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2. Januar 2008
Quoten-Plus für Winter Classic
Die National Hockey League und NBC hatten den richtigen Instinkt, als sie sich dafür entschieden, am Neujahrstag ein Eishockeyspiel unter freiem Himmel auszutragen. Das sogenannte Winter Classic produzierte die besten Einschaltquoten der regulären Saison in den letzten zehn Jahren. Die Zahlen werden den wenigsten etwas sagen: die Quote von 2,6 rechnet sich auf rund 2 Millionen Haushalte hoch. Die Konkurrenz war formidabel. Der 1. Januar ist in Amerika aus Tradition College-Football-Endspiel-Tag mit zahllosen Begegnungen von morgens bis abends, wofür Millionen von Männer vor der Kiste hocken.
1. Januar 2008
Das Fest der 70.000 in Buffalo
Um die besondere Atmosphäre des Eishockeyspiels in Buffalo nachzuzeichnen, gibt es jetzt noch ein paar Hinweise auf Geschichten rund um das Ereignis:
• Dies war die Stimmung auf dem Parkplatz: Fressen und Saufen mit Barbeque und scharfen Drinks wie vor einem Football-Spiel. Auf gut Englisch auch Tailgate-Party genannt.
• Obwohl es eine Veranstaltung in den USA mit zwei amerikanischen Teams war, hatte Kanada natürlich eingeschaltet. Ist schließlich Eishockey. Und Sidney Crosby, der neue Nationalheld , war dabei. Der Schreiber wagte sich bis in die oberste Reihe des Stadions vor, um ein paar Zitate einzufangen. Er traf auch dort nur auf Eishockey-Verrückte. Das sei der beste Platz im ganzen Laden meinte einer.
• Wie das Eis alles aus der Perspektive von unten, vom Eis, aussah, sieht man auf diesem Getty-Foto mit Thomas Vanek und dem am Tor vorbeifliegenden Puck.
Labels:
Buffalo Sabres,
Eishockey,
Freiluftspiel,
NHL,
Pittsburgh Penguins
Live-Blog: NHL Winter Classic
16:36 h
Das war der erste Live-Blog in der American Arena. Hat Spaß gemacht. Vielleicht machen wir das bei anderer Gelegenheit mal wieder. Es muss ja nicht immer Eishockey sein.
16:35 h
Nach einem weiteren Fehlschuss der Sabres macht Crosby die Sache klar. Er spielt Ryan Miller den Puck durch die Beine. 2:1 im Shootout. Irgendwie antiklimaktisch.
16:33 h
Christensen verhaspelt für Penguins, Der nächste Sabres-Schütze trifft Conklin. Letang trifft für die Penguins zum Ausgleich.
16:31 h
Kotalik als erster für Buffalo: zieht flach in die rechte Ecke ab und trifft. Vorteil Sabres.
16:30 h
Die Penguins haben schon sechs Shootouts in dieser Saison absolviert und fünf gewonnen. Die Sabres-Statistik steht bei 1:1.
16:28 h
1:1 nach Sudden-Death-Verlängerung. Also dann: Penalties bis die Entscheidung feststeht. Auf diesem Eis ist der Torwart, der sowieso schon die besseren Karten hat, erst recht im Vorteil.
16:27 h
Befreiungsschlag der Penguins mit 50,7 Sekunden auf der Uhr. Aber die Sabfres können sich nach dem Wiederanpfiff nicht bei den Penguins einigeln.
16:23 h
Auch in der Verlängerung werden noch mal die Seiten gewechselt. Wie unnütz. Kaum kommt mal Schwung in den Laden, wird unterbrochen.
16:22 h
Die Sabres bauen ein gutes Powerplay auf, aber keine gefährlichen Spielzüge. Noch drei Minuten auf der Uhr in der Verlängerung. Armstrong-Strafe ist abgesessen. Gibt es einen Shootout?
16:18 h
Verlängerung. Sabres haben einen Mann mehr. Und wir reden von Sudden Death...
16:12 h
Wer will noch mehr Eishockey? Die Leute im Stadion. Also bitte: Hier kommt die Verlängerung. Vanek hatte kurz vor Schluss noch zwei Chancen auf der Kelle. Wacht der Österreicher jetzt wieder auf? Eine Sekunde vor Schluss wird Armstrong von den
Penguins noch wegen Haken auf die Strafbank geschickt.
16:06 h
Jetzt muss Lindy Ruff auch noch eine Auszeit nehmen, weil seine Leute nach einer langen Schicht nur einen Befreiungsschlag fertig brachten und nach dem Pfiff nicht auswechseln dürfen. Noch 2:26 auf der Uhr. Abseits auf Kosten der Penguins.
16:02 h
Man wird müde, die ganzen Unterbrechungen zu erwähnen. Schön, wenn zwischendurch mal gespielt wird. Und Sidney Crosby ein Solo einlegt. Als er vor Ryan Miller auftaucht, wird er bedrängt und fällt auf den Bauch. Sein Blick Richtung Schiri bringt nichts.
Noch 4:12 auf der Uhr. Flutlicht ist an.
15:53 h
Dann sollten wir noch erzählen, dass die Ersatzbänke für beide Teams geheizt sind. Genauso wie die Football-Bänke in Buffalo.
15:52 h
"Sweet Caroline" von Neil Diamond aus der Lautsprecheranlage und alle johlen mit. Wer die Anspielung versteht, ist König von Buffalo.
15:51 h
Ein neues Loch im Eis im Buffalo-Verteidigungsdrittel rechts von Goalie Ryan Miller. Also haben wir eine neue Pause. Etwas mehr als sieben Minuten auf der Uhr.
15:49 h
Jetzt lassen sich die Sabres etwas schlapp zurückfallen. Befreiung ist wichtiger als Spielaufbau. Kein gutes Zeichen. "Let's Go Buffalo" von den Rängen in der vollen Dröhnung. Wenn's denn hilft.
15:45 h
Anpfiff zum Rest. Werden wir eine Verlängerung erleben?
15:44 h
Der Radiomann aus Buffalo erklärt gerade: Das Eis sei im Prinzip durchweg im guten Zustand gewesen. Es gibt nur eine kleine Schadenszone. Die Veranstalter haben Glück gehabt. Es fehlt nicht viel und der Niederschlag käme als Regen herunter. Das wäre eine Superpanne geworden.
15:36 h
Die Hälfte des letzten Spielabschnitts ist vorbei. Die Penguins hatten klare Vorteile. Mal sehen, was sie auf dem sauberen Eis noch entkorken.
15:31 h
Der Schnee kommt stärker herunter. Zum Glück wird fehlendes Tageslicht nicht zu einem Problem. Dieses Spiel wird vor Einbrechen der Dunkelheit zu Ende sein.
15:29 h
Die eigentliche Enttäuschung ist Sidney Crosby, der das erste Tor vorbereitet hatte und soeben seinen zweiten Schuss aufs Sabres-Tor produzierte. Jochen Hecht arbeitet wie immer eher still, aber effektiv. Jetzt müsste nur noch jemand die Chancen verwerten.
15:27 h
Die Sabres bleiben druckvoll. Ein Fall von Athletik. Denn auf diesem Eis ist mit Kufentänzen nichts zu reißen. Wir warten schon wieder auf die Zambonis. Und darauf, dass die Mannschaften wie in der guten alten Zeit, zur Hälfte des dritten Drittels noch einmal die Seiten wechseln.
15:25 h
Fanhouse hat einen Shoutout Richtung American Arena gebracht. Thank you very much.
15:21 h
Drittes Drittel läuft. Das mit den Pausen dehnt sich. Die Spieler haben einen weiten Weg zu den Umkleidekabinen in den Katakomben des Stadions und zurück.
15:20 h
Memo: NHL-Hallen, in denen ich schon NHL-Spiele gesehen habe: Denver (Colorado Avalanche, Geschichte über David Aebischer) Edmonton (Oilers, Geschichte über Michael Riesen), Raleigh (Carolina Hurricanes, Geschichte über Martin Gerber), Buffalo (Sabres (Geschichte über Thomas Vanek), Uniondale, Nassau Coliseum (New York Islanders, Geschichte über Uwe Krupp und Jochen Hecht), Manhattan, Madison Square Garden (New York Rangers), Trainingshalle der Boston Bruins (Geschichte über Marco Sturm).
15:15 h
Jetzt habe ich das Video auf YouTube entdeckt:
15:08 h
Überbrückung zur Pause, ein Video aus dem Bestand der NHL via Fanhouse, das die Vorbereitungen zeigt:
http://sabres.nhl.tv/team/launch.htm?type=fvod&id=9659&catid=23
Leider klappt der Einbau nicht. Und es gibt nicht genug Zeit, das Problem zu fixen.
14:59 h
Ende des zweiten Drittels. Spielstand 1:1.
14:55 h
Noch drei Minuten im zweiten Drittel. Penguins haben noch immer keinen Torschuss produziert, aber das Unentschieden gehalten.
14:52 h
Endlich macht auch Thomas Vanek Druck. Roy mit einer Abstauber-Chance nach einem Schuss des Österreichers. Aber nuttin' doin'.
14:49 h
Mit neun Minuten auf der Uhr für das zweite Drittel geht es endlich weiter. Buffalo hat sich Vorteile erarbeitet. Die Bilanz der Torschüsse im zweiten Drittel: 12:0
14:48 h
Warum nicht mal wieder ein bisschen Schnee? Das ist doch gleich viel uriger. Für die Zuschauer gibt's ein bisschen Musik. Ab und zu kommen ein paar Schlachtrufe zustande. Aber von der Stimmung ist es nicht zu vergleichen mit dem Gedröhne in der Halle im Stadtzentrum von Buffalo
14:45 h
Die Zamboni-Delegation ist mal unterwegs. Sie arbeiten auf diesem Eis etwas anders als gewöhnlich, wenn sie einen feine Wasserfilm ausbringen, der dann einfach friert. Hier wird nur gehobelt.
14:34 h
Das beste optische Detail ist die neue Retro-Jacke, die Sabres-Trainer Lindy Ruff trägt - mit dem dem alten Logo riesig auf der linken Seite vorne. Das könnte ein neuer Hit unter den Fans werden.
14:29 h
Ausgleich der Sabres zum 1:1. Torschütze Campbell, Assist Connolly. Jetzt kommt endlich Stimmung auf. Das Volk auf den Rängen hat lange warten müssen.
14:28 h
Beginn des zweiten Drittels. Wer sich ein bisschen einlesen will. Hier Links zum Winter Classic aus den deutschsprachigen Medien:
http://www.kurier.at/sportundmotor/117274.php
http://www.ftd.de/sport/sportmix/us/:Fans%20NHL%20Spiel%20Jochen%20Hecht/297717.html
http://www.sport1.at/397+M5e159dabd50.html
14:08 h
Drittelpause. Das freut die Leute vom Fernsehen. Jetzt hagelt es Werbung. Penguins führen 1:0.
14:07 h
Penguins-Torwart Ty Conklin kommt aus Alaska. Wenn das keine gute Voraussetzung für ein Freiluftmatch ist. Noch zwei Minuten bis zur Drittelpause. Das Spielgeschehen ist typisch NHL. Viel Druck. Viel Kraft. Wenig Linie.
14:02 h
Das Herumstöbern auf der nhl.com Seite in den langen Pausen bringt ein paar Fundsachen zutage. Zum Beispiel zwei Live-Radioübertragungen - eine aus Sicht der Sabres, eine aus Sicht der Penguins. Finden kann man den Service hier.
14:00 h
Das Match läuft endlich wieder. Und die Pudelmütze von Sabres-Torwart Ryan Miller kommt öfter in Nahaufnahme ins Bild. Der Mann dürfte angesichts der ständigen Überzahlattacken der Penguins schön warm bleiben. Wie sich sein Gegenüber vor dem Festfrieren schützt, können wir nicht sehen.
13:55 h
Die Unterbrechung scheint endlos. Die normale Temperatur in einer Eishalle der NHL liegt bei rund 10 Grad. Die Temperatur im Ralph Wilson Stadium liegt knapp über dem Gefrierpunkt.
13:52 h
Jetzt sitzt auch noch Thmoas Vanek auf dem Strafstuhl. So viel Geld er auch verdient. Den Sabres hat er in dieser Saison noch nicht viel gebracht. Neue Unterbrechung: Eine tiefe Kerbe im Drittel der Sabres muss geflickt werden. Der Fernsehkommentator erzählt die Geschichte von Jochen Hecht, der mit fünf zuhause in Deutschland auf einer Freiluftfläche zu spielen begann.
13:48 h
Zwei Zambonis fahren auf. Während die Spieler auf ihren Bänken hinter der Bande kauern, muss das Eis abgefegt werden. In der Pause: Bilder aus dem Hubschrauber. Und ein Interview mit einem Spieler von Buffalo, der darauf hinweist, dass man unter diesen Bedingungen anders spielen muss. Denn die Kommunikation untereinander funktioniert nicht halb so gut. Die "kleinen Dinge" müssen klappen. Die "großen Dinge" kann man mithin vernachlässigen.
13:44 h
Die 1:0-Führung der Penguins noch nur 21 Sekunden geht in Ordnung. Mehr Info über das Match hat die Seite der NHL. Die frühen Strafen für die Sabres sind keine Hilfe.
13:38 h
NBC überträgt seit ein paar Minuten das Open-Air-Eishockey-Match aus Buffalo live. Es fällt leichter Schnee. Das Stadion ist randvoll. Macht also rund 70.000 Zuschauer.
Das war der erste Live-Blog in der American Arena. Hat Spaß gemacht. Vielleicht machen wir das bei anderer Gelegenheit mal wieder. Es muss ja nicht immer Eishockey sein.
16:35 h
Nach einem weiteren Fehlschuss der Sabres macht Crosby die Sache klar. Er spielt Ryan Miller den Puck durch die Beine. 2:1 im Shootout. Irgendwie antiklimaktisch.
16:33 h
Christensen verhaspelt für Penguins, Der nächste Sabres-Schütze trifft Conklin. Letang trifft für die Penguins zum Ausgleich.
16:31 h
Kotalik als erster für Buffalo: zieht flach in die rechte Ecke ab und trifft. Vorteil Sabres.
16:30 h
Die Penguins haben schon sechs Shootouts in dieser Saison absolviert und fünf gewonnen. Die Sabres-Statistik steht bei 1:1.
16:28 h
1:1 nach Sudden-Death-Verlängerung. Also dann: Penalties bis die Entscheidung feststeht. Auf diesem Eis ist der Torwart, der sowieso schon die besseren Karten hat, erst recht im Vorteil.
16:27 h
Befreiungsschlag der Penguins mit 50,7 Sekunden auf der Uhr. Aber die Sabfres können sich nach dem Wiederanpfiff nicht bei den Penguins einigeln.
16:23 h
Auch in der Verlängerung werden noch mal die Seiten gewechselt. Wie unnütz. Kaum kommt mal Schwung in den Laden, wird unterbrochen.
16:22 h
Die Sabres bauen ein gutes Powerplay auf, aber keine gefährlichen Spielzüge. Noch drei Minuten auf der Uhr in der Verlängerung. Armstrong-Strafe ist abgesessen. Gibt es einen Shootout?
16:18 h
Verlängerung. Sabres haben einen Mann mehr. Und wir reden von Sudden Death...
16:12 h
Wer will noch mehr Eishockey? Die Leute im Stadion. Also bitte: Hier kommt die Verlängerung. Vanek hatte kurz vor Schluss noch zwei Chancen auf der Kelle. Wacht der Österreicher jetzt wieder auf? Eine Sekunde vor Schluss wird Armstrong von den
Penguins noch wegen Haken auf die Strafbank geschickt.
16:06 h
Jetzt muss Lindy Ruff auch noch eine Auszeit nehmen, weil seine Leute nach einer langen Schicht nur einen Befreiungsschlag fertig brachten und nach dem Pfiff nicht auswechseln dürfen. Noch 2:26 auf der Uhr. Abseits auf Kosten der Penguins.
16:02 h
Man wird müde, die ganzen Unterbrechungen zu erwähnen. Schön, wenn zwischendurch mal gespielt wird. Und Sidney Crosby ein Solo einlegt. Als er vor Ryan Miller auftaucht, wird er bedrängt und fällt auf den Bauch. Sein Blick Richtung Schiri bringt nichts.
Noch 4:12 auf der Uhr. Flutlicht ist an.
15:53 h
Dann sollten wir noch erzählen, dass die Ersatzbänke für beide Teams geheizt sind. Genauso wie die Football-Bänke in Buffalo.
15:52 h
"Sweet Caroline" von Neil Diamond aus der Lautsprecheranlage und alle johlen mit. Wer die Anspielung versteht, ist König von Buffalo.
15:51 h
Ein neues Loch im Eis im Buffalo-Verteidigungsdrittel rechts von Goalie Ryan Miller. Also haben wir eine neue Pause. Etwas mehr als sieben Minuten auf der Uhr.
15:49 h
Jetzt lassen sich die Sabres etwas schlapp zurückfallen. Befreiung ist wichtiger als Spielaufbau. Kein gutes Zeichen. "Let's Go Buffalo" von den Rängen in der vollen Dröhnung. Wenn's denn hilft.
15:45 h
Anpfiff zum Rest. Werden wir eine Verlängerung erleben?
15:44 h
Der Radiomann aus Buffalo erklärt gerade: Das Eis sei im Prinzip durchweg im guten Zustand gewesen. Es gibt nur eine kleine Schadenszone. Die Veranstalter haben Glück gehabt. Es fehlt nicht viel und der Niederschlag käme als Regen herunter. Das wäre eine Superpanne geworden.
15:36 h
Die Hälfte des letzten Spielabschnitts ist vorbei. Die Penguins hatten klare Vorteile. Mal sehen, was sie auf dem sauberen Eis noch entkorken.
15:31 h
Der Schnee kommt stärker herunter. Zum Glück wird fehlendes Tageslicht nicht zu einem Problem. Dieses Spiel wird vor Einbrechen der Dunkelheit zu Ende sein.
15:29 h
Die eigentliche Enttäuschung ist Sidney Crosby, der das erste Tor vorbereitet hatte und soeben seinen zweiten Schuss aufs Sabres-Tor produzierte. Jochen Hecht arbeitet wie immer eher still, aber effektiv. Jetzt müsste nur noch jemand die Chancen verwerten.
15:27 h
Die Sabres bleiben druckvoll. Ein Fall von Athletik. Denn auf diesem Eis ist mit Kufentänzen nichts zu reißen. Wir warten schon wieder auf die Zambonis. Und darauf, dass die Mannschaften wie in der guten alten Zeit, zur Hälfte des dritten Drittels noch einmal die Seiten wechseln.
15:25 h
Fanhouse hat einen Shoutout Richtung American Arena gebracht. Thank you very much.
15:21 h
Drittes Drittel läuft. Das mit den Pausen dehnt sich. Die Spieler haben einen weiten Weg zu den Umkleidekabinen in den Katakomben des Stadions und zurück.
15:20 h
Memo: NHL-Hallen, in denen ich schon NHL-Spiele gesehen habe: Denver (Colorado Avalanche, Geschichte über David Aebischer) Edmonton (Oilers, Geschichte über Michael Riesen), Raleigh (Carolina Hurricanes, Geschichte über Martin Gerber), Buffalo (Sabres (Geschichte über Thomas Vanek), Uniondale, Nassau Coliseum (New York Islanders, Geschichte über Uwe Krupp und Jochen Hecht), Manhattan, Madison Square Garden (New York Rangers), Trainingshalle der Boston Bruins (Geschichte über Marco Sturm).
15:15 h
Jetzt habe ich das Video auf YouTube entdeckt:
15:08 h
Überbrückung zur Pause, ein Video aus dem Bestand der NHL via Fanhouse, das die Vorbereitungen zeigt:
http://sabres.nhl.tv/team/launch.htm?type=fvod&id=9659&catid=23
Leider klappt der Einbau nicht. Und es gibt nicht genug Zeit, das Problem zu fixen.
14:59 h
Ende des zweiten Drittels. Spielstand 1:1.
14:55 h
Noch drei Minuten im zweiten Drittel. Penguins haben noch immer keinen Torschuss produziert, aber das Unentschieden gehalten.
14:52 h
Endlich macht auch Thomas Vanek Druck. Roy mit einer Abstauber-Chance nach einem Schuss des Österreichers. Aber nuttin' doin'.
14:49 h
Mit neun Minuten auf der Uhr für das zweite Drittel geht es endlich weiter. Buffalo hat sich Vorteile erarbeitet. Die Bilanz der Torschüsse im zweiten Drittel: 12:0
14:48 h
Warum nicht mal wieder ein bisschen Schnee? Das ist doch gleich viel uriger. Für die Zuschauer gibt's ein bisschen Musik. Ab und zu kommen ein paar Schlachtrufe zustande. Aber von der Stimmung ist es nicht zu vergleichen mit dem Gedröhne in der Halle im Stadtzentrum von Buffalo
14:45 h
Die Zamboni-Delegation ist mal unterwegs. Sie arbeiten auf diesem Eis etwas anders als gewöhnlich, wenn sie einen feine Wasserfilm ausbringen, der dann einfach friert. Hier wird nur gehobelt.
14:34 h
Das beste optische Detail ist die neue Retro-Jacke, die Sabres-Trainer Lindy Ruff trägt - mit dem dem alten Logo riesig auf der linken Seite vorne. Das könnte ein neuer Hit unter den Fans werden.
14:29 h
Ausgleich der Sabres zum 1:1. Torschütze Campbell, Assist Connolly. Jetzt kommt endlich Stimmung auf. Das Volk auf den Rängen hat lange warten müssen.
14:28 h
Beginn des zweiten Drittels. Wer sich ein bisschen einlesen will. Hier Links zum Winter Classic aus den deutschsprachigen Medien:
http://www.kurier.at/sportundmotor/117274.php
http://www.ftd.de/sport/sportmix/us/:Fans%20NHL%20Spiel%20Jochen%20Hecht/297717.html
http://www.sport1.at/397+M5e159dabd50.html
14:08 h
Drittelpause. Das freut die Leute vom Fernsehen. Jetzt hagelt es Werbung. Penguins führen 1:0.
14:07 h
Penguins-Torwart Ty Conklin kommt aus Alaska. Wenn das keine gute Voraussetzung für ein Freiluftmatch ist. Noch zwei Minuten bis zur Drittelpause. Das Spielgeschehen ist typisch NHL. Viel Druck. Viel Kraft. Wenig Linie.
14:02 h
Das Herumstöbern auf der nhl.com Seite in den langen Pausen bringt ein paar Fundsachen zutage. Zum Beispiel zwei Live-Radioübertragungen - eine aus Sicht der Sabres, eine aus Sicht der Penguins. Finden kann man den Service hier.
14:00 h
Das Match läuft endlich wieder. Und die Pudelmütze von Sabres-Torwart Ryan Miller kommt öfter in Nahaufnahme ins Bild. Der Mann dürfte angesichts der ständigen Überzahlattacken der Penguins schön warm bleiben. Wie sich sein Gegenüber vor dem Festfrieren schützt, können wir nicht sehen.
13:55 h
Die Unterbrechung scheint endlos. Die normale Temperatur in einer Eishalle der NHL liegt bei rund 10 Grad. Die Temperatur im Ralph Wilson Stadium liegt knapp über dem Gefrierpunkt.
13:52 h
Jetzt sitzt auch noch Thmoas Vanek auf dem Strafstuhl. So viel Geld er auch verdient. Den Sabres hat er in dieser Saison noch nicht viel gebracht. Neue Unterbrechung: Eine tiefe Kerbe im Drittel der Sabres muss geflickt werden. Der Fernsehkommentator erzählt die Geschichte von Jochen Hecht, der mit fünf zuhause in Deutschland auf einer Freiluftfläche zu spielen begann.
13:48 h
Zwei Zambonis fahren auf. Während die Spieler auf ihren Bänken hinter der Bande kauern, muss das Eis abgefegt werden. In der Pause: Bilder aus dem Hubschrauber. Und ein Interview mit einem Spieler von Buffalo, der darauf hinweist, dass man unter diesen Bedingungen anders spielen muss. Denn die Kommunikation untereinander funktioniert nicht halb so gut. Die "kleinen Dinge" müssen klappen. Die "großen Dinge" kann man mithin vernachlässigen.
13:44 h
Die 1:0-Führung der Penguins noch nur 21 Sekunden geht in Ordnung. Mehr Info über das Match hat die Seite der NHL. Die frühen Strafen für die Sabres sind keine Hilfe.
13:38 h
NBC überträgt seit ein paar Minuten das Open-Air-Eishockey-Match aus Buffalo live. Es fällt leichter Schnee. Das Stadion ist randvoll. Macht also rund 70.000 Zuschauer.
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26. Dezember 2007
Puck Neujahr
Weihnachten ist vorbei. Da laufen die Werbeaktivitäten für eine Veranstaltung an, die am 1. Januar über die Bühne gehen soll. Die NHL hat das Match zwischen den Buffalo Sabres und den Pittsburgh Penguins unter freiem Himmel schon mal großspurig als Winter Classic angekündigt. Dabei ist bislang noch gar nichts klassisch an diesem Spiel in einem riesigen Football-Stadion, wo man von den fest eingelassenen Sitzen auf den Tribünen so gut wie gar nichts vom Puck sehen wird. Zuerst einmal muss man allerdings im Ralph Wilson Stadium eine gute Eisfläche auf die Beine stellen. Für hinreichend Kälte ist gesorgt. Die kanadische Winterluft von jenseits der Niagara-Fälle lässt sich nicht lumpen.
Die Karten waren übrigens innerhalb von Stunden ausverkauft, für eine Arena mit einem Fassungsvermögen von 73.000. Das große Geschäft besteht nicht nur aus dem Ticketabsatz und dem Verkauf von speziell produzierten Souvenirs und Hemden und Kappen. Eine enorme Goldmine sind die Parkgebühren (25 Dollar pro Auto), die in der Innenstadt von Buffalo, wo die Sabres normalerweise spielen nachgerade minimal sind. Das Spiel wird von NBC (Vereinigte Staaten) und CBC (Kanada) live übertragen. Anpfiff ist um 13 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ).
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11. November 2007
NHL: Nächstes Jahr in Stockholm und Prag?
Die neue NHL-Saison ist erst ein paar Wochen alt (und hat erstaunlicherweise in New York für ein leichtes Einschaltquotenplus gesorgt), da spekulieren die ersten bereits über die Auslandsabstecher Anfang der nächsten Spielzeit. Die Ottawa Senators in Stockholm gegen? Die New York Rangers in Prag gegen? Die Überlegungen sind simpel: In Ottawa ist Daniel Alfredsson, ein Schwede, der Kapitän. In New York Jaromir Jagr. Dazu kommen seine Landsleute Marty Straka, Marek Malik, Michal Rozsival und Petr Prucha. Der Madison Square Garden ist sozusagen die Außenstelle der tschechischen Nationalmannschaft (via Deadspin und Going Five Hole).
Bei den Rangers erlebt der österreichische Verteidiger Thomas Pöck übrigens seine zweite Durststrecke innerhalb von zwei Jahren. Nachdem er zu Saisonbeginn meistens nur herumsaß und zuschauen musste, steht er mittlerweile im Farm Team in Hartford auf dem Eis. Ob das wirklich besser ist? Sein Landsmann Thomas Vanek, der jeden Monat die Dollars mit der Schubkarre abtransportiert, leidet in aller Öffentlichkeit. In Buffalo erwartet man, dass er Tore schießt. Was tut er? Er steht viel zu oft auf dem Eis, wenn die Sabres Tore kassieren.
Blick zurück: Der Monster-Vertrag für Thomas Vanek
Bei den Rangers erlebt der österreichische Verteidiger Thomas Pöck übrigens seine zweite Durststrecke innerhalb von zwei Jahren. Nachdem er zu Saisonbeginn meistens nur herumsaß und zuschauen musste, steht er mittlerweile im Farm Team in Hartford auf dem Eis. Ob das wirklich besser ist? Sein Landsmann Thomas Vanek, der jeden Monat die Dollars mit der Schubkarre abtransportiert, leidet in aller Öffentlichkeit. In Buffalo erwartet man, dass er Tore schießt. Was tut er? Er steht viel zu oft auf dem Eis, wenn die Sabres Tore kassieren.
Blick zurück: Der Monster-Vertrag für Thomas Vanek
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19. September 2007
Der Klingelbeutel: Boxer, Bierbrauer, Baseball und ein Spiel im Freien
Es war schon länger mal an der Zeit, eine Rubrik einzuführen, die den Kleinkram einfängt, der sonst unter den Tisch fällt. Die Kollekte derselben nennen wir in American Arena den Klingelbeutel. Heute ging er zum ersten Mal herum und fing folgende Themen ein:
EIGENTLICH ist es nur fair, dass in der Coors Arena in Boulder Colorado kein Bier der Brauerei Coors verkauft werden darf (und auch kein anderes Bier). In der Allianz Arena in München werden ja auch keine Versicherungen verkauft.
MAN FRAGT SICH, wieviel Karten hätten die Buffalo Sabres eigentlich losgeschlagen, wenn das Football-Stadion der Buffalo Bills größer wäre? Die Eishockey-Mannschaft spielt am 1. Januar nicht in der eigenen Halle, sondern zieht unter freiem Himmel ihr Spiel gegen die Pittsburgh Penguins auf. Alle 40.000 frei verkäuflichen Eintrittskarten gingen innerhalb weniger als einer Stunde über den Internet-Makler Ticketmaster weg. Die 30.000 Jahreskarten-Besitzer der beiden Teams bekommen den Rest. Alle wollen (durch ihr Fernrohr) Thomas Vanek sehen. Und Sydney Crosby. Und sich dabei das Gesäß abfrieren. Buffalo im Winter ist schweinekalt.
BISLANG LIEF DIE SAISON bei den Dallas Cowboys ganz gut. Terrell Owens hat noch keinen Weg gefunden, den Laden aufzumischen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Der frisch verpflichtete Ex-Sträfling Tank Johnson, der von den Chicago Bears heraus geworfen wurde, wird schon einen Weg finden, die innere Balance des Teams zu kippen. Wenn nicht in diesem Monat, dann im nächsten.

DIE VOR-PLAYOFF-PHASE in Major Leage Baseball ist so spannend wie schon lange nicht mehr. Das liegt auch daran, dass die Chicago Cubs ihrer Tradition zufolge kurz vor Schluss einen Durchhänger haben. Die New York Mets am laufenden Band verlieren und die Boston Red Sox sehr wenig tun, um sich die verhassten New York Yankees vom Hals zu halten. Vor allem die Cubs würden uns mit ihrem Formabtief einen Gefallen tun. Wir wollen sehen, ob die Fans der Milwaukee Brewers ihrem Gelübde folgen und sich in die Hose machen, wenn ihr Team die Division gewinnt.
WER WEISS, auf welche Ideen Leute kommen, der Beruf darin besteht, sich für viel Geld die Birne weich kopfen zu lassen? Im Fall von Oscar de la Hoya war es Cross-Dressing in Netz-Outfit. Und nun - dank x17 online - weiß es auch der Rest der Welt (via SportbyBrooks und Deadspin). Nachtrag: De la Hoyas Manager hat sich gemeldet und gesagt, die Bilder seien eine Fälschung und zusammengedoktert. Dann sind als nächstes wohl die Beschaffer der Fotos am Zug. Denn denen droht eine Klage.
EIGENTLICH ist es nur fair, dass in der Coors Arena in Boulder Colorado kein Bier der Brauerei Coors verkauft werden darf (und auch kein anderes Bier). In der Allianz Arena in München werden ja auch keine Versicherungen verkauft.
MAN FRAGT SICH, wieviel Karten hätten die Buffalo Sabres eigentlich losgeschlagen, wenn das Football-Stadion der Buffalo Bills größer wäre? Die Eishockey-Mannschaft spielt am 1. Januar nicht in der eigenen Halle, sondern zieht unter freiem Himmel ihr Spiel gegen die Pittsburgh Penguins auf. Alle 40.000 frei verkäuflichen Eintrittskarten gingen innerhalb weniger als einer Stunde über den Internet-Makler Ticketmaster weg. Die 30.000 Jahreskarten-Besitzer der beiden Teams bekommen den Rest. Alle wollen (durch ihr Fernrohr) Thomas Vanek sehen. Und Sydney Crosby. Und sich dabei das Gesäß abfrieren. Buffalo im Winter ist schweinekalt.
BISLANG LIEF DIE SAISON bei den Dallas Cowboys ganz gut. Terrell Owens hat noch keinen Weg gefunden, den Laden aufzumischen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Der frisch verpflichtete Ex-Sträfling Tank Johnson, der von den Chicago Bears heraus geworfen wurde, wird schon einen Weg finden, die innere Balance des Teams zu kippen. Wenn nicht in diesem Monat, dann im nächsten.

DIE VOR-PLAYOFF-PHASE in Major Leage Baseball ist so spannend wie schon lange nicht mehr. Das liegt auch daran, dass die Chicago Cubs ihrer Tradition zufolge kurz vor Schluss einen Durchhänger haben. Die New York Mets am laufenden Band verlieren und die Boston Red Sox sehr wenig tun, um sich die verhassten New York Yankees vom Hals zu halten. Vor allem die Cubs würden uns mit ihrem Formabtief einen Gefallen tun. Wir wollen sehen, ob die Fans der Milwaukee Brewers ihrem Gelübde folgen und sich in die Hose machen, wenn ihr Team die Division gewinnt.
WER WEISS, auf welche Ideen Leute kommen, der Beruf darin besteht, sich für viel Geld die Birne weich kopfen zu lassen? Im Fall von Oscar de la Hoya war es Cross-Dressing in Netz-Outfit. Und nun - dank x17 online - weiß es auch der Rest der Welt (via SportbyBrooks und Deadspin). Nachtrag: De la Hoyas Manager hat sich gemeldet und gesagt, die Bilder seien eine Fälschung und zusammengedoktert. Dann sind als nächstes wohl die Beschaffer der Fotos am Zug. Denn denen droht eine Klage.
7. Juli 2007
Vanek, hol die Schubkarre heraus: 50 Millionen Dollar für Grazer Eishockeystürmer
Ka-Tsching, Ka-Tsching. Das Geklimper von Geld dürfte dem angehenden Vater Thomas Vanek laut und vernehmlich in den Ohren klingeln. 50 Millionen Dollar über eine vertragliche Laufzeit von sieben Jahren hat der Grazer Eishockeystürmer in der Tasche, ohne auch nur einen weiteren Handschlag tun zu müssen. Das liegt daran, dass die Edmonton Oilers soviel für seine Dienste geboten haben, um Vanek in die abgelegene Stadt im hohen Nordwesten des Kontinents zu locken. Und dass die Buffalo Sabres anschließend gleichzogen. Mit anderen Worten: Nach den Regeln des NHL-Tarifvertrags, der dem 23jährigen nach dem Ablauf seines ersten Vertrages den Status einen restricted free agent eingebracht hatte, bleibt er damit automatisch in Buffalo. Ohne die Details der Vortragsvorlage zu kennen: Man darf davon ausgehen, dass sich sein neuer (alter?) Arbeitgeber den sportlich in Minnesota gereiften Österreicher das Recht vorbehalten wird, ihn per Trade an ein anderes Team abzugeben. Das Geplänkel um Vanek hatte schon früh begonnen und wurde durch die Abschlüsse seiner Teamkollegen Daniel Briere (Philadelphia Flyers) und Chris Drury (New York York Rangers) zu einer einfachen Pokerkonstellation. Die Sabres können sich bei den Oilers dafür bedanken, dass sie den Preis ohne Not derart hochgeschossen haben. Experten hatten mit einem Maximalgehalt von 4,5 Millionen Dollar pro Saison gerechnet. Kein Wunder. Vanek ist zwar ein produktiver und geschickter Torjäger. Aber in den Playoffs - also dann, wenn es wirklich zählt - hat sich das bislang noch nicht niedergeschlagen.Laut sportnet.at (wo man zur Nachricht eine Dia-Show von seinem Heimaturlaub findet) soll Steve Bartlett, der Agent von Thomas Vanek, zur Reaktion des Österreichers gesagt haben: „Ich glaube Thomas war geschockt. Ich habe ihm immer gesagt, dass wir einen guten Vertrag bekommen werden, aber ich schätze er hat es nicht geglaubt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es selbst glauben kann.“
Nachtrag: Wie sauer die Sabres über die Offerte der Oilers sind, kann man sich gut ausmalen. Das Management deutete bereits an, dass es sich in guter alter Eishockey-Prügel-Manier noch revanchieren werde. Edmonton, einst das Team der NHL mit Wayne Gretzky und Mark Messier und einer ganzen Garde von Hall-of-Fame-Kaliber-Spielern, hat zur Zeit viel Geld in der Kasse und profitiert unter anderem vom stärker gewordenen kanadischen Dollar, aber ist nicht in der Lage, hochkarätige free agents anzulocken. Die Prongers zum Beispiel gingen lieber nach Anaheim als noch einen Winter in Alberta dranzuhängen.
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1. Juli 2007
Buffalo setzt auf Vanek
Alles neu macht der Juli. Zumindest in Buffalo, wo es bis Ende Mai meistens ziemlich kalt ist. Neu heißt in diesem Fall: Die beiden Co-Kapitäne Chris Drury und Daniel Briere sind weg. So darf der Österreicher Thomas Vanek jetzt zeigen, dass er die Mannschaft auch ohne die beiden in Schwung hält. Drury hat bei den New York Rangers unterschrieben - für 35,25 Millionen Dollar, Laufzeit fünf Jahre. Briere geht zu den Philadelphia Flyers, wo er einen Acht-Jahres-Vertrag erhielt (52 Millionen Dollar insgesamt). Die Sabres werden sich schwer tun, in der kommenden Saison den stark verbesserten Flyers (holten Verstärkung aus Nashville und Edmonton) und den Rangers (verpflicheten neben Drury auch noch Scott Gomez von den New Jersey Devils) Paroli zu bieten. Aber womöglich will man in Buffalo erst einmal kleinere Brötchen backen und den Club (in dem der Mannheimer Jochen Hecht eine wichtige Rolle spielt) weiter auf einen guten wirtschaftlichen Weg bringen. Die letzten beiden Jahre mit dem Erreichen der Halbfinalserien um den Stanley-Cup waren lukrativ und teuer zugleich.
Blick zurück: Wir hatten schon so etwas geahnt, aber nicht, dass der Schnitt so radikal ausfällt
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19. Juni 2007
Vanek nach Philadelphia?
Blick zurück: Das konnte man kommen sehen
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20. Mai 2007
Wenn ein Sender nicht mitzieht: NHL-Fans schauen dumm aus der Wäsche
"Man kann es nicht anders nennen: Das war extrem peinlich für die Liga. Ein entscheidendes Spiel in der Conference-Final-Serie, das fallen gelassen wurde, damit Leute über ein Pferd reden können, das letztes Jahr gestorben ist, und das Wetter in Pimlico." So lautete das vernichtende, wenn auch leicht kryptisch getextete Urteil auf der Webseite von Sports Illustrated über einen selten rüden Akt des Managements eines Medienunternehmens. Aber der Reihe nach:
Die Liga? Die National Hockey League.
Das entscheidende Spiel? Buffalo Sabres gegen Ottawa Senators um den Einzug ins Stanley-Cup-Finale.
Das Pferd? Barbaro - nicht vor einem Jahr gestorben, aber an selbiger Stelle aufgrund schwerster Knochenbrüche unrettbar verletzt und Monate später in der Klinik eingeschläfert.
Pimlico? Der Name der Rennbahn in Baltimore, auf der eines der bedeutendsten Galopprennen in den USA stattfindet - das Preakness, das zur Triple Crown gerechnet wird.
Das Medienunternehmen? Der Fernsehsender NBC, der seit Jahr und Tag die Olympischen Spiele überträgt und immer versucht, so etwas wie Klasse und Stil zu projizieren. Der aber die NHL nur für den Futtertrog der leeren Sendeplätze an Wochenenden bereit hält.
Das Problem - Teil 1? Die Sabres und Senators sind nach der regulären Spielzeit noch nicht fertig mit ihrem Match. In Baltimore warten die Reporter auf eine Schaltung. NBC gibt den Rest der Übertragung - und damit den wirklich spannenden Teil - an den Kabelkanal Versus ab, der seit zwei Jahren der Hauptabspielsender für Eishockey in den USA ist.
Das Problem - Teil 2? NBC kann jeder empfangen, Versus gibt es allenfalls in der Hälfte aller amerikanischen Haushalte, wenn nicht in noch weniger. Die Zuschauer nahe der kanadischen Grenze (etwa in Detroit oder auch in Buffalo) konnten auf kanadisches Fernsehen umschalten. So blieben ein paar übrig, die dumm aus der Wäsche schauten.
Wem soll man nun die Schuld an Angelegenheit geben? Bei SI hat Kollege Allan Muir das rasch bestimmt: Das hat die Liga verbockt, die den Spielplan leicht gestreckt hatte, um vom Freitag (keine NBC-Übertragungsmöglichkeit) auf den Samstag zu gehen und darauf zu hoffen, dass das Spiel in dem zugestandenen Zeitfenster bis zum Galopprennen entschieden ist. Der Liga kann man vieles vorwerfen, aber nicht, dass sie eine Chance vertan hätte. Ihr Status bei den großen Sendern rangiert kurz über Bettler. Die Quoten sind seit Jahren nicht der Rede wert. Eishockey leidet - abgesehen von seinem unumstrittenen enormen Stellenwert in Kanada - im Rest von Nordamerika unter einem ganz normalen Symptom. Es interessieren sich immer nur die Menschen in den betroffenen Städten und Regionen für die Clubs, die im Fernsehen auftauchen. Der Rest der Nation reagiert mit Gähnen - selbst, wenn es wie am Samstag richtig spannend zugeht und das Spielniveau hoch ist. Als die Liga nach dem langen Tarifstreit die Vereinbarung mit NBC traf, konnte sie nicht mehr herausholen als dieses: NBC zahlt keine Garantien, sondern nur Anteile an den erzielten Werbeeinnahmen. So hatte man bei der NHL diesmal gar keine andere Wahl: Entweder man schiebt die Senators und Sabres ins Schaufenster und kassiert mit. Oder man verschenkt die Gelegenheit komplett und geht gleich ins Halbdunkel des Kabelsenders Versus.
Wie wird das in den kommenden Wochen beim Finale aussehen? Commissioner Bettman sagt, es sei kein Problem. Er habe mit NBC gesprochen. Die paar tausende Leute in den USA, die das betrifft, werden es ihm glauben müssen.
Die Liga? Die National Hockey League.
Das entscheidende Spiel? Buffalo Sabres gegen Ottawa Senators um den Einzug ins Stanley-Cup-Finale.
Das Pferd? Barbaro - nicht vor einem Jahr gestorben, aber an selbiger Stelle aufgrund schwerster Knochenbrüche unrettbar verletzt und Monate später in der Klinik eingeschläfert.
Pimlico? Der Name der Rennbahn in Baltimore, auf der eines der bedeutendsten Galopprennen in den USA stattfindet - das Preakness, das zur Triple Crown gerechnet wird.
Das Medienunternehmen? Der Fernsehsender NBC, der seit Jahr und Tag die Olympischen Spiele überträgt und immer versucht, so etwas wie Klasse und Stil zu projizieren. Der aber die NHL nur für den Futtertrog der leeren Sendeplätze an Wochenenden bereit hält.
Das Problem - Teil 1? Die Sabres und Senators sind nach der regulären Spielzeit noch nicht fertig mit ihrem Match. In Baltimore warten die Reporter auf eine Schaltung. NBC gibt den Rest der Übertragung - und damit den wirklich spannenden Teil - an den Kabelkanal Versus ab, der seit zwei Jahren der Hauptabspielsender für Eishockey in den USA ist.
Das Problem - Teil 2? NBC kann jeder empfangen, Versus gibt es allenfalls in der Hälfte aller amerikanischen Haushalte, wenn nicht in noch weniger. Die Zuschauer nahe der kanadischen Grenze (etwa in Detroit oder auch in Buffalo) konnten auf kanadisches Fernsehen umschalten. So blieben ein paar übrig, die dumm aus der Wäsche schauten.
Wem soll man nun die Schuld an Angelegenheit geben? Bei SI hat Kollege Allan Muir das rasch bestimmt: Das hat die Liga verbockt, die den Spielplan leicht gestreckt hatte, um vom Freitag (keine NBC-Übertragungsmöglichkeit) auf den Samstag zu gehen und darauf zu hoffen, dass das Spiel in dem zugestandenen Zeitfenster bis zum Galopprennen entschieden ist. Der Liga kann man vieles vorwerfen, aber nicht, dass sie eine Chance vertan hätte. Ihr Status bei den großen Sendern rangiert kurz über Bettler. Die Quoten sind seit Jahren nicht der Rede wert. Eishockey leidet - abgesehen von seinem unumstrittenen enormen Stellenwert in Kanada - im Rest von Nordamerika unter einem ganz normalen Symptom. Es interessieren sich immer nur die Menschen in den betroffenen Städten und Regionen für die Clubs, die im Fernsehen auftauchen. Der Rest der Nation reagiert mit Gähnen - selbst, wenn es wie am Samstag richtig spannend zugeht und das Spielniveau hoch ist. Als die Liga nach dem langen Tarifstreit die Vereinbarung mit NBC traf, konnte sie nicht mehr herausholen als dieses: NBC zahlt keine Garantien, sondern nur Anteile an den erzielten Werbeeinnahmen. So hatte man bei der NHL diesmal gar keine andere Wahl: Entweder man schiebt die Senators und Sabres ins Schaufenster und kassiert mit. Oder man verschenkt die Gelegenheit komplett und geht gleich ins Halbdunkel des Kabelsenders Versus.
Wie wird das in den kommenden Wochen beim Finale aussehen? Commissioner Bettman sagt, es sei kein Problem. Er habe mit NBC gesprochen. Die paar tausende Leute in den USA, die das betrifft, werden es ihm glauben müssen.
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19. Mai 2007
Buffalo nach dem Aus: Geht Vanek?
Das war am Samstag mit Sicherheit das letzte Mal, dass die Buffalo Sabres in dieser Formation zusammen aufs Eis gegangen sind. Die Pleite im Halbfinale um den Stanley Cup gegen die Ottawa Senators warf schon mal ein Licht auf die Schwierigkeiten, die das Team-Management demnächst bewältigen muss: die beiden Top-Stürmer Chris Drury (zur Zeit bei 3,15 Millionen Dollar) und Daniel Briere (zur Zeit bei 5 Millionen Dollar) können als Free Agents überall unterkommen, wo es Geld regnet. Der Vertrag des Grazers Thomas Vanek läuft aus. Wenn Buffalo nicht so viele Dollars zahlen will, wie ein anderer Club bietet, dann wird auch er in der kommenden Saison woanders spielen. So funktioniert der Tarifvertrag in der Kategorie Restricted Free Agency. Woher soll Buffalo die Kohle nehmen, wenn nicht stehlen? In der abgelaufenen Saison haben sie die Luft unter der Salary Cap bis auf den letzten Kubikzentimeter ausgeschöpft und ständig mit solchen Spielern herumjongliert, die man ins Farm Team nach Rochester abschieben konnte, damit der Deckel nicht hochflog.
Die einzigen Aktionen, die aus gegenwärtiger Sicht Sinn macht (wenn man berücksichtigt, dass Vanek trotz seiner hervorragenden Vorrunde in den Playoffs unter den Erwartungen blieb und womöglich auch deshalb als Schwachpunkt gebrandmarkt wird): Vanek einen neuen Vertrag geben und ihn dann gegen preiswertere Stürmertalente eintauschen. Drury kann man wohl halten, wenn man Briere ziehen lässt. Mal sehen, wie's ausgeht.
Die einzigen Aktionen, die aus gegenwärtiger Sicht Sinn macht (wenn man berücksichtigt, dass Vanek trotz seiner hervorragenden Vorrunde in den Playoffs unter den Erwartungen blieb und womöglich auch deshalb als Schwachpunkt gebrandmarkt wird): Vanek einen neuen Vertrag geben und ihn dann gegen preiswertere Stürmertalente eintauschen. Drury kann man wohl halten, wenn man Briere ziehen lässt. Mal sehen, wie's ausgeht.
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14. Mai 2007
Buffalos Säbel stumpf wie schon lange nicht mehr
Die Buffao Sabres haben sich die denkbar schlechteste Zeit des Jahres ausgesucht, um sich von einem Gegner wie den Ottawa Senators den Schneid abkaufen zu lassen. Nach zwei knappen Niederlagen zu Hause gab es heute abend Schlappe Nummer 3 - ein 0:1. So wie die Sache sich entwickelt, fährt die auf dem Papier beste Mannschaft der Saison in zwei Tagen aus Kanada zurück über die Grenze und kann nur noch die leeren Hände wringen. Im letzten Jahr war ebenfalls eine Runde vor dem Stanley-Cup-Finale Endstation (gegen den späteren Sieger Carolina Hurricanes). Diesmal sieht es nach dem gleichen Resultat aus. Wirtschaftlich ist das für den Club zu verschmerzen, obwohl ein paar mehr Heimspiele noch ein paar Millionen Dollar gebracht hätten. Denn das Team steht nach einer jahrelangen Krise inzwischen finanziell auf guten Fundamenten. Was sie im Sommer angesichts der engen Grenzen der Salary Cap tun werden und von wem sie sich trennen werden, lässt sich nicht abschätzen. D-A-CH-Verbandmäßig sieht die Sache so aus: Schubert (D) und Gerber (CH) spielen um den Cup. Vanek (A) und Hecht (D) können sich auf die Ferien freuen. Auf den Gegner werden die Senators noch eine Weile warten müssen. Zwischen den Detroit Red Wings und den Anaheim Mighty Ducks steht es 1:1. Und beide Mannschaften sind ausgeglichen genug, um die Serie in die Länge zu ziehen
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6. Mai 2007
"Jouken Häscht" mit zwei Toren: Buffalo ist weiter
Für Thomas Vanek hatte Trainer Lindy Ruff am Ende nicht mehr viel übrig. Sein schneller Stürmer aus Graz brachte sich in der körperlich höchst anspruchsvollen Auseinandersetzung mit den New York Rangers einfach nicht genug ein und musste zuschauen. Dafür glänzte für die Buffalo Sabres ein gewisser Jochen Hecht aus Mannheim, der in den USA immer "Jouken Häscht" genannt wird. Zwei Tore zum 5:4-Erfolg, darunter ein abgefälschter halbhoher Schuss, bei dem er wie ein Zirkusartist geschickt seinen Stock ins Spiel brachte, waren sein Beitrag zu einem Spiel, das ein guter Test für die nächste Aufgabe war: Das Conference-Finale gegen die Ottawa Senators. Die Sabres haben mit ihrem 4:2 über die Rangers exakt das geschafft, wozu sie auch im letzten Jahr fähig gewesen waren - einem Platz unter den letzten vieren im Kampf um den dicken Pott. Vor zwölf Monaten litten sie ganz außerordentlich unter den verletzungsbedingten Ausfällen mehrerer Stammverteidiger. Diesmal können sie sich darauf nicht hinausreden, wenn es nicht klappt. Ottawa hat übrigens zwei Spieler vom D-A-CH-Verband: Martin Gerber im Tor, der seit Monaten nur noch von der Bank zuschaut, und Verteidiger Christoph Schubert, der zum Leistungsträger geworden ist. Wenn sich die Burschen nun noch rasieren würden. Aber damit ist nicht zu rechnen. Dieser unsinnige Brauch gehört zu den NHL-Playoffs einfach dazu. "Häscht" sieht in dieser Verkleidung aus wie ein Sohn von Mephisto.
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9. April 2007
Gretzky und die Coyotes: Zum Jaulen ist es wohl zu spät
Aaah, die Aura von Wayne Gretzky. Der Mitbesitzer und Cheftrainer der Phoenix Coyotes hat gerade das schlechteste Jahr des Clubs seit seinem Umzug nach Arizona auf die Beine gestellt. Congrats. Das Team trug nicht nur die zweitwenigsten Punkte in der NHL zusammen, sondern produzierte einem Bericht in der örtlichen East Valley Tribune zufolge auch noch 30 Milllionen Dollar Verlust. Das tut dort weh, wo es wirklich zählt. Vier Jahr ein Folge nicht in den Playoffs. So etwas können sich nur Clubs mit tiefen Taschen leisten - wie die New York Rangers vor ein paar Jahren. Dennis Seidenberg konnte das alles spätestens ab Ende Januar egal sein. Aber dem Verteidiger aus Schwenningen passierte so etwas ähnliches, wie den deutschen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg, die zu Hauf aus einem Lager in Arizona ausbrachen: Sie kamen nicht weit. Seidenberg kam bis nach Raleigh in North Carolina, wo die Hurricanes das Kunststück fertig brachten, den Stanley Cup an der Playoff-Pforte abzugeben. Aah, die Aura des Stanley Cups.
So bleibt noch nachzureichen, dass das bereits skizzierte Duell zwischen den Buffalo Sabres und den Toronto Maple Leafs nicht stattfindet. Die New York Islanders schoben sich in letzter Sekunde noch auf den achten Tabellenrang vor und dürfen deshalb gegen die beste Mannschaft der regulären Saison ihr Glück versuchen. Die Teams haben im Verlauf des Winters vier Begegnungen gegeneinander absolviert. Die Sabres gewannen drei.
Blick zurück: Buffalo schließt die Saison als Punktbester ab - das Geld ist wichtiger als die Ehre
So bleibt noch nachzureichen, dass das bereits skizzierte Duell zwischen den Buffalo Sabres und den Toronto Maple Leafs nicht stattfindet. Die New York Islanders schoben sich in letzter Sekunde noch auf den achten Tabellenrang vor und dürfen deshalb gegen die beste Mannschaft der regulären Saison ihr Glück versuchen. Die Teams haben im Verlauf des Winters vier Begegnungen gegeneinander absolviert. Die Sabres gewannen drei.
Blick zurück: Buffalo schließt die Saison als Punktbester ab - das Geld ist wichtiger als die Ehre
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8. April 2007
NHL: Ein warmer Geld-Regen im verschneiten Buffalo
Hier ist etwas für die Vitrine gleich am Eingang vom Büro des Clubs: die Presidents' Trophy der National Hockey League. Presidents im Plural. Welche Präsidenten? Koa Ahnung. Das wird die Buffalo Sabres sicher auch nicht interessieren. Man nimmt, was man kriegen kann. Und dieses Gestell ist immerhin 350 000 Dollar wert. Denn so viel schüttet die Liga an das Team aus, das am Ende der regulären Saison den besten Punktestand von allen hat. In Buffalo kann man sich für soviel Geld schon eine Menge kaufen. Kurios: die Liga ist die einzige in den USA, die dem Punktbesten eine Ehrung spendiert. Die NBA überweist einfach nur eine Prämie - in diesem Jahr geht sie wohl an Mark Cuban - und macht dann weiter im Takt.Aber die Eishockey-Liga marschiert ohnehin ihrem eigenen Tambourmajor hinterher. Ein Teil der Partitur besteht aus dem Äquivalent zur sogenannten "Knüppelmusik". Sie klingt karg und martialisch, besonders dann, wenn sich Spieler auf dem Eis mit bloßen Fäusten gegenseitig das Gesicht umarbeiten. Die Ligaspitze hat mal wieder die Debatte angeschoben, ob denn solche barbarische Sitten wirklich sein müssen. Man darf davon ausgehen, dass sich die Traditionalisten durchsetzen.
Aber zurück zu den Sabres, zum Grazer Thomas Vanek und dem Mannheimer Jochen Hecht und ihrem eigentlichen Marsch: den durch die Playoffs, die in dieser Woche beginnen. Anders als im letzten Jahr, als Buffalo noch niemand wirklich auf dem Zettel hatte und die leichtfüßige Mannschaft gleich in der ersten Runde schnelle Kringel um die Muskelmänner aus Philadelphia fuhr und dabei viele überraschte, schauen jetzt alle genau hin. Damals endete der Trip im Halbfinale gegen den späteren Stanley-Cup-Gewinner Carolina Hurricanes. Die Sabres der Saison 2006/07 haben sich ihren Ruf rechtschaffen erarbeitet. Und den gilt es zu bestätigen. Der Gegner in der ersten Runde steht allerdings noch nicht fest. Nachdem sich die Montreal Canadiens mit den Schweizern David Aebischer und Mark Streit von den Maple Leafs aus dem Weg schubsen ließen, haben die New York Islanders noch eine Chance als Letzter ins Tableau zu rutschen und Toronto zu verdrängen.
Buffalo-Toronto wäre eine Hammer-Serie mit Derby-Fieber. Zwischen den beiden Städten liegen zwar die Niagarafälle und zwei Stunden Autofahrt, aber die Bezugspunkte und Rivalitäten sind eingekerbt. Früher spielten die Sabres gegen die Leafs in eigener Halle meistens vor einem feindseligen Publikum. Warum? Die Karten in Toronto waren so knapp, dass sich tausende von Fans Jahreskarten in Buffalo besorgten, um ihre eigene Mannschaft wenigstens bei dieser Gelegenheit (immerhin viermal im Jahr) zu sehen.
Das wird so schnell nicht wieder passieren. Reduzierte Eintrittspreise und eine wiederwachte Begeisterung am Ort haben dafür gesorgt, dass sich die Sabres-Fans bei solchen Begegnungen zumindest mit einem Anteil von 60 zu 40 in der Mehrheit befinden. Trotzdem hat jedes Spiel der regulären Saison zwischen den beiden Teams Playoff-Atmosphäre. Um sehr viel Phon kann man das nicht mehr steigern, wenn es tatsächlich zu einer Best-of-Seven-Serie kommt. Es wäre die attraktivste Konstellation der ersten Runde (vor Ottawa gegen Pittsburgh und Nashville gegen San Jose). Neben Hecht sind noch drei Deutsche dabei: Christoph Schubert in Ottawa und Christian Ehrhoff und Marcel Goc in San Jose. Von den Schweizern ist Martin Gerber übrig geblieben, der in Ottawa die Rolle des Ersatzmanns hat. Die österreichische Delegation ist noch intakt - mit dem besagten Thomas Vanek und Thomas Pöck bei den New York Rangers.
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24. März 2007
Vanek-Warnung war verfrüht
Vorläufig braucht man sich um die Form des österreichischen Eishockeystürmers Thomas Vanek keine Sorgen machen. Zusammen mit den Buffalo Sabres brachte er gestern im Spiel gegen die Toronto Maple Leafs immerhin eine Energieleistung zustande, die zeigt, dass er wohl gegebenfalls noch ein paar Schaufeln Kohle nachlegen kann. Das Team, bekannt für seine unwiderstehlichen Zwischenspurts, holte im dritten Drittel nicht nur einen Drei-Tore-Rückstand auf. Am Ende gingen sie mit 5:4 als Sieger vom Eis. Kein Wunder, dass Leafs-Captain Matts Sundin hinterher die Worte fehlten, zumal er 14 Sekunden vor Schluss eine Ausgleichschance vergeben hatte. "Es gibt nicht viel zu sagen", meinte er. Wenn der alte Schwede es nicht sagen will, tun wir es: Thomas Vanek schoss im Schlussdrittel ein Tor und legte einmal vor, nachdem er im Anfangsdrittel bereits einmal getroffen hatte. In den letzten Begegnungen fällt vor allem ein Aspekt seins Spiels stark ins Gewicht: Er gibt viele gute Vorlagen.
Blick zurück: Mutmaßungen über Vanek
Blick zurück: Mutmaßungen über Vanek
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18. März 2007
Durchhänger bei Vanek und den Sabres kurz vor den Playoffs
Es ist nicht ganz so deutlich wie vor einem Jahr, als Thomas Vanek von seinem Trainer als kleine Erziehungsmaßnahme in den Playoffs auf die Bank gesetzt wurde. Aber es fällt auf: Dem besten Stürmer aus dem D-A-CH-Verband, Sohn tschechischer Österreich-Einwanderer, geboren in Graz und sportlich in den USA via Schule und College auf die National Hockey League vorbereitet, geht gegen Ende der regulären Saison ein wenig die Puste aus. Und das ist nicht gut für die Buffalo Sabres. Die Mannschaft ist auf seine spritzigen Attacken und seine aus dem Handgelenk geschossenen Tore mehr denn je angewiesen.Der 23jährige begann im letzten Herbst schlichtweg formidabel und war lange einer der besten Scorer in der Liga. Mit 34 Treffern gehört er zwar noch immer zu den gefährlichsten Zwölf, und die Sabres stehen auf Platz 1 der Playoff-Tabelle in der Eastern Conference. Aber die Ziele sind höher gesteckt. Da sind Verschnaufpausen nicht hilfreich. Im letzten Jahr übertraf die Mannschaft schlichtweg alle Erwartungen, als sie beinahe bis ins Stanley-Cup-Finale kam und trotz enormer Verletzungsprobleme in der Verteidigung fast den späteren Gewinner, die Carolina Hurricanes, aus den Schlittschuhen gekippt hätte. In diesem Jahr liegt die selbst gelegte Latte etwas höher: Alles andere als das erreichen des Finales wäre ein Misserfolg.
Die Statistik ist allerdings nicht das Entscheidende, sondern vielmehr die Frage: Findet Vanek, dem Coach Lindy Ruff im letzten Jahr vor allem konditionelle Schwächen vorwarf, in den nächsten Wochen die Extra-Energie, die man braucht, um eine der körperlich härtesten Herausforderungen im nordamerikanischen Sport zu bestehen - die NHL-Playoffs mit ihren Best-of-Seven-Serien? Anfang März musste er ein Spiel pausieren - wegen einer nicht näher definierten Verletzung. Wie er und die Mannschaft die nächsten Begegnungen abwickeln, wird viel darüber aussagen, welche Chancen das Team in diesem Jahr haben wird.
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6. März 2007
Wenn Old Shatterhand das noch erlebt hätte...
Irgendwie passt das in die wilde Welt des amerikanischen Sports: ein Eishockeytrainer, der angeblich mit den Frauen seiner Spieler pennt. Auch wenn es nur ein Gerücht ist (war). Und auch wenn die Sache von dem besagten Eishockeytrainer bestritten wird. Aber wie soll man sich die Geschichte anders zusammenreimen, bei der der ziemlich erfolgreiche
Coach der Buffalo Sabres im Jahr 1997 ohne offensichtlichen Grund seinen Vertrag verlor, kaum hatte Dominik Hasek, der beste Torwart aller Zeiten, öffentlich erklärt, er habe keinen Respekt für seinen Trainer? Ted Nolan (Bild links), der Mann im Mittelpunkt der kuriosen Beschuldingungen, ist vor kurzem bei den New York Islanders zum ersten Mal wieder in der NHL an verantwortlicher Stelle aufgetaucht. Und das obwohl er damals als "Coach of the Year" ausgezeichnet worden war. Zwischendurch hatte er das Gewisper über seinen Jobverlust als Rassismus abgetan. Nolan ist Indianer vom Stamm der Ojibwa aus der kanadischen Stadt Sault Ste. Marie und wuchs unter ärmsten Bedingungen in einem Reservat auf. "Ich sehe anders aus. Ich bin nicht einer von ihnen", sagte er zwischendurch, weil er offensichtlich keine andere Erklärung dafür hat, weshalb er trotz seines Könnens von Chefmanagern der Liga zehn Jahre lang links liegen gelassen wurde. Jetzt blubbert die Sache wieder hoch. In der Blogosphäre.
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14. November 2006
Buffalo kaum zu stoppen
...und weiter reitet die wilde Luzi in Buffalo. 7:4-Erfolg in Raleigh gegen den amtierenden Stanley-Cup-Sieger Carolina Hurricanes (bereits die zweite Revanche für das Aus in den Playoffs im Frühjahr). Ein Tor von Thomas Vanek und zwei von Jochen Hecht, den zwei erfolgreichsten Vertretern des D-A-CH-Verbands. Der Grazer Vanek steht weiterhin an der Spitze der clubinternen Torjägerliste mit elf.
27. Oktober 2006
Diesmal sind die Säbel besonders scharf
Nicht dass wir das hier haben kommen sehen. Manhattan ist eine Tagesreise von Buffalo entfernt. Aber geahnt, ja geahnt schon. Die Sabres haben gestern die New York Islanders verdroschen und damit ihre Siegesserie auf 10 ausgebaut. Sie egalisierten damit den NHL-Rekord der Toronto MapleLeafs aus der Saison 1993/94. Wie geht's weiter? Mannschaften, die derart stark starten, sind heiße Kandidaten auf den Titel. Das zeigt sich immer wieder. Im Eishockey allerdings gibt es eine große Unbekannte: Verletzungen. Buffalo gewinnt auf allerlei Art: selbst wenn das Team zwei Tore in Rückstand liegt. Das zeigt vieles: vor allem Spielintelligenz und Abgeklärtheit.
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