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24. November 2008

Tiger sucht neuen Tank

Ein Zeichen der Zeit oder so etwas wie eine Wasserstandsmeldung in Sachen Sponsoren und Sport: General Motors und Tiger Woods haben sich gütlich voneinander getrennt. Der beste Golfer der Welt, der einst für die altväterliche Marke Buick angeworben worden war, die aber im Laufe der Jahre um keinen Deut umpositioniert wurde, war vermutlich ohnehin nie der ideale Imagepartner. So einen Mann will man doch nicht mit einer Kutsche mit wabbelweichen Stoßdämpfern und randhohem Teppichboden sehen. Der gehört doch eher zu Aston Martin, Maserati oder Lamborghini – also zu solchen Schlitten, die er mal früher bei seinen Abstechern nach Deutschland auf der Autobahn ausprobiert hat. Dass er einen neuen Vertrag bekommt, darf man annehmen. Vielleicht werden andere Firmen ein bisschen vorsichtig sein beim Bieten (General Motors droht der Bankrott). Ich denke mal, die deutschen Firmen werden sich alle bemühen, aber vielleicht dann doch lieber den Japanern den Vortritt lassen. Wenn ich raten darf, wer das Rennen macht? Lexus (gehört Toyota). Die haben ganz tiefe Taschen und könnten eine Figur auf der Kühlerhaube wie Woods gut gebrauchen.

Buick
-Werbespots mit Tiger Woods, wo nicht immer alles gleich mit dem erste Take geklappt hat:

19. August 2007

Amerikas größter Olympia-Sponsor zieht sich zurück

Und dann kam irgendwann der Tag, an dem der Vorstand des Automobilkonzerns General Motors die vorliegenden Zahlen genauer betrachtete und feststellte, dass es sich wirklich nicht rentiert, pro Jahr 100 Million Dollar in die mit den Olympischen Spielen verbundenen amerikanischen Sportler und Sportverbände und die dazugehörige Werbung im Fernsehkanal NBC zu investieren. Und dann taten sie, was alle Leute tun würden, die rechnen können: Sie erklärten ihre Rolle als Sponsor für beendet. Wirksam wird die Maßnahme nach den Spielen in Peking im kommenden Jahr. Wie die US-Verbände das riesige Loch stopfen wollen, ist niemandem klar. Dass das Geld weiter aus der Autoindustrie kommen wird, gilt als unwahrscheinlich. Detroit pfeift aus dem letzten Loch und macht Milliardenverluste. Die einzigen Wirtschaftszweige, die wirklich gut verdienen - Rüstung, Pharma und der Elektronikbereich - werden sich schwer tun, das Geld übrig zu machen, um sportliche Wettbewerbe zu finanzieren, die sich allmählich von innen heraus selbst aushöhlen (Stichwort: Doping). Sollte Chicago den Zuschlag für die Spiele 2016 bekommen, gibt es vielleicht noch mal Motivation.