25. Februar 2007

Dirk und seine Fast-Nacht: Gut für das Rennen um den MVP

Ganz nah dran an einem hübschen Karriere-Souvenir: Dirk Nowitzki fehlten am Samstagabend beim Sieg der Dallas Mavericks über die Denver Nuggets nur zwei Assists zu seinem ersten Triple Double. Die Bilanz des Abends: 31 Punkte, elf Rebounds und acht Assists. Der Triple Double - zweistellige Ergebnisse (Double) in drei (Triple) statistischen Kategorien - gehört zu den Sahnestückchen der NBA-Statistiken, weil er dokumentiert, wie involviert und vielseitig ein Spieler in einem Match war. Unter den derzeitigen Profis ragt einer besonders heraus: Jason Kidd (New Jersey Nets). Er rangiert inzwischen mit derzeit 84 in der ewigen Bestenliste hinter Oscar Robinson (181) und Magic Johnson (138) auf dem dritten Platz. Hinter ihm liegen Wilt Chamberlain (78) und Larry Bird (59). Die Liste zeigt, dass die Nowitzki-Vergleiche mit Bird zumindest in einem Bereich hinken: Bird war ein herausragender Vorlagengeber und an manchen Abenden der Aufbauspieler der Boston Celtics und ihr wichtigster Vollstrecker.

Nowitzki hatte nicht viel zum Thema zu sagen (
"Ich komme immer wieder nahe dran, aber ich habe es noch nicht geschafft") Aber das braucht er auch nicht. Tatsächlich bringen ihm bereits die Meldungen darüber, dass er es beinahe gepackt hatte, hinreichend Publizität: Associated Press stieg mit der Information über die Fast-Nacht in den Spielbericht ein und half dem Würzburger so in seiner leisen Kampagne für die Prestigeauszeichnung "MVP".

Kommentare:

Butschi hat gesagt…

Dirk haben nur zwei Assists gefehlt. Das ist ärgerlich. Aber auch ohne Triple - Double ist er auf einem guten Weg, verdient MVP zu werden. Wenn nicht MVP der Season, dann in den NBA - Finals 2007.

Jürgen Kalwa hat gesagt…

Man konnte in einigen Berichten lesen, dass ihm seine Nebenleute sogar aktiv zu helfen versucht haben, den Triple Double zu schaffen. Das ist natürlich nicht so einfach, wie es klingt. Dazu müssen diese Nebenleute die Vorlagen von Nowitzki auch verwandeln. Seine Chancen auf den MVP hängen davon ab, wie gross der Vorsprung der Mavericks am Ende der Saison ausfällt. Liegen sie klar und deutlich vor den Suns/Spurs, gibt es überhaupt keinen anderen ernsthaften Gegenkandidaten. Bei einem knappen Vorsprung werden zu viele der abstimmungsberechtigten Journalisten quer durch den Garten wählen. Und da könnten ihm ein paar entscheidende Punkte fehlen. Der Modus ist zwar fair, aber hat seine Tücken.