Posts mit dem Label Don Nelson werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Don Nelson werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

5. August 2008

Nachschlag für Nellie und Nowitzkis Knie

Außerhalb von Dallas tauchte diese Geschichte neulich gar nicht auf dem Radarschirm auf. So melden wir mit ein paar Tagen Verspätung: Don Nelson hat vor einem Schiedsgericht seinen Streit um ausstehende Honorare gegen Mark Cuban und die Dallas Mavericks gewonnen. Der ehmalige Mavericks-Coach und Förderer von Dirk Nowitzki erhält 6,3 Millionen Dollar, und zwar zack-zack. Die Kosten für die Auseinandersetzung, die sich auf rund 500.000 Dollar belaufen, darf Cuban obendrein bezahlen. Der Streit, der zwei Jahre schwelte, brachte mehr an den Tag als die abfällige Haltung des Clubbesitzers gegenüber einem ehemaligen leitenden Mitarbeiter. Nellies Anwälte baggerten unter anderem folgende Details aus:

Die Probleme zwischen den beiden Männern begannen während des Western Conference Finals, als sich Nowitzki eine Knieverletzung zuzog und der Coach seinen besten Mann lieber auf die Bank setzen wollte, damit der Schaden nicht größer wird. Cuban verlangte jedoch, dass der Würzburger spielt und setzte sich durch.

Anschließend wurde Nelson bei wichtigen Fragen von der Chefetage nicht mehr zu Rate gezogen. Auch nicht, als Cuban Spielmacher Steve Nash ziehen ließ, anstatt ihm mit einem respektablen Gehalt zu halten. Wie gut Nash war, zeigte er anschließend in Phoenix, wo er zweimal nacheinander MVP der Liga wurde.

Nelson revanchierte sich in einem ersten Akt auf sportliche Weise, als er vor einem Jahr in der ersten Runde der Playoffs mit den Golden State Warriors den hohen Favoriten aus Texas und seinen Nachfolger im Amt regelrecht blamierte.
Blick zurück: Schon vor einem Jahr zeichnete sich ab, dass Cuban das Ding verliert

29. Januar 2008

Der Klingelbeutel: Webber heuert in Golden State an

DIE BOMBE ist gebastelt: Chris Webber hat in einer Email an die Nachrichtenagentur AP bestätigt, dass er wieder bei den Golden State Warriors anheuert. Jetzt warten wir auf die zündenden Momente und auf den Lärm, wenn's knallt. Die Ausgangslage haben wir schon vor ein paar Tagen beschrieben - in froher Erwartung, dass sich das Gerücht als echte Nachricht herauskristallisiert.

DAS GANZE THEATER vor zwei Jahren in Philadelphia hat Terrell Owens eine Menge Geld gekostet. Ein Schiedsmann, den die Spielergewerkschaft angerufen hatte, entschied den Streit mit den Eagles zu Ungunsten des Wide Receivers, der damals wegen seiner Aktionen vom Team gefeuert wurde und heute bei den Dallas Cowboys spielt. In Texas gab er neulich eine Heuleinlage und war vorher schon mal wegen Suizidverdacht im Krankenhaus. Der wirtschaftliche Verlust - Owens muss einen erheblichen Anteil des Bonus zurückzahlen, den er bei der Vertragsgunterzeichnung in Philadelphia bekommen hatte, liegt bei insgesamt 1,725 Millionen Dollar.

DIE FINANZIELLE BASIS der WNBA scheint gesichert. Die Liga und die Spielerinnen einigten sich auf einen Tarifvertrag über eine Laufzeit von sechs Jahren. Zusatzinfo: In Seattle, wo die Weichen für einen Umzug der SuperSonics nach Oklahoma City gestellt werden, konnte eine Gruppe von Investoren vor kurzem das WNBA-Team aus dem Konglomerat herauskaufen. Das Team - Seattle Storm - kostete die neuen Besitzer 10 Millionen Dollar. Die Liga mit ihren 14 Mannschaften spielt jeweils im Sommer, wenn die Männer pausieren.

26. Januar 2008

Webber und die Warriors - Klempner Nelson bastelt an einer Bombe

Von all den Gerüchten, die durch die NBA tingeln, wo man in fast jeder Stadt ständig das Gefühl hat, das die betreffende Mannschaft umgebaut werden sollte oder wenigstens noch einen guten Mann als Verstärkung braucht, ist dies das beste: Die Golden State Warriors und Chris Webber reden über eine Reunion. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Der Mann, der Mitte der neunziger Jahre im Handstreich eine Playoff-Mannschaft ruinierte und dem damals schon extrem wagemutigen Don Nelson den Job kostete, soll an seinen alten Arbeitsplatz zurückkehren? Warum nicht? Dann darf man zwar annehmen, dass in Webber eine gewisse Maso-Masse blubbert. Aber das muss ja Nelson nicht stören. Vorausgesetzt, der inzwischen 34jährige rennt auf seinen schlabbrigen Knien noch schnell genug nach vorne und beim Gegenangriff wieder zurück.

Ehe irgendjemand die Geschichte dementiert, wollen wir rasch zurückblenden in jene Zeit vor der Rookie-Salary-Cap, in der der Nachwuchs aus dem College mit Ansprüchen in die Liga kam, die geradezu grotesk waren. Webber hatte gerade mit Michigan ("Fab Five") eine gute Show abgezogen und Erwartungen geweckt (genauso wie seine Nebenleute Jalen Rose und Juwan Howard, die wie er später diese Erwartungen komplett enttäuschten, aber ihren Ruf blendend in enorme Verträge ummünzen konnten). Und Nelson hatte sich total in den Forward verguckt. So sehr, dass er den Orlando Magic, die ihn dank ihrer Position in der Draft, gezogen hatten, folgendes zum Tausch offerierte: Penny Hardaway und die völlig überkandidelte Zahl von drei Erst-Runden-Draft-Picks. Dann kam der nächste Fehler: Webber erhielt einen 15-Jahres-Vertrag und eine Garantie von damals unerhört üppigen 74 Millionen Dollar.

Die Sache hatte einen Haken. Webber konnte bereits nach einem Jahr Ultimaten stellen. Und weil ihm die Regieanweisungen von Nelson nicht gefielen, er aber glaubte, er sei bereits ein großer Star, kam es zu einer Trennung. Nelson bekam im Tausch mit den Washington Bullets (heute Wizards) seine drei Picks wieder, aber auch einen schwächeren Spieler: Tom Gugliotta. Die Golden State Warriors schafften danach nie wieder die Playoffs. Erst im letzten Frühjahr gelang ihnen dieses eigentlich mediokre Arbeitsziel - im ersten Jahr nach der Rückkehr von Don Nelson.

Die Episode kostete dem genialisch veranlagten Trainer viel von seiner Reputation und war indirekt für sein kurioses Scheitern in New York verantwortlich, wo sich Patrick Ewing mit ihm rieb und durchsetzte. Nelson verlor den Posten gegen Ende der regulären Saison bei einem Zwischenstand von 34:25 Siegen (man möge das mit der Arbeit von Isiah Thomas vergleichen, der das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster wirft, rein gar nichts zustande bekommt und noch immer die Knicks coacht).

Angeblich haben sich die beiden Streithammel inzwischen versöhnt. Möglich. Irgendetwas sagt einem, dass Nelson mit dem Manöver mehr vor hat als eine alte Scharte auszuwetzen und den generösen Großvater raushängen zu lassen. Mehr als nur anzudeuten, dass die beiden damals zusammen etwas auf die Beine hätten stellen können. Aber das wird er uns nicht sagen. Nellie-Ball ist eine Wissenschaft für sich.

17. September 2007

Nachschlag für Nellie und andere NBA-News

Wir begrüßen ein paar alte Gesichter zurück in der NBA, die gar nicht so richtig weg waren:
• Don Nelson hat nach nur einem Jahr Dienst in Oakland einen alten Drei-Jahres-Vertrag in einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag mit den Golden State Warriors umgetauscht, der auf dem Papier auch so etwas wie ein Drei-Jahres-Vertrag ist. Er hatte sich nach dem erfolgreichen Playoff-Auftritt geräuspert und mit Rücktritt gedroht. Nun bekommt er 5,1 Millionen Dollar pro Jahr für die nächste und die darauffolgende Saison. Danach kann das Team entscheiden, ob es die Option für die dritte Spielzeit aufgreift. Die alte Gehaltssumme lag bei 3,1 Millionen Dollar.
• Schiedsrichter Joey Crawford, der im April nach einer Konfrontation mit Tim Duncan von den San Antonio Spurs von der Liga vom Dienst suspendiert wurde, kann die nächste Saison wieder mitpfeifen. Welche Art von psychologische Behandlung er hinter sich hat, wurde aus der offiziellen Mitteilung der Liga nicht deutlich. Aber irgendetwas haben sie ihm zwischendurch eingetrichtert, damit er nicht noch einmal im Angesicht eines sybillinisch lächenden Centers ausrastet.
* Andrej Kirilenko kommt als Europameister und MVP der europäischen Titelkämpfe nach Utah zurück, wo er auf einen Trainer trifft, der nichts mit ihm anfangen kann. Weil er nicht weiß, wie man ein Spielsystem auf die Spieler zuschneidet und nicht umgekehrt.

29. Juni 2007

Späte Revanche nach Playoff-Niederlage: Mavericks-Besitzer verklagt Ex-Trainer

Wäre da nicht der Nowitzki-Aufhänger würden wir uns eher selten mit Mark Cuban beschäftigen. Der Mann ist selbstdarstellungstechnisch ziemlich eindimensional unterwegs. Aber diese Geschichte wäre trotzdem eine Meldung wert. Denn so etwas gab es in der NBA noch nie: Cuban, Eigentümer der Dallas Mavericks, hat seinen ehemaligen Trainer Don Nelson verklagt, weil der seinen Sieg über sein altes Team in der ersten Playoff-Runde mit Hilfe von Betriebsgeheimnissen zustande gebracht habe. Diese Information hat Nelsons Anwalt ausgeplaudert, der schon seit einer Weile dem derzeitigen Coach der Golden State Warriors dabei hilft, einen finanziellen Anspruch von 6,5 Millionen Dollar in ausstehenden Gehaltszahlungen gegen Cuban durchzudrücken. Nelson, früher mal in Doppelfunktion als Trainer und Manager in Dallas tätig, hatte zuletzt nur noch eine Rolle als Berater. Pikanter Nebenaspekt: sein Sohn ist (immer noch) für den Basketballbetrieb bei den Mavericks verantwortlich.

Es gibt in den USA viele seltsame Rechtsstreitigkeiten. Aber nicht alle werden am Ende auch verhandelt. Richter haben die Befugnis, jedweden baren Unsinn von vornherein abzulehnen. Diese Geschichte hat jedoch abseits aller vordergründiger Absurdität (was ist ein Betriebsgeheimnis in einem Sportclub? Die Doping-Dosis für die Teammitglieder?) den Hauch eines Musterprozesses, der für den ständig wachsenden Sportkommerz und seine Vertragsrealität von Belang sein könnte. Dass Cuban mit seinem Prozess durchkommt, ist unwahrscheinlich. Die Gegenattacke dürfte eher ein Versuch sein, vor einem Schiedsgericht einen Verhandlungsstand zu erreichen, der ihm ermöglicht, Nelson weniger Geld hinterherzuwerfen (via deadspin und Uwe Blog).
Blick zurück: Nellies Welt ist voller Wendungen
Blick zurück: Playoff-Betrachtungen
Blick zurück: Nelson wechselt zu Golden State

17. Mai 2007

Es ist Nellies Welt. Und wir sind nur die staunenden Gäste

Ja, so sind sie Meistertaktiker unter den Trainern: Sie spielen alles herunter. Alles, inklusive ihrer eigenen Ambitionen. Und so spielt Don Nelson in diesen Tagen den Mann, der mit dem Gedanken liebäugelt, endgültig von der Bühne abzutreten. Mit 67, einem dicken Bankkonto und einer Episode Prostata-Krebs im Rückspiegel ist das mehr als verständlich. Aber vermutlich macht er das alles nur: um - erstens - laut und deutlich gebeten zu werden, in seiner Rolle als Wunderheiler der Golden State Warriors weiterzumachen, um - zweitens - dem Management klar zu machen, dass sie in dieses Team noch gehörig investieren müssen, wenn im nächsten Jahr auch nur eine ähnliche Leistung herauskommen soll, um - drittens - davon abzulenken, dass Stephen Jackson demnächst ins Gefängnis muss und um - viertens - jedwede Erwartung seitens der Öffentlichkeit an ihn herunterzuschrauben. Nelson, der geniale Dirk Nowitzki-Steve Nash-Josh Howard-Entdecker, der noch mit keiner Mannschaft auch nur im Finale war, tickt nämlich anders. Der hat vermutlich schon vor langer Zeit diese Wahnvorstellung abgewählt, wonach man mindestens einmal NBA-Meister gewesen sein muss, um als Meister seines Fachs akzeptiert zu werden. Der will einfach nur spielen - mit sich und seiner Fantasie, mit uns, mit seinen Basketballern und dem Leben als solchen. So gesehen kann man nur sagen: Don't go, Nellie, wir brauchen dich.

4. Mai 2007

Nellie macht's möglich - ein Fernsehinterview


Kein Knaller, aber ein relativ brauchbarer Fernsehbeitrag, der vor Beginn der NBA-Playoffs Golden States Trainer Don Nelson und seine Einschätzungen zum Leistungsstand seiner Mannschaft einfing.

20. April 2007

Don gegen Dirk - ein besonderer Hinweis

Morgen in der gedruckten Ausgabe der FAZ und jetzt schon hier auf faz.net: die ausführliche Einstimmung auf die interessanteste Auseinandersetzung in der ersten Playoff-Runde der NBA. Dirk Nowitzki trifft auf seinen ehemaligen Förderer Don Nelson, den Mann, der auch noch an den Deutschen glaubte, obwohl zwischendurch bereits sein Stuhl wackelte, weil Dirk am Anfang seiner Zeit in Dallas weitaus weniger gut spielte als erhofft. Damals fing sich Nowitzki den Spitznamen "Irk" ein ("there is no D in Dirk"). Das erste Match in der Best-of-Seven-Serie zwischen den Mavericks (Nummer eins der Western Conference) und den Golden State Warriors (Nummer acht) findet am Sonntagabend (Ortszeit) in Dallas statt. Hier alle Ansetzungen der Serie:
Spiel 1: in Dallas
Sonntag, 22. April - 21.30 Uhr (Eastern Standard Time)
Spiel 2: in Dallas
Mittwoch, 25. April - 21.30 Uhr (Eastern Standard Time)
Spiel 3: in Golden State
Freitag, 27. April - 22.30 Uhr (Eastern Standard Time)
Spiel 4: in Golden State
Sonntag 29. April - 22.00 Uhr (Eastern Standard Time)
Spiel 5 (falls notwendig): in Dallas
Dienstag, 1. Mai
Spiel 6 (falls notwendig): in Golden State
Donnerstag, 3. Mai
Spiel 7 (falls notwendig): in Dallas
Samstag, 5. Mai

19. April 2007

NBA-Playoffs: Dirk gegen Don

Also dann, wie schon erwartet: Dallas Mavericks gegen Golden State Warriors in der ersten Runde der NBA-Playoffs. Schüler gegen Lehrer. Johnson gegen Nelson. Mehr darüber nach meiner Rückkehr nach New York. (Der Rückflug ab München ist für heute geplant).

11. April 2007

Mavericks in der ersten Runde gegen Golden State?

Das sieht nach einer spektakulären ersten Runde in den NBA-Playoffs aus: Dallas Mavericks gegen die Golden State Warriors. Avery Johnson gegen Don Nelson. Mehr darüber, sobald es fest steht.

8. April 2007

Rückblick auf den Tausch von 1998: Nowitzki spielt um den Titel. Traylor ins Gefängnis

Es gibt da einen Namen in Basketballkreisen, der unverbrüchlich mit dem von Dirk Nowitzki verbunden ist. Wir reden diesmal nicht von Holger Geschwindner, der sein Talent früh erkannte und förderte. Und auch nicht von Don Nelson, der die Courage hatte, ihn nach Dallas zu holen, obwohl der in dieser kleinen Geschichte eine Rolle spielt. Wir reden von Robert "Tractor" Traylor, dem Mann, den Nelson in der Draft von 1998 auswählte und im Tausch für Nowitzki an die Milwaukee Bucks abgab. Das Geschäft war eigentlich dubios. Denn der General Manager und Coach der damals grottenschlechten Mavericks hätte Nowitzki auch gleich nehmen können. Er hatte den sechsten Pick. Die Bucks waren erst an neunter Stelle an der Reihe. Aber Nelson zockte gut und ließ sich für Traylor auch noch Pat Garrity einwickeln und rüberschicken, der als 19. gezogen worden war. Den wandelte der weißhaarige Fuchs in einem Deal mit den Phoenix Suns in einen gewissen Steve Nash um.

Hat jemand zuletzt irgendetwas von Traylor gehört? Ja. Die Leser der Detroit News. Die erfuhren jetzt, dass er sportlich in die dritte spanische Liga abgerutscht ist und dort für Gestiberica Vigo spielt. Die eigentliche Pointe allerdings ist weitaus dramatischer. Der 30jährige zweifache Vater muss in den USA mit acht bis 14 Monaten Gefängnis rechnen, weil er einem Vetter bei dessen Aktivitäten mit illegalen Drogen und beim Steuerbetrug geholfen haben soll. Es ging um 4 Millionen Dollar. Sein Vetter sitzt bereits. Sein eigenes Geld - rund elf Millionen Dollar brutto aus sieben Jahren als Center in der NBA - ist durchgebracht. Er hat sich bereits schuldig bekannt. Jetzt wartet er darauf, welches Strafmaß das Gericht verhängen wird.

2. März 2007

Der Mann hinter dem Erfolg von Nash und Nowitzki

Einer der besten Kolumnisten in den USA hat jahrelang seine Talente in einem Format geschult, aus dem es für die meisten Journalisten keinen Ausweg gibt: einmal Yellow Press, immer Yellow Press. Harvey Araton war bei der New York Post und der New York Daily News, ehe er 1991 von der New York Times angestellt wurde, wo er eine Zeitlang als NBA-Spezialist war, ehe er den attraktivsten Job bekam, den die Zeitung im Sportteil vergibt. Araton hat heute - vor dem Match gegen die Golden State Warriors - in einem auf die endlose Malaise der New York Knicks zugeschnittenen Beitrag auf eine hübsche Episode in der Geschichte des Clubs aufmerksam gemacht: die Dreiviertelsaison in den neunziger Jahren als ein gewisser Don Nelson im Madison Square Garden der Cheftrainer war und mit einer Bilanz von 34:25-Siegen den Bettel hinwarf.

Das waren noch Zeiten, als solch ein Zwischenstand als Enttäuschung empfunden wurde. Heute ist man in New York froh, wenn die teuerste Mannschaft der Liga so viele Spiele gewinnt, wie sie verliert. Was wurde aus Nelson? Er ging nach Dallas, baute die schlechteste Mannschaft der neunziger Jahre um, draftete Dirk Nowitzki, holte Steve Nash aus Phoenix, wo er hinter Jason Kidd als Ersatzmann nicht viel zu tun hatte. Araton:
"Heute sind Nash und Nowitzki die essentiellen Spieler in den Teams (Dallas und Phoenix) mit dem besten Punktestand in der Liga, mit Nowitzki dem führenden Herausforderer, Nash als most valuable player abzulösen. Nur um es festzuhalten: Nelson erinnert uns daran, dass er auch Josh Howard gedraftet hat, ein Spieler auf dem Weg zum Co-Star neben Nowitzki - mit dem 29. Pick in der ersten Runde. Im Kontrast dazu: Wieviele All-Stars haben die Knicks hervorgebracht, seit sie Ewing 1985 in einer Lotterie gewonnen haben?"
Don Nelson verließ auch die Dallas Mavericks, bevor er selbst für jedermann klar ersichtlich die Früchte seiner Arbeit einfahren konnte. Vielleicht hätte er es dabei belassen sollen und nicht noch einmal an seinem alten Arbeitsplatz Golden State anheuern. Der Job ist nicht leichter geworden. Und Nelson ist inzwischen 65 Jahre alt. Aber vielleicht war es auch ein guter Zug. So bleibt er einem wenigstens in Erinnerung. Als ein Visionär, von denen es in der NBA nur sehr wenige gibt.