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20. Mai 2007

Stallone: Geldstrafe für illegalen Hormonimport

Sylester Stallone ist in Australien noch einmal ganz preiswert davon gekommen. Er bekannte sich in der vergangenen Woche von Ferne schuldig, illegal Wachstumshormone ins Land eingeführt zu haben und wurde mit einer Geldstrafe von 3.000 Dollar belegt und muss die Gerichtskosten von 10.000 Dollar übernehmen. So viel sollte der Film Rocky Balboa allein in Australien eingespielt haben, wohin der 60jährige eigens gereist war, um den Werberummel um den Streifen anzuheizen. Wir haken das Kapitel hiermit ab.
Blick zurück: Die Vorgeschichte aus dem Februar

13. März 2007

Stallone hatte Wachstumshormone bei sich

Der Ordnung halber sei diese Information nachgereicht, die seit ein paar Stunden um die Welt segelt: Bei der Substanz, die australische Zöllner im letzten Monat im Gepäck von Sylvester Stallone fanden, handelt es sich um Wachstumshormone. 48 Fläschchen in fünf Schachteln. Ganz ohne Rezept, was in Australien unter Strafe steht. Geldstrafe, wohlgemerkt. Stallone war angereist, um für seinen jüngsten Film Rocky Balboa PR zu machen.
Blick zurück: Stallone fliegt nach Sydney und fliegt auf

19. Februar 2007

Stallone in Sydney festgehalten: Hatte er illegale Substanzen im Koffer?

Früher wurden die Beatles und die Rolling Stones beim Grenzübertritt mit illegalem Dosenfutter für ihre Gehirnzellen erwischt. Und das produzierte riesige Schlagzeilen, weil das Medienestablishment damals jedes kleine Kind warnen wollte, wie gefährlich es ist, wenn Musiker mit einem Hang zu psychodelischen Texte den einen oder anderen psychodelischen Booster zünden. Gefahr für die Kinder beim Lauschen der Platten, versteht sich, nicht so sehr für die Hirnlappen der Musiker selbst.

Dieser Tage fallen Stars mit ganz anderen Sachen auf. Tempi passati. Sylvester Stallone etwa - der wurde am Freitag zusammen mit einer fünfköpfigen Entourage bei der Einreise in Australien vom Zoll stundenlang festgehalten. Aber keiner will sagen, was der 60jährige dabei hatte. Als er später in Sydney von Journalisten gefragt wurde, was die Behörden gefunden hatten, wollte er nur soviel sagen: Dass er gar nichts sagen könne und dass der Verdacht, es habe sich um Anabolika gehandelt "total heiße Luft" sei. Stallone war nach Australien geflogen, um seinen jüngsten Film - Rocky Balboa - zu promoten, über den wir hier schon das eine oder andere Wort verloren haben.

Ähnlich wie bei den Beatles und Rolling Stones wird die Sache bei dem Boxer-Darsteller wohl mit einem blauen Auge abgehen. Der offizielle Ermittlungsbericht des Zolls steht noch immer
aus.

Nachtrag: Die Polizei hat der Stallone-Gruppe auch noch einen Besuch im Hotel abgestattet, der nach dem bisherigen Stand der Dinge den Charakter einer Hausdurchsuchung hatte. Angeblich versuchte jemand die noch vorhandenen illegalen Substanzen aus dem Fenster zu werfen. Die Spekulationen gehen auf Wachstumshormone. Der Blog, der am schärfsten dran ist, heißt Steroid Nation.

22. Dezember 2006

Rocky Balboa - das American-Arena-Interview

Rocky Nummer sechs ist unter dem Titel Rocky Balboa in die Kinos gekommen. Aber leider war noch keine Zeit, ihn anzuschauen. Deshalb hier eine American-Arena- Premiere der besonderen Art: das erste Interview dieses Blogs. Und zwar mit Craig Zablo vom Rocky Balboa Blog, eine absolute Kapazität, der in Florida zuhause ist.

American Arena: Um was für einen Film handelt es sich? Einen Boxfilm? Ein Melodrama? Und was ist gut dran?
Craig Zablo: Es ist ein altmodisches Drama. Gut daran ist, dass es den Kreis schließt, was die Figur Rocky Balboa angeht. Es ist das perfekte Gegenstück zum Original.
American Arena: Welchen Rang gibst du dem Film im Vergleich zu den anderen Rocky-Folgen? Und nach welchen Kriterien gehst du da vor?
Craig Zablo: Ich würde die Rocky-Filme in dieser Rangfolge einordnen: 1, 6 (Rocky Balboa), 3, 2, 4 and 5. Meine Kriterien sind meine Gefühle.
American Arena: Wollen wir wirklich einen 60jährigen Schauspieler sehen, wie der einen Boxer spielt? Wie plausibel ist das?
Craig Zablo: Sehr plausibel. Vergiss nicht: Dies ist SCHAUSPIELEREI. Da Sly viel jünger aussieht als 59 (sein Alter während der Dreharbeiten), ist es egal, wie alt er wirklich ist. Hauptsache, es funktioniert auf der Leinwand. Und das tut es.
American Arena: Sylvester Stallone hat in dieser Serie neben seiner Arbeit als Schauspieler immer auch das Drehbuch geschrieben und die Regie geführt. Hätte er sich nicht auf seine Aufgabe als Darsteller beschränken sollen, um diesen Aspekt zu verbessern?
Craig Zablo: Überhaupt nicht. Schau dir den Film an und du wirst verstehen weshalb. Sly wird als Regisseur unterschätzt.
American Arena: Welche Hinweise würdest du Zuschauern in Deutschland geben, die Rocky Balboa nur in einer synchronisierten Fassung sehen werden. Was wird ihnen an seiner schauspielerischen Leistung entgehen?
Craig Zablo: Mein Rat ist, sich den Film, wenn möglich, in Englisch mit deutschen Untertiteln anzuschauen. Sly spielt in eienigen Szenen so gut wie schon seit vielen Jahren nicht mehr.
American Arena: Stell dir vor, dass seine Stimme vermutlich von Thomas Dannenberg gesprochen wird, der auch Arnold Schwarzenegger synchronisiert. Wie kurios findest du das, wenn es um Authentizität geht?
Craig Zablo: Das kann ich nur schwer beurteilen, da ich ihn noch nie gehört habe. Es schon ziemlich lustig, dass der selbe Typ Sly und Arnold spricht.

20. Dezember 2006

Wenn Rocky ins Gebet genommen wird

Man merkt, dass Weihnachten naht, auch daran, dass die halbe Umwelt an einem krippalen Infekt leidet. Das ist eine ansteckende, aber keine gefährliche Krankheit. Schon gar nicht für jene, die den Patienten noch geschickt die eine oder andere virale Message beipudern. Sylvester Stallone etwa macht das gerade aus Anlass der Premiere seines Wiederaufstehungsdramas Rocky Balboa. Wie? Er erzählt zur Zeit möglichst vielen von diesen Millionen missionarischen Eiferern in den USA, dass er auch endlich Jesus gefunden hat und dass sein neuer Film eine spirituelle Botschaft vermittelt. Man kann das zynisch finden. Oder geschickt. Oder auch ignorieren. Zynisch, weil in den Vereinigten Staaten den Recht(s)gläubigen ständig jeder Kram angedreht wird (neulich stolperte ich über eine Frau, die christliche Umstandsmode verhökert) - seien es Kriege, schlechte Rockmusik (im Frequenzbereich unterhalb 91 mhz auf UKW in allen Staaten südlich der Linie Los Angeles-Washington) oder Lebensgrundsätze, an die sich die obersten Betbrüder und Abkassierer selbst nie halten.

Stallone mag das schaffen: Menschen ins Kino locken, die schon mal etwas von der Bergpredigt gehört haben, und ihnen die Brutalität des Boxens als fünftes Testament schmackhaft machen. Da die meisten von ihnen ohnehin der Ansicht sind, dass die Apokalypse kurz bevor steht, und er PR-Leute rekrutiert hat, die schon Mel Gibsons Kreuzigungs-Epos mit Erfolg vermarkten konnten, könnte die Rechnung aufgehen. Der Film hat an diesem Wochenende Premiere. Eine erste hymnische Rezension findet man hier. Eine stärker abgewogene, aber immer noch postive gibt es hier
Blick zurück: Ankündigung des Films
Blick zurück: Kunststatus für Rocky

5. Dezember 2006

Comeback eines Boxers - diesmal im Kino

Wenn Axel Schulz wieder in den Ring steigen kann und Henry Maske, warum sollte es nicht dann auch der große Leinwandheld Rocky Balboa probieren? Die Prämisse ist ein alter Hut (älter als der Hut, den Rocky immer auf dem Kopf trägt). Aber dafür sind die Dialoge frisch. Frischer als die Sätze von Schulz, der sich angeblich nicht mal mehr an seinen Kampf erinnern kann. Der Film Rocky Balboa kommt Ende des Jahres in den USA in die Kinos. Einen Trailer gibt es bereits hier.
Blick zurück: Sylvester Stallone und die Skulptur vorm Museum in Philadelphia

19. November 2006

Rocky vorm Museum. Stallone-Skulptur erhält Kunststatus

Es handelt sich nicht um großartige Kunst. Aber das ist ein Anspruch, den man im Philadelphia Museum of Art ohnehin nur schwer einlösen kann. Dafür ist die Konkurrenz zu anderen Museen in den USA und im Rest der Welt zu groß. Und Philadelphia hat längst jenen Bürgersinn und jene Wirtschaftskraft verloren, die seinen Einwohnern einst das Gefühl gaben, sie könnten so nah an New York mit dem Moloch im Norden irgendwie mithalten. Also nimmt man, was man bekommen kann. Und sei es eine Statue, die nichts anderes zeigt, als einen Schauspieler, der eine frei erfundene Boxerfigur spielt. Um nichts anderes handelt es sich bei Rocky, jenem hartgesottenen fiktiven Charakter aus Philadelphia, der die Karriere des ziemlich zweitklassigen Schauspielers Sylvester Stallone in Schwung brachte (und eine ganze Latte sogenannter Sequels, die noch schlechter waren als der Prototyp.

Besuchern, die das Denkmal sehen wollen, sind solche Petitessen schnurz. Manche gehen sogar anschließend ins Museum, wie die New York Times am Sonntag in einer Geschichte über das knapp 2,50 Meter große Werk berichtete, das ziemlich genau dort steht, wo der Film-Rocky im Triumphspurt die Treppen begleitet von dem Song Gonna Fly Now hochlief. Das war 1976.

Um nicht unfair zu sein: Das Museum hat auch Arbeiten von Van Gogh, Picasso und Tizian. Aber nun eben auch jenen Rocky III, den Stallone 1982 beim Bildhauer A. Thomas Schomberg in Colorado in Auftrag gab, um ihn in dem gleichnamigen Film vom fiktiven Bürgermeister der Stadt enthüllen zu lassen. Stallone selbst hat als wohlhabender Kunstsammler eher einen schlechten Ruf. So ließ er sich wenige Jahre später von einer eigens angeheuerten Privatkuratorin alten Schrott andrehen und verklagte sie 1989 auf 5 Millionen Dollar Schadensersatz.

Ein Nachtrag: Schomberg verhökert inzwischen Miniaturversionen seiner Skulptur und betreibt eine Webseite zu dem Thema. Eine andere Künstlerin mit dem prätentiösen Namen De L' Esprie hat Stallone ebenfalls halbnackt in Bronze verewigt. Auf ihrer Seite gibt es mehr Informationen zur Vorgeschichte des Films