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6. Februar 2010
NBA-Tarifvertrag: Clubbesitzer wollen Einschnitte
NBA Commissioner David Stern hat der Spielergewerkschaft zum Auftakt der Tarifverhandlungen einen Vorschlag unterbreitet, der ziemliche konsequente Einschnitte vorsieht. Alle Spieler sollen weniger verdienen. Am meisten verzichten sollen die Top-Stars. Die Salary Cap, die zur Zeit nicht wirklich die Gehälter deckelt, soll wie zuletzt in der NFL und inzwischen auch in der NHL eine absolute unverrückbare Oberkante sein. Die Luxussteuer, die sparsamen Teams zufließt, soll auf die Müllhalde. Richtig spannend wird es noch nicht sofort. Erst 2011 geht's richtig zur Sache zwischen beiden Seiten.
6. September 2009
Das Millionen-Spiel
Mal ein paar Zahlen aus der NFL aus einem Beitrag auf Deadspin vom Freitag:
Durchschnittliche Einnahmen pro Team
Eintrittskarten: 59 Millionen Dollar
Regulärer Fernsehvertrag: 94 Millionen Dollar
DirectTV Satelliten-Fernsehvertrag: 22 Millionen Dollar
Ertrag nach Abzug aller Kosten und Gehälter: 32,3 Millionen Dollar
Warum ist das alles interessant? Die Durchschnittszahlen basieren – anders als in den anderen großen Ligen in den USA – auf einer relativen Parität. Der Unterschied im wirtschaftlichen Bruttoergebnis zwischen dem einnahmestärksten Club (Washington Redskins) und dem schwächsten (Detroit Lions) liegt bei 66 Prozent.
Nicht im Text angesprochen, aber gerne an dieser Stelle hinzugefügt:
Die Salary Cap steigt in der kommenden Saison auf 128 Millionen Dollar. Mit anderen Worten: Die Spieler partizipieren in toto ganz ordentlich an den Erlösen. Die Probleme der Aktiven liegen woanders: Es gibt keine garantierten Verträge. Der Job geht extrem auf die Knochen. Die tarifvertraglich abgesicherte Altersvorsorge ist anämisch.
Darüber wird die Spielergewerkschaft demnächst mit der Liga zu reden haben. Denn der Tarifvertrag läuft aus. Ohne einen neuen Deal läuft auch die Salary Cap aus und ermöglicht den wohlhabenden Clubs, sich ähnlich zu verhalten, wie das die Hyperreichen in den anderen Ligen tun (New York Yankees, New York Knicks). Mal abgesehen davon, dass Geld allein nicht reicht, um sportlichen Erfolg zu erzielen, dürfte damit der große Zahltag für Top-Spieler kommen, die sich auf dem freien Markt befinden werden.
Durchschnittliche Einnahmen pro Team
Eintrittskarten: 59 Millionen Dollar
Regulärer Fernsehvertrag: 94 Millionen Dollar
DirectTV Satelliten-Fernsehvertrag: 22 Millionen Dollar
Ertrag nach Abzug aller Kosten und Gehälter: 32,3 Millionen Dollar
Warum ist das alles interessant? Die Durchschnittszahlen basieren – anders als in den anderen großen Ligen in den USA – auf einer relativen Parität. Der Unterschied im wirtschaftlichen Bruttoergebnis zwischen dem einnahmestärksten Club (Washington Redskins) und dem schwächsten (Detroit Lions) liegt bei 66 Prozent.
Nicht im Text angesprochen, aber gerne an dieser Stelle hinzugefügt:
Die Salary Cap steigt in der kommenden Saison auf 128 Millionen Dollar. Mit anderen Worten: Die Spieler partizipieren in toto ganz ordentlich an den Erlösen. Die Probleme der Aktiven liegen woanders: Es gibt keine garantierten Verträge. Der Job geht extrem auf die Knochen. Die tarifvertraglich abgesicherte Altersvorsorge ist anämisch.
Darüber wird die Spielergewerkschaft demnächst mit der Liga zu reden haben. Denn der Tarifvertrag läuft aus. Ohne einen neuen Deal läuft auch die Salary Cap aus und ermöglicht den wohlhabenden Clubs, sich ähnlich zu verhalten, wie das die Hyperreichen in den anderen Ligen tun (New York Yankees, New York Knicks). Mal abgesehen davon, dass Geld allein nicht reicht, um sportlichen Erfolg zu erzielen, dürfte damit der große Zahltag für Top-Spieler kommen, die sich auf dem freien Markt befinden werden.
2. August 2009
Blackhawks: Liga nimmt Hossa-Vertrag unter die Lupe
Die Faktenlage legt demnach nur eine Vermutung nahe: Der Club hat kreativ getrickst. Ob das gegen die Regeln der NHL verstößt, werden wir bald erfahren.
Hossa ist übrigens jener geniale Taktiker, der im letzten Jahr von den Pittsburgh Penguins zu den Detroit Red wings wechselte, weil er sich dort eine bessere Chance auf den Gewinn des Stanley Cup ausrechnete. Wir wissen inzwischen, wie die Sache ausging: Die Penguins schlugen die Red Wings und Hossa in sieben Spielen.
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8. Juli 2009
Der Klingelbeutel: Wie steigert man bizarr?
Die Mordsache Steve McNair bleibt bizarr. Nachdem bekannt wurde, dass die tote Freundin neben ihm wenige Tage vorher eine Waffe gekauft hatte, wurden Rap-Songs ihres Ex-Freundes aufgestöbert. In einem der Musikstücke spricht er eine ähnliche Situation mit kaputtgegangenen Beziehungen und Rachgelüsten an. Jetzt ließ seine Schwester ausrichten, dass der Text nichts mit dem akuten Fall zu tun hat, sondern mit einer Geschichte, die ihren eigenen Ex betrifft. Wer blickt noch durch?
Nachtrag sieben Stunden später: Die Polizei geht nun mehr ganz offiziell davon aus, dass die Freundin erst McNair erschossen hat und dann sich selbst.
• Coach K bleibt wohl der Trainer der US-Basketballnationalmannschaft. Das spricht dafür, dass es aus dem Lakers-Gig nichts wird.
• Die NBA inszeniert die Deflation jenes Schwellenwerts, den sie einst selbst erfunden hatte, um den Anstieg der Spielgehälter zu bremsen. Anstieg? Nichts mehr mit Anstieg. Die Salary Cap sinkt. Demnächst vermutlich sogar dramatisch. Wir werden uns sich demnächst mal etwas ausführlicher mit der Geschichte beschäftigen müssen. Denn sie wird sich ganz direkt auf den nächsten Nowitzki-Vertrag auswirken. Bis dahin sollte mal ein kurzer Blick zurück genügen. In diesem Post steht ziemlich klar, dass die NBA unter einer extremen Verzerrung des Gehaltssystem leidet. Nicht die Besten und Erfolgreichsten verdienen querbeet am besten. Wenn das so wäre, wäre der Druck auf die Gehaltsstruktur nicht halb so stark.
Nachtrag sieben Stunden später: Die Polizei geht nun mehr ganz offiziell davon aus, dass die Freundin erst McNair erschossen hat und dann sich selbst.
• Coach K bleibt wohl der Trainer der US-Basketballnationalmannschaft. Das spricht dafür, dass es aus dem Lakers-Gig nichts wird.
• Die NBA inszeniert die Deflation jenes Schwellenwerts, den sie einst selbst erfunden hatte, um den Anstieg der Spielgehälter zu bremsen. Anstieg? Nichts mehr mit Anstieg. Die Salary Cap sinkt. Demnächst vermutlich sogar dramatisch. Wir werden uns sich demnächst mal etwas ausführlicher mit der Geschichte beschäftigen müssen. Denn sie wird sich ganz direkt auf den nächsten Nowitzki-Vertrag auswirken. Bis dahin sollte mal ein kurzer Blick zurück genügen. In diesem Post steht ziemlich klar, dass die NBA unter einer extremen Verzerrung des Gehaltssystem leidet. Nicht die Besten und Erfolgreichsten verdienen querbeet am besten. Wenn das so wäre, wäre der Druck auf die Gehaltsstruktur nicht halb so stark.
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31. Juli 2008
Cap der guten Hoffnung
Als Lesestoff rund um den Wechsel von NBA-Spieler Josh Childress nach Griechenland sehr zu empfehlen: eine Betrachtung über die Funktionsmechanismen bestimmter Teile der Salary Cap in der Liga. Die Essenz: Wenn sich 450 Spieler um eine Gehaltssumme etwas mehr als 1,5 Milliarden Dollar pro Saison balgen, geht es für einige bei ihren Vertragsverhandlungen um plus/minus sehr viel Geld. Wer viel will, muss pokern und geht notfalls in die Wüste (zu den Clippers oder nach Europa). Wer Meisterschaften gewinnen will, akzeptiert Abschläge. Und wer wissen will, wieso die Detroit Pistons als einzige Mannschaft ihre besten Leute so ausgewogen bezahlen und jedes Jahr ganz oben mitspielen, nun, der muss Joe Dumars fragen.
In diesem Zusammenhang muss man die Entscheidung von Ron Artest sehen, ein Jahr vor dem Auslaufen seines alten Deals mit den Sacramento Kings keinen neuen zu unterschreiben und auf den Free-Agent-Markt im kommenden Sommer zu setzen. Artest wurde inzwischen nach Houston geschippert, wo man nun auf dem Papier mit ihm und Tracy McGrady und Yao Ming eine starke Truppe beieinander hat. Fürs Feintuning ist Trainer Rick Adelman zuständig. Der chinesische Center macht sich Sorgen um die Chemie in der Mannschaft.
In diesem Zusammenhang muss man die Entscheidung von Ron Artest sehen, ein Jahr vor dem Auslaufen seines alten Deals mit den Sacramento Kings keinen neuen zu unterschreiben und auf den Free-Agent-Markt im kommenden Sommer zu setzen. Artest wurde inzwischen nach Houston geschippert, wo man nun auf dem Papier mit ihm und Tracy McGrady und Yao Ming eine starke Truppe beieinander hat. Fürs Feintuning ist Trainer Rick Adelman zuständig. Der chinesische Center macht sich Sorgen um die Chemie in der Mannschaft.
22. Oktober 2007
NBA: Überfluss = Überschuss = Luxussteuer
Zu den reizvollen Feinheiten des Tarifvertrags zwischen der NBA und ihren Spielern gehört die Salary Cap und die Luxury Tax. Die Salary Cap soll eigentlich die rasante Entwicklung der ständig steigenden Gehälter bremsen. Was sie nicht tut. Denn immer mehr Clubs geben mehr aus und finden nichts dabei, auch noch Strafe zu zahlen. Das wäre dann die Luxury Tax. Nach einer ersten Übersicht werden in diesem Jahr elf Teams im großen und kleinen Stil die Demarkationslinie überschreiten und insgesamt 75 Millionen Dollar Steuer bezahlen. Soviele zahlende Mannschaften und eine derartige hohe Abgabe gab es noch nie. Der Gesamtbetrag ist mehr als ein gutes Team in der NBA pro Saison kostet. Spitzenreiter wie bisher sind die New York Knicks mit irgedetwas in der Gegend von 21 Millionen Dollar. Dann kommen die Dallas Mavericks, die mit 18 Millionen Dollar dabei sind und den Denver Nuggets, die etwa 11 Millionen Dollar in den Topf einzahlen, aus dem die sparsamen Clubs jeweils 2,5 Millionen Dollar abschöpfen können. An den Zahlen kann sich noch das eine oder andere ändern. Vor allem, wenn Kobe Bryant in eine andere Stadt umzieht. Die Salary Cap für die kommende Saison liegt bei 55 Millionen Dollar.
30. Juli 2007
Also doch: Garnett zu den Celtics
Kein Gerücht mehr, sondern von AP bestätigt: Garnett nach Boston. Falls sich jemand dafür interessiert, wie schwierig es ist, einen Mann mit einem Vertrag wie seinem abzugeben und weshalb manche Clubs aus kuriosen finanziellen Erwägungen nicht in Frage kommen, der sollte mal diesen Text von Marc Stein durcharbeiten. Aber Warnung: Nicht für NBA-Neulinge und Menschen geeignet, denen die komplizierte Arithmetik von Salary Cap und aktuellem Tarifvertrag nicht einleuchtet. Als Sahneschnitte obendrauf: Der Adidas-Werbespot, der zeigt, wie sich KG bei den Timberwolves gefühlt haben muss. Ab jetzt sollte alles leichter werden.
Blick zurück: Als alles noch ein Gerücht war
Blick zurück: Als alles noch ein Gerücht war
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5. November 2006
Ein Paradies für Basketballer mit Nehmerqualitäten
Irgendwo tief im Madison Square Garden in Midtown Manhattan muss eine Maschine stehen, die Banknoten druckt. Das muss man bereits seit einer ganzen Weile annehmen. Zumindest seit die Besitzerfamilie namens Dolan die Pläne des Bürgermeisters für eine Bewerbung New Yorks um die Sommerspiele 2012 mit Millionen von Dollar torpedierte (Im Prinzip waren die Dolans nur gegen das Projekt eines Stadionneubaus. Die Arena sollte während Olympia das ganzvolle Zentrum des Geschehens sein und ansonsten den New York Jets ein neues Zuhause in Manhattan bieten.) Nachdem diese Attacke von Erfolg gekrönt war, kann das Geld nun wieder ungehindert in die Taschen von Basketballern fließen, die eines gemeinsam haben: Sie haben alle nichts von dem, was man braucht, um in der NBA oben mitzuspielen.In dieser Saison haben die Auslagen eine inoffizielle neue Rekordmarke erreicht. Nach den Angaben der New York Times erhalten vier ehemalige Spieler der New York Knicks, Jalen Rose, Maurice Taylor, Shandon Anderson and Jerome Williams, in diesem Jahr zusammen 41 Millionen Dollar, nachdem man sich dafür entschied, sich von ihnen vorfristig zu trennen. NBA-Verträge sind nämlich garantiert und können nicht vor Ablauf der Frist einfach zerrissen werden (das geht zum Beispiel in der National Football League). Dazu kommen 20,7 Millionen Dollar für Allan Houston, der vor einem Jahr aus gesundheitlichen Gründen mit dem Sport aufhören musste.
Diese Verschwendung (Rose geht als Free Agent zu den Phoenix Suns, wo er zu den 14,5 Millionen Dollar von den Knicks noch weitere 1,5 Millionen erhält) sollte eigentlich von der Salary Cap verhindert werden. Aber alles, was die Dolans tun, ist, sich über die Cap lustig machen. Denn die Leistung der New York Knicks ist unterirdisch, wird jedoch allein in Form von Spielergehältern in diesem Jahr mit 122 Millionen Dollar honoriert. Das ist mehr als das Doppelte des Cap-Betrags von 53 Millionen Dollar und zwingt den Club dazu, eine Luxussteuer an die Liga abzuführen, die unter den ärmeren Teams verteilt wird.
Dass die Spielergewerkschaft etwas gegen diesen Wahn hat, ist nicht anzunehmen. Wenn prominente Spieler überbezahlt werden, erhalten auch die Knallchargen ein schönes Sümmchen. Das Durchschnittsgehalt in der NBA liegt inzwischen bei 5,2 Millionen Dollar.
Blick zurück: Auch Ex-Trainer Larry Brown bekommt reichlich
4. Oktober 2006
NHL-Auftakt: Sabres und Hecht machen Wind
Die NHL-Saison begann heute abend in Raleigh/North Carolina mit einem attraktiven temporeichen Spiel zwischen Stanley-Cup-Gewinner Carolina Hurricanes und den Buffalo Sabres. Die beiden Mannschaften hatten im Juni eine spannende Halbfinal-Serie bestritten, die erst im siebten und letzten Match entschieden wurde. Die beiden Rivalen bieten ziemlich rasante Schlittschuhläufer auf, die allesamt von den Regeln profitieren, die im letzten Jahr installiert wurden. Besonders attraktiv: die fünf Minuten Verlängerung mit vier gegen vier, die auf beiden Seiten zu spektakulären Chancen führte. Die Begegnung endete 2:2 und wurde mit einem Penalty-Shootout entschieden: Buffalo gewann mit nur einer einzigen verwandelten Chance, weil die Hurricanes dreimal versagten.
Zu den Schnelleren bei den Sabres gehört der Mannheimer Jochen Hecht, der jedoch im Sommer seinen Nebenmann JP Dumont im zweiten Sturm verlor, weil Buffalo ihm nicht die 2,9 Millionen Dollar bezahlen wollten, die ihm im Rahmen eines Schiedsgerichtsverfahrens zugesprochen worden waren. Die Zwangsjacke namens Salary Cap zwingt die Manager ligaweit zu unpopulären Entscheidungen. Trotzdem können die Spieler nicht klagen, die eine ganze Saison sausen ließen, um am Ende eines knallharten Tarifstreit auf ganzer Linie Zugeständnisse zu machen. Nachdem die NHL im letzten Jahr mit 2,1 Milliarden Dollar erheblich mehr einnehmen konnte als erwartet, wurde die Salary Cap für diese Saison erheblich heraufgesetzt - von 39 auf 44 Millionen Dollar pro Kader.
Mehr zur neuen Saison gibt's hier bei Wortwelt
Zu den Schnelleren bei den Sabres gehört der Mannheimer Jochen Hecht, der jedoch im Sommer seinen Nebenmann JP Dumont im zweiten Sturm verlor, weil Buffalo ihm nicht die 2,9 Millionen Dollar bezahlen wollten, die ihm im Rahmen eines Schiedsgerichtsverfahrens zugesprochen worden waren. Die Zwangsjacke namens Salary Cap zwingt die Manager ligaweit zu unpopulären Entscheidungen. Trotzdem können die Spieler nicht klagen, die eine ganze Saison sausen ließen, um am Ende eines knallharten Tarifstreit auf ganzer Linie Zugeständnisse zu machen. Nachdem die NHL im letzten Jahr mit 2,1 Milliarden Dollar erheblich mehr einnehmen konnte als erwartet, wurde die Salary Cap für diese Saison erheblich heraufgesetzt - von 39 auf 44 Millionen Dollar pro Kader.
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