab, die im vergangenen Jahr in ihren weißen Hemden in Miami die Halle füllten. "Ihr habt dem Jumbotron gehorcht, habt euch nach den musikalischen Einlagen gerichtet und euren Zweck erfüllt. Mit anderen Worten. Ihr wart so wie jedes andere NBA-Publikum."

Nur zwei Clubs haben seiner Meinung nach ein kultiviertes, gebildetes Publikum mit Zuschauern, die seit 30 bis 40 Jahren zu den Spielen kommen und jede Nuance eines Basketballspiels verstehen. "Die brauchen keinen Jumbotron, um ihnen auszuhelfen. Zur Hölle, sie wollen keinen Jumbotron, um ihnen zu auszuhelfen." Wo sind diese Fans? In Oakland und in Manhattan. Die Anhänger der Golden State Warriors - das sind die, die auch zu Streetball-Turnieren in Rucker Park gehen würden, weil sie sich einfach nie satt sehen können an einer explosiven, zirsensischen Sportart. Die Anhänger der New York Knicks - das sind intelligente Snobs mit Anspruchsdenken und der Kohle, jedes Jahr ihre immer teurer werdenden Jahreskarten zu erneuern und die wissen, dass die eigentlichen Wurzeln dieses Spiels in New York liegen. Egal, was die Leute von der Hall of Fame in Springfield/Massachusetts ihren Besuchern auch weis machen wollen (Wie es der Zufall so will, habe ich vor zwei Monaten nach meinem letzten Besuch im Madison Square Garden so etwas angedeutet, allerdings nicht so durchdacht und gut formuliert wie Simmons.) Der wagte auf der Basis dieser Gedanken und der Erfahrungen der letzten Tage folgende Prognose: "Ich glaube nicht, dass die Dallas Mavericks des Jahres 2007 das Herz haben, um sich in Oakland durchzusetzen. Nicht angesichts der Tatsache, dass die Warriors-Fans Blut riechen und - besser als alle anderen in der jüngsten Zeit - eine der elektrisierendsten/tollwütigsten/emotionalsten/verrücktesten Atmosphären aller Zeiten schaffen."

Unter denen dürften nicht wenige sein, die auf die Warriors gewettet haben, als die Quote noch bei 9:1 stand. Die Leute, die solche Wetten angeboten haben, dürften heute abend ziemlich arm werden.

2. Mai 2007

Es gibt keine Angstgegner im amerikanischen Sport

Wenn man die zwei Worte "Dallas" und "Angstgegner" bei Google eingibt, wird eine lange Liste an Fundstellen mit Berichten aus den Online-Ausgaben deutscher Zeitungen und aus den Newsportalen hochgespielt. Die Liste wird mit jedem Spiel in der ersten Playoff-Runde zwischen den Mavericks und den Golden State Warriors länger. Meine Lieblings-Überschrift lautet "Angstgegner schockt Dallas...". Das Sprachungetüm kam aus Österreich, wo man eine sehr hübsche Formulierung für den ziemlich unsinnigen Begriff "reguläre Saison" verwendet, den ich mir in Zukunft vielleicht auch zu eigen machen werde: "Grunddurchgang" (ich benutze "reguläre Saison" aus lauter Hilf- und Phantasielosigkeit und würde mir das gerne abgewöhnen).

Aber zurück zum "Angstgegner". Die Houston Rockets haben offensichtlich ebenfalls einen - die Phoenix Suns. Genauso wie die Toronto Raptors - und zwar die Chicago Bulls. Die inflationäre Verwendung dieses Begriffs wäre nur halb so kurios, wenn es das Wort (beziehungsweise sein Äquivalent) überhaupt in den USA gäbe. Aber dem ist nicht so. Es existiert nur in Großbritannien ("bogey team"). Ein weiteres Beispiel für den alten Spruch von George Bernard Shaw, die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich seien ein Land, das durch eine gemeinsame Sprache geteilt sei.

Warum gibt es keine Angstgegner in den USA? Amerikanische Sportler und ihr Umfeld strotzen vor Selbstbewusstsein. Sie haben keine Angst vor niemandem. Sie sind die Meister des positiven Denkens und glauben an die Kraft der Emotionalität. Amerikaner sind Wettkampftypen, die danach streben, sich im entscheidenden Moment zu steigern und scheinbar unüberwindliche Hürden zu überwinden.

Manche sind trotzdem neidisch auf eine solche Vokabel, auch wenn sie nicht ganz genau verstehen, was sie bedeutet. Dies ein willkürliches Beispiel aus einem Schachforum: "The Germans have a rather splendid word ... angstgegner. I think this means an awkward opponent whom one always loses to despite roughly equal ratings, although I'm not sure of the exact literal translation."

Dallas gewinnt

Die Dallas Mavericks dürfen nach Oakland fliegen. Bei ihrem 118:112-Sieg am Dienstagabend in der eigenen Halle haben sie sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Aber am Ende reichte es dann doch, weil Dirk Nowitzki kurz vor Schluss aus der Versenkung auftauchte. Donnerstag geht's weiter. Die Golden State Warriors liegen immer noch in Führung - mit 3:2.

1. Mai 2007

Der Dreier von B. Diddy, von dem alle schwärmen


Dies sind drei von fünf Punkten, die den Dallas Mavericks am Sonntag in letzter Sekunde von Baron Davis, Spitzname B. Diddy, eingeschenkt wurden (und zwar am Ende der ersten Halbzeit). So etwas sieht man nicht alle Tage. Die anderen beiden Punkte kamen am Ende des dritten Viertels am Ende eines rasanten Dribblings über gesamte Länge des Spielfelds, bei dem Davis Jason Terry schlecht aussehen ließ. Der Endstand aus Sicht der Golden State Warriors: 103:99 zeigt: Solch ziemlich glücklichen Treffer zur rechten Zeit machen manchmal die Differenz zwischen Erfolg und Niederlage aus (via Mavericks Blog der Dallas Morning News).