Posts mit dem Label Dallas Mavericks werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dallas Mavericks werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

7. Juli 2010

Die LeBron-Vertragsshow geht auf Sendung

LeBron James wird am Donnerstagabend bei ESPN live seine Entscheidung darüber bekanntgeben, bei welchem NBA-Club er einen Vertrag abschließen wird. Welches Schweinderl er gerne hätte? Die Gerüchte machen den Eindruck vom Inneren eines anderen Tieres – einer geschlachteten Gans (oder was die Auguren im alten Rom für ihre Vorhersagen genommen haben). Falls Dwayne Wade bleibt und Chris Bosh auf seine Seite zieht (danach sieht es zur Zeit aus), hat James zwar theoretisch auch die Möglichkeit, nach Florida umzuziehen. Aber das wäre ein Riesenschritt weg aus Ohio. Mit Stoudamire zu den New York Knicks und der Entscheidung von Dirk Nowitzki in Dallas zu bleiben, sind weitere Puzzlestücke vom Tisch. Wen holen die Mavericks, um endlich eine Grade A-Mannschaft zusammenzubauen? Die Ortszeitung spekuliert, dass Jermaine O'Neal in Frage kommt, sollte es Brendan Hawywood woanders hinziehen. Gleichzeitig wird der Dirkster mit seiner Einschätzung zitiert, wonach ein Center im heutigen Spiel nicht mehr besonders wichtig ist. Bewegliche Allrounder seien entscheidender. Konkrete Namen allerdings nennt er nicht. Was dafür spricht, dass die Besten von denen – also Wade, Bosh und LeBron – für die Mavericks unerreichbar sind. Nowitzki mag ja finden, dass Dallas eine attraktive Stadt ist. Aber das klingt aus dem Mund von jemandem, der außer Würzburg sonst noch nirgendwo anders gelebt hat, nicht besonders überzeugend. Immerhin darf man Chefmanager Donnie Nelson zutrauen, dass er im Hintergrund und leise zu antichambrieren versteht und ein paar Möglichkeiten entdeckt, die andere gar nicht sehen. Abwarten, also.

3. Juli 2010

Big D bleibt in Big D

ESPN meldet soeben, dass Dirk Nowitzki in Dallas bleiben wird. Der Unterschied zum alten Vertrag: Eine No-Trade-Klausel, die außer ihm nur ein Mann in der Liga hat – Kobe Bryant. Wenn man sonst nichts braucht im Leben.

2. Juli 2010

Dirks Taktik: Hinhalten

Dirk Nowitzki spielt seit Tagen ein Spiel, das er noch nie gespielt hat: showboating. Während ihm sein Club die Karten komplett auf den Tisch gelegt und das tarifvertragliche Maximalgehalt für ein Vier-Jahres-Vertrag über 96 Millionen Dollar geboten hat, entschied er sich erneut dafür, dem Club-Manager Donnie Nelson nicht in die Augen zu schauen. Ursprünglich hatte er die Rückkehr aus Würzburg nach Dallas zum Verhandlungsgespräch für Donnerstag angekündigt. Nach dem Zwischenstopp in New York gab er Freitag als neuen Termin durch. Auch der wurde inzwischen verschoben. Nun soll es am Samstag klappen. Hat Dirk Nowitzki womöglich Wind von einer Rochade, die ihn zu den Miami Heat bringen könnte, die heute in Cleveland offiziell um LeBrons Hand angehalten haben (während Dwayne Wade nach einem Abstecher in Chicago bei den New York Knicks vorbeigeschaut hat).

Die Entwicklung wird übrigens von amerikanischen Sportsendern auf intensivste Art gecovert. Geredet wird viel. Nichts Genaues weiß keiner.

5. Januar 2010

Nowitzki Statitzki

Mavericks vs. Blazers
Wenn man denn schon unbedingt muss und nicht anders kann und die Bedeutung eines Basketballspielers von den Leistungswerten aus der Statistik ableiten will, dann ist diese Betrachtung der NBA-Karriere von Dirk Nowitzki auf BallinEurope.com gar nicht so schlecht. Sie bemüht sich um Ausgewogenheit und zeigt, dass mit Pau Gasol bereits ein aussichtsreicher Kandidat für den Titel "bester Europäer aller Zeiten in der NBA" bereit steht. Noch allerdings geht dieses Premium-Siegel an den Deutschen.

Die vielen Referenzwerte, die da übrigens zu Rate gezogen werden - darunter der überbewertete Index von Herrn Hollinger, genannt Player Efficiency Rating (PER) – zeigen im Grunde nur eines: Genauso wie bei der klassischen Bewertung eines Spielers aus dem Bauch heraus sehr viele Kriterien zusammenkommen, die zusammen ein Bild ergeben, kann man auch mit Statistiken jeden Vorbehalt und jede Sympathie abstützen. Es kommt immer darauf an, was man wichtig findet. Interessanteste Beobachtung vom Geschehen in dieser Saison: Wenn Nowitzki für die Dallas Mavericks auf dem Platz steht, sorgt das Team für Vorsprung und Punktepuffer. Wenn er auf der Bank sitzt, laufen die Ersatzspieler dem Gegner jedes Mal nur hinterher. Die Mavericks brauchen offensichtlich stärkere Reserven, sonst fehlt ihnen in den Playoffs das gewisse Etwas.

17. November 2009

Nowitzki trifft

Dirk Nowitzki mit dem Ball in der Hand Sekunden vor dem Ende. Wenn er das noch häufiger hinbekommt, rechtzeitig zum Brummen der Schlusssirene, wird er auch die letzten Skeptiker davon überzeugen, die immer behaupten, er habe nicht den Willen und die Nerven zum Titel. Die Zwischenbilanz der Mavericks nach elf Spielen: acht Siege. Die Richtung stimmt. Auch ohne Josh Howard, der noch immer an den Folgen einer Knöcheloperation leidet (via TheBigLead).

28. Oktober 2009

Mavericks noch schlapp und müde?

Für die Dallas Mavericks begann die neue Saison so ähnlich wie die letzte. Man lässt sich offensichtlich mal wieder Zeit, ehe man die Maschine auf volle Betriebstemperatur hochheizt. So konnten die Washington Wizards im ersten Spiel von Gilbert Arenas seit urlangen Zeiten einen lockeren Sieg verbuchen. Das Resultat: 102:91. Einzelheiten findet man im Spielbericht von Associated Press.

Zur zwölften Saison von Dirk Nowitzki in der NBA und den Umbauarbeiten in Dallas habe ich einen Vorbericht für die FAZ geschrieben, der am Dienstag online gestellt wurde. Den Text über seine Attitüde und Befindlichkeit als Mensch und Sportler, der in der FAS erschienen ist, kann man sich nur über das Archiv der Zeitung berogen.

6. Oktober 2009

Dirks neuer Mentor

Unser Mann in Dallas hat einen weiteren Mentor, der ihm die Rolle des Power Forward in der NBA erklären möchte. Der weise ältere Herr ist Kevin McHale, der in den achtziger Jahren zusammen mit Larry Bird und den Boston Celtics den Los Angeles Lakers mehr als nur das Wasser gereicht hat. Als Manager und Trainer der Minnesota Timberwolves war er zuletzt allerdings stark eingespannt und verspürte in der Zeit natürlich keine Lust, einem Spieler der Konkurrenz ein paar Lektionen mit auf den Weg zu geben. Aber nach einer sehr langen und sehr schwachen Bilanz im Amte wurde er nach der letzten Saison der Verantwortung enthoben und kann nun als free lancer gute Tipps und kluge Hinweise verteilen. Und seien sie so banal wie: Wenn die Verteidiger kleiner sind, rückt man als Power Forward näher an den Korb und macht Druck. Wenn sie größer sind, hält man sich weiter weg und gestaltet aus der Distanz. Der Einfädler für solche Informationseinheiten ist Dallas-Mavericks-Trainer Rick Carlisle, der einst in Boston gespielt hat und Nowitzki am liebsten mit Larry Bird vergleichen würde. Außer dass Larry Legend am Ende nicht nur ins Finale kam, sondern auch noch den Killerinstinkt hatte, die Meisterschaft zu gewinnen. Wer möchte so etwas Dirk Nowitzki beibringen? Freiwillige vor.

29. September 2009

Dirk wird älter und jetzt auch noch das....

Zitat des Tages: "Meine Spermien werden langsamer. Ich muss also schlussendlich jemandem trauen."
Dirk Nowitzki laut DallasBasketball.com

Und weil es irgendwie zum Thema passt (Stichwort Dallas und andere Sexkapaden) und zeigt, dass Leute eben nicht wirklich allen und jedem trauen sollten – hier noch ein Link zum Video des Tages auf Deadspin. Wie man so schön auf Englisch sagt: NSFW.

23. Juli 2009

Gehälter für Nowitzki und Co.: Cuban lebt auf Pump

Der Chef von Dirk Nowitzki und der Mann, der den jungen Deutschen damals in Würzburg zusammen mit Trainer Don Nelson besuchte, um ihn dazu zu bewegen, in die NBA zu wechseln, tragen öffentlich eine interessante Fehde aus. Am lautesten kräht dabei Mark Cuban, der vermutlich Oberwasser hat, weil er erst vor kurzem einen Freispruch erster Klasse in einem anderen Fall erhalten hat. Im Grunde gar nichts sagt Ross Perot jr., der ehemalige Besitzer der Dallas Mavericks, der noch immer einen kleinen Anteil an der Halle hält, die der Club zusammen mit dem Eishockey-Team Dallas Stars vor ein paar Jahren gebaut hat. Was er nicht sagen will, sagt seine Klageschrift. Es geht um Darlehen in Höhe von 29 Millionen Dollar und eine komplizierte Schachtelbeteiligungssituation, in der Cuban offensichtlich sehr viel Management-Macht hat.

Zur Schachtelbeteiligung: Cuban gehört der Club und eine Mehrheitsbeteiligung an der Firma Radical Arena, der wiederum ein Drittel der Betriebsgesellschaft des American Airlines Center namens Center Operating Co. gehört. Perot ist mit der Firma Hillwood an Radical Arena beteiligt. Radical Arena erwirtschaftet Überschüsse, von denen Cuban in seiner Rolle als Chef das Geld seinem anderen Laden – den Mavericks – geliehen hat. Zunächst waren einfach nur die Zinssätze grandios niedrig. Dann aber schob Cuban die Fälligkeit des Kredits hinaus und spendierte sich für die ausstehende Summe eine noch niedrigere Verzinsung.

Sollten die von der Perot-Seite vorgebrachten Fakten stimmen, sehen wir hier nicht nur einen Finanzjongleur bei der Arbeit, sondern jemanden, der offensichtlich in seinem manischen Bedürfnis, seinen Spieleretat in die Höhe zu treiben, den Sinn für die Realitäten verloren hat. Tatsächlich verschleudern die Mavericks seit Jahren enorme Summen und müssen Luxussteuer an die NBA entrichten, weil sie über der Salary Cap liegen. Und das alles auf Pump. Die sportliche Leistung ist im Vergleich dazu undiskutabel. Auch wenn Cuban in seiner Stellungnahme seine Verschwendungssucht mit Worten wie "we tried to improve the team further" kaschiert.

Man sollte davon ausgehen, dass Nowitzkis Chef auch diesen Rechtsstreit nicht verlieren wird. Denn als Chef von all diesen Schachteln kann er schalten und walten und Geld von einer Ecke in die andere transferieren. Das wird ihm als nächstes ein Gericht bestätigen.

15. Juli 2009

NBA-Spielermarkt: Das Beispiel Marcin Gortat

In eigener Sache: Nachdem sich in diesem Sommer eine Menge auf dem Transfermarkt in der NBA getan hat, war es an der Zeit, die Aktivität und die Hintergründe für das nervöse Hin und Her auszuleuchten. Der Beitrag für die FAZ zu dem Thema wurde heute bei faz.net hochgeladen. Man kann bei einer solchen Gelegenheit in einer Tageszeitung, in der die NBA eine Nebenrolle spielt, die Flut der Ereignisse nicht auch nur annähernd im Detail abhandeln. Man muss sich schlichtweg für einen eigenen und ganz besonderen Themenzuschnitt entscheiden und durch den die bemerkenswerten Facetten auffächern.

Die meisten würden in einer solchen Situationen vermutlich den Schwerpunkt im Text auf den Wechsel von namhaften Figuren wie Shaquille O'Neal (von den Phoenix Suns zu den Cleveland Cavaliers), Vince Carter (von den New Jersey Nets zu den Orlando Magic), Rasheed Wallace (von den Detroit Pistons zu den Boston Celtics) legen. Ich persönlich habe nichts gegen solch eine Herangehensweise, finde aber den Drang nach der Beschäftigung mit den großen Namen eher fad. Was sollen die uns auch schon aufzeigen? Bei solchen Geschäften wird doch nur eine einzige konzeptionelle Überlegung umgesetzt: Die klassische Arbeitshypothese von Clubverantwortlichen, die darauf spekulieren, ihre schon ziemliche gute Mannschaft durch die Verpflichtung eines ausgewiesenen älteren Einzelkönners um jenen Hauch besser zu machen. der ihnen gefehlt hat, um den Titel zu gewinnen. Wenn das drei Manager gleichzeitig machen, wird das am Ende für mindestens zwei von denen trotzdem zu einem Fehlschlag. Es gibt ja jedes Jahr nur einen Champion. Darüber zu spekulieren, wer das am Ende sein wird – die Cavaliers, die Celtics oder die Magic (oder vielleicht doch die Lakers) finde ich journalistisch ziemlich uninteressant. Selbst wenn sich die meisten NBA-Fans vermutlich am liebsten sehr gerne über solche Fragen unterhalten.

Da finde ich schon sehr viel interessanter und anregender, solch ein Thema aus einem etwas anderen Blick anzugehen. Zumal uns naturgemäß die Aussichten von Dirk Nowitzki auf eine Meisterschaft immer noch am meisten beschäftigen. Und in dem Zusammenhang gab es diesen, wie ich fand, sehr vielversprechenden und erst am Montag abgeblockten Versuch des Clubs, den Polen MarianMarcin Gortat aus Orlando zu holen. Gortat, den man in Deutschland noch kennen dürfte, weil er drei Jahre lang bei RheinEnergie Köln im Einsatz war, wirkte wie eine effektive Verstärkung für die Mavericks. Denn die sind mit Erick Dampier wirklich bestraft. Ich fand auch, dass Donnie Nelson dabei taktisch sehr geschickt vorging, als er Gortat, einem restricted free agent, einen überdurchschnittlich hoch dotierten Vertrag anbot, der immer noch weit unter dem Dampier-Salär lag. Denn der zwang die Orlando Magic zu einer langen und harten Selbstbefragung. Sollten sie sich wirklich für 6,8 Millionen Dollar im Jahr einen Ersatzmann für Dwight Howard leisten und sich zum ersten Mal weit ins Luxussteuer-Territorium vortasten? Was niemand ahnen konnte und auch Gortat überraschte: Die Magic zogen gleich und hielten ihn in Florida fest.

Theoretisch hätte man den Artikel auch komplett auf die Orlando Magic zupitzen können, denn deren Einkaufspolitik (sie haben auch noch Brandon Bass verpflichtet, der zuletzt in Dallas als Ausputzer am Brett geglänzt hatte) ist wirklich bemerkenswert. Aber, ehrlich gesagt: Dazu ist noch Zeit, wenn sich abzeichnet, ob sich diese Investitionen gelohnt haben oder ein Schlag ins Wasser waren. Ich sah zunächst vor allem im Los des nunmehr ziemlich reichen, aber auch ziemlich traurigen Marcin Gortat die faszinierendere Schnittmenge eines hyperaktiven Trade-Sommers.

Übrigens auffällig, wenn auch nicht leicht in einen unmittelbaren Zusammenhang zu bringen: In diesem Jahr drehte sich nach dem Ende der Saison in der NBA das Trainerkarussell nur mäßig (anders als in den ersten Wochen der Spielzeit, als gleich sechs Leute ihres Amtes enthoben wurden). Ich tippe mal, dass die relative Ruhe bei den Coaches in einem reziproken Verhältnis zu dem Hin und Her auf dem Spielermarkt steht. Aber beweisen lässt sich das natürlich nicht.

6. Juli 2009

Jason Kidd bleibt in Dallas

Mark Cuban fand, dass Jason Kidd in seinem Alter noch 25 Millionen Dollar wert ist. Und Jason Kidd sagte: Danke. Und so steht er in den nächsten drei Jahren den Dallas Mavericks zur Verfügung. Natürlich kann das Team ihn nun per Trade an einen anderen Club abgeben. Aber das scheint nicht die erste Option. Unter Strich: Nowitzkis Mannschaft wurde mit dieser Maßnahme nicht besser. Wenn sie die Playoffs erreichen wollen, brauchen sie noch ein paar stämmige Kerle.

30. Juni 2009

Don't Kidd yourself

Die Public-Relations-Kampagne pro Jason Kidd kommt in Schwung. Die jüngste Lobeshymne kommt aus der Feder von Ric Bucher von ESPN, der zu jenen Journalisten gehört, die sich möglichst nahe an die Stars ranwanzen, weil sie glauben, dass dadurch viel Glanz auf sie selbst herunterscheint. Diesmal also Kidd und seine angeblich so glorreiche Bilanz in Dallas, wo er mehr Geld verdient hat als Dirk Nowitzki, was jeder Mensch normalerweise für absurd erklären würde, aber nur verdeutlicht, wie wenig Mark Cuban davon versteht, eine vernünftige Basketballmannschaft auf die Beine zu stellen. Hätte er Steve Nash behalten, wäre er um die Hälfte billiger gefahren und hätte immer noch einen gewissen Devin Harris, der mit 25 schon richtig gut ist und in die besten Jahre kommt. Okay, Schnee von vorgestern. Aber es musste noch mal gesagt werden...

Kidd ist 36 und Free Agent und glaubt, er müsse noch ein paar Jahre arbeiten. Natürlich für ein Honorar in der höchsten Kategorie der NBA-Gehaltsskala. Das wäre der vollendete Wahnsinn, angesichts der Wirtschaftslage und der nüchternen Entwicklungsprognose, die man Kidd stellen muss. Den Zampano mimt er bestenfalls noch in einer Mannschaft, die für die Playoffs nicht in Frage kommt. Aber Cuban will ihn halten, so heißt es in Dallas. Eine Minute nach Mitternacht in knapp 24 Stunden wissen wir mehr. Dann beginnt das Rennen um die Freelancer.

11. Juni 2009

Wie einst im Juni 2006

Dies ist die erste ziemlich gründliche Betrachtung über die laufende NBA-Finalserie, die mit einem Hinweis auf den Ausgang des Vorgängermodells anno 2006 zwischen den Dallas Mavericks und den Miami Heat arbeitet. Und was ist das Resultat der Betrachtung? Orlando Magic wird Meister. Wir erinnern uns: Damals sahen Dirk Nowitzki und seine Mannschaft nach zwei Begegnungen wie der sichere Sieger aus. Alles kippte im dritten Match in Miami, das Dallas knapp verlor. Die Mavericks fanden anschließend keine Mittel mehr, um die alte Überlegenheit zu rekonstituieren und gingen mit 2:4 unter. Paul Peszko vom Bleacher Report hat noch eine andere Beobachtung angestellt. Kobe Bryant setzt seine Nebenleute nicht gezielt genug ein. Was die wiederum verunsichert und verwirrt. Heute abend nach dem vierten Spiel werden wir alle ein wenig schlauer sein.

Nachtrag: Orlando verliert zum zweiten Mal in dieser Serie nach Verlängerung, nachdem die Mannschaft zum zweiten Mal hervorragende Chancen besaß, das Spiel im Rahmen der regulären Spielzeit zu gewinnen. Da kommt eine besondere Form von fehlendem Können zum Tragen. Ein Problem der Magic: Center Dwight Howard ist ein grottenschlechter Freiwurfschütze, steht aber ganz oft an der Linie, weil er oft gefoult wird. Der Zwischenstand von 1:3 wirkt wie ein Nagel im Sarg. Wie soll diese Mannschaft drei Begegnungen in Folge für sich entscheiden? Und das müsste sie nun hinbekommen. Ja, ganz knapp daneben ist auch vorbei.

Fazit: Die Serie läuft nicht so ab wie im Jahr 2006. Orlando ist nicht so stark besetzt wie es damals Miami war.

19. Mai 2009

Wer vor der Glaskugel sitzt, darf ruhig mit Stein schmeißen

Alle dürfen in die Glaskugel schauen, um vor allen anderen, insbesondere vor Mark Cuban, die sportliche Zukunft der Dallas Mavericks zu erspähen. Dabei herauskommt nichts. Es sei denn, man bewertet den Hypothesen-Vorrat von Sportjournalisten als relevant. Und damit schalten wir zu Glaskugel von Marc Stein von ESPN, der in den ersten Jahren der Nowitzki-Ära die Mavericks als Reporter der Dallas Morning News begleitete und noch immer ein Herz für den Club hat. Er glaubt, dass Cuban Kidd und Bass halten will, unter anderem auch weil sie angeblich die besten Freunde von Dirk Nowitzki in der Mannschaft sind. Wieviel Geld ist Kidd aber wert? Mehr als Nowitzki wie zur Zeit? Das kann doch wohl niemand ernsthaft behaupten (außer dem Agenten von Kidd)? Und wir reden in diesem Zusammenhang nicht nur darüber, was Cuban eventuell noch zu zahlen bereit wäre, sondern was er bei einem Trade als Gegenwert von einem anderen Club bekommen würde.

13. Mai 2009

NBA-Playoffs: Schrilles Theater

In Orlando tragen sie den Zwist in der Umkleidekabine aus. Was durchaus angemessen scheint, wenn der Starspieler eine Beschwerde an die Adresse seines Trainers hat. Der heißt Stan Van Gundy und steht in dringendem Tatverdacht, die Spiele der Magic gegen die Boston Celtics im entscheidenden Moment zu – neues Wort – vercoachen. Dwight Howard hat sich längst das Recht erarbeitet, seinen Mund aufzumachen, wenn ihm etwas nicht passt. Der Mann ist gut. Die Schelte über die Medien an den Trainer zu richten, ist allenfalls eine Stilfrage. Sie wird nichts an den Fähigkeiten des Trainers ändern, aber vielleicht an seinem Status als Leitender Angestellter im Club. Nach der Saison.

In Dallas tragen sie den Zwist auf der Tribüne aus. Dort wurde während des letzten Spiels gegen die Denver Nuggets Carmelo Anthonys Lebensgefährtin LaLa Vazquez nach einem Zwischenfall mit Anhänger der Nuggets von Sicherheitskräften aus der Halle geführt. Natürlich hat die ehemalige MTV-Größe Vazquez sich nichts vorzuwerfen. Wie kann sie auch. Sie hat bereits den Pauschalvorwurf an die Adresse der Dallas-Fans auf den Stühlen um sie herum gerichtet, der die Sache mit einem Schlag klärt: Die Texaner seien Rassisten. Sonst noch Fragen? Das schrille Theater, in das auch noch die Mutter von Kenyon Martin, Martins selbst sowie Mavericks-Besitzer Mark Cuban verwickelt wurden, hat provinziellen Zuschnitt. Aber es lenkte geschickt von dem bis dahin hochgejazzten Fall der im Gefängnis sitzenden Nowitzki-Freundin ab, zu dem es tatsächlich nichts Neues zu berichten gibt. Denn die Frau redet nicht. Und der Dirkster redet nicht. Und auch die Polizei und die zuständigen Staatsanwaltschaften halten dicht. Dabei haben wir doch hier den Stoff, aus dem die Nachrichten sind: Sex, Crime und Celebrity.

10. Mai 2009

Wenn einem am Ende das Zielwasser ausgeht

"...aber die Mavs gegen Ende des Spiels brauchten, konnte er nicht liefern. Seine letzten fünf Würfe verfehlten das Ziel. Sein letzten Korbtreffer aus dem Feld erzielte er 7 Minuten 17 Sekunden vor Schluss. Seinen letzten Punkt, ein zweiter Freiwurf, nachdem er den ersten nicht verwandelt, erzielte er 5:06 Minuten vor dem Ende." So beschreibt Kevin Sherrington in den Dallas Morning News die Leistung von Dirk Nowitzki im dritten Spiel der Play-off-Serie gegen die Denver Nuggets. Das kannten wir doch. So ist das meistens mit dem Dirkster, selbst in Zeiten, wenn er keine Schwierigkeiten mit seinem Privatleben hat. Die Beobachtung ist auch deshalb von Belang, weil sich am Ende alles mit den nicht gegebenen absichtlichen Fouls beschäftigte. Als seien die letzten Sekunden in einem Basketballspiel mit seinen hunderten von Treffern die entscheidenden. Die Ausgangslage: Dallas lag kurz vor Schluss mit zwei Punkten vorne. Denver hatte den Ball. Pfeift man die Fouls, erhalten die Nuggets zwei Freiwürfe und können maximal gleichziehen. Doch weil der Pfiff ausbleibt, ist Carmelo Anthony in der Lage einen gewagten Dreier zu probieren, der trifft. Denver gewinnt mit einem Punkt Vorsprung. Diesen Ausgang hat die NBA-Spitze anschließend ausdrücklich bedauert, wofür man sich in Dallas aber nichts kaufen kann. Der 0:3-Rückstand in der Best-of-Seven-Serie ist so gut wie unaufholbar. Mehr über Carmelo Anthony in diesem Text für die Montagausgabe der FAZ.

Über Nowitzkis Freundin gibt es nichts Neues. Dafür hat sein Oberschenkel gelitten. Er brauchte Eis nach dem Match und humpelte leicht vom Platz.

Nachtrag: Florian hat einen Kommentar geschrieben, der meine Einschätzung des (Nicht-)Fouls korrigiert. Hier ist die fragliche Szene:

8. Mai 2009

Dirk und die kleine Unbekannte

Die Gossip-Geschichte rund um Dirk Nowitzki und die von der Polizei gesuchte Frau an seiner Seite hat, wie nicht anders zu erwarten, auch in Deutschland quer durch alle Online-Medien Wellen geschlagen. Eine ausführlichere Zusammenfassung des letzten Stands steht morgen in der Printausgabe der FAZ. Man kann davon ausgehen, dass die Online-Ausgabe den Text schon vorher bringen wird. Wer sich übrigens für das Video interessiert, das in der Küche des Basketballers aufgenommen wurde und das die beiden zusammen zeigt, sollte sich hierhin durchschlagen. Die Dallas Mavericks spielt am Samstag in eigener Halle gegen die Denver Nuggets. Die Mannschaft ist nicht chancenlos. Aber man sollte sich darauf einstellen, dass die Serie schnell zu Ende geht.

26. April 2009

Gut gepanzert

Die Dallas Mavericks haben sich durch ihren Sprung auf den sechsten Platz in den letzten Tagen der Tabellenrunde einen hübschen Gegner für die erste Playoff-Runde gezogen: die San Antonio Spurs, die den Weg allen Irdischen gehen. Schwerkraft inklusive. Der alt gewordenen Mannschaft fehlt gegen die gut eingestellen Mavericks der letzte Tick Tempo und der letzte Tick Energie. Nowitzkis Team steht mit einem Zwischenstand von 3:1 zum ersten Mal seit drei Jahren mit einem Bein in der zweiten Runde. Basketball wird übrigens immer härter. Das sieht man schon daran, dass die New York Times heute berichtet, dass Spieler unter dem Trikot spezielles Dämpfungsmaterial tragen, damit sie den Körperkontakt besser wegstecken können. Die Liga hat die Auflage ausgegeben, dass man diese Unterwäsche nicht sehen kann. Adidas ist der Hersteller.

4. März 2009

Der Klingelbeutel: Die Walze kommt wieder in Bewegung

Dann wollen wir die alte müde Walze mal wieder ins Rollen bringen. Vielleicht quietscht es noch ein bisschen, bis wieder alles rund läuft.

Aus dem Töpfchen mit den frischeren Sachen:
Dallas-Mavericks Mark Cuban ist nach mehr als einer halben Saison aus Anlass einer fraglos grottigen Vorstellung seiner Mannschaft gegen Oklahoma City Thunder endlich der Kragen geplatzt. Wenn sich die Spieler nicht mehr anstrengen, stehen alle Jobs zur Disposition, auch der vermeintlich unverzichtbare Dirk Nowitzki. Wollen wir schon mal spekulieren, wohin Nowitzki getauscht wird? Leider steht ein Job überhaupt nicht zur Disposition: der des Teambesitzers.

Quarterback Kurt Warner hat gepokert und ganz gut ab geschnitten. Nachdem ihm die Arizona Cardinals zunächst bis zum Ende der Saison keinen neuen Vertrag angeboten hatten, obwohl sie ohne ihn die Super-Bowl-Erfahrung wohl auch weiterhin nur aus dem Fernsehen bezogen hätten (mit ihm hätten sie ihn fast gewonnen), hatten sie jetzt ein Einsehen. 23 Millionen Dollar über zwei Jahre auf dem Papier sind für Warner drin. Garantiert sind allerdings nur 10 Millionen Dollar. Eine solche Differenz ist typisch für die NFL, die, obwohl die körperlich brutalste von allen populären Mannschaftssportarten, die unromantischste Einstellung über die Einhaltung von Versprechen seitens der Clubbesitzer pflegt. Wenn einem Eigentümer oder Manager die Nase eines Spielers nicht mehr passt, kann er sich von ihm trennen und muss nicht bis zum Ablauf der ursprünglich vereinbarten Vertragsfrist weiterzahlen.

Ehe Rupert Murdoch den Laden übernahm, dachte man beim Wall Street Journal, dass es klug wäre, weibliche Leser aufzutreiben und ans Blatt zu binden. Und so entstand eine sehr brauchbare Wochenendbeilage, die nicht nur Frauen neugierig machte. Aber nun wird gegengesteuert. Das Wirtschaftsorgan mit der zweithöchsten Auflage von allen Tageszeitungen in den USA (hinter USA Today und vor der New York Times) will auch den Männern mehr bieten. Sechs Tage in der Woche wird es einen Sportteil geben. Dass der Themenkontext Wirtschaft und Sport untrennbar verwoben ist, sollte niemanden neu sein. Und dass man daraus publizistisch noch viele heiße Funken schlagen kann, ebensowenig. Aber was der Wahrheitsfindung dient (um mal mit Fritz Teufel einfach einen an die Wand zu malen), dient noch lange nicht der Gewinn- und Verlustrechnung. Mal sehen.

A propos Wahrheitsfindung. Es brummt einem noch im Ohr aus dem letzten Jahr, dass ein gewisser Theo Zwanziger öffentlich erklärte, er sei kein Prozesshansel. Inzwischen wissen wir nämlich, dass es sich damit wohl nur um eine schlichte Absichtserklärung gehandelt haben kann. Nicht um eine ehrliche und redliche Einschätzung seiner Neigungen und Ambitionen im Kampf um die Kommunikationsherrschaft. Mit seinem Geschwätz von gestern darf man dem Mann, der zwischendurch sogar seinen Rücktritt für den Fall ankündigte, dass er den Rechtsstreit mit Jens Weinreich verliert, aber vermutlich nicht kommen. Vom Rücktrittsgedanken ist er schließlich auch wieder zurückgetreten. Das wäre ja auch zu schön gewesen, wenn der Präsident des DFB seinen eigenen Worten eigene Taten folgen lassen würde. Das Dumme ist allerdings, dass der ohne Not von diesem Prozesshansel mit allen anwaltlichen Mitteln verfolgte Journalist Jens Weinreich, davon nichts hat. Im Gegenteil. Seine eigenen Anwalts- und Gerichtskosten steigen mit jedem neuen Verfahren und jedem neuen Versuch, die Wahrheitsfindung in dem seit Monaten brodelnden Streit hinauszuzögern. Kollege Weinreich hat angesichts der wirtschaftlichen Belastung erstmals um Hilfe nachgesucht. Das Sportnetzwerk und viele Blogger haben den Wink aufgenommen und den Ruf nach Unterstützung und Solidarität aufgegriffen. Es sollte allerdings an der Zeit sein, sich darüberhinaus wirksame Aktionen einfallen zu lassen, die das Verhalten und das Vorgehen der DFB-Spitze bloßstellen und kritisieren. Mehr dazu in den kommenden Tagen. Wer Lust und eigene Ideen hat, kann sich jetzt schon per E-Mail melden.

Die beste Quelle für den aktuellen Stand ist Jens Weinreichs eigene Webseite, wo er seit Monaten über alle Details berichtet. Überraschend kernig: der Kommentar von Stefan Niggemeier. Eine gute Ergänzung: Weinreichs Interview mit den 11 Freunden, das von der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung nachgezogen wurde.

30. November 2008

Dem Aktionär ist nichts zu schwer

Ein Hinweis auf einen Text, in dem es sehr viel um Aktien geht, aber noch mehr um Mark Cuban. Der Eigentümer der Dallas Mavericks bestreitet, auch nur irgendetwas Widerrechtliches getan zu haben (ein Vorwurf, der ihm von der Aufsichtsbehörde des US-Aktienhandels gemacht wird). Das Verfahren schwebt. Und wird wohl noch eine Weile weiterschweben.