Manchmal kann es in den USA für einen Sportler ziemlich teuer werden, wenn er einen Journalisten und den Verlag vor Gericht bringt, der ihn beschäftigt. Das aktuelle Beispiel: Der Golfer John Daly hatte den Medienmann Mike Freeman und seinen Arbeitgeber wegen einer Reihe von Behauptungen verklagt, weil er die als rufschädigend. Da ging es um alte Geschichten, zum Beispiel, die, dass der populäre, aber ziemlich unbeherrschte Golfprofi, bekannt für seine Alkohol- und Wettprobleme, dereinst in Schwierigkeiten geriet, weil ihn seine Frau mit dem Vorwurf vor Gericht zerrte, er habe sie geschlagen. dass er drei Kinder mit drei Müttern hat und überhaupt "Thug Life qualifcations" aufweise.
Es dauerte eine Weile, bis sich ein Gericht in Florida mit dem Fall beschäftigte und die Klage zurückwies. Keiner der von Freeman zitierten Tatbestände sei falsch. Also habe der Journalist auch das Recht diese Fakten als Fundament für eine Meinungsäußerung zu nutzen. Es handle sich mithin nicht um üble Nachrede ("libel"). Das Problem für Daly. Er hat nicht nur seinen eigenen Kosten für das Verfahren zu tragen, sondern wurde dazu verdonnert, die 271.763,99 Dollar zu übernehmen, die der Gegenseite entstanden waren.
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26. Juni 2009
30. Oktober 2008
John Daly: Falsche Freunde
Das frischeste Foto von John Daly zeigt ihn von einer ganz und gar nicht frischen Seite. Dafür sollte man nicht unbedingt dem Fotografen die Schuld geben. Der arbeitet bei der Polizei und knipst, was kommt. Die Hauptlast liegt sicher bei dem Golfer und bei seinen Kumpanen, mit denen er sich in Winston-Salem in North Carolina in der Nacht zum Sonntag die Hucke vollgesoffen hat. Zur Ausnüchterung wurde er 24 Stunden in Gewahrsam behalten und bei der Gelegenheit zu Buchhaltungszwecken abgelichtet. Die Pointe: seine Begleiter wollten ihn nicht in dem Tourbus mitnehmen, mit dem die ganze Mischpoke unterwegs war. Und die Leute von Hooters, der Kneipenkette, für die Daly Reklame macht, hatte auch kein Plätzchen für ihren Werbeträger. Dalys Geschichten, wozu Eheprobleme, Casinoschulden und der Alkohol gehören, sind nichts Neues. Neuer ist nur, dass seine Leistungen auf dem Golfplatz derart rapide in den Keller gehen, dass der Junge aus Arkansas sich demnächst seinen Lebensstil nicht mehr leisten können wird. Für solche Menschen gibt es in den USA kein soziales Netz. Die fallen tief.
9. August 2007
Inspirationsquellen für Golfer: Casino und Kuchenfabrik
Ganz ohne Spott und Hohn, aber mit einem Hauch Genugtuung
(aus Sicht eines Golfers mit einem mittleren Handicap) sei vermeldet: US-Open-Sieger Ángel Cabrera hat am Donnerstag auf der ersten Runde der PGA Championship im Southern Hills Golf Club in Tulsa/Oklahoma am 6. Loch eine dicke fette Zehn gespielt. Da es sich um ein Par 3 handelt, bedeutete das sieben Schläge über Par. Und das kam so: Der erste Abschlag landete im Gebüsch und wurde als verloren gewertet. Der zweite Abschlag (zähltechnisch bereits die Nummer 3) flog ins Aus. Der dritte Abschlag (zähltechnisch die Nummer 5 auf der Scorekarte) versank in einem Bachlauf. Da es sich um seitliches Wasser handelt,
konnte der Argentinier seinen Ball droppen (zähltechnisch handelte es sich um Schlag Nummer 7), brauchte aber auf dem Grün aus zehn Metern drei Putts, um einzulochen. Dieses Video einer örtlichen Fernsehstation, das vor dem Turnier aufgenommen wurde, gibt einen kleinen Eindruck von der rund 160 Meter langen Bahn, die zu den einfacheren Aufgaben auf dem schweren Platz gehört. Am Zigarettenkonsum kann es nicht gelegen haben. Raucherkollege John Daly, ebenfalls ein Schwergewicht, produzierte am ersten Tag eine 67 und lag mit drei unter Par auf dem zweiten Rang der Zwischenwertung. Das Besondere: Weil es dieser Tage in Oklahoma übermäßig heiß ist, hatte auf seine Trainingsrunden verzichtet. Das letzte Mal, dass er den Platz gespielt hatte, liegt 13 Jahre zurück. Wie hatte er sich auf den Wettbewerb vorbereitet? "Ich habe an den einarmigen Banditen drüben im Cherokee Casino gespielt", meinte Daly. "Das lief am ersten Tag ganz gut, am zweiten nicht so gut." Daly hat in diesem Jahr nur sehr selten den Cut geschafft.
An der Spitze nach dem ersten Tag stand der Engländer Graeme Storm (65 Schläge), den man in den USA nicht kennt, weil er auf der europäischen Tour spielt. Die Lieblingsgeschichten, die sich die Reporter des übertragenden Senders TNT über ihn erzählten: Dass er noch vor ein paar Jahren in einer Kuchenfabrik gearbeitet hat und dass er im Jahr 2000 als amtierender britischer Amateurmeister beim Start in Augusta seine Mutter als Caddie dabei hatte.
(aus Sicht eines Golfers mit einem mittleren Handicap) sei vermeldet: US-Open-Sieger Ángel Cabrera hat am Donnerstag auf der ersten Runde der PGA Championship im Southern Hills Golf Club in Tulsa/Oklahoma am 6. Loch eine dicke fette Zehn gespielt. Da es sich um ein Par 3 handelt, bedeutete das sieben Schläge über Par. Und das kam so: Der erste Abschlag landete im Gebüsch und wurde als verloren gewertet. Der zweite Abschlag (zähltechnisch bereits die Nummer 3) flog ins Aus. Der dritte Abschlag (zähltechnisch die Nummer 5 auf der Scorekarte) versank in einem Bachlauf. Da es sich um seitliches Wasser handelt,
konnte der Argentinier seinen Ball droppen (zähltechnisch handelte es sich um Schlag Nummer 7), brauchte aber auf dem Grün aus zehn Metern drei Putts, um einzulochen. Dieses Video einer örtlichen Fernsehstation, das vor dem Turnier aufgenommen wurde, gibt einen kleinen Eindruck von der rund 160 Meter langen Bahn, die zu den einfacheren Aufgaben auf dem schweren Platz gehört. Am Zigarettenkonsum kann es nicht gelegen haben. Raucherkollege John Daly, ebenfalls ein Schwergewicht, produzierte am ersten Tag eine 67 und lag mit drei unter Par auf dem zweiten Rang der Zwischenwertung. Das Besondere: Weil es dieser Tage in Oklahoma übermäßig heiß ist, hatte auf seine Trainingsrunden verzichtet. Das letzte Mal, dass er den Platz gespielt hatte, liegt 13 Jahre zurück. Wie hatte er sich auf den Wettbewerb vorbereitet? "Ich habe an den einarmigen Banditen drüben im Cherokee Casino gespielt", meinte Daly. "Das lief am ersten Tag ganz gut, am zweiten nicht so gut." Daly hat in diesem Jahr nur sehr selten den Cut geschafft.An der Spitze nach dem ersten Tag stand der Engländer Graeme Storm (65 Schläge), den man in den USA nicht kennt, weil er auf der europäischen Tour spielt. Die Lieblingsgeschichten, die sich die Reporter des übertragenden Senders TNT über ihn erzählten: Dass er noch vor ein paar Jahren in einer Kuchenfabrik gearbeitet hat und dass er im Jahr 2000 als amtierender britischer Amateurmeister beim Start in Augusta seine Mutter als Caddie dabei hatte.
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25. April 2007
Der Golf-Werbespot, den keiner sehen soll: Alkohol am Steuer
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Leute von TaylorMade die kleine Provokation bewusst geplant haben, um ihre Werbefigur John Daly und den neuen Maxfli-Ball ins Gespräch zu bringen. Aber wenn man sich den Werbespot mal genauer anschaut, wird man das nicht mehr annehmen. Er ist einfach zu schlecht. Der dicke fette Golfer Daly ist ein schlechter Sänger. Das Ambiente, in dem er gezeigt wird, ist so was von daneben. Aber: Dank YouTube kann sich jetzt das Publikum in den USA selbst eine Meinung bilden. Dies nachdem der Fernsehsender CBS sich geweigert hatte, den Commercial auszustrahlen und ein paar Zeitungen dies als Akt der Zensur vermeldet hatten. Was stört die TV-Leute? Dass Daly mit Bier herumhantiert, während er eine Golfkarre fährt. Verdacht auf Alkohol am Steuer - oder so. Natürlich könnte man die Stelle herausschneiden, ohne damit die künstlerische Substanz dieser Arbeit zu reduzieren. Aber vorläufig tut man bei der adidas-Tochter TaylorMade so, als würde das die Integrität dieses Machwerks ruinieren.
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