Zwei Tage lang schienen die europäischen Spielerinnen eine Chance zu haben, die Pleite von vor zwei Jahren in Schweden vergessen zu machen. 8:8 lautete der Zwischenstand nach den Fourball und Foursomes im Solheim Cup, der bekanntlich alle zwei Jahre ausgetragen wird und das Gegenstück der Frauen zum Ryder Cup ist. Aber heute konnten die zwölf gegen die starken Amerikanerinnen nur sehr wenig ausrichten und verloren den Wettbewerb noch ziemlich deutlich mit 12:16. Dem Turnier auf dem Platz in Sugar Grove außerhalb von Chicago fehlte dadurch das gewisse Prickeln. Bemerkenswerte Einzelleistung: Michelle Wie, die viermal spielte (dreimal im Duo, einmal Solo) und drei Matches gewann und eines Remis beendete. Von den Spannungen, die es einst im Verhältnis zu dem von ihren Eltern ferngesteuerten Talent gab, war nichts zu spüren. Die Cup-Leistung hat ihrem angekratzten Image sehr genützt.
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23. August 2009
3. August 2009
Solheim Cup: Deutsche Golferinnen schauen zu
Unmittelbar nach dem Ende der British Open der Frauen wurden die beiden Mannschaften für den Solheim Cup bekanntgegeben:Zehn Golferinnen qualifizierten sich automatisch für die US-Mannschaft über die Punktetabelle: (1) Paula Creamer, (2) Cristie Kerr, (3) Angela Stanford, (4) Kristy McPherson, (5) Nicole Castrale, (6) Christina Kim, (7) Brittany Lang, (8) Morgan Pressel, (9) Brittany Lincicome and (10) Natalie Gulbis. Michelle Wie und Juli Inkster wurden von Captain Beth Daniel berufen.
Die europäische Mannschaft setzt sich aus den fünf Bestplatzierten der Punktewertung der Ladies European Tour und den in dieser Liste nicht vertretenen vier Besten auf der Weltrangliste zusammen. Captain Alison Nicholas konnte drei Spielerinnen persönlich bestimmen. Das ist die Mannschaft: (1) Gwladys Nocera, (2) Tania Elosegui, (3) Diana Luna, (4) Laura Davies, (5) Sophie Gustafson (über die Punkteliste). Suzann Pettersen, Helen Alfredsson, Catriona Matthew and Maria Hjorth kamen über die Weltrangkliste in die Mannschaft. Die drei Wild Cards sind Becky Brewerton, Janice Moodie und Anna Nordqvist.
Besonders enttäuschend muss die Entscheidung des englischen Captains für Martina Eberl gewesen sein, die lange Zeit Chancen hatte, über die Punkteliste ins Team zu kommen und nun zuschauen durfte, wie ihr eine Anna Nordqvist (spielt in den USA) oder eine Becky Brewerton (die hinter ihr in der Qualifikationspunkteliste stand) vorgezogen wurden. Die Entscheidung zeigt, dass der Respekt für deutsche Golferinnen international nicht besonders ausgeprägt ist. Natürlich war die Leistung von Bettina Hauert vor zwei Jahren keine Hilfe. Sie war die Schwächste in einem schwachen Team, das in Schweden den Cup verlor, und auch diesmal null Chancen auf einen Sieg besitzt.
Das Turnier, das als Gegenstück zum Ryder Cup der Männer im gleichen Matchplay-Format ausgetragen wird, findet vom 21. bis 23. August im Rich Harvest Farms Golf Club in Sugar Grove außerhalb von Chicago statt.
9. Juli 2009
Sandra Gal: Immer noch Chancen auf den Solheim Cup
Morgen wird's eng für die Teilnehmerinnen der US Open im Golf in Bethlehem/Pennsylvania. Am Ende des Tages wird gesiebt. Den Cut überstehen nur die besten 60 (und alle die sich den letzten Platz teilen, auf dem man sich noch qualifizieren kann). Es sei denn, die Spitze und die Mitte schrumpfen so eng zusammen, dass eine andere Regel greift. Nach der kommt jeder weiter, der maximal zehn Schläge hinter der Führenden liegt.
Wie dem auch sei: Sandra Gal hat nach der ersten Runde durchaus gute Chancen. Sie liegt auf dem 50. Rang mit 75 Schlägen (vier über Par) und damit sieben hinter der Spitze, die von der Koreanerin Na Yeon Choi gehalten wird. Für Anja Monke, die in diesem Jahr permanent mit der Cut-Grenze flirtet, sieht es schon erheblich schlechter aus. Platz 84 und sechs über Par. Martina Eberl, die dritte Deutsche im Feld, die anders als ihre beiden Landsleute auf der Ladies European Tour spielt, stieg nach knapp der Hälfte der ersten Runde mit einer Handgelenksverletzung aus. Sollte sie das Problem kurieren können, bleiben ihre Chancen auf die europäische Solheim-Cup-Mannschaft erhalten. Dort liegt sie in der Wertung zur Zeit auf Rang vier. Die entscheidenden Punkte stammen allerdings aus der vergangenen Saison. Nur fünf kommen automatisch über diese Liste in die Mannschaft. Gute Chancen haben auch noch Suzann Peterson (Norwegen), Anna Nordqvist (Schweden) und der letzte Solheim-Captain Helen Alfredsson (Schweden). Denn vier Frauen kommen automatisch über die ziemlich kuriose Weltrangliste in die Mannschaft.
Dort sieht für Sandra Gal zur Zeit nicht so gut aus. Sie hält momentan den 71. Platz und ist mit ihrer Punktzahl nicht in Reichweite von Maria Hjorth, die jene Vierte wäre, die es auf diese Weise schafft. Viel hängt also davon ab, wie Captain Alison Nicholas (England) die restlichen drei Positionen besetzt. Die Europäerinnen wurden 2007 stramm abgefertigt und sind klare Außenseiter. Der Wettbewerb wird vom 17. bis 23 August in Rich Harvest Farms in Illinois ausgetragen.
Eine Frau ist in diesem Jahr ganz bestimmt nicht dabei: Annika Sörenstam. Die ehemalige Weltranglistenerste zog sich in der vergangenen Saison vom aktiven Golf zurück und meldete im Frühjahr, dass sie schwanger ist. Die Spielerinnen für den Cup werden am 2. August nach den British Open benannt.
Wie dem auch sei: Sandra Gal hat nach der ersten Runde durchaus gute Chancen. Sie liegt auf dem 50. Rang mit 75 Schlägen (vier über Par) und damit sieben hinter der Spitze, die von der Koreanerin Na Yeon Choi gehalten wird. Für Anja Monke, die in diesem Jahr permanent mit der Cut-Grenze flirtet, sieht es schon erheblich schlechter aus. Platz 84 und sechs über Par. Martina Eberl, die dritte Deutsche im Feld, die anders als ihre beiden Landsleute auf der Ladies European Tour spielt, stieg nach knapp der Hälfte der ersten Runde mit einer Handgelenksverletzung aus. Sollte sie das Problem kurieren können, bleiben ihre Chancen auf die europäische Solheim-Cup-Mannschaft erhalten. Dort liegt sie in der Wertung zur Zeit auf Rang vier. Die entscheidenden Punkte stammen allerdings aus der vergangenen Saison. Nur fünf kommen automatisch über diese Liste in die Mannschaft. Gute Chancen haben auch noch Suzann Peterson (Norwegen), Anna Nordqvist (Schweden) und der letzte Solheim-Captain Helen Alfredsson (Schweden). Denn vier Frauen kommen automatisch über die ziemlich kuriose Weltrangliste in die Mannschaft.
Dort sieht für Sandra Gal zur Zeit nicht so gut aus. Sie hält momentan den 71. Platz und ist mit ihrer Punktzahl nicht in Reichweite von Maria Hjorth, die jene Vierte wäre, die es auf diese Weise schafft. Viel hängt also davon ab, wie Captain Alison Nicholas (England) die restlichen drei Positionen besetzt. Die Europäerinnen wurden 2007 stramm abgefertigt und sind klare Außenseiter. Der Wettbewerb wird vom 17. bis 23 August in Rich Harvest Farms in Illinois ausgetragen.
Eine Frau ist in diesem Jahr ganz bestimmt nicht dabei: Annika Sörenstam. Die ehemalige Weltranglistenerste zog sich in der vergangenen Saison vom aktiven Golf zurück und meldete im Frühjahr, dass sie schwanger ist. Die Spielerinnen für den Cup werden am 2. August nach den British Open benannt.
16. September 2007
US-Team gewinnt Solheim Cup
Wenn weder Annika Sörenstam noch Suzann Pettersen ihre Einzel gewinnen, sondern klar verlieren, dann wird das nichts mit dem Solheim Cup. Und so nehmen wir den Endstand zur Kenntnis: 16:12 für die Vereinigten Staaten, deren Golferinnen bei solchen Gelegenheiten ihren überkandidelten Patriotimus mit abwaschbaren Tattoos und anderem Schnickschnack demonstrieren (kindisch, aber so sind sie eben). Obwohl: Hätten die Schwedin (Platz 3 der Weltrangliste) und die Norwegerin (Platz 5 der Weltrangliste) gewonnen, wäre der Vergleich auch nur 14:14 ausgegangen und die Amerikaner hätten nach den Regeln des Wettbewerbs trotzdem die Kristallvase behalten dürfen. Aber wenigstens hätte das optisch mehr hergemacht. Es war ein trüber, nasser Tag in Halmstad. Nicht nur wegen des Resultats. Bettina Hauert kam auch heute nicht über das 16. Grün hinaus. Diesmal lag die Niederlage (3&2) weniger an ihr als daran, dass ihre Gegnerin Nicole Castrale auf den ersten neun Löchern gleich reihenweise Birdies erzielte und keine Schwächen zeigte. Siehe Scorekarte. In zwei Jahren gibt es die Revanche - in Sugar Grove, westlich von Chicago.
15. September 2007
Solheim Cup: Hauert zu stürmisch
Die vier Nachmittagsrunden mussten wegen Einbruch der Dunkelheit unterbrochen werden. Das Programm hatte am Morgen erst mit zweieinhalb Stunden Verspätung begonnen, nachdem stürmische Winde mit Böen von bis 70 Stundenkilometern die Organisatoren zwangen, den eine Zeitlang komplett Platz zu sperren. Ihre Sorge galt der Sicherheit der Zuschauer, die von herunterfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen bedroht war. Die Fortsetzung am Sonntag schiebt die nachfolgenden Einzel zeitlich nach hinten und könnte erneut für Terminprobleme sorgen.
Spielstand am Samstagabend: 5 1/2 zu 6 1/2 aus Sicht der Europäer. Der Zwischenstand bei den Four-Ball-Partien: 3 1/2 zu 1/2 für die Europäer. Der Vorsprung in jedem Match ist allerdings nur hauchdünn: +1 (1 up).
14. September 2007
Solheim Cup: Europas Stars liefern nicht genug Punkte
Bettina Hauert musste auch am Nachmittag aussitzen. Da nach den Regeln den Solheim Cup jede Spielerin bis zu ihrem Einzel wenigstens einmal eingesetzt werden muss, darf sie am Samstag zeigen, ob sie noch etwas herausreißen kann. Vermutlich wird sie im Best-Ball-Wettbewerb am Vormittag antreten. Die Paarungen werden noch heute bekanntgegeben.
Nachtrag: Inzwischen stehen die Ansetzungen für Samstagmorgen fest. Bettina Hauert im dritten Match der vier Foursomes (jedes Team spielt mit einem Ball und schlägt abwechselnd. Tee Time: 8.35 Uhr. Die Scorekarte gibt es hier.
13. September 2007
Solheim Cup: Hauert schaut erst mal zu
Die einzige deutsche Vertreterin beim Solheim Cup im schwedischen Halmstad darf zum Auftakt des Turniers am Freitagmorgen bei den vier Foursomes erst einmal zuschauen. Bettina Hauert hatte erst eine Aufgabe: Sie kurbelte die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier am Donnerstagnachmittag im Stadtzentrum hoch, während ein Jugendchor das Lied der Deutschen sang. Die Hymnen aller beteiligten Länder wurden gespielt. Die beiden Captains hielten Ansprachen und taten so, als sei der Cup so etwas wie die Olympischen Spiele der Golferinnen. So kann man natürlich auch eine Veranstaltung hochreden, bei der die beste Spielerin des Jahres - die Mexikanerin Laurena Ochoa - und die gesamte koreanische Garde plus die guten japanischen Golferinnen fehlen. Ein Blick auf die Weltrangliste zeigt, wie selektiv die Sache ist. Von den ersten 10 sind nur die Schwedin Annika Sörenstam (3.), die Amerikanerin Cristie Kerr (4.), die Norwegerin Suzann Pettersen (5.), die Amerikanerinnen Paula Creamer (7.), Morgan Pressel (8.), Juli Inkster (10.) dabei. Unter den nächsten zehn auf der Weltrangliste dominieren die Japanerinnen. Bettina Hauert steht diese Woche auf Platz 117. Wenn man den Wettbewerb wirklich aufwerten will, sollte man über eine Formatänderung nachdenken. Und zwar nicht eine Lösung wie bei den Männern, die alle zwei Jahre im Wechsel den Presidents Cup austragen (in diesem Jahr vom 28. bis 30. September in Montreal), bei dem die USA gegen den Rest der Welt minus Europa spielt. Besser wäre ein Format mit drei Teams, um die Spieler aus Lateinamerika, Australien und Asien zu integrieren. Wie man unter einer solchen Voraussetzung noch ein Matchplay-Turnier austragen kann, sollen sich schlauere Leute überlegen. Der Solheim Cup läuft ab Freitag live auf dem amerikanischen Golf Channel.
Am Nachmittag gibt es vier Fourball-Matches. Es ist damit zu rechnen, dass Hauert dann zum Einsatz kommt. Denn das Format ist besser geeignet, um Neulinge an die Aufgabe heranzuführen: Jede im Zwei-Frauen-Team spielt ihren Ball, der beste der beiden wird gewertet. Beim Foursome-Format spielt eine Mannschaft nur einen Ball und zwar im steten Wechsel.
Am Nachmittag gibt es vier Fourball-Matches. Es ist damit zu rechnen, dass Hauert dann zum Einsatz kommt. Denn das Format ist besser geeignet, um Neulinge an die Aufgabe heranzuführen: Jede im Zwei-Frauen-Team spielt ihren Ball, der beste der beiden wird gewertet. Beim Foursome-Format spielt eine Mannschaft nur einen Ball und zwar im steten Wechsel.
20. August 2007
Golf made in Germany: Kaymer knapp am ersten Sieg vorbei. Hauert zum Solheim-Cup
Es gibt erstaunlich wenige Online-Medien, die die verblüffende Karriere von Martin Kaymer verfolgen, der am Sonntag in dem Amphitheater des 18. Lochs des Arlandasad Golf Clubs außerhalb von Stockholm bei den Scandinavian Masters seinen ersten Sieg auf der European Tour weggeschenkt hat. (Kaymer: "I was a little nervous at the 18th," he told reporters. "But, as with the Wales Open, I'll take the positives." (Reuters) Dabei hätte man allen Grund, bei diesem 22jährigen Senkrechtstarter am Ball zu bleiben. Nicht nur, weil Golf eine ordentliche Basis im deutschen Sportalltag hat und weil sich um diese Basis im Erfolgsfall rasch eine Entourage an Neugierigen schart, was man am Beispiel der Karriere von Bernhard Langer sehr gut nachvollziehen kann. Sondern weil wir ein selten gutes Bewegungstalent zu sehen bekommen, dessen sportlicher Horizont noch lange nicht abgeschritten ist. Nach dem erstaunlichen Entwicklungsprung im letzten Jahr, als er locker eine ganze Leistungskategorie übersprang und auf der Top-Tour landete, machte er auch in dieser Saison überdurchschnittliche Fortschritte. Musste man sich am Anfang noch Sorgen machen, dass er die Tourkarte für 2008 schafft, weil er mehrere Cuts verpasste, darf man sich jetzt fragen: Wann gewinnt er den ersten Pott?
Ich habe ihn am Samstag auf der dritten Runde in der Live-Übertragung auf dem amerikanischen Golf Channel ausführlich verfolgt (am Sonntag musste ich im Rahmen unserer Clubmeisterschaft selbst ans Werk und konnte nicht zuschauen) und sah einen Burschen, den gar nichts aus der Ruhe brachte und der sich auch aus den - seltenen - schwierigen Situationen mit der Abgeklärtheit eines erfahrenen Tour-Profis herauslavierte. Die englischen Fernsehreporter üben noch die richtige Aussprache seines Namens (sie sagen gerne "Käimer"). Noch ein paar Wochen und sie werden es hinbekommen.
Der nächste Sprung wird ihm vor allem dann gelingen, wenn er sich dazu entschließt, einen erfahrenen Caddie fest anzuheuern. Kaymer hat bislang meistens einer jener Männer genommen, die sich weniger betuchte Profis am Turnierort an die Seite holen können. „Die tragen deine Tasche, putzen deine Schläger, sagen aber kaum etwas“, klagt Kaymer, „dafür sind sie aber auch nicht so teuer.“ Exakt dieser Umstand wird einem Golfer im entscheidenen Moment eines Turnieres rasch zum Nachteil. Das Manko ist größer als jene von vielen Sportjournalisten gerne insinuierte Nervösität (...doch am letzten Loch versagten dem jungen Deutschen die Nerven und er musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben (sportal). Ein guter Caddie ist nicht nur einer talentierter Psychologe und Beruhigungsfaktor. Er ist eine wichtige Informationsquelle, ein Partner im Dialog, ein Berater.
Es wäre gut, wenn Kaymer einen Teil des 2007 verdienten Geldes (bislang 445.236 Euro) dazu nutzen würde, um es in einen Caddie zu investieren. Genauso wie es gut war, dass er sich von dem improvisiert wirkenden Ärmelaufnäher getrennt hat, mit dem er bis vor kurzem noch gespielt hat. Wer mehr Fernsehzeit bekommt, sollte von Kopf bis Fuß gut aussehen.
Soviel zu Kaymer. Aber wer redet eigentlich mal endlich über Bettina Hauert? Sie wurde am Wochenende für den Solheim-Cup nominiert, dem Gegenstück des Ryder-Cup der Männer, nachdem sie bei der Wales Ladies Championchip der Ladies European Tour (LET) den zweiten Platz belegt hatte. Die LET hat nicht ganz den Qualitätsstandard der LPGA in den USA, in der die besten Golferinnen der Welt spielen. Aber sie produziert hinreichend an Talenten, um den Amerikanerinnen beim Solheim-Cup das Fell überzuziehen. Der Kontinentalwettkampf findet in diesem Jahr vom 14. bis 16. September im Halmstad Golfklubb in Schweden statt. Die Europäerinnen hatten den letzten Vergleich vor zwei Jahren in Crooked Stick/Indiana zwar verloren, aber hatten durchaus Chancen auf einen Sieg.
Nun also mit Bettina Hauert, der zweiten deutschen Teilnehmerin in der Geschichte des Wettbewerbs, die momentan auf der Geldrangliste der LET mit 183,458. Euro aus 14 Turnieren auf Platz zwei liegt. Erstaunlich. Wirklich erstaunlich.
Ich habe ihn am Samstag auf der dritten Runde in der Live-Übertragung auf dem amerikanischen Golf Channel ausführlich verfolgt (am Sonntag musste ich im Rahmen unserer Clubmeisterschaft selbst ans Werk und konnte nicht zuschauen) und sah einen Burschen, den gar nichts aus der Ruhe brachte und der sich auch aus den - seltenen - schwierigen Situationen mit der Abgeklärtheit eines erfahrenen Tour-Profis herauslavierte. Die englischen Fernsehreporter üben noch die richtige Aussprache seines Namens (sie sagen gerne "Käimer"). Noch ein paar Wochen und sie werden es hinbekommen.
Der nächste Sprung wird ihm vor allem dann gelingen, wenn er sich dazu entschließt, einen erfahrenen Caddie fest anzuheuern. Kaymer hat bislang meistens einer jener Männer genommen, die sich weniger betuchte Profis am Turnierort an die Seite holen können. „Die tragen deine Tasche, putzen deine Schläger, sagen aber kaum etwas“, klagt Kaymer, „dafür sind sie aber auch nicht so teuer.“ Exakt dieser Umstand wird einem Golfer im entscheidenen Moment eines Turnieres rasch zum Nachteil. Das Manko ist größer als jene von vielen Sportjournalisten gerne insinuierte Nervösität (...doch am letzten Loch versagten dem jungen Deutschen die Nerven und er musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben (sportal). Ein guter Caddie ist nicht nur einer talentierter Psychologe und Beruhigungsfaktor. Er ist eine wichtige Informationsquelle, ein Partner im Dialog, ein Berater.
Es wäre gut, wenn Kaymer einen Teil des 2007 verdienten Geldes (bislang 445.236 Euro) dazu nutzen würde, um es in einen Caddie zu investieren. Genauso wie es gut war, dass er sich von dem improvisiert wirkenden Ärmelaufnäher getrennt hat, mit dem er bis vor kurzem noch gespielt hat. Wer mehr Fernsehzeit bekommt, sollte von Kopf bis Fuß gut aussehen.
Soviel zu Kaymer. Aber wer redet eigentlich mal endlich über Bettina Hauert? Sie wurde am Wochenende für den Solheim-Cup nominiert, dem Gegenstück des Ryder-Cup der Männer, nachdem sie bei der Wales Ladies Championchip der Ladies European Tour (LET) den zweiten Platz belegt hatte. Die LET hat nicht ganz den Qualitätsstandard der LPGA in den USA, in der die besten Golferinnen der Welt spielen. Aber sie produziert hinreichend an Talenten, um den Amerikanerinnen beim Solheim-Cup das Fell überzuziehen. Der Kontinentalwettkampf findet in diesem Jahr vom 14. bis 16. September im Halmstad Golfklubb in Schweden statt. Die Europäerinnen hatten den letzten Vergleich vor zwei Jahren in Crooked Stick/Indiana zwar verloren, aber hatten durchaus Chancen auf einen Sieg.
Nun also mit Bettina Hauert, der zweiten deutschen Teilnehmerin in der Geschichte des Wettbewerbs, die momentan auf der Geldrangliste der LET mit 183,458. Euro aus 14 Turnieren auf Platz zwei liegt. Erstaunlich. Wirklich erstaunlich.
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