30. Oktober 2008
Marion Jones: Gold auch ohne Doping
22. Juli 2008
Baseball-Agent sitzt als Menschenschmuggler im Knast
18. Januar 2008
Noch ein Profi gibt BALCO-Lügen zu: Stubblefield von den 49ers
12. Januar 2008
Es kann schon sein...
...Dirk Nowitzki nie wieder Trompete spielt, vielleicht auch nie wieder wieder Scottie Pippen als Arschloch bezeichnet und nie wieder eine ausführliche Fernsehdokumentation mit einem Sender in Europa dreht, in der er soviel von seiner privaten Seite zeigt. Denn dieser Beitrag auf arte (auf YouTube in sieben Teilen) ist bereits vier Jahre alt. Und wenn überhaupt, dann ist er mit zunehmendem Erfolg noch zugeknöpfter geworden. Aber damals mit Till Brönner war das noch ganz anders (via Ball in Europe).
...dass Marion Jones demnächst als Zeugin der Anklage gegen ihren alten Trainer Trevor Graham aussagen wird. Weil ihr Prozess am Freitag mit einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten zu Ende ging, kann sie nicht mehr ihre Kooperation verweigern. Mehr über den Urteilsspruch morgen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
...dass Brett Favre noch eine Saison dranhängt. Mit 38 Jahren. Heute spielt er erst mal gegen seinen Ex-Coach Mike Holmgren und die Seahawks. Playoff-Time in der NFL. Wir sind gespannt.
...dass Glen Rice einfach zu keiner anderen Reaktion fähig war, als er den Geliebten seiner Gattin in einem Kleiderschrank vorfand. Obwohl: Es gibt da so einen Besitzstandskomplex, der durch zuviel Testosteron eher schlimmer wird. Dann zählt auch nicht mehr, dass man selbst und die Gattin ein ziemlich abgearbeitetes Verhältnis haben, das Richtung Scheidung driftet. Der Bericht sagt, dass der Mann ins Krankenhaus musste, wo eine Wunde, die ihm der ehemalige Basketballprofi zugefügt hatte, mit neun Stichen genäht werden musste. Schlecht für Rice. Das nennt man Körperverletzung. Und es ist strafbar.
...dass es keine bessere Lösung gab, als die letzten 51,8 Sekunden des Spiels Miami Heat gegen die Atlanta Hawks noch einmal neu zu spielen. Die Fehlentscheidung in Sachen Shaquille O'Neal, der fälschlicherweise wegen zu vieler Fouls gegen Ende des Matches in die Kabine geschickt wurde, war schließlich von einer spielentscheidenden Bedeutung. Es kann aber auch sein, dass einem unsereins diese dauernden Live-Übertragungen mit den Miami Heat im Fernsehen langsam zum Hals raushängen. Gestern war es das Match gegen die New Orleans Hornets. Kann nicht jemand mal den Programmplanern sagen, das es kaum eine Mannschaft in der NBA gibt, die schlechter spielt? Und dass wir gerne mal die Portland TrailBlazers sehen würden? Oder genießen die auch nach ihrer jüngsten Bilanz - 17 Siege in 19 Spielen im Dezember und Januar - noch immer keinen Respekt?
2. Januar 2008
Gatlin muss weiter aussitzen
Mehr zum Entwicklungsstand in Sachen Gatlin, Graham, Marion Jones (wir warten auf das Strafmaß) und einen Namen, den wir bislang noch gar nicht auf dem Radarschirm hatten, findet man bei faz.net. Überschrift: "Ich bin meiner Chance beraubt worden". Der Text wird morgen in der Printausgabe erscheinen.
Blick zurück: Die Akte Marion Jones
Blick zurück: Justin Gatlin probierte es mit Football - vergeblich
Blick zurück: Trevor Graham angeklagt
11. Dezember 2007
Bonds und der Orthopäde
4. Oktober 2007
Got steroids?
Lügen haben manchmal ziemlich lange Beine. Und führen dann doch noch ins Gefängnis. Wie lange Marion Jones für ihr spätes Doping-Geständnis sitzen muss, wird sich erst in den kommenden Wochen entscheiden. Am Freitag wird sie dem Vernehmen nach erst einmal offiziell vor einem Gericht in White Plains eingestehen, dass sie über die Einnahme von THG gelogen hat. Und dass sie auch in dem Scheckbetrügerprozess gegen ihren Ex-Lebensgefährten, ihren Ex-Agenten und ihren Ex-Trainer die Unwahrheit gesagt hat. Und dann wird irgendwann ein Richter entscheiden, wie hoch die Strafe ausfallen wird. Und das IOC wird ihr die olympischen Medaillen aberkennen. Und wir werden endlich den Mythos einer Athletin begraben, über den die Firma Nike zu den Spielen von Sydney den Spruch geklebt hatte: "Glaube = Realität". Wer da was gelaubt hat, wissen wir jetzt verbindlich. Denn wir kennen nun die ganze verlogene Realität.Wie sie aussieht, hatten wir schon vorher geahnt und nannten sie deshalb hier:
"die hinreichend belastete Sprinterin Marion Jones" und zitierten hier vor einem Jahr den Sprinter Ato Bolton, der gesagt hatte: Es sei doch „jedem mit Verstand“ klar gewesen, daß Jones „im Grunde ihre ganze Laufbahn gedopt war“.
Nachtrag vom Freitag: Es kam wie von den Zeitungen prophezeit. Marion Jones traf in White Plains im Gerichtsgebäude ein, wo Fotografen und Fernsehkameras auf sie warteten. Der Rest wird sich in den nächsten Tagen entwickeln. Erstaunlich wie gering das Interesse in den Sportpublikationen in den USA an der Entwicklung ist. Während die großen Tageszeitungen das Thema ausführlich abgehandelt haben, betrachten es die Online-News-Portale offensichtlich eher als Petitesse. Kein Wunder, bei den vielen Kriminalfällen, in die Sportler in wachsendem Maße verwickelt sind. Dazu kommt: Leichtathletik ist tatsächlich eine Randsportart. Eine Extrem-Randsportart. Meinen Bericht in der FAZ vom Samstag gibt es online, wenn auch ohne die Nennung des Autorennamens.
Nachtrag vom Samstag: Ein weiterer Beitrag - für die Samstagausgabe des Züricher Tages-Anzeiger - wurde ebenfalls hochgeschaltet.
25. Juni 2007
Marion Jones ist pleite
Jones lebt inzwischen in Austin mit ihrem zweiten Ehemann, dem Sprinter Obadele Thompson aus Barbados, der in Sydney über 100 Meter die Bronzemedaille gewonnen hatte. Ob sie ihre sportliche Karriere fortsetzen wird, ist nicht bekannt.
Blick zurück: Jones ist verschwiegen
17. Juni 2007
Marion Jones: Nichts Genaues weiß man nicht
Blick zurück: Das Urteil gegen Riddick
14. Mai 2007
Scheckbetrug: Coach von Marion Jones muss ins Gefängnis
Der erste Mann: ein Kugelstoßer und Dopingsünder. Der Vater ihres Kindes: ein Dopingsünder und Scheckbetrüger. Ihr ehemaliger Trainer: ein Dopingsünder. Ihr letzter Trainer: ein Scheckbetrüger. Marion Jones und die Menschen, mit denen sie Umgang pflegt(e): Der letzte wurde vergangene Woche Donnerstag verurteilt: Sprinter-Trainer Steve Riddick, der anders als die anderen Mitglieder eines Scheckbetrüger-Rings, die der Staatsanwaltschaft gegenüber ihre Rolle zugaben, gehofft hatte, bei seinem Prozess vom Haken zu kommen. Dem war nicht so. Die Geschworenen in New York fällten das Urteil, das so gut wie jeder erwartet hatte: schuldig. Es ging um fast 1 Million Dollar. Riddick verließ den Gerichtssaal, ohne eine Stellungnahme abzugeben. Das Strafmaß wird bei einem weiteren Termin verkündet. Er muss mit mehreren Jahren Freiheitsentzug rechnen. Marion Jones war übrigens zu einem geringen Grad ebenfalls in den Fall verwickelt, aber kam aus nicht bekannten Gründen davon. Ihr Ex-Lebensgefährte und ehemalige Weltrekordler Tim Montgomery hatte zugegeben, Schecks über einen Nominalwert von mehr als 5 Millionen Dollar eingelöst zu haben. Seine Gefängnisstrafe wird Minimum 37 Monate betragen.
Blick zurück: Die erste Geschichte über den Fall und ein Bild von Riddick
9. April 2007
Ex-Weltrekordler Tim Montgomery: Nach Doping-Sperre nun Gefängnis
Als ob das was Neues wäre: Hin und wieder spielt einem die Erinnerung einen Streich. Kein Wunder, wenn man die Zahl der seit dem letzten Juli hier abgehandelten Themen addiert. Erst dachte ich, die Such-Funktion der Blogger-Software schummelt und streikt, als im Zusammenhang mit dem Namen Tim Montgomery nichts von seiner Verwicklung in einen Scheckbetrugsring hoch kam. Dann habe ich beim Blick ins Archiv der FAZ gesehen: Die Geschichte lief bereits im Mai 2006, eine Weile, ehe American Arena auf Kiel ging. Aber da die Mühlen der Justiz langsam mahlen, dauerte es ein Jahr, bis sich wieder etwas Berichtenswertes tat. Here it is: Der ehemalige 100-Meter-Weltrekordler und ehemalige Lebensgefährte
der Sprinterin Marion Jones (und Vater eines gemeinsamen Kindes) hat sich in der Angelegenheit für schuldig erklärt und darf mit einer Gefängnisstrafe von drei Jahren plus rechnen. Sein ehemaliger Trainer Steven Riddick - Bild links - (noch immer der Betreuer von Frau Jones), der ebenfalls in die Angelegenheit verwickelt ist, will lieber den Prozess riskieren, während insgesamt acht Mitangeklagte bereits ihre Teilschuld eingestanden haben. Der Prozess beginnt morgen in New York und wird voraussichtlich drei Wochen dauern. Der Betrugsring soll nach Informationen der Strafverfolgungsbehörden mehr als zehn Mitglieder gehabt haben, die danach ein Betrugsvolumen von über 5 Millionen Dollar zu verantworten haben. Marion Jones soll ebenfalls einen dieser dubiosen, nicht gedeckten Schecks eingelöst haben. Und zwar über einen Betrag von 25.000 Dollar. Die Ermittler sahen jedoch davon ab, ihr irgendwelchen kriminellen Motive nachzuweisen. So wird sie auch nicht als Zeugin erwartet.