Das letzte Mal als uns auf diesen Seiten der ESPN-Moderator und Interviewer Scott Van Pelt über den Weg gelaufen ist, ging es um ein Gespräch zwischen ihm und über-Blogger Will Leitch von Deadspin. Davor tauchte er im ersten Teil einer Serie von witzigen ESPN-Werbespots auf, die wir nacheinander vorgestellt haben. Beide Male ließ sich erkennen, dass Mr. Van Pelt, ein ziemlich langer Lulatsch mit lichtem Haar, etwas von Selbstironie versteht und bei Gelegenheit auch als Stilmittel einsetzt. Vielleicht wurde er deshalb von Videospiele-Hersteller Electronic Arts ausgesucht, um als Pappfigur und als Stimme vom Band in diesem neuen Werbeauftritt von Tiger Woods mitzuwirken. Ob der Witz allerdings drei Minuten verdient hätte, ist eine andere Geschichte (via With Leather)
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15. Juni 2009
17. Juli 2007
Annäherungspolitik Richtung Blogs: Bristol spielt Erfurt
Wer ein paar Minuten übrig hat und sich für die Entwicklung der amerikanischen Sport-Blog-Szene interessiert (Sie ist Minimum zwei Jahre der deutschen voraus und sehr viel aggressiver und witziger, weil die Macher keine Furcht davor haben, nicht ernst genommen zu werden), sollte das Radiointerview mit Will Leitch (Foto) anclicken, das Scott Van Pelt von EPSN mit ihm am letzten Freitag geführt hat. Man sollte dazu wissen, dass Leitch in Brooklyn sitzt und Deadspin betreibt, den erfolgreichsten Blog von allen (laut Quantcast: 800.000 Besucher im Monat). Dass er permanent den Sender (Eigenwerbung: The Worldwide Leader in Sports) an seinem Stammsitz in der Provinzstadt
Bristol (zwei Stunden außerhalb von New York) und seine Star-Reporter und Kommentatoren-Experten attackiert, wozu auch News aus deren Privatleben gehört. Dass man deshalb lange Zeit bei ESPN ein Kontakt-Embargo in Richtung Deadspin praktiziert hat (vermutlich von oben verordnet). Und dass Van Pelt die Sendung nur deshalb macht, weil man sich soeben von dem bisherigen Mann am Mikrophon namens Dan Patrick aus nicht bekannten Gründen getrennt hat. Patrick ist vor allem durch seine respektlose und auf Lacher zielende, selbstironische Präsentation der Nachrichtensendung SportsCenter zum Begriff geworden. Das Programm ist über die Jahre - nicht nur dank Patrick - eine feste Burg in der Fernsehlandschaft geworden.Zurück zum Interview. Dass Van Pelt Leitch interviewt (und nicht andersherum), ist das eigentliche Ereignis. Dass er weniger Inhalt abfragt, sondern Attitüde erklärt haben will, zeigt, dass da auf einer Metaebene eine Verschiebung tektonischer Platten stattfindet. Dass es zu keinem Beben kommt, liegt daran, dass Van Pelt keinen Streit sucht, sondern wie jemand arbeitet, der sich Liebkind machen will. Und dass Leitch ganz sicher besser schreibt als frei redet und ebenfalls jeder Gelegenheit ausweicht, seine hinlänglich bekannten Animositäten los zu werden. Die zahme Kritik geht in die Richtung: Hey, ihr ESPN-Leute seid Promis und in vielen Fällen viel berühmter als und ebenso gut bezahlt wie ein Baseball-Coach in der Major League. Wir sind es, die euch mit unseren Geschichten im Medienkontext zu normalen Menschen machen. Was habt ihr dagegen?
Der Tanz mit Samthandschuhen erinnert einen irgendwie an Brandt in Erfurt (ohne "Willy"-Rufe). Eine erste Kontaktaufnahme zum unmittelbaren Abbau der Spannungen mit weitreichenden Implikationen. Wann die Mauer fällt? Zwischen Erfurt 1970 und Berlin 1989 vergingen 19 Jahre. Solange wird es nicht dauern. (via SportsbyBrooks)
Blick zurück: Scott Van Pelt macht Werbung für seinen Kanal und wird bei einem Anbagger-Versuch mitgeschnitten
Blick zurück: Terror nach Art von ESPN - ein Radiomann legt einen Blog lahm
Blick zurück: Interviews mit den populärsten Sportbloggern in den USA
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4. Januar 2007
Die SportsCenter-Werbspot-Serie: Folge 1
Jeder Moderator der Sendung SportsCenter von ESPN ist bis zu einem gewissen Grad ein Schauspieler - mit MEHR oder WENIGER komödiantischem Talent. Daraus hat der Sender, der vor kurzem NASN gekauft hat, seit Jahren eine amüsante Serie von kurzen Werbespots gestrickt. ESPN hat keine Schwierigkeiten, willige Sportstars zu finden, um sich bei der Gelegenheit selber zu inszenieren. Die agieren meistens mit WENIGER komödiantischem Talent. Es sei denn, man betrachtet die Fähigkeit zum leeren Gesichtsausdruck als dramatische Begabung. Wir wollen hier im Laufe der Zeit immer mal wieder einen Spot auflegen und beginnen mit Scott Van Pelt und dem Ukrainer Andrij Mykolajowytsch Schewtschenko, der damals noch bei AC Mailand unter Vertrag war:
Derselbe Van Pelt muss sich nachsagen lassen, dass er im Privatleben mit seinem Humor beim Anbaggern von Frauen eher leicht daneben liegt. Der Sport-Blog deadspin präsentierte vor einer Weile dieses Tondokument von einem mitgeschnittenen Telefonanruf, den eine von ihm umworbene Dame ins Internet gestellt hat.
Derselbe Van Pelt muss sich nachsagen lassen, dass er im Privatleben mit seinem Humor beim Anbaggern von Frauen eher leicht daneben liegt. Der Sport-Blog deadspin präsentierte vor einer Weile dieses Tondokument von einem mitgeschnittenen Telefonanruf, den eine von ihm umworbene Dame ins Internet gestellt hat.
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