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6. Mai 2007

"Jouken Häscht" mit zwei Toren: Buffalo ist weiter

Für Thomas Vanek hatte Trainer Lindy Ruff am Ende nicht mehr viel übrig. Sein schneller Stürmer aus Graz brachte sich in der körperlich höchst anspruchsvollen Auseinandersetzung mit den New York Rangers einfach nicht genug ein und musste zuschauen. Dafür glänzte für die Buffalo Sabres ein gewisser Jochen Hecht aus Mannheim, der in den USA immer "Jouken Häscht" genannt wird. Zwei Tore zum 5:4-Erfolg, darunter ein abgefälschter halbhoher Schuss, bei dem er wie ein Zirkusartist geschickt seinen Stock ins Spiel brachte, waren sein Beitrag zu einem Spiel, das ein guter Test für die nächste Aufgabe war: Das Conference-Finale gegen die Ottawa Senators. Die Sabres haben mit ihrem 4:2 über die Rangers exakt das geschafft, wozu sie auch im letzten Jahr fähig gewesen waren - einem Platz unter den letzten vieren im Kampf um den dicken Pott. Vor zwölf Monaten litten sie ganz außerordentlich unter den verletzungsbedingten Ausfällen mehrerer Stammverteidiger. Diesmal können sie sich darauf nicht hinausreden, wenn es nicht klappt. Ottawa hat übrigens zwei Spieler vom D-A-CH-Verband: Martin Gerber im Tor, der seit Monaten nur noch von der Bank zuschaut, und Verteidiger Christoph Schubert, der zum Leistungsträger geworden ist. Wenn sich die Burschen nun noch rasieren würden. Aber damit ist nicht zu rechnen. Dieser unsinnige Brauch gehört zu den NHL-Playoffs einfach dazu. "Häscht" sieht in dieser Verkleidung aus wie ein Sohn von Mephisto.

18. Oktober 2006

Mensch, Vanek: Das läuft ja gut

Die Buffalo Sabres, die mit zwei Stürmern aus dem D-A-CH-Verband arbeiten - Jochen Hecht aus Mannheim und Thomas Vanek aus Graz - haben gestern die Philadelphia Flyers voll an die Bande gespielt. 9:1 - das gibt es selbst im Eishockey nicht alle Tage. Bester Mann bei den Sabres: Besagter Thomas Vanek. Für Fans und Neugierige: hier der Spielbericht vom bfloblog.

4. Oktober 2006

NHL-Auftakt: Sabres und Hecht machen Wind

Die NHL-Saison begann heute abend in Raleigh/North Carolina mit einem attraktiven temporeichen Spiel zwischen Stanley-Cup-Gewinner Carolina Hurricanes und den Buffalo Sabres. Die beiden Mannschaften hatten im Juni eine spannende Halbfinal-Serie bestritten, die erst im siebten und letzten Match entschieden wurde. Die beiden Rivalen bieten ziemlich rasante Schlittschuhläufer auf, die allesamt von den Regeln profitieren, die im letzten Jahr installiert wurden. Besonders attraktiv: die fünf Minuten Verlängerung mit vier gegen vier, die auf beiden Seiten zu spektakulären Chancen führte. Die Begegnung endete 2:2 und wurde mit einem Penalty-Shootout entschieden: Buffalo gewann mit nur einer einzigen verwandelten Chance, weil die Hurricanes dreimal versagten.

Zu den Schnelleren bei den Sabres gehört der Mannheimer Jochen Hecht, der jedoch im Sommer seinen Nebenmann JP Dumont im zweiten Sturm verlor, weil Buffalo ihm nicht die 2,9 Millionen Dollar bezahlen wollten, die ihm im Rahmen eines Schiedsgerichtsverfahrens zugesprochen worden waren. Die Zwangsjacke namens Salary Cap zwingt die Manager ligaweit zu unpopulären Entscheidungen. Trotzdem können die Spieler nicht klagen, die eine ganze Saison sausen ließen, um am Ende eines knallharten Tarifstreit auf ganzer Linie Zugeständnisse zu machen. Nachdem die NHL im letzten Jahr mit 2,1 Milliarden Dollar erheblich mehr einnehmen konnte als erwartet, wurde die Salary Cap für diese Saison erheblich heraufgesetzt - von 39 auf 44 Millionen Dollar pro Kader.

Mehr zur neuen Saison gibt's hier bei Wortwelt