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24. Dezember 2007

Der Klingelbeutel: Bettwäsche von Maria

DER SCHARAPOWA-WAHN treibt noch mehr bizarre Blüten: Ein Hotel in Singapur will alles versteigern, was die russische Tennisspielerin während ihres Aufenthalts benutzt oder angefasst hat und worin sie sich gewälzt hat - namentlich die Bettwäsche. Die Aktion soll angeblich einem gutem Zweck zu Gute kommen (vis SportsbyBrooks)

DAS WAR'S ERST MAL für Scott Skiles. Der Trainer der Chicago Bulls wurde am Heiligabend von seinen Pflichten entbunden, nachdem die Mannschaft einen Saisoneinstieg allererster Peinlichkeitsklasse hingelegt hatte. Das Team galt vor Beginn der Saison als Anwärter auf einen Spitzenplatz in der Eastern Conference. Da muss sich jemand ganz erheblich verrechnet haben. Die Versuche, Kobe Bryant zu ködern, der aus Los Angeles weg wollte, waren ebenfalls nicht von Erfolg beschieden. Während die einzelnen Spieler und nicht der Trainer das Problem in Chicago waren (sie haben mittlerweile die Fähigkeit, den Ball nicht in den Korb zu bringen, zu einer wahren Kunst gemacht), scheint der Rauswurf (im fünften Jahr) trotzdem konsequent. Irgendwo muss man anfangen, wenn man eine neue Linie finden will. Skiles hatte wirklich alles mögliche probiert. Und nichts, nichts hatte gefruchtet. Einen Ersatzmannn hat man noch nicht benannt. Draußen auf der Satellitenumlaufbahn kreisen Rick Carlisle (einst gut in Detroit), Jeff Van Gundy (in New York gut, in Houston zuletzt nicht ganz so gut)

ELOGE AN EINEN TURNSCHUH: Die New York Times erinnert uns an ein Jubiläum aus der Nike-Fabrik: der AirForce 1 wird 25 Jahre alt und ist noch immer ein - Verzeihung - richtiger Renner. Der Hersteller gibt zwar keine offiziellen Zahlen bekannt. Aber Brancheninsider schätzen, dass von den Schluffen jedes Jahr Stücker 10 Millionen Paar verkauft werden. Als Massenware kosten die Dinger eher wenig. Aber es gibt seltene ausgefallene Farbkombination, für die Sammler sehr viel Geld bezahlen. Und sicher nicht, um mal wieder ordentlich Gummi zu geben.

6. Dezember 2007

Eindimensional und ausgebrannt

Wir haben uns neulich mit der generellen Malaise beschäftigt, die die Chicago Bulls befallen hat. Eine Erklärung für die Situation ist nicht leicht zu finden. Aber hier hat sich jemand sehr verdienstvoll mit dem Problemfall Ben Wallace und dem Verhalten von Trainer Scott Skiles beschäftigt. Und siehe da: Plötzlich bekommt man ein Gefühl für die Schwierigkeiten, die sich ein Coach selbst aufhalst, wenn er mit einem eindimensionalen Spieler zurecht kommen muss, der alt und ausgebrannt ist und eines auf keinen Fall kann: Körbe erzielen. Weshalb interessiert uns das Thema? Erstens weil die Bulls wirklich besser spielen können. Zweitens weil mit Thabo Sefolosha ein Schweizer im Team steht. Und drittens weil wir insgeheim immer noch damit rechnen, dass der große Kobe-Trade ins Haus steht.