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7. Juli 2009

Die anderen Hartplatzhelden

Auch das sind irgendwie Hartplatzhelden: diese Jungs, die in der Halle spielen und dort ihre Kunststückchen abspulen. Hier der Alessandro Rosa Vieira, der sich in einer Verbeugung vor einer Legende Falcão nennt, in einem Match gegen Brasilien mit einem einmaligen Sololauf und einem verblüffenden Heber. Diese Fußball-Variante nennt sich Futsal und ist in Deutschland nicht besonders verbreitet (sagt Wikipedia). Wenn das so ist, genießen wir einfach nur, was die anderen zu bieten haben. Eine Szene aus einem Match zwischen Brasilien und Rumänien.

28. Juni 2009

US-Fußballnationalmannschaft: Diese Formation hat Potenzial

Es reicht noch nicht ganz, was die amerikanische Nationalmannschaft auf die Beine stellen kann. Jedenfalls nicht gegen Brasilien, das die USA in Johannesburg mit 3:2 schlagen konnte (und dabei noch vom Schiedsrichter um ein Tor gebracht wurde, als Howard in der 60. Minute den Ball von hinter der Linie an die Latte hochklatschte, von wo er ins Feld zurückprallte). Aber nach dem Spanien-Sieg im Halbfinale zeigten die Jungs erneut eine beachtliche Entwicklung: Sie haben zum ersten Mal opportunistische Angriffspieler, die viel aus wenig machen können, weil sie einen Blick für freie Räume entwickelt haben. Sie haben eine kopfballstarke robuste Verteidigung, deren Abpraller von den eigenen Spielern mit defensiven Mittelfeldaufgaben abgefangen werden, und einen erstklassigen Torwart (Tim Howard). Und so gingen sie auf ziemlich beeindruckende Weise mit 2:0 in Führung. Richtig gut: das zweite Tor von Landon Donovan, der einen schnellen Konter mit zwei gegen zwei einleitete und nach einer geschickten Körpertäuschung, bei der er die Flanke mit rechts annahm, mit links von der Strafraumkante aus abzog. Schwer zu sagen, ob diese US-Formation eine solche strukturelle Steigerung konservieren kann. In den Spielen der WM-Qualifikation gegen die Gegner aus Mittelamerika sahen sie meistens vergleichsweise ratlos aus. Da arbeiten sie meistens wie redliche Klempner mit großen Rohrzangen, um die Löcher aufzureißen, die sie brauchen. Es fehlt ihnen an kreativer Beweglichkeit und Intuition. Vielleicht können Trainer Bob Bradley und seine Leuten aus dem Südafrika-Trip etwas lernen. Diese Mannschaft hat Potenzial.

Wer den Spielverlauf nachlesen will: der Live-Blog-Text von Unprofessional Foul.

22. März 2009

Der Klingelbeutel: Väter und Söhne

• Entweder hat die Firma kein Vertrauen in ihren Werbepartner oder sie hat zuviel Geld: Golfausrüster TaylorMade will allen Amateuren, die in den nächsten Tagen in den USA einen neuen Driver ihrer Marke kaufen, den Kaufpreis erstatten, falls Sergio Garcia das Masters in Augusta gewinnt. Die Maßnahme sorgt immerhin für ein Aufsehen. Also hat sie wenigstens einen Zweck erfüllt.

• Wenn Pelé etwas sagt, hören immer noch viele Leute zu. Auch wenn es nicht um Fußball geht, sondern um Drogen wie Kokain. Er hat die Namen Ronaldo und Robinho ins Gespräch gebracht. Sei eigener Sohn besitzt ähnliche Probleme (via The Big Lead).

• Der zweite Jordan-Sohn spielt auch Basketball. Und Vater Michael schaut lieber ihm zu, anstatt sich um dein Team in der NBA zu kümmern. Tränen lügen eben nicht.

• Mixed Martial Arts (oft auch Ultimate Fighting genannt) weiß, was die Leute sehen wollen: Blut und Blumenkohlohren und Männer mit ganz kurzen Extremitäten.

10. Dezember 2008

Smells like team spirit

Vasco da Gama muss absteigen. Ein Vorgang, der außerhalb der USA so alltäglich zum Ligasport dazu gehört, dass man darüber gar kein Wort verlieren muss (außer sich zu fragen: Wann wird das endlich abgeschafft und mit einem System ersetzt, das den wirtschaftlichen Gegebenheiten Rechnung trägt?) Aber so lange wollte dieser Fan der brasilianischen Mannschaft nicht warten. Er wollte mit abstürzen. Vom Dach des Stadions. Zum Glück gab es ein paar schnelle Helfer, die ihn von seinem Tun abbringen konnten. Dies sind die Fernsehbilder von den entscheidenden Minuten.

via Deadspin

8. April 2008

Sind so kleine Kicker

Die einzige Mannschaft, die bisher in der Liga der Kleinwüchsigen hätte antreten können, waren die Freunde von Schneewittchen. Das waren allerdings nur sieben. Und das wäre ein schwieriges Unterfangen geworden. Dieses brasilianisches Team hingegen ist da schon viel besser aufgestellt. Die "Giganten des Nordens", wie sie sich genannt haben, haben reichlich Personal und einen richtigen Trainer. Und offensichtlich auch einen Medienberater. Denn sonst wäre wohl kaum diese Geschichte im Daily Telegraph in England aufgetaucht. Mit all den vielen Bildern, die die das Thema erst richtig illustrieren (via with leather und machochip)

30. September 2007

Seltene Juwelen


Wenn die anderen feiern: Eine akzeptable Betrachtung aus brasilianischer Sicht zum Finale der Frauenfußball-WM enthält diesen interessanten Verweis auf die Geschichte der Männernationalmannschaft:
"Der Weg, durch den die Männer den Minderwertigkeitskomplex Ende der füjnfziger Jahre überwanden und zur größten Nationalmannschaft in der Welt wurden, war ähnlich wie hier. Es brauchte traumatische Niederlagen wie bei der WM 1950 [im eigenen Land] und eine Generation mit Talenten wie Pelé, Garrincha, Didi and Vavá. Diese Mannschaft hat Talent. Marta, Cristiane, Daniela sind allesamt seltene Juwelen. Und jetzt haben sie die unvergessliche Niederlage. Wenn diese Mädchen mal einen Titel gewinnen, dann zieht euch warm an. Brasilien wird die größte Nation im Frauenfußball."
(The Offside)

Zum Video: Es zeigt die Highlights mit dem amerikanischen Originallive-Kommentar. Der Elfmeter kommt erst bei 3:00 Minuten.

28. September 2007

Marta macht's


Das ist der Schnipsel, den sich nolookpass gestern beim Mitbloggen erhofft hatte:
"Marta spuckt ihrer Gegenspielerin, deren Namen ich nach Bitten ihrer Familie lieber nicht nenne, fußballerisch ins Gesicht, legt den Ball am Strafraumrand per Hacke rechts an ihr vorbei, sprintet links vorbei, noch ein Haken, Schuss - 4:0."
Die Szene ab 1:05 Minuten im Video. Davor aber auch noch sehenswert: eine tänzerische Einlage (0:48) von Marta. Fortsetzung folgt...am Sonntag im Finale gegen Deutschland.

10. Juli 2007

Endlich enthüllt: Die Schiedsrichterin ist eine Frau

Irgendwie lässt einen das Gefühl nicht los, dass Menschen, die das gelesen haben, sich auch für das Resultat interessieren. Dass sie also vermutlich gerne auch auch das anschauen wollen. Zur Erklärung: Dies ist eine Seite mit einer Liste von Links, die zu Abbildungen wie dieser führen und zu Fotografien wie dieser. Klingt mysteriös? Nicht wirklich. Wer sich die Mühe macht und wissen will, wie die brasilianische Fußballschiedsrichterin Ana Paula Oliveira aussieht, wenn sie nach Spielen wie diesem ihre Unparteiischenrobe ablegt, sollte sich zumindest ein bisschen Mühe geben und nicht jedes Mal hoffen, dass er hier immer alles auf dem Tablett serviert bekommt. Wer sucht, der findet...

Zusätzlicher Hinweis: Die Bilder haben nebenbei geklärt, dass die Dame wirklich kein Kerl ist, was man [Klischee-Klappe hoch] bekanntlich in Brasilien nicht immer auf den ersten Blick verbindlich erkennen kann [Klischee-Klappe runter]. Das dürfte die Futbol-Verantwortlichen des Verbandes sicher auf eine bestimmte Art beruhigt haben. Denn nun kann als abgehakt gelten, dass eine attraktive Frau nicht genug von Fußball versteht (das hatte man ihr bereits vor dem Playboy-Fototermin vorgehalten, für den sie umgerechnet 200.000 Dollar bekommen haben soll) Und damit können die Machos erst mal wieder unter sich bleiben. Ana Pauls eigene Webseite ist noch nicht auf dem letzten Stand.

10. Mai 2007

Die Spur führt zu...Pelé

Die Polizei in Brasilien auf der Jagd nach Norwegern, die Verbindungen zu einer pakistanischen Gang haben soll. Das klingt schon wirr genug. Aber dann noch dies: Pelé soll verwickelt sein. So ist es dann zumindest eine brauchbare Klatschmeldung. Es geht um ein vermutlich betrügerisches Immobilienprojekt im Wert von rund 50 Millionen Dollar in der Stadt Natal. Es wurden bereits reihenweise Leute verhaftet, meldet der norwegische Aftenposten.