Ganz nah dran an einem hübschen Karriere-Souvenir: Dirk Nowitzki fehlten am Samstagabend beim Sieg der Dallas Mavericks über die Denver Nuggets nur zwei Assists zu seinem ersten Triple Double. Die Bilanz des Abends: 31 Punkte, elf Rebounds und acht Assists. Der Triple Double - zweistellige Ergebnisse (Double) in drei (Triple) statistischen Kategorien - gehört zu den Sahnestückchen der NBA-Statistiken, weil er dokumentiert, wie involviert und vielseitig ein Spieler in einem Match war. Unter den derzeitigen Profis ragt einer besonders heraus: Jason Kidd (New Jersey Nets). Er rangiert inzwischen mit derzeit 84 in der ewigen Bestenliste hinter Oscar Robinson (181) und Magic Johnson (138) auf dem dritten Platz. Hinter ihm liegen Wilt Chamberlain (78) und Larry Bird (59). Die Liste zeigt, dass die Nowitzki-Vergleiche mit Bird zumindest in einem Bereich hinken: Bird war ein herausragender Vorlagengeber und an manchen Abenden der Aufbauspieler der Boston Celtics und ihr wichtigster Vollstrecker.
Nowitzki hatte nicht viel zum Thema zu sagen ("Ich komme immer wieder nahe dran, aber ich habe es noch nicht geschafft") Aber das braucht er auch nicht. Tatsächlich bringen ihm bereits die Meldungen darüber, dass er es beinahe gepackt hatte, hinreichend Publizität: Associated Press stieg mit der Information über die Fast-Nacht in den Spielbericht ein und half dem Würzburger so in seiner leisen Kampagne für die Prestigeauszeichnung "MVP".