Rund 500 000 Menschen haben am Sonntag in St. Louis den Gewinn der World Series gefeiert. Die einheimischen Cardinals hatten letzte Woche die höher eingeschätzten Detroit Tigers mit 4:1 klar besiegt. Sie hatten die besseren Pitcher und sie hatten nicht so viele folgenschwere Fehler begangen. Die Stadt hatte sich zuletzt an den Erfolgen des örtlichen Football-Teams berauscht, der St. Louis Rams, die aber nicht so sehr in Missouri verwurzelt sind. Die Rams waren wenige Jahre zuvor mit Hilfe einer neuen Arena aus Los Angeles - genauer gesagt aus Anaheim - weggelockt worden.
Ergänzung: Vor wenigen Minuten kam die aktuelle Liste der gefährlichsten amerikanischen Städte heraus. Was soll man sagen? St. Louis ist auf Platz 271 und damit die gefährlichste. Detroit steht auf Platz 270 und ist die glanzvolle Nummer zwei. Die World Series des Grauens. New York - einst das Abziehbild des Schreckens genannt Gotham - wird langsam, aber sicher zum Friedensbezirk. Die Metropolis rangiert auf 145 und damit vor vielen kleineren Städten, von denen man gewöhnlich überhaupt nichts hört.
Zweite Ergänzung: St. Louis führt offensichtlich eine weitere Liste an: die der Städte mit den meisten Fällen an Gonorrhoe, auf die Einwohnerzahl umgerechnet. Und - wie nicht anders zu erwarten - Detroit folgt auf dem Fuße. So etwas kann einfach nicht gesund sein: Gewalt und Geschlechtskrankheiten und Bier (Budweiser kommt hierher) und Baseball...
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30. Oktober 2006
22. Oktober 2006
Tigers und Cardinals nach zwei Spielen exequo
Die Detroit Tigers haben Spiel zwei der World Series gewonnen. Und so geht das Duell zwischen den beiden Managern (und persönlichen Freunden) Jim Leyland und Tony La Russa weiter. Das Match, an dem Detroits Pitcher Kenny Rogers den größten Anteil hatte, hätte sein Kollege Todd Jones im letzten Inning beinahe noch versemmelt. Die Cardinals holten zum 1:3 auf und brachten drei Leute auf die Bases, ehe Catcher Molina einen Groundball produzierte, der der Tigers-Verteidigung den letzten Out bescherte. Montag ist Reisetag. Dienstag geht es in St. Louis weiter. Mehr über die beiden Manager in der Montagausgabe der FAZ (Print).
Randbemerkung: Major League Baseball und die mächtige Spielergewerkschaft haben einen Arbeitskampf um den neuen Tarifvertrag vermieden und sich geeinigt. Details wie etwa zu Fragen der Dopingbekämpfung sind noch nicht bekannt.
Randbemerkung: Major League Baseball und die mächtige Spielergewerkschaft haben einen Arbeitskampf um den neuen Tarifvertrag vermieden und sich geeinigt. Details wie etwa zu Fragen der Dopingbekämpfung sind noch nicht bekannt.
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20. Oktober 2006
Samstag geht's los: St. Louis gegen Detroit
An einem Abend, an dem die New York Mets so gut wie nichts gegen Pitcher Jeff Suppan ausrichten konnten, war es nicht weiter verwunderlich, dass sie am Ende mit langen Gesichtern in die Umkleidekabine trabten. Während dessen entkorkten die St. Louis Cardinals auf der anderen Seite der Katakomben des Shea Stadiums jede Menge Champagnerflaschen. Sie hatten das siebte und entscheidende Spiel der National League Championship Series mit 3:1 gewonnen und dürfen deshalb am Samstag gegen die Detroit Tigers in der World Series antreten. Für St. Louis ist das bereits die zweite Chance innerhalb der letzten zwei Jahre. 2004 hatten sie klar mit 0:4 Niederlagen gegen die Boston Red Sox verloren.Die zentrale Figur ist Manager Tony La Russa, ein studierter Jurist, der seit 1996 in Missouri unter Vertrag steht, nachdem er vorher eine erfolgreiche Zeit in Oakland verbracht hatte (ein World-Series-Erfolg im Jahr 1989 gegen die San Francisco Giants). La Russa gilt als Exponent der Theorie, wonach man im Baseball hauptsächlich mit statistischem Material arbeiten sollte, um Mannschaften zusammenzustellen und Spieler im Verlauf von Begegnungen ein- oder auszuwechseln.
Unter ihm wurde Mark McGwire zu einem anabol aufgepumpten Home-Run-König. Als die Einnahme von leistungssteigernden Mitteln ruchbar wurde, tat La Russa alles, die Dopingvorwürfe zu verharmlosen.
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