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30. August 2009

Ex-NBA-Profi heute Soldat der US-Armee im Iraq

"Was für eine Art von Soldat ist er?" – "Ein großgewachsener."
Zitat aus dem Bericht von Dan LeBatard für den Miami Herald, der versucht, die Beweggründe eines amerikanischen Basketballprofis auszuloten, der einst in der NBA spielte, dann in verschiedenen Teilen der Welt seinem Beruf nachging und jetzt als Freiwilliger in der amerikanischen Armee dient. Einsatzgebiet: Irak.

Tim James, schreibt LeBatard, nachdem er mit seiner Mutter, einem Vorgesetzten und ihm selbst gesprochen hat, "ist nicht Pat Tillman, obwohl er das nächstliegende Beispiel aus dem Sport ist, seitdem Tillman die Footballmannschaft der Arizona Cardinals verließ. James sehnt sich nicht nach einem Schusswechsel. Er will einfach nur helfen. Er befindet sich auf einem Luftwaffenstützpunkt in einem Gebiet, den sein Hauptmann als 'staubig, karg und abgelegen' beschreibt" (via The Big Lead).

Wer war Pat Tillman? Ein Mann, der zur Symbolfigur für die Propaganda des Pentagon wurde, das so lange es ging der Öffentlichkeit den schlichten Sachverhalt vorenthielt, dass er bei einem Gefecht von einem eigenen Kameraden erschossen wurde.

21. Januar 2007

Wer hat das gesagt? Das Arena-Ratespiel - Thema heute: Irak-Krieg

Heute das erste American-Arena-Ratespiel - mit ernstem Hintergrund. Welcher Sportler, der sein Geld in den USA verdient, nimmt hier Stellung zu einem brisanten politischen Thema?

Frage: Du warst einer der ersten und einzigen stark beachteten Athleten, der sich gegen den Irak-Krieg ausgesprochen hat, ehe er begann. Hast du dir keine Sorgen über eine Gegenreaktion seitens des Publikums gemacht?

Antwort: Nein. Ich wusste, dass ich ein starkes Gefühl zu dieser Situation hatte. Ich habe mich in der Erwartung von Gegenreaktionen oder negativen Haltungen durchaus wohl gefühlt.

Frage: Hast du das Gefühl, dass du rechtbehalten hast?

Antwort: Nein. Es ging nicht um Rechthaben. Ich wollte wirklich nur, dass Leute besser informiert sind und sich einmischen. Ich hatte das Gefühl, dass viele der Medien ihre Berichte verzerren. Es war betäubend...Ich habe meine Gefühle artikuliert, aber es war mehr ein Versuch, die Leute dazu zu bewegen, sich einzumischen, mitzudiskutieren und sich stärker zu informieren.

29. November 2006

Besatzer-Sport: Amerikaner im Irak


Es ist nicht schwierig, kleine durstige Kinder im Irak zu einem sportlichen Wettbewerb zu verführen, bei dem sie hinter einem Militärfahrzeug hinterherlaufen, aus dem ihnen jemand eine Flasche Wasser hinhält. Es ist auch nicht schwierig, sich vorzustellen, dass amerikanische Soldaten solche Spielchen spielen, sich selbst dabei filmen und das Ganze auch noch bei YouTube hochladen. Wenn man als Repräsentant einer überlegenen Militärmacht nicht mal den Krieg gewinnt, den die unfähige politische Kaste in Washington angezettelt hat, muss man sich eben anders vergnügen. Manchmal wünscht man sich, dass jemand George W. Bush auf diese Weise durch die Straßen einer irakischen Stadt rennen lässt, hechelnd und betrogen. Besonders, wenn man den Schluss des Clips gesehen hat (via cantstopthebleeding)