Für alle, die einst mit dem Stabilbaukasten oder den Lego-Steinen herumgebastelt haben und dabei nie eine Eishockey-Spielfläche hinbekommen haben: Hier zeigt uns das Time-Lapse-Video, wie's in echt geht. Der Ort: Fenway Park in Boston. Der Anlass: die dritte Auflage vom Winter Classic am 1. Januar zwischen den Boston Bruins und den Philadelphia Flyers, jenem publikumswirksamen NHL-Projekt unter freiem Himmel, das 2008 in Buffalo in einem Footballstadion begann. Vor einem Jahr war die Liga in Wrigley FIeld in Chicago. Die Wetterprognose verspricht übrigens Schnee. Es hat nur drei Jahre gedauert, bis die Veranstalter den Namen der Veranstaltung an einen Titelsponsoren verhökern konnten. Die japanische Reifenfirma Bridgestone machte das Rennen. Die wird sich über Schnee freuen. (Disclosure: fahre vorne auf dem Passat zwei All-Wetter-Schluffen von denen).
Blick zurück: Ausführliche Vorschau in der FAZ auf das Ereignis vor einem Jahr in Chicago mit Informationen zum Erfolg der Veranstaltung
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30. Dezember 2009
21. Dezember 2007
Austeilen im Stil des Altmeisters
Es war das erste Mal, dass ich von einem "Gordie-Howe-Hattrick" gehört habe, als die Live-Fernsehkommentatoren den Schlagabtausch zwischen Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins und seinem Widersacher Andrew Ference von den Boston Bruins beschrieben. Was man nicht alles dazu lernt, wenn man die Karriere von Kanadas großer Nachwuchshoffnung verfolgt. Was dieser Begriff beschreibt (ein Tor, eine Vorlage und Prügelei innerhalb eines Matches) und wer Gordie Howe war, kann man bei Wikipedia nachlesen. Was man sich aber merken sollte: Crosby, der im Begriff ist, viele Rekorde von Wayne Gretzky zu pulverisieren, ist auch diesmal ziemlich hurtig gewesen. Für seinen Hattrick brauchte er nur 25 Minuten und nicht etwa ein ganzes Spiel. Vielleicht wird man deshalb diese Leistung alsbald als Sydney-Crosby-Hattrick bezeichnen.
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2. Dezember 2007
Scherenschnitt: Der Eishockeyprofi als Akt
Für den Boston Globe ist es keine Kunst, sich mit einem Thema zu beschäftigen, in dem es um Nacktheit geht, und dann die Abbildung, die das Thema illustriert, auf dramatische Weise zu zensieren (siehe Bild links, die Version der Zeitung). Aber so etwas ist in den USA einfach Standard. Man will sich sehr wohl mit Erotik - und mittlerweile auch Homoerotik - fraglos sehr gerne beschäftigen. Denn das kitzelt bekanntlich. Aber die ganze nackte Wahrheit, na, meine Güte, die darf der Leser nicht sehen. Um die zu sehen, bekommt er nicht mal ein Link auf der Webseite, auf der die Printgeschichte steht. Merke: Nacktheit könnte im prüden Amerika die Leute auf komische Gedanken bringen.
Bevor wir uns zu aufwändig mit der Doppelmoral der Medien in diesem Land beschäftigen (siehe Janet Jackson beim Super Bowl), soll erst einmal davon die Rede sein, um was geht: Um die Gemälde von ehemaligen Eishockeyprofis, die der Maler Kurt Kauper ganz ohne Kleidung posieren lässt, obwohl sie nie für ihn Modell gestanden haben. Man könnte das eine kleine Provokation nennen. Die natürlich nur dann funktioniert, wenn es jemanden gibt, der sich davon provozieren lässt. Kaupers Bilder des nackten Cary Grant hätten das vielleicht bewirken können. Hier handelte es sich schließlich um eine wirklich berühmte Hollywood-Figur. Aber Bobby Orr und Derek Sanderson, die einst für die Boston Bruins spielten?Die Ausstellung der Gemälde läuft zur Zeit in der Deitch Gallery in New York. Die meisten Werke sind bereits verkauft. Für Preise zwischen 50.000 und 135.000 Dollar (so der Globe).
Nun zur Doppelmoral in Sachen Erotik und Sexualität: Rückständig und repressiv sind die Vokabeln, die einem als erstes einfallen, wenn man sich ein wenig in den Stoff einliest, zum Beispiel hier und hier. Dabei gibt es eine zwei- wenn nicht dreigeteilte geographische Ausgangssituation in diesem Land. Am schlimmsten geht es im Bible Belt zu, wo man so tut, als ständen die verbindlichen Angaben und Anweisungen zum menschlichen Körper und dem Verhältnis der Geschlechter zueinander in einem alten dicken Buch, dessen Autor(en) niemand je getroffen hat. Typischerweise sind das die Bundesstaaten mit der größten Kriminalität, dem schlechtesten Bildungsstand und der größten Zahl an armen Menschen. Dann gibt es die - meistens etwas größeren - Staaten, in denen die religiös geimpfte Bevölkerung an jeder Ecke den Kulturkampf probt - sei es bei Themen wie Evolutionstheorie, Gebete in der Schule, Abtreibung, Homosexualität. Und dann die wenigen aufgeklärten Metropolen und Kulturzentren, in denen die ewig Gestrigen kein Bein an die Erde bekommen. Boston gehört eigentlich in die Abteilung aufgeklärt. So kann man sich täuschen.
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13. November 2007
Der Klingelbeutel: Zanardi handgetrieben immer noch schnell
Nach etwas mehr als einer Woche ist ein Bericht über den Ritt von Alex Zanardi beim New York Marathon aufgetaucht. Nachdem wir seine Teilnahme angekündigt hatten, soll der Hinweis auf sein recht erfolgreiches Rennen nicht fehlen.
Es kostet 300 Dollar Strafe, wenn man auf die Autohupe drückt und die Polizei findet, das sei nicht nötig gewesen. Warum sollte man dann nicht 1000 Dollar für das Füttern von Tauben bezahlen? Ausgemacht ist noch gar nichts. Aber wenn sich die Idee tatsächlich durchsetzt, schicke ich dem Politiker minimum ein Dankschreiben. Tauben sind eine Pest in Manhattan. Und die Leute, die sie füttern, auch. Aus diesem Grund an dieser Stlele der alte Song von Georg Kreisler:
Die Red Sox haben die World Series gewonnnen, die New England Patriots sind mit 9:0 Siegen in die neue Saison gestartet. Die Celtics sind das einzige ungeschlagene Team in der NBA (5:0), New England Revolution steht im Finale der Fußballmeisterschaft. Wo kommt das ganze Gewicht her, das sich plötzlich in der Nortdostecke des Landes aufstaut? Es kann da keinen Zusammenhang geben, oder? Keine noch so fadenscheinige Theorie, die alles erklärt? Sonst würde doch Marco Sturm die Boston Bruins in eine siegreiche Schlacht nach der anderen führen? Aber das klappt beim besten Willen nicht. Stephen Hawkings bitte übernehmen.
Es kostet 300 Dollar Strafe, wenn man auf die Autohupe drückt und die Polizei findet, das sei nicht nötig gewesen. Warum sollte man dann nicht 1000 Dollar für das Füttern von Tauben bezahlen? Ausgemacht ist noch gar nichts. Aber wenn sich die Idee tatsächlich durchsetzt, schicke ich dem Politiker minimum ein Dankschreiben. Tauben sind eine Pest in Manhattan. Und die Leute, die sie füttern, auch. Aus diesem Grund an dieser Stlele der alte Song von Georg Kreisler:
Die Red Sox haben die World Series gewonnnen, die New England Patriots sind mit 9:0 Siegen in die neue Saison gestartet. Die Celtics sind das einzige ungeschlagene Team in der NBA (5:0), New England Revolution steht im Finale der Fußballmeisterschaft. Wo kommt das ganze Gewicht her, das sich plötzlich in der Nortdostecke des Landes aufstaut? Es kann da keinen Zusammenhang geben, oder? Keine noch so fadenscheinige Theorie, die alles erklärt? Sonst würde doch Marco Sturm die Boston Bruins in eine siegreiche Schlacht nach der anderen führen? Aber das klappt beim besten Willen nicht. Stephen Hawkings bitte übernehmen.
24. Februar 2007
Marco Sturm unterschreibt in Boston
Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Marco Sturm hat in Boston einen neuen Vertrag über vier Jahre und insgesamt 14 Millionen Dollar unterschrieben. Das hat am Mittag (Ortszeit) die kanadische Presseagentur Canadian Press gemeldet. Der Angriffsspieler aus Dingolfing, der im November bei einem Spielertausch von den San Jose Sharks zu den Bruins gewechselt war, hatte schon in den letzten Tagen angedeutet, dass er sich an der Ostküste sportlich und privat wohl fühlt und bleiben wollte. Allerdings wurde über die Vereinbarung bislang nicht bekannt, ob sie eine Klausel enthält, wonach Sturm für den Fall eines neuerlichen Trades ein Mitspracherecht hat. Viele erfahrene Spieler in der NHL, denen daran liegt, nicht wie ein Sack Kartoffeln achtlos durch die Ligalandschaft geschleudert zu werden, bedingen sich solche Konditionen ausdrücklich aus. Falls Sturm auf diese Bedingung verzichtet hat, könnte er selbstverständlich jeder Zeit von den Bruins an ein anderes Team abgegeben werden (sogar noch in der kommenden Woche, ehe die offizielle Frist abläuft. Der einzige Unterschied: Das Geld, das er mit Boston ausgehandelt hat, ist ihm sicher. Egal, wo er landet.
Blick zurück: Sturm und Bruins signalisieren Unterschriftsreife
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23. Februar 2007
Sturm: Boston hat ein gutes Angebot gemacht
Irgendwo in der Region von 3 Millionen Dollar pro Jahr und drei Jahre Laufzeit liegt der neue Vertrag, den die Boston Bruins dem deutschen Nationalspieler Marco Sturm angeboten haben. Der ließ am Donnerstag gegenüber dem Boston Herald durchblicken, dass er dazu neigt, die auf dem Tisch liegende Offerte anzunehmen: "Die haben mir schließlich das angeboten, was ich wollte," sagte er. Aber er wolle alles noch einmal mit seiner Famlie durchsprechen und sich dann entscheiden. Nach dem Tausch, der ihn vor einem Jahr ohne seinen Einfluss aus San Jose in Kalifornien nach Boston katapultierte, fand er Stück für Stuck heraus, dass es sich an der Ostküste gar nicht so schlecht lebt. Abgesehen von der Mannschaft ("Es gibt großartige Jungs hier und das Team hat etwas Spezielles") dürfte auch die relative Nähe zu Deutschland eine Rolle spielen (nur sechs Stunden Zeitunterschied, da kann man viel leichter Telefonkontakt halten als von Kalifornien mit seinen neun Stunden Zeitunterschied). Dazu kommt, dass Westküstenteams aufgrund der enormen Entfernungen zu anderen Spielorten mehr als 20 Tage länger in einer Saison unterwegs sind als Ostküsten-Teams, die bei mehr als der Hälfte der Auswärtsspiele innerhalb eines Flugradiuses von einer Stunde bleiben und von solchen Trips jede Nacht wieder nach Hause fliegen.
Blick zurück: Marco Sturm - einen Tag zuvor sah alles noch so ungewiss aus
Blick zurück: Marco Sturm - einen Tag zuvor sah alles noch so ungewiss aus
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22. Februar 2007
Dallas angelt sich Draft-Platz, Sturm hängt noch in der Luft
Die Frist für NBA-Teams, die Spieler tauschen wollten, ist abgelaufen. Wirkliche Neuigkeiten gibt es nicht zu vermelden. Die Dallas Mavericks nutzten die Gelegenheit, um einen Spieler abzugeben, den sie ganz offensichtlich nicht brauchen - Anthony Johnson ging an die Atlanta Hawks. Johnson hatte man im Sommer in einem Trade mit den Indiana Pacers erhalten. Für ihn bekam der Club, wovon er nie genug haben wird: eine weitere Draft-Option für die zweite Runde im kommenden Frühsommer, die nach dem gegenwärtigen Tabellenstand der Hawks als ziemlich lukrativ einzustufen ist. Mark Cuban spart den Rest von Johnsons Gehalt, das mit 2,6 Millionen Dollar nicht exorbitant war.
Der letzte Trade-Termin für die Clubs der National Hockey League rückt inzwischen immer näher. Das hat in Boston für ein wenig Unruhe gesorgt. Das Management der Bruins muss sich bis nächste Woche entscheiden, ob sie Marco Sturm einen neuen Vertrag geben wollen, der dem Vernehmen nach eine Laufzeit von vier Jahren haben würde und deutlich über seinem bisherigen Salär von 2,1 Millionen Dollar pro Saison liegen würde. Oder ob sie ihn und seinen Vertrag einem anderen Club überlassen wollen. Sturms gegenwärtiger Kontrakt läuft am Ende der Saison aus. Sollte ihn niemand bis dahin neu verpflichten, fällt er unter die Unrestricted Free-Agent-Klassel des Tarifvertrags und kann sich seinen Arbeitgeber selbst aussuchen und verhandeln, mit wem er will. Die Chancen, dabei auch noch ein besseres Gehalt herauszuhandeln, sind gut. Sturm gehört nicht zu den Starstürmern der Liga, aber hat einen guten Namen. Was er kann, kommt in Boston nicht besonders gut zur Geltung.
Die Mannschaft hatte ihn vor einem Jahr bei einem Tausch von den San Jose Sharks erhalten. Der einzige Grund für den Dingolfinger, schon jetzt zu unterschreiben, wäre das Motiv wirtschaftliche Absicherung. Eishockeyprofis werden häufig und auch schon mal karrieregefährdend verletzt. Mit einem neuen Vertrag hätte er die Einkünfte garantiert - egal, was passiert.
Blick zurück: Die Gehälter der NHL-Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Foto: Marco Sturm Stiftung (http://www.marco-sturm-stiftung.de)
Der letzte Trade-Termin für die Clubs der National Hockey League rückt inzwischen immer näher. Das hat in Boston für ein wenig Unruhe gesorgt. Das Management der Bruins muss sich bis nächste Woche entscheiden, ob sie Marco Sturm einen neuen Vertrag geben wollen, der dem Vernehmen nach eine Laufzeit von vier Jahren haben würde und deutlich über seinem bisherigen Salär von 2,1 Millionen Dollar pro Saison liegen würde. Oder ob sie ihn und seinen Vertrag einem anderen Club überlassen wollen. Sturms gegenwärtiger Kontrakt läuft am Ende der Saison aus. Sollte ihn niemand bis dahin neu verpflichten, fällt er unter die Unrestricted Free-Agent-Klassel des Tarifvertrags und kann sich seinen Arbeitgeber selbst aussuchen und verhandeln, mit wem er will. Die Chancen, dabei auch noch ein besseres Gehalt herauszuhandeln, sind gut. Sturm gehört nicht zu den Starstürmern der Liga, aber hat einen guten Namen. Was er kann, kommt in Boston nicht besonders gut zur Geltung.
Die Mannschaft hatte ihn vor einem Jahr bei einem Tausch von den San Jose Sharks erhalten. Der einzige Grund für den Dingolfinger, schon jetzt zu unterschreiben, wäre das Motiv wirtschaftliche Absicherung. Eishockeyprofis werden häufig und auch schon mal karrieregefährdend verletzt. Mit einem neuen Vertrag hätte er die Einkünfte garantiert - egal, was passiert.Blick zurück: Die Gehälter der NHL-Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
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