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9. Oktober 2009

Für ESPN gibt Sandra Gal ihr letztes Hemd

Das Rumoren rund um die Body-Ausgabe der amerikanischen Sportzeitschrift ESPN - The Magazine wird immer lauter. Für das Gegenstück zur Swimsuit Issue von Sports Illustrated, die seit Jahren ein Auflagenbringer und Dickschiff für Anzeigen ist, hatte die Redaktion dank bester Kontakte nur wenige Schwierigkeiten, Sportler zu finden, die das frivole Spiel mit den voyeuristischen Blicken des Publikums mitmachen und sich ganz oder teilweise nackt abbilden lassen. Um die Neugier zu steigern, sickern seit Wochen immer wieder Namen nach draußen. Besonders heiß gehandelt wurde Danica Patrick, die bereits für SI posiert hatte. Die jüngste Meldung besagt, dass die Mixed-Martial-Arts-Kämpferin Gina Carano auf den Titel kommt. Also jene Athletin, die sich neulich umständlich hinter mehreren Handtüchern versteckte, als sie sich beim Wiegen der Unterwäsche entledigte.

Seit ein paar Tagen ist ein von ESPN während der Fotosessions produziertes Video im Internet zu sehen, das andeutet, wieviel Aufwand getrieben wurde, damit sich am Ende selbst die Nackten keine wirkliche Blöße geben. Im Video-Verschnitt nur ganz kurz zu sehen: der kleine deutsche Beitrag zu der riesigen Produktion. Die Profi-Golferin Sandra Gal, die bei der Modelagentur Wilhelmina einen Vertrag hat, posiert zusammen mit ihren Kolleginnen Anna Grzebien und Chrstina Kim auf einem Golfkarren (via Linksgolfer). Spekulationen um den Auftritt hatte es bereits vor Wochen gegeben. Auch in Deutschlands Fachorgan GOLFmagazin. Wie sich der Linksgolfer-Blogger zu recht mokiert: Das wichtigste an dem Vorgang hatte man dort nämlich gar nicht verstanden, als man meldete, die Golferin sei "auf dem amerikanischen Sender ESPN in der Sendung 'Bodies'" abgelichtet worden, "die sich ganz auf nackte Sportstars konzentriert". Dass der Medienkonzern seit Jahren ein erfolgreiches Magazin druckt, hat sich wohl noch nicht überall herumgesprochen.

Um was geht es überhaupt: Na, um dieses Foto, das in dem Mini-Auflösungs-Online-Flash-Video als Standbild eingestrippt wurde. Wenn die Polizei dieses Bild für Fahndungszwecke benutzen wollte, hätte sie Schwierigkeiten. Die Gesichter der drei Personen sind so gut wie gar nicht zu erkennen. Aber die BILD-Zeitung wird's schon richten. Solche Sachen sind ein gefundenes Fressen für den Boulevard.

31. Juli 2009

Gal: Absacker am zweiten Tag

Hart ist der Boden aller Realität: Sandra Gal hat auf dem Par-72-Platz bei den British Open in der zweiten Runde eine 80 gespielt, gestandene elf Schläge schlechter als am Tag davor. Das heißt, sie ist so gut wie mit keinem einzigen Loch zurecht gekommen. Nach dem Absacker liegt sie im vorderen Mittelfeld und schafft den Cut, genauso wie Martina Eberl, die einen Schlag mehr auf dem Konto hat. Bettina Hauert ist noch unterwegs und könnte sich noch nach oben hangeln. Sie liegt einen Schlag unter der derzeitigen Cut-Linie.

30. Juli 2009

Aber Hallo: Gal führt bei den British Open

Man mag nichts beschreien und nichts beschwören, wenn man liest, dass Sandra Gal nach dem ersten Tag der British Open auf dem schweren Linksplatz in Lytham St. Annes in England mit einem Schlag Vorsprung auf dem ersten Platz liegt. Aber vermelden will man es dann doch. "Um 21.15 Uhr und am Ende einer Runde, die fast sechs Stunden dauerte, chippte Gal aus dem Rough am Grün am letzten Loch den Ball über einen Hügel und legte ihn rund 30 Zentimeter von der Fahne entfernt ab und lochte ihn zu einem brillianten Par ein", schwärmte AP. Die Agentur zitierte Gal hinterher folgendermaßen: "Du gewinnst kein Major in der ersten Runde, aber es ist immer nett, wenn man oben steht. Es steht noch viel Golf auf dem Programm, und ich freue mich darauf."

Noch drei Runden, um genau zu sein. Und das auf einem Platz, auf dem kleine und große Fehler zum täglichen Brot gehören. Weshalb am Ende genauso wichtig sein wird, wer am entspanntesten spielt und wer sich aus der Ruhe bringen lässt. Martina Eberl liegt sechs Schläge hinter Gal auf dem 24. Platz und kann sich gute Chancen auf eine Platzierung ausrechnen, die ihr für eine Qualifikation für den Solheim Cup nützlich sein würde. Bettina Hauert auf Platz 106 mit 9 über Par kämpft mit der Cut-Linie.

10. Juli 2009

Gal auf dem Vormarsch

Sie begann heute früh morgens mit einem Birdie und schaffte einer 71er Runde. Das war auf diesem schweren Platz eine richtig gute Leistung und bedeutete, dass Sandra Gal am Freitag im Klassement der US Open auf den 19. Platz vorrückte. Sie befindet sich damit in Sichtweite einer sehr guten Platzierung und gehört zu einer Handvoll von Europäerinnen, die oben mitspielen. Wie schon befürchtet: Anja Monke hatte auf der zweiten Runde nicht genug Fortüne und scheiterte am Cut.

Nicht zu vergessen: Martin Kaymer, der in Schottland seine Form halten konnte, mit der er vor einer Woche in Frankreich sein drittes Turnier auf der European Tour gewonnen hatte. Er liegt bei den Scottish Open in Loch Lomond nach zwei Runden auf dem dritten Rang. Noch bemerkenswerter. Deutschlands bester Golfer liegt mittlerweile auf dem 19. Platz der Weltrangliste und würde mit einem Top-Five-Resultat an diesem Wochenende weiter nach oben klettern.

9. Juli 2009

Sandra Gal: Immer noch Chancen auf den Solheim Cup

Morgen wird's eng für die Teilnehmerinnen der US Open im Golf in Bethlehem/Pennsylvania. Am Ende des Tages wird gesiebt. Den Cut überstehen nur die besten 60 (und alle die sich den letzten Platz teilen, auf dem man sich noch qualifizieren kann). Es sei denn, die Spitze und die Mitte schrumpfen so eng zusammen, dass eine andere Regel greift. Nach der kommt jeder weiter, der maximal zehn Schläge hinter der Führenden liegt.

Wie dem auch sei: Sandra Gal hat nach der ersten Runde durchaus gute Chancen. Sie liegt auf dem 50. Rang mit 75 Schlägen (vier über Par) und damit sieben hinter der Spitze, die von der Koreanerin Na Yeon Choi gehalten wird. Für Anja Monke, die in diesem Jahr permanent mit der Cut-Grenze flirtet, sieht es schon erheblich schlechter aus. Platz 84 und sechs über Par. Martina Eberl, die dritte Deutsche im Feld, die anders als ihre beiden Landsleute auf der Ladies European Tour spielt, stieg nach knapp der Hälfte der ersten Runde mit einer Handgelenksverletzung aus. Sollte sie das Problem kurieren können, bleiben ihre Chancen auf die europäische Solheim-Cup-Mannschaft erhalten. Dort liegt sie in der Wertung zur Zeit auf Rang vier. Die entscheidenden Punkte stammen allerdings aus der vergangenen Saison. Nur fünf kommen automatisch über diese Liste in die Mannschaft. Gute Chancen haben auch noch Suzann Peterson (Norwegen), Anna Nordqvist (Schweden) und der letzte Solheim-Captain Helen Alfredsson (Schweden). Denn vier Frauen kommen automatisch über die ziemlich kuriose Weltrangliste in die Mannschaft.

Dort sieht für Sandra Gal zur Zeit nicht so gut aus. Sie hält momentan den 71. Platz und ist mit ihrer Punktzahl nicht in Reichweite von Maria Hjorth, die jene Vierte wäre, die es auf diese Weise schafft. Viel hängt also davon ab, wie Captain Alison Nicholas (England) die restlichen drei Positionen besetzt. Die Europäerinnen wurden 2007 stramm abgefertigt und sind klare Außenseiter. Der Wettbewerb wird vom 17. bis 23 August in Rich Harvest Farms in Illinois ausgetragen.

Eine Frau ist in diesem Jahr ganz bestimmt nicht dabei: Annika Sörenstam. Die ehemalige Weltranglistenerste zog sich in der vergangenen Saison vom aktiven Golf zurück und meldete im Frühjahr, dass sie schwanger ist. Die Spielerinnen für den Cup werden am 2. August nach den British Open benannt.

28. Juni 2009

Gal patzt kurz vor Schluss

Ganz zum Schluss auf ihrer vierten Runde in Rochester hat sich Sandra Gal noch zwei teure Bogeys geleistet. Der Unterschied in Geld? Die bekam 35.630 Dollar für den geteilten zehnten Platz. Sie wäre allerdings mit durchaus realistischen zwei Schlägen weniger auf dem geteilten vierten gelandet, wo etwas mehr als das Doppelte ausgeschüttet wurde. Trotzdem kletterte sie in der Geldrangliste der Saison ein paar Plätze nach oben und dürfte ihre Tourkarte für das kommende Jahr so gut wie sicher haben.

26. Juni 2009

Zu weit weg von Eichenried

Für jenen Teil der deutschen Medien, der sich für Golf interessiert, ist High-Time in Eichenried. Dahinter verblasst alles andere. Martin Kaymer ist da und verteidigt den Turniererfolg des vergangenen Jahres (und damit auch jede Menge Weltranglistenpunkte). Bernhard Langer ist da. Bild hat erfahren, dass sich Kaymer von seiner Freundin getrennt hat. Das ist natürlich extrem relevant. Denn auf diese Weise kann man endlich den sehr verhaltenen jungen Mann in einem etwas anderen Licht zeigen. Das ist zwar nicht ganz so grell wie das, in das Leute wie Boris Becker und Dirk Nowitzki geraten sind. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. An Bild soll's nicht liegen.

Während dessen spielt Sandra Gal in den USA ihr derzeit bestes Golf. Nach dem ersten Tag lag sie auf dem ersten Platz beim LPGA-Turnier im Locust Hill Country Club in Rochester im Bundesstaat New York. Am Freitagabend wurde wegen Dunkelheit die wegen Regen zwischendurch unterbrochene zweite Runde vertagt. Sie spielte 18 Löcher und rutschte leicht ab: auf Platz zwei. Anja Monke verpasste erneut und wieder knapp den Cut. In Deutschland kann man nichts darüber lesen. Muss erst die Bild-Zeitung kommen und die Golferin zum Thema machen?

17. Juni 2009

Gal schafft US-Open-Qualifikation

Während die berühmte Michelle Wie zusammen mit der ebenfalls ziemlich berühmten Nathalie Gulbis die Qualifikation für die US Open der Frauen verpasst hat, erspielte sich die nicht halb so berühmte Sandra Gal die Spielberechtigung für das Prestigeturnier, das vom 9. bis 12. Juli in Bethlehem/Pennsylvania stattfindet.

Übrigens steht Martin Kaymer ab Donnerstag bei den US Open der Männer in Bethpage vor einer neuerlichen Bewährungsprobe. Ich werde das Turnier für die FAZ und den Züricher Tages-Anzeiger verfolgen. Vorberichte werden morgen in beiden Zeitungen erscheinen. Möglich, dass die Online-Ausgaben die Texte vorher bringen. Auf wen sollte man, abgesehen von Tiger Woods, achten? Auf Paul Casey und Henrik Stenson auf jeden Fall. Martin Kaymer hat zwar theoretisch viel zu bieten, um den schweren Platz in den Griff zu kriegen (an den ich mich noch gut anlässlich zweier vor ein paar Jahren selbst gespielter Runden erinnern kann). Aber man wird bei dem 24 Jahre alten Golfer noch immer nicht das Gefühl los, dass er mit zuviel Respekt an die Sache geht und sich aus der Perspektive an die schweren Plätze nähert, dass er dort ganz viel lernen will. Während Lernbereitschaft sicher eine schätzenswerte Tugend ist, zeigt sie sich im direkten Kampf gegen die Besten der Welt eher als hinderlich. Die Jungs mögen noch so zurückhaltend wirken. Sie haben alle keine Scheu. Vor nichts und niemandem.

Nachtrag: Die beiden angesprochenen Beiträge kann man inzwischen online lesen. Hier und hier.

14. Juli 2008

Der Klingelbeutel: Wir nennen sie eine Gal-ionsfigur

Der ehemalige Baunternehmer Dieter Esch, der in seiner weit zurückliegenden Vergangenheit mal wegen Betrugs in Tateinheit mit Konkursverschleppung im Gefängnis saß, probiert seit Jahren die New Yorker Model-Agentur Wilhemina in die erste Reihe zu bugsieren. Das ist mit den klassischen Gesichtern für das Mode- und Kosmetikgeschäft nie gelungen. Eine neue Initiative läuft nun über die Sportschiene. Nachdem man den berühmten und geschäftlich unerhört kregelen Golf-Trainer Deavid Leadbetter (Michelle Wie, Trevor Immelman und andere) von IMG loseisen konnte, angelte man sich ein paar weniger bekannte Gesichter auf der LPGA-Tour und nannte die Gruppe die Wilhelmina 7. "Wir haben diese Initiative entwickelt, um ein Loch im Markt für schöne und sportlich talentierte Golferinnen zu füllen", erklärte Esch in der offiziellen Presseerklärung. Zu den Auserwählten gehört auch die deutsche Spielerin Sandra Gal, die von Esch für die erste Kampagne in einen Bikini gesteckt wurde. Die anderen Bilder von ihr und restlichen sechsen gibt es hier.
• Die Meldung, dass Präsidentschaftskandidat Barack Obama seine Wahlkampfkampagne auf den Sprint Cup ausdehnt, kam zu früh. Ein Sprecher dementierte die Geschichte in Sports Illustrated, die wir allzu eilig zitiert hatten.
• Es dauert immer eine Weile, bis die Persönlichkeitsmerkmale von erfolgreichen Sportlern durchschimmern. Die der 41jährigen Schwimmerin Dara Torres hat ihr Ex-Ehemann angedeutet und dabei eine hübsche Sottise verraten. Zwischen den beiden ist sozusagen viel Chlor im Wasser. Warum? Der Mann, dem die Scheidung zuzuschreiben ist und der Vater ihrer zweijährigen Tochter, war der Arzt, der Torres und ihrem Gatten vergeblich dabei geholfen hatte, schwanger zu werden. Nachtrag: Zu der Frage, was die Schwimmerin genommen haben könnte, um sich auf Olympianiveau zu trimmen, gibt es in diesem älteren Post einen hochinteressanten Kommentar von Laborant, der Argumente nennt, die für Wachstumshormone sprechen.

27. Mai 2008

"Wow, Munich"

Wenn der Kameramann vom Satellit noch etwas genauer heranzoomen würde, könnte man diese Woche eine gewisse Michelle Wie auf diesem Platz außerhalb von München erkennen. Sie hat eine Einladung zur German Open bekommen und gesagt: "Wow, Munich." Na, ja, wie sehr Munich wowen wird, bleibt abzuwarten. Die Amerikanerin, die einst als Amateur der Darling von allen war, aber als hervorragend alimentierter Profi noch überhaupt nichts auf die Beine gestellt hat, muss im Golfpark Gut Häusern mehr zeigen als zuletzt. Nur "Spaß haben und den Kopf gerade halten und ein paar niedrige Scores erzielen" wird nicht reichen. Die Konkurrenz auf der Ladies European Tour hat zwar nicht ganz LPGA-Format, aber da sind eine ganze Reihe von Frauen dabei, die dem Mädchen aus Honolulu die Ananas streitig machen können. Vierzehn von denen sind aus Deutschland. Darunter jedoch nicht Sandra Gal und Miriam Nagl, die in den USA spielen. Und zwar bei jenem Turnier, bei dem Wie im letzten Jahr besonders unangenehm aufgefallen war. Der Platz - der RiverTowne Country Club in Mount Pleasant/South Carolina sieht von oben so aus:
Mehr Infos zum Turnier gibt es auf der Seite der LPGA.

25. Mai 2008

Gal wie Kaymer: Langsam, aber sicher immer besser


Sandra Gal macht in ihrem ersten Jahr als Golf-Profi eine ähnliche Erfahrung wie Martin Kaymer 2007. Am Anfang läuft es noch nicht rund. Aber irgendwann sehen die Resultate sehr vielversprechend aus. Vor einer Woche schaffte die 23jährige auf der amerikanischen LPGA-Tour einen 18. Platz und damit ihr bisher bestes Resultat. Heute kam sie in Corning auf Rang 21. Das Ganze wäre sehr viel ermutigender, wenn neben ihren guten statistischen Durchschnittswerten beim Spiel (Green in Regulation, Fairways, Länge der Abschläge) auch ein vernünftiger Platz auf der Geldrangliste herauskäme. Aber da die Preisgeldkaskade im Profigolf vor allem die Top-Ten- und erst recht die Top-Five-Resultate extrem begünstigt, befindet man sich mit kontinuierlichen Mittelfeldergebnissen eher weiter hinten in der einzigen wirklich wichtigen Saisonwertung.

Für den angesprochenen Martin Kaymer sieht die Welt nach den guten Turnieren und einem 16. Platz in Wentworth diese Woche schon wieder sehr viel angenehmer aus als nach dem Masters in Augusta, bei dem er den Cut verpasste. Wohl auch deshalb akzeptierte er die Einladung von Ryder-Cup-Captain Nick Faldo, sich zusammen mit anderen Aspiranten auf Fitness untersuchen zu lassen. Faldo ist zu der Ansicht gekommen, dass die europäische Mannschaft immer dann, gegen die USA unterliegt, wenn sie Leute ins Rennen schickt, deren körperliche Voraussetzungen einer drei Tage langen Nervenschlacht nicht gewachsen sind (siehe die Erfahrung von 1993). Die Beschäftigung mit dem Thema kann allerdings nur auf der psychologischen Schiene ihre Wirkung entfalten. Der Ryder-Cup-Zampano, ein strebsamer , ehrgeiziger Typ wie er im Buche steht, kann nur zwei der zwölf Mannschaftsmitglieder nach Gutdünken benennen. Die anderen zehn qualifizieren sich automatisch über ein Punktsystem. Würde heute abgerechnet (und nicht erst nach der PGA Championship) wäre Kaymer dabei.

Das Video zeigt Gal im Studio in einem Interview für golfweek.com

29. März 2008

Macht neugierig auf mehr

Mit Martin Kaymer hat es damals auch eine Weile gedauert, bis der Rest der Welt begriff, dass in dem Jungen aus Mettmann mehr steckt als in den interimistisch angepriesenen Golfern deutscher Provinienz, die nach Bernhard Langer kamen. Also werden wir jetzt auch nicht gleich nervös, weil das nächste Ausnahmetalent aus Deutschland dieser Tage irgendwo in den Dreißigern eines ausgewachsenen LPGA-Turniers in Arizona rangiert. Sandra Gal - so heißt die junge Golferin aus Leichlingen - spielt in diesem Jahr zum ersten Mal bei den Profis mit, nachdem sie vorher an der Universität Florida in der Mannschaft stand. Sie hat in dieser Saison (inklusive dem gerade laufenden) an drei Turnieren teilgenommen und dreimal den Cut überstanden und Preisgeld verdient. Das summiert sich zwar noch zu keiner Riesenschlagzeile, aber macht neugierig auf mehr.

3. Dezember 2007

Übergang ins Profilager geschafft: Sandra Gal meistert Q School

Einen derartig glatten Übergang ins Profileben wünscht man jedem. Aber tatsächlich war die Leistung der deutschen Golferin Sandra Gal (Bild) in der letzten Woche etwas ganz Besonderes: Sie qualifizierte sich, obwohl sie noch als Studentin mit Stipendium an der University of Florida eingeschrieben ist, im Rahmen der Qualifying School für die kommende LPGA-Saison. Das Besondere daran: Sie kann unmittelbar nach dem Studiumabschluss im Frühjahr in den USA bleiben und von Amateur auf Profi umsatteln und mit dem von Annika Sörenstam, Lorena Ochoa und Paula Creamer angeführten Tour-Tross durch die Lande ziehen. Die 22jährige belegte in Daytona Beach, wo man genauso wie bei der Q School der Männer fünf Runden statt der üblichen vier spielt, den 14. Platz. Um die Spielberechtigung auf der LPGA-Tour zu behalten, muss sie am Ende der kommenden Saison mindestens unter den 62 besten auf der Geldrangliste liegen oder ein Turnierresultat unter den ersten Dreien aufweisen. Das volle Kontingent für die Turnierberechtigung pro Saison liegt bei 80 Golferinnen. Weitere Spielerinnen wie Anja Monke, die in der Q School nur im Mittelfeld landete, erhalten Startgenehmigungen, wenn privilegierte Kolleginnen jeweils auf eine Turnierteilnahme verzichten. Eine schwierige Ausgangslage für jemanden, der nicht ständig in den USA lebt und nicht immer auf Risiko zu den Austragungsorten reisen will. Obwohl: die Sache hat ihren finanziellen Reiz - "die Summe der Preisgelder beläuft sich auf die Rekordmarke von 58,2 Millionen Dollar", hat Die Welt errechnet.

Ebenfalls noch immer LPGA-startberechtigt ist Miriam Nagl, die sich in der abgelaufenen Saison langsam von den Folgen eines schweren Skiunfalls erholte. Sie hatte sich das Kreuzband gerissen.

Ebenso wie Alex Cejka stammt Familie Gal aus Tschechien. Sandra wurde in Düsseldorf geboren, wuchs in Leichlingen auf und entwickelte sich früh zu einem enormen Talent. Da amerikanische Colleges verstärkt auch außerhalb der USA nach Nachwuchs Ausschau halten, bekam sie vor drei Jahren die Gelegenheit zu einem Stipendium in Gainesville, dort wo die amtierenden College-Basketball- und Football-Teams zu Hause sind. Gals Prognose ist hervorragend. Nicht nur, seitdem sie bei den Collegeturnieren vorne mitspielt (und einen vierten Platz bei den US-Meisterschaften 2006 belegte). Zu den bisherigen Highlights gehörte die Qualifikation für die US Open 2006, wo sie allerdings, wie zu erwarten, am Cut scheiterte.
Blick zurück: Bettina Hauert gewann beim Ausflug nach Amerika nur eine rote Laterne