Die Medienarbeit vorausschauender Athleten wird immer umfassender. Eigene Webseite? Standard. Bloggerei? Die Zahl der Sportler, die es mit Witz und Würze betreiben, wächst (siehe Hinweise hier und hier). Jetzt hat die amerikanische Skifahrerin Julia Mancuso einen Weg gefunden, das Ganze noch zu toppen. Mit einem Video von ihrem ersten Rennen der Saison in Sölden, in dem sie aus dem Off (in Studioqualität) die beiden Riesenslalomläufe kommentiert, die der Kameramann über weite Strecken von der großen Projektionsfläche im Zielraum abgefilmt hat (ebenfalls in bemerkenswerter Qualität ). Man darf davon ausgehen, dass Sportler in und Videoteam das Gefühl haben, sie könnten auf diese Weise das Problem umschiffen, dass die Bilder der übertragenden Fernsehgesellschaft gehören und sie vermutlich nicht zum freien Kopieren zur Verfügung gestellt hat. Naiv? Frech? Bahnbrechend? Wer fünf Minuten Zeit hat, sollte sich das Resultat mal anschauen und sich schon mal fragen, wann es wieder von der Seite (und aus dem Archiv des Videoproviders verschwunden sein wird.
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31. Oktober 2007
21. März 2007
Die Prinzessin und der Elch
Manchmal wird man neugierig, wenn sich Leute zu American Arena durchgooglen und mit Suchbegriffen daher kommen, die irgendwie Sinn machen und gleichzeitig aber nur neue Rätsel aufgeben. Der jüngste Fall betrifft die amerikanische Skifahrerin Julia Mancuso, die hier das populärste Thema ist (bereits mehr als 2000 Besucher haben nach ihr gefahndet). Ihr Werbevideo im Bikini im Jacuzzi für die Schuhfirma Lange gehört zu den Dauerbrennern. Vor ein paar Tagen trudelten die ersten Neugierigen ein, die Mancuso mit dem Wort "Blick" koppelten. Es stand also zu vermuten, dass das Schweizer Boulevardblatt gleichen Namens irgendetwas publiziert hatte, was die Gemüter beunruhigt. Warum landen die Wissbegierigen hier? Weil der Blick die Klatschmeldung, die alle interessiert, nicht auf seiner Webseite platziert hat. (Dafür gibt es eine Dia-Show mit zahllosen Mancuso-Bildern, die leider kaum erkennen lassen, was die Zeitung an der Sportlerin findet. Das Profilbild im BH kann es eigentlich nicht sein. Darauf kann man die Mancuso ja nicht mal erkennen.)Die Geschichte, wonach die Amerikanerin mit dem Gesamtweltcupsieger Aksel Lund Svindal angebandelt habe, hat sich allerdings bis nach Norwegen herumgesprochen. Auf der Seite VGnett wird sie auf ebenso abgehandelt wie beim Aftonposten, der sogar berichtet, dass die Schweizer Yellow-Press-Künstler ihren Landsmann als coolen Elch bezeichnet haben. Auf wcsn.com kann man die Angelegenheit immerhin auch in einer Sprache nacharbeiten, die die halbe Welt versteht: auf Englisch. Und was lesen wir da? Ein volles Dementi (von Svindal, der sicher nichts dagegen hat, wenn man ihm die heißeste Skiprinzessin aus dem Weltcup-Zirkus andichtet und der zugab, einmal mit der 23-jährigen Essen gegangen zu sein) und einen Spruch von Mancuso, die sich aber nicht konkret äußern wollte.
Aus der Ferne lässt sich das Thema am allerwenigsten einschätzen. Beim Blick liegt man nicht immer so daneben wie bei der Bild-Zeitung, weil man sich hin und wieder noch geniert, Geschichten total frei zu erfinden. Ich erinnere mich an einen Fall, da besaß der Blick durchaus die korrekte Information (über den ersten Liebhaber von Martina Hingis). Das Problem: Sie haben die Klatschnachricht - Datelinie Miami - nicht sofort gedruckt. Dem Reporter, der auf der Geschichte kommod sitzen geblieben war, wurde damals gehörig der Kopf gewaschen. Warum? Sein Langmut gab der Konkurrenz - dem Tages-Anzeiger - die Chance, die News vom Blick unbemerkt als erster zu bringen. Wieso ich das weiß? Dreimal raten, bitte.
Blick zurück: Das Mancuso-Video, nach dem so viele in Österreich und der Schweiz fahnden
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Ski alpin
14. Februar 2007
Julia Mancuso: Was Lange währt, wird endlich Video
Das spannendste in der Arbeit an einem Blog ist herauszufinden, wofür sich die Menschen interessieren, die hier landen und die Beiträge lesen. Der Grund dafür: Es ist unerhört leicht, jemanden über Google zu einem breiten Themenangebot wie American Arena zu lotsen, aber sehr viel schwerer ihn auch zum Wiederkommen zu bewegen. Dazu muss man seinen Lesern Informationen, Videos und Links anbieten, die ihnen ihrer konkreten Suche ganz konkret weiterhelfen. Weshalb wir uns hier die Aufgabe stellen, den Suchbegriffen nachzugehen, die American-Arena-Leser beschäftigen.
Das jüngste Beispiel ist die nicht abebbende Neugier insbesondere aus Österreich betreffend Julia Mancuso. Wer weiß, wie groß diese Flut geworden wäre, wenn die Amerikanerin bei der WM in Åre Gold gewonnen hätte? Seit Tagen kommen Mancuso-Anfragen mit dem zusätzlichen Suchwort "Lange" herein. Es kann nur einen Grund geben: Julia tritt in einem Werbevideo für die Schuhfirma in einem Bikini auf. So etwas bringt die Phantasie vieler Burschen auf Hochtouren. Für alle, die wissen wollen, wie die Skifahrerin im Jacuzzi aussieht und was sie für einen Werbesprech drauf hat, wenn sie allzu entspannt und schlecht gescriptet den Deal mit ihrem Sponsor erklären soll, haben wir hier das Video. Alle anderen seien gewarnt. Die Bilder enthüllen nichts, außer dass man als professioneller Skihase wohl auch im Sprudelbecken seine Schuhe nicht auszieht und dass man Top und Bottom bei einem Bikini nicht so stark mischen sollte. Denn das sieht unweigerlich so aus, als habe man nichts anzuziehen. Und das bei so viel Geld vom Sponsor...
Der Ordnung halber hier die Quelle für das Filmchen: skiracing.com, der Internet-Ableger der amerikanischen Zeitschrift Ski Racing, die mit der Produktionsfirma Rival Films zusammenarbeitet, um das Lange Girl ins rechte Licht zu rücken. Übrigens: fast 1000 Besucher von American Arena kamen auf der Suche nach Informationen über Julia Mancuso. Sie ist die Nummer zwei auf der Liste (auf Platz eins steht Super Bowl). Wenn sie nicht wiederkommen, ist das hier für die Katz. Aber das wollen wir erst mal nicht hoffen.
Blick zurück: Julia Mancuso und die Österreicher
Blick zurück: Julia Mancuso und ihr Ex
6. Februar 2007
"Echt wahnsinnnig mit die Brettln"
Man sollte denken, dass Österreich mit ausreichend attraktiven Maderln ausgestattet ist und die Bewohner des Landes deshalb nicht gleich auf die Idee kommen würden, angesichts einer Amerikanerin wie Julia Mancuso weiche Knie zu bekommen. Aber irgendetwas bringt zwischen Bregenz und Wien die Leute in Wallung, sobald sie mit der Skifahrerin konfrontiert werden. Julia ("Kiss My Tiara") hat das bereits Mitte Januar in ihrem Blog vermerkt: "Die Österreicher sind verrückte Skifans. Ich werde umringt, wenn ich den Zielbereich verlasse!"In ihrem Blog schreiben manche gar auf Deutsch, um ihre Bewunderung in Worte fassen zu können:
"Hei hob gedacht ich probiers mal in Deutsch, Du fährst echt wahnsinnig mit die Brettln und machst eine extrem gute Figur dabei - bleib so hübsch und gewinne weiter. Viel Spaß für die weiteren Rennen und mein Moto lautet no risk no fun. Vielleicht treffen wir uns mal im nächsten leben."Frauen melden sich auch und versuchen, ihre Zerknirschung angesichts der österreichischen Niederlagen bisweilen auf Englisch zu artikulieren (Tipp- und Übersetzungsfehler inklusive):
"Many greets from the destroyed upper Ausria, Manuela"Die Neugier in den Alpen auf Julia und "Bilder" sorgt dafür, dass eine enorme Zahl von Google-Kunden in der American Arena landen. Schwer zu sagen, ob sie mit dem, was sie finden, zufrieden sind. Vermutlich nicht. Deshalb hier das Link zu ihrem Blog, wo es das obige Foto zu bewundern gibt.
20. Dezember 2006
Unterhöschen für den Ex
Unterhöschen für den Ex, der Großvater auf der Lohnliste von Al Capone, der Vater wegen Marihuanahandel einst im Knast ... nicht schlecht für eine Ski-Prinzessin, die den anderen eine Nase voraus ist. Dieser Artikel erklärt zwar nicht, weshalb sie so gut Ski fährt, aber er zeigt die amerikanische Ski-Olympiasiegerin Julia Mancuso in allen ihren bunten Farben und Facetten. Ach, ja. Und Bode Miller gewinnt wieder ... meistens. Ist also doch schon Winter...
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