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17. Juni 2007

Marion Jones: Nichts Genaues weiß man nicht

Das Netz der Scheckbetrüger, in dem unter anderem Ex-Weltrekordler Tim Montgomery und sein Trainer Steve Ridick mitwirkten, kann nicht auf Zufallsbeziehungen aufgebaut gewesen sein. Wie AP am Freitag berichtete, war unter anderem der Agent von Montgomery und seiner ehemaligen Lebensgefährtin Marion Jones beteiligt - ein Mann namens Charles Wells. Der hatte bereits im März seine Rolle in dem Projekt gestanden. Jones hat übrigens im Februar erneut geheiratet. Ihr neuer Mann ist der Sprinter Obadele Thompson aus Barbados, Bronzemedaillengewinner über 100 Meter von Sydney. Die Eheschließung wurde bislang nicht offiziell von den beiden bestätigt (obwohl sie auf der Jones-Webseite vorher angekündigt worden war). Der Geistliche, der die Zeremonie vornahm, ist bislang der einzige, der den Mund aufgemacht hat. Das Schweigen im Walde von North Carolina bedeutet, dass bislang niemand weiß, ob Marion Jones noch an sportlichen Wettkämpfen interessiert ist. Sie hat jedenfalls nicht für die amerikanische Meisterschaft gemeldet. Aber nur wer dort teilnimmt und sich qualifiziert, kann als Mitglied der USA-Mannschaft zur WM.
Blick zurück: Das Urteil gegen Riddick

14. Mai 2007

Scheckbetrug: Coach von Marion Jones muss ins Gefängnis

Der erste Mann: ein Kugelstoßer und Dopingsünder. Der Vater ihres Kindes: ein Dopingsünder und Scheckbetrüger. Ihr ehemaliger Trainer: ein Dopingsünder. Ihr letzter Trainer: ein Scheckbetrüger. Marion Jones und die Menschen, mit denen sie Umgang pflegt(e): Der letzte wurde vergangene Woche Donnerstag verurteilt: Sprinter-Trainer Steve Riddick, der anders als die anderen Mitglieder eines Scheckbetrüger-Rings, die der Staatsanwaltschaft gegenüber ihre Rolle zugaben, gehofft hatte, bei seinem Prozess vom Haken zu kommen. Dem war nicht so. Die Geschworenen in New York fällten das Urteil, das so gut wie jeder erwartet hatte: schuldig. Es ging um fast 1 Million Dollar. Riddick verließ den Gerichtssaal, ohne eine Stellungnahme abzugeben. Das Strafmaß wird bei einem weiteren Termin verkündet. Er muss mit mehreren Jahren Freiheitsentzug rechnen. Marion Jones war übrigens zu einem geringen Grad ebenfalls in den Fall verwickelt, aber kam aus nicht bekannten Gründen davon. Ihr Ex-Lebensgefährte und ehemalige Weltrekordler Tim Montgomery hatte zugegeben, Schecks über einen Nominalwert von mehr als 5 Millionen Dollar eingelöst zu haben. Seine Gefängnisstrafe wird Minimum 37 Monate betragen.

Riddick war Mitglied der amerikanischen Goldmedaillenstaffel bei den Olympischen Spielen 1976 über 4x100 Meter. Er will bis zur Strafverkündung im Oktober an seinem Standort in Virginia als Trainer weiterarbeiten.
Blick zurück: Die erste Geschichte über den Fall und ein Bild von Riddick

9. April 2007

Ex-Weltrekordler Tim Montgomery: Nach Doping-Sperre nun Gefängnis

Als ob das was Neues wäre: Hin und wieder spielt einem die Erinnerung einen Streich. Kein Wunder, wenn man die Zahl der seit dem letzten Juli hier abgehandelten Themen addiert. Erst dachte ich, die Such-Funktion der Blogger-Software schummelt und streikt, als im Zusammenhang mit dem Namen Tim Montgomery nichts von seiner Verwicklung in einen Scheckbetrugsring hoch kam. Dann habe ich beim Blick ins Archiv der FAZ gesehen: Die Geschichte lief bereits im Mai 2006, eine Weile, ehe American Arena auf Kiel ging. Aber da die Mühlen der Justiz langsam mahlen, dauerte es ein Jahr, bis sich wieder etwas Berichtenswertes tat. Here it is: Der ehemalige 100-Meter-Weltrekordler und ehemalige Lebensgefährte der Sprinterin Marion Jones (und Vater eines gemeinsamen Kindes) hat sich in der Angelegenheit für schuldig erklärt und darf mit einer Gefängnisstrafe von drei Jahren plus rechnen. Sein ehemaliger Trainer Steven Riddick - Bild links - (noch immer der Betreuer von Frau Jones), der ebenfalls in die Angelegenheit verwickelt ist, will lieber den Prozess riskieren, während insgesamt acht Mitangeklagte bereits ihre Teilschuld eingestanden haben. Der Prozess beginnt morgen in New York und wird voraussichtlich drei Wochen dauern. Der Betrugsring soll nach Informationen der Strafverfolgungsbehörden mehr als zehn Mitglieder gehabt haben, die danach ein Betrugsvolumen von über 5 Millionen Dollar zu verantworten haben. Marion Jones soll ebenfalls einen dieser dubiosen, nicht gedeckten Schecks eingelöst haben. Und zwar über einen Betrag von 25.000 Dollar. Die Ermittler sahen jedoch davon ab, ihr irgendwelchen kriminellen Motive nachzuweisen. So wird sie auch nicht als Zeugin erwartet.