Erste Einstimmung auf heute abend: Ein Text in der FAZ über das Partyprogramm der Fans der New Orleans Saints, die zum ersten Mal in der Geschichte des Clubs den Super Bowl erreicht haben und wenn es nach den Simulationen einer Reihe von Videospielen auch das Spiel gegen die Indianapolis Colts gewinnen wird. Zu dem ausführlichen Bericht von dieser Stelle noch ein paar Links zu einer wichtigen Figur: dem vor ein paar Jahren verstorbenen Sportreporter Bernard Diliberto, genannt Buddy D., der das alles nicht mehr erlebt hat:
• sein Wikipedia-Eintrag
• die Seite von Buddy's Broads, die sein Gedenken hochhalten
Go Saints:
Die Idee, ein derart altes Videospiel mit den Informationen von Anfang der Saison zu füttern, wurde von pwncastpodcast.com umgesetzt.Wer den Ausgang der Begegnung wissen will, sollte sie sich bis zum Schluß anschauen.
Nachtrag: Eine weitere Einstimmung auf das Match zwischen den Colts und den Saints: eine Geschichte über Peyton Manning, der nach einem Sieg heute in Miami voraussichtlich von den den meisten Football-Experten in den USA zum besten Quarterback aller Zeiten ernannt wird. (Der Text aus der FAS wurde vor kurzem online gestellt). Seine Qualitäten sind unbestritten. Was ihm an Charisma auf dem Platz fehlt, macht er in seinen Auftritten in den Werbespots wett. Hier ist eine Seite mit einer wirklich guten Auswahl. Darunter solchen, die beweisen, dass der Mann nicht nur Humor hat, sondern bereit ist, auf die sanfte Tour die gesamte Fankultur rund um die NFL zu karikieren. In der Kollektion fehlt übrigens der ESPN-Sportscenter-Spot, in dem die beiden Manning-Söhne so tun, als seien sie sieben Jahre alt und mit ihren Eltern auf einer Besichtigung des Senders unterwegs. Das Video darüber, was bei dem Projekt hinter den Kulissen ablief:
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7. Februar 2010
30. August 2009
Stimmenfang
Die Verfeinerung von Videospielen für Sportarten findet hat vermutlich auf der visuellen Ebene die meisten Fortschritte gemacht. Aber auch in dieser Produktkategorie macht der Ton die Musik. Die besondere Leistung herauszuhören, ist nicht ganz leicht. Hier ist mal eine Geschichte auf Kotaku, die etwas Licht ins Dunkel der Arbeit dieser Sprachkünstler bringt, die einen stundenlangen Aufwand treiben müssen, um die Elementarteilchen einer Kommentatoren-Audio-Legebatterie aufzunehmen. Das Beispiel widmet sich den San Jose Sharks aus der NHL und Kommentator Randy Hahn. Zitat:
"Dann ging es an die Arbeit. Die Aufnahme begann damit, dass er die Namen aller 30 NHL-Teams aufsagte - Sharks, Bruins, Leafs, Red Wings etc. Dann nannte er alle 30 Städte mit NHL-Clubs - San Jose, Boston, Toronto, Detroit. Dann sprach er sie mit stärkerer Betonung aus. Dann mit einer noch stärkeren Betonung."
Hahn legt wert darauf, solche Wortbrocken mit unterschiedlicher Intensität zu artikulieren – "für die reguläre Saison, für die Playoffs, für das Stanley-Cup-Finale. Das muss alles eingearbeitet werden. Ob du es glaubst oder nicht, dass schlaucht dich körperlich. Wenn du nach Hause gehst, brauchst du ein oder zwei Stunden, um Abstand zu gewinnen."
"Dann ging es an die Arbeit. Die Aufnahme begann damit, dass er die Namen aller 30 NHL-Teams aufsagte - Sharks, Bruins, Leafs, Red Wings etc. Dann nannte er alle 30 Städte mit NHL-Clubs - San Jose, Boston, Toronto, Detroit. Dann sprach er sie mit stärkerer Betonung aus. Dann mit einer noch stärkeren Betonung."
Hahn legt wert darauf, solche Wortbrocken mit unterschiedlicher Intensität zu artikulieren – "für die reguläre Saison, für die Playoffs, für das Stanley-Cup-Finale. Das muss alles eingearbeitet werden. Ob du es glaubst oder nicht, dass schlaucht dich körperlich. Wenn du nach Hause gehst, brauchst du ein oder zwei Stunden, um Abstand zu gewinnen."
15. Juni 2009
An der Strippe
Das letzte Mal als uns auf diesen Seiten der ESPN-Moderator und Interviewer Scott Van Pelt über den Weg gelaufen ist, ging es um ein Gespräch zwischen ihm und über-Blogger Will Leitch von Deadspin. Davor tauchte er im ersten Teil einer Serie von witzigen ESPN-Werbespots auf, die wir nacheinander vorgestellt haben. Beide Male ließ sich erkennen, dass Mr. Van Pelt, ein ziemlich langer Lulatsch mit lichtem Haar, etwas von Selbstironie versteht und bei Gelegenheit auch als Stilmittel einsetzt. Vielleicht wurde er deshalb von Videospiele-Hersteller Electronic Arts ausgesucht, um als Pappfigur und als Stimme vom Band in diesem neuen Werbeauftritt von Tiger Woods mitzuwirken. Ob der Witz allerdings drei Minuten verdient hätte, ist eine andere Geschichte (via With Leather)

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5. Mai 2009
Der Spielemacher
Achtung, heute eine dreifache Verneinung zum Einstieg:
Wenn man Videospielen nichts abgewinnen kann, heißt das nicht, dass man sich nicht für das Geschäft mit ihnen und für die Abläufe drumherum interessiert. Deshalb hier heute ein Hinweis für Football-Fexe mit Madden-Ambitionen: ein Interview mit dem Mann hinter den Kulissen – Assistent Designer Anthony White (via Deadspin).
Wenn man Videospielen nichts abgewinnen kann, heißt das nicht, dass man sich nicht für das Geschäft mit ihnen und für die Abläufe drumherum interessiert. Deshalb hier heute ein Hinweis für Football-Fexe mit Madden-Ambitionen: ein Interview mit dem Mann hinter den Kulissen – Assistent Designer Anthony White (via Deadspin).
17. November 2008
Urteil: NFL-Spielergewerkschaft muss Millionen zahlen
Ein Gericht in San Francisco hat einen Meilenstein im Umgang mit pensionierten Fußballprofis gesetzt. Es entschied, dass die Spielergewerkschaft den Ehemaligen insgesamt 28 Millionen Dollar schuldet. Warum? Die Arbeitnehmerorganisation, der alle NFL-Spieler angehören und die die Rahmentarifvertäge mit der Liga aushandelt, hat ganz offensichtlich versucht, die alten Herren um ihren Anteil an der Ausschüttung von Lizenzen für das populäre Madden-Computerspiel zu bringen. Auf allein 7,1 Millionen Dollar wurde der entgangene Betrag beziffert. Der Rest ist ein zusätzlicher Strafbetrag, der eine Spezialität des amerikanischen Schadensersatzrechts ist.In Madden, das Jahr für Jahr in einer aktualisierten Auflage auf den Markt kommt, werden nicht nur zeitgenössische Teams und Spieler abgebildet, sondern auch berühmte Figuren von einst und zwar in Form von insgesamt 142 legendären Mannschaften wie etwa den Green Bay Packers von 1996 oder den Dallas Cowboys von 1971. Namensgeber John Madden war einst Trainer der Oakland Raiders und arbeitet seit vielen Jahren als hochbezahlter Fernsehkommentator, zur Zeit für NBC, das jeden Sonntagabend ein Spiel live überträgt. Sein Stil ist volkstümlich und simpel, er wirkt wie der Typ von nebenan, der zufälligerweise ganz viel über Football weiß.
Er selbst spielte allem Anschein keine Rolle bei dem Versuch der Gewerkschaft, die oft verarmten und kranken Ehemaligen um ihr Geld zu bringen, darunter auch Raiders-Spieler, die unter ihm ihre Knochen hingehalten hatten. Dafür wundert es umso mehr, dass die Organisation selbst, die sich mehr schlecht als recht um die gesundheitlichen Probleme der Ex-Profis kümmert, aktiv involviert war. So soll ein Vertreter der Gewerkschaft dem Spielehersteller den Tip gegeben haben, die Gesichter der alten Spieler technisch so zu verfremden, dass man sie nicht wiederkennen kann. Ein Versuch, der zeigte, dass die entscheidenden Leute durchaus wussten, dass es in den USA ein Recht am eigenen Bild gibt, das man nicht einfach übergehen kann.
Die umstrittene Führungsfigur der Gewerkschaft, Gene Upshaw, ist übrigens vor wenigen Monaten überraschend gestorben. Sein Tod gibt vielen die Hoffnung, dass der Laden alsbald mit neuen und integeren Leuten besetzt wird.
Hier ein Trailer des Spiels:
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10. Oktober 2007
Der Klingelbeutel: Wahrsager im Football und Marathon im Handbetrieb
Machen die Bemühungen um Football-Ligen im Hinterhof der NFL Fortschritte? Davon möge sich jeder Neugierige selbst überzeugen. Das angesehene Wochenmagazin Time versucht eine Analyse. Sie fällt nicht gerade überzeugend aus.Blick zurück: Die Vorboten einer neuen Liga
Alex Zanardi, der in der Lausitz bei einem grässlichen Unfall beide Beine verlor und und wieder Rennen fährt, hat sich etwas Neues ausgedacht: Er macht beim New York Marathon in der Rollstuhlfahrer-Kategorie mit.
Blick zurück: Der Crash auf Video
Die Bemühungen, dem geständigen Tierquäler Michael Vick die Vorabprämie aus dem Vertrag mit den Atlanta Falcons abspenstig zu machen, gehen weiter. Ein Schiedsgericht hat dem Club Recht gegeben. Die Spielergewerkschaft hält dagegen. Es ist ein Präzedenzfall mit weitreichenden Folgen.
Was wusste der Computer, der das Football-Videospiel Madden NFL 08 kalkuliert, vor dem Spiel zwischen den Buffalo Bills und den Dallas Cowboys, was sonst keiner ahnte? Die Simulation besagte: Dallas gewinnt 26:24 mit einem Field Goal 47 Sekunden vor Schluss. Das war von der Realität wenige Tage später nur hauchdünn entfernt. Dallas gewann 25:24. Und das entscheidende Field Goal kam zwei Sekunden vor dem Ende.
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4. März 2007
NASCAR: Sekundenschinden am Simulator
Es wäre alles nur ein Spiel, wenn es nicht so verdammt ernst wäre: Denn die NASCAR-Piloten, die in ihren wenigen freien Minuten zu Hause sitzen und an einem Videospielcomputer sitzen und Rennen fahren, wollen vor allem eines: Herausfinden wie sie da draußen auf der echten Piste noch besser abschneiden können. Man nennt es sim racing und wird betrieben von Nextel-Cup-Fahrern wie Dale Earnhardt Jr., Carl Edwards, Denny Hamlin, Martin Truex Jr., Reed Sorenson, David Gilliland, A. J. Allmendinger und Regan Smith, den die New York Times vor der Saison besuchte und am Steuer seines Simulators fotografierte (Bild rechts). "Das gibt dir fünf extra Trainingsrunden. Dann musst du später nicht mehr herausfinden, wie tief du fahren kannst ... Die Konkurrenz ist so hart, dass diese fünf Runden der Unterschied zwischen einem 35. oder einem 10. Platz in der Qualifikation bedeuten können." Die Apparate kosten tausende von Dollar und bieten Streckensimulation vom Feinsten. Der Fahrer hat einen Schaltknüppel, Gas-, Brems- und Kupplungspedal. Die besten kommen von einer amerikanischen Firma, die Flugsimulatoren herstellt. Die Streckeninformationen stammen aus dem Nascar Racing 2003 Computerspiel. Sie werden mit Programm-Patches auf den letzten Stand gebracht.
14. Dezember 2006
Football Sniper: Die brutale Attentäter-Parodie
Es soll eine Parodie sein auf die Verhältnisse im französischen Fußball. Produziert mit Hilfe der neuen Software für Play Station. Aber das kann man in dem kurzen Video nur schwer erkennen. Auf den ersten Blick sieht der Schnipsel so aus, als sollte hier ein Produkt beworben werden, das Kinder anleitet, mit Waffe und Zielfernrohr auf berühmte Fußballer zu schießen. Was soll das? Welche Debatte kommt damit in Gang? Kommentare erwünscht (via soccernista, wo man auch nicht so richtig weiß, wie man damit umgehen soll.)
28. September 2006
Punktniederlage für Nowitzki
Das Geheimnis ist gelüftet. LeBron James: 97 Punkte. Kobe Bryant: 96 Punkte. Dwayne Wade: 94 Punkte, Tracy McGrady: 93 Punkte, Steve Nash: 91 Punkte. Dirk Nowitzki: 90 Punkte. Das ist die Rangliste, mit der NBA 07, das neue Videospiel aus dem Hause EA, arbeitet, um die Qualitätsmerkmale der besten NBA-Profis zu kategorisieren. Die Wertungstabelle (das Maximum sind 100 Punkte) besteht aus einem Sammelsurium von zahllosen Einzelkriterien, die ebenfalls mit Ziffern belegt wurden. Das Statistik-Phänomen ist eine amerikanische Krankheit. Das Spiel kam heute offiziell auf den Markt.
Auf welche Weise sich das Ranking auf das Spiel auswirkt? Keine Ahnung. Wir nehmen an, dass man mit den höher eingestuften Spielern leichter gegen seine Gegner gewinnt. Bei uns kommen solche Kenndaten allenfalls zum Zuge, wenn wir Wein einkaufen gehen. Der amerikanische Kritiker Robert Parker hat eine Skala mit maximal 100 Punkten entwickelt, an der sich inzwischen die gesamte Industrie orientiert. Da sind 92 Punkte bereits sensationell. Die bekam zum Beispiel neulich der deutsche Kellermeister Roman Roth aus Long Island für seinen Edel-Merlot aus dem Jahr 2002, der unter dem Label The Grapes of Roth auf den Markt kam. Sehr zu empfehlen. Aber wir schweifen ab....
Fundstelle: Der Blog, der die NBA-Punkte thematisiert hat
Blick zurück: Die Arena-Meldung über das Nowitzki-Cover
Die Website des Kellermeisters Roman Roth
Auf welche Weise sich das Ranking auf das Spiel auswirkt? Keine Ahnung. Wir nehmen an, dass man mit den höher eingestuften Spielern leichter gegen seine Gegner gewinnt. Bei uns kommen solche Kenndaten allenfalls zum Zuge, wenn wir Wein einkaufen gehen. Der amerikanische Kritiker Robert Parker hat eine Skala mit maximal 100 Punkten entwickelt, an der sich inzwischen die gesamte Industrie orientiert. Da sind 92 Punkte bereits sensationell. Die bekam zum Beispiel neulich der deutsche Kellermeister Roman Roth aus Long Island für seinen Edel-Merlot aus dem Jahr 2002, der unter dem Label The Grapes of Roth auf den Markt kam. Sehr zu empfehlen. Aber wir schweifen ab....
Fundstelle: Der Blog, der die NBA-Punkte thematisiert hat
Blick zurück: Die Arena-Meldung über das Nowitzki-Cover
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