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30. März 2007

Boca-Hooligan-Chef tritt vierjährige Gefängnisstrafe an

Argentiniens berühmtester Hooligan hat sich nach einer dreiwöchigen Flucht vor der Polizei am Donnerstag in Buenes Aires den Behörden gestellt. Auf ihn warten vier Jahre Gefängis wegen eines Zwischenfalls aus dem Jahre 1999. Der Knabe heißt Rafael Di Zeo und ist Chef von La Doce, die sich für Boca Juniors prügeln. Zahlreiche Freunde hatten sich vor dem Polizeigebäude versamelt und applaudierten ihm, meldete Reuters über den Moment, in dem sich Di Zeo zeigte (via The Offside)
Blick zurück: Argentiniens Hools als McKinseys ihrer mexikanischen Kollegen unterwegs

19. März 2007

ESPN hofft auf Quotenknüller: "Schere, Stein, Papier"

Die zwei Seiten der amerikanischen Art, mit Sport umzugehen: Die eine Seite (wir inszenieren Sport) - ESPN hat die Absicht, "Schere, Stein, Papier" ins Fernsehen zu bringen, nachdem das mit den Pokermeisterschaften so gut geklappt hat und Bud Light als Sponsor einsteigen will, um eine Meisterschaftsserie auf die Beine zu stellen. Der Bierbrauer hatte beim Super Bowl einen Werbespot, der das alte Spiel auf witzige Weise als Partygag einsetzte. Das Ganze ist nicht mal eine Premiere. Im letzten Jahr produzierte der Sender A&E erstmals ein Turnier, bei dem der Sieger 50.000 Dollar erhielt. In den USA läuft das Spiel (sagte jemand Sport?) unter Rock Paper Scissors und die Weltmeisterschaft nennt sich World RPS Championship (via Variety).

Die andere Seite (mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet): Die Polizei in Los Angeles bereitet sich rechtzeitig vor dem Auftauchen von David Beckham im Juli auf ein Phänomen vor, das es bisher in den USA noch nicht gibt: Hooligans. Das berichtet zumindest der Daily Star in London unter Hinweis auf Interviews mit Polizisten, die eine Spezialeinheit abstellen werden. Auf die Konfrontationen darf man gespannt sein. Amerikanische Ordnungshüter sind schwer bewaffnet, schießen gerne oder bearbeiten Leute, die sie einbuchten wollen, gemeinschaftlich mit Fäusten, Füßen und stumpfen Gegenständen (via The Offside)

15. Februar 2007

Angebot der Woche: Hooligans zu vermieten

Die argentinische Sportzeitung Olé hat gemeldet, dass Sport-Rowdies in Buenos Aires ein neues Betätigungsfeld gefunden haben. Sie lassen sich - gegen gute Gage - auch in anderen Ländern anheuern. Als Berater. Bisher hat man wohl nur Clubs in Kolumbien und Mexiko im Auge, weil dort das Sicherheits- und Aufsichtspersonal noch nicht richtig auf Zack ist und weil man sich dort, ganz nach guter alter Mafia-Manier Erpressungsgelder verdienen kann, die bei der guten alten Mafia auch euphemistisch "Schutzgelder" genannt werden. Die Nachricht bereitet Fußballanhängern in den USA, wie beim Blog The Sports Oasis, schon jetzt Sorgen. Schließlich ist die Grenze zu Mexiko so porös, dass jedes Jahr Tonnen von Kokain und hundertausende von illegalen Einwanderern durchkommen. Und mit David Beckham hat man bald in Los Angeles eine wirkliche Publikumsattraktion.

Worauf sich die Sorge wirklich stützt, ist nicht klar. Erstens gibt es in den USA keine Hooligans und keine aufgeheizte Stimmung auf dem Rasen - dazu spielen sie nicht nicht aggressiv genug. Zweitens sind die meisten Zuschauer wirklich nette Menschen aus dem Mittelschichten-Milieu, die am liebsten artig klatschen, wenn es eine hübsche Einzelaktion zu bewundern gibt und von Schlachtengesängen und anderen emotionalen Herdentriebsaktivitäten so weit weg sind wie, na, sagen wir, Argentinien. Dort allerdings sind sie wirklich stolz auf ihre rabiate Tour. Die Agentur Reuters, die das Thema aufgriff, zitiert in ihrem Bericht Rafael Di Zeo, den Anführer von La Doce, die Boca Juniors die Treue geschworen haben und neulich offensichtlich wissbegierige Besucher aus Mexiko zu Gast hatten: "Wenn es um die Welt der Hooligans geht, ist La Doce das gleiche wie Harvard. Sie kommen hierher, um zu lernen. "

31. August 2006

Damit Kinder früh auf den richtigen Weg kommen


Und wo wir schon dabei sind, die tägliche Absurdität im Umgang mit Institutionen des Sports aufzuzeigen: Wie wär's damit? Eine englische Firma produziert sogenannte Action Figures, die der Fankultur eine zusätzliche Dimension geben. Das Thema sind Fußball-Hooligans. Das heißt: Die Webseite verkündete vor drei Tagen, dass man sich rechtlichen Problemem ausgesetzt sieht und deshalb den Verkauf von Figuren wie Slap Head Nick (Liverpool Lion Leaders), Dangerous Dirk (Chelsea Cat Crew) oder Terrible Henry (Arsenal Aardvark Avengers) erst einmal eingestellt hat (via Deadspin und The Offside).