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8. Februar 2008

Ein besonderer Termin

Nächsten Freitag und Samstag findet in Dortmund eine Konferenz mit 25 Workshops statt, die unter dem Titel "Unter Druck - Qualitätssicherung im Sportjournalismus" ein paar drängende Fragen für den Mediensektor anpackt:

• Die Propagandamaschine: Wie Sport, Wirtschaft und Politik Journalismus behindern und Sportjournalisten instrumentalisieren
• Die Online-Revolution oder: Sind Blogger die besseren Sportjournalisten?

Die Liste von Referenten ist lang und schließt ein paar starke Persönlichkeiten aus dem Blog-Bereich ein: Kai Pahl (dogfood) von allesaussersport) und Oliver Fritsch von Indirekter Freistoß, Direkter Freistoß und Hartplatzhelden. Neben einer stattlichen Reihe von Journalisten, die vor einiger Zeit mit dem neuen Sportnetzwerk dem etablierten Berufsverband den Rücken zugedreht haben, sind auch mehrere Wissenschaftler vertreten. Was daran liegt, dass die Veranstaltung zusammen mit dem Institut für Journalistik der Universität Dortmund ausgerichtet wird. Das Zielpublikum: Nachwuchsjournalisten.

Wer die Liste der Referenten bis zum Schluss durchliest, wird sehen, dass auch American Arena vertreten sein wird. Klare Sache: Das ehrt. Und es gibt den Anlass, nächste Woche eine kleine Aktion offiziell anzukündigen, über die erst mal noch nichts verraten wird. Spannung soll sein.
Blick zurück: Das war der erste Beitrag in diesem Blog - es ging um ein Buch und um das Sportnetzwerk

20. Juli 2006

Vetternwirtschaft

So steht's ganz offiziell und nüchtern auf der Website www.sportnetzwerk.org:
Am 10. Juli ist das erste Buch des sportnetzwerks erschienen. Der Sammelband Korruption im Sport - Mafiose Dribblings, organisiertes Schweigen, für den 24 Journalisten, Wissenschaftler, Juristen und Sportfunktionäre aus neun Ländern zwei Dutzend Kapitel zugearbeitet haben, umfasst 320 Seiten.
Mein persönlicher Beitrag ist im Vergleich zu den anderen Texten eher bescheiden und weit weniger brisant. Er beginnt auf Seite 289: "Vetternwirtschaft jeder Art" - ein ausführlicher Bericht über den größten Skandal in der Geschichte des amerikanischen NOK. Die Affäre zeigt vieles. Unter anderem wie eine angeblich so transparente Institution des Sports ohne Aufsicht aus den Medien und dem Parlament alle ethischen Grundsätze ignoriert.

Mehr über das Buch (18,60 Euro) findet man hier.

Was ist das sportnetzwerk? Ein erstes ernsthaftes Kontrastprogramm zu einer inhaltlich anspruchslosen Berufsorganisation, dem Verband deutscher Sportjournalisten, dessen Repräsentanten sich auf den Schlips getreten fühlen, weil dieser vorerst lose Zusammenschluss eine Diskussion drängender sportjournalistischen Themen voranzutreiben versucht. Es geht um die Suche nach besseren Inhalten: um Recherche statt Quote, Distanz statt Nähe, um Analyse statt Stimmungsmache, um Berichterstattung statt Präsentation.