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22. März 2009

Der Klingelbeutel: Väter und Söhne

• Entweder hat die Firma kein Vertrauen in ihren Werbepartner oder sie hat zuviel Geld: Golfausrüster TaylorMade will allen Amateuren, die in den nächsten Tagen in den USA einen neuen Driver ihrer Marke kaufen, den Kaufpreis erstatten, falls Sergio Garcia das Masters in Augusta gewinnt. Die Maßnahme sorgt immerhin für ein Aufsehen. Also hat sie wenigstens einen Zweck erfüllt.

• Wenn Pelé etwas sagt, hören immer noch viele Leute zu. Auch wenn es nicht um Fußball geht, sondern um Drogen wie Kokain. Er hat die Namen Ronaldo und Robinho ins Gespräch gebracht. Sei eigener Sohn besitzt ähnliche Probleme (via The Big Lead).

• Der zweite Jordan-Sohn spielt auch Basketball. Und Vater Michael schaut lieber ihm zu, anstatt sich um dein Team in der NBA zu kümmern. Tränen lügen eben nicht.

• Mixed Martial Arts (oft auch Ultimate Fighting genannt) weiß, was die Leute sehen wollen: Blut und Blumenkohlohren und Männer mit ganz kurzen Extremitäten.

10. Mai 2007

Die Spur führt zu...Pelé

Die Polizei in Brasilien auf der Jagd nach Norwegern, die Verbindungen zu einer pakistanischen Gang haben soll. Das klingt schon wirr genug. Aber dann noch dies: Pelé soll verwickelt sein. So ist es dann zumindest eine brauchbare Klatschmeldung. Es geht um ein vermutlich betrügerisches Immobilienprojekt im Wert von rund 50 Millionen Dollar in der Stadt Natal. Es wurden bereits reihenweise Leute verhaftet, meldet der norwegische Aftenposten.

3. Dezember 2006

Schlag nach bei Pelé

Sein Name ist lang. Also ist sein Buch dick und schwer. Pelé: Edson Arantes do Nascimento heißt es und soll mit 1700 Bildern und 300 000 Wörtern einen 66jährigen Fußballer würdigen, der schon zu Lebzeiten alle anderen seines Fachs weit überragt hat. Muss man dafür wirklich soviele Bäume opfern, damit 16 Kilogramm wiegende Schwarten auf 720 feisten Seiten auf den Markt kommen, die der Meister allesamt persönlich signiert hat?

Die Frage hat der Initiator Ovais Naqvi, der den Gloria-Verlag aufgemacht hat, aus einem puren Reflex heraus schon verneint. Der Mann, der als einer der Berater des Taschen-Verlags an dem Muhammad-Ali-Projekt GOAT: Greatest of All Time beteiligt war, das 2004 erschien und anfänglich zwischen 3000 und 7500 Dollar pro Exemplar kosten sollte (die teure Version kam mit einer Skulptur des New Yorker Künstlers Jeff Koons), denkt nun mal größer. "Dieses Buch wird Fußball-Fanatikern gefallen", sagte er der New York Times, nachdem sich die Zeitung animiert fühlte, ihren reichen Lesern, die sich gerne an Pelés Zeit bei Cosmos New York erinnern, das Werk vorzustellen. Angeblich nur 2500 Stück kamen in den Handel, um Sammlern von Sport-Memorabilia den Mund wässrig zu machen. Ach, ja: Hier noch der Preis: 3000 Dollar pro Exemplar.

Nachtrag: Nachspiel warnt alle vor der grossen Pelé-Orgie im deutschen Fernsehen. Auf QVC.