Wie so oft bei solchen Dingen schleicht sich das ganz langsam ein: das Bedürfnis, nur noch auszuatmen und zu pausieren. Und dass man sich mit anderen Dingen beschäftigen möchte. Irgendwann gibt es keine richtige Erklärung mehr dafür, was einen eigentlich Monate vorher in eine andere Richtung gelockt hat. Und was einen davon abgehalten hat, sich mit der Fortsetzung einer scheinbar unendlichen Geschichte zu beschäftigen. Wahrscheinlich gehen so viele Beziehungen kaputt. With a whimper, not with a bang.
Ich schulde sicher allen Besuchern, Lesern, Feedreader-Abonnenten und Interessenten noch einen Beitrag über diesen Zustand. Auch wenn der nichts Besonderes ist, weil ihn jeder – Blogger oder nicht – irgendwann mal erlebt. Ich wurde daran heute erinnert, weil mich einer dieser sehr geschätzten Leser auf Facebook ganz direkt danach gefragt hat. Ich habe ihm eine kurze Antwort geschrieben, die ich aus diesem Anlass gerne etwas ausführlicher formulieren möchte.
Ausführlich bis zu einem gewissen Punkt. Mein Hauptproblem an diesem besagten Punkt: Ich bin noch immer nicht sicher, was als nächstes anliegt. Und Ungewissheit lähmt.
Ich bin einerseits ein bisschen müde, den täglich durchlaufenden Kram zu verfolgen und dazu immer wieder neue Gedanken abzuliefern. Andererseits liebäugele ich mit einem Neuanfang für American Arena mit einer anderen Domain – americanarena.net – wo ich im Unterschied zum Google-Basis-Programm vom Layout mehr machen könnte (auch was die Kommentare angeht). Ich frage mich, ob ich nicht für eine neue Plattform einfach ambitionierte Mitstreiter rekrutieren sollte, um die Schlagzahl zu erhöhen. Ich bin noch immer unentschlossen, was eventuelle Buchprojekte angeht, die vielleicht auch irgendwie in die Blog-Landschaft passen würden. Ich weiß nur: Ich habe keine Lust, einfach jeden Tag so weiterzumachen wie dereinst.
Es ist eigenartig. Nach mehr als 2000 Beiträgen plus einigen Experimenten in Richtung Video sowie Podcast (in Zusammenarbeit mit sehr talentierten Fußball-Bloggern) empfinde ich zunächst mal nur ein beträchtliches Nichts. Man fühlt sich nicht voll und satt und rundum zufrieden, sondern leer. Das wäre übrigens nicht anders, wenn eine solche Arbeit irgendeinen finanziellen Ertrag abwerfen würde. Obwohl: Ehrlich, natürlich wäre es nicht schlecht, wenn die Online-Arbeit einem die Miete zahlen würde. Denn es wäre ein Beleg dafür, dass man mit seinem publizistischen Angebot einen Gegenwert erzeugen konnte.
Allerdings: Um so weit zu kommen, braucht man tausende von Lesern, ein paar hundert reichen nicht. Und um tausende zu erreichen, muss man sich noch mehr einfallen lassen, und denen etwas bieten, was sie woanders nicht bekommen. Die Installation eines Flattr-Knopfs ist nicht die Lösung.
Nach meinem Eindruck haben die beständig besten deutschen Sport-Blogs vor allem eines gemeinsam: Sie unterscheiden sich deutlich genug voneinander und liefern Kernkompetenz. Ich nenne mal allesaussersport, Indirekter Freistoß, Jens Weinreich und Trainer Baade, um zu illustrieren, was für Türme und Zinnen da inzwischen in der Landschaft stehen und den anspruchsvollen Sportkonsumenten auf der Suche nach hochwertigen Informationen und Meinungen sowie nach Gleichgesinnten als Orientierungspunkte dienen. American Arena hatte selbst in den ergiebigsten Zeiten nie einen solchen Status. Das ist nicht schlimm. Denn New York sorgt automatisch für eine ganz bestimmte Standortprägung. Hier verfolgt man nicht das deutsche Fernsehangebot (und reagiert deshalb auch eher gelassen darauf). Hier liest man nicht den Kicker oder Sportbild. Nicht mal online. Die haben – für Amerika – keine Relevanz.
Unterm Strich ist das sicher ein Nachteil. Allerdings dürfte es auch Vorteile haben, wenn man sich nicht in diesem Strom der konventionellen veröffentlichten Sportinformationen bewegt. Man findet auf diese Weise leichter seine eigene Stimme. Aber man muss als Blogger diese Vorteile in eine Blog-Leistung umsetzen, die Leser interessiert. Tag für Tag. Woche für Woche.
Dazu habe ich im Moment einfach nicht die Energie. Ich werde mir noch ein bisschen Bedenkzeit gönnen. Ich bitte um Verständnis und danke allen ganz herzlich für die Loyalität.
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29. Juni 2010
15. September 2009
Der Klingelbeutel: Was Wie wo macht
Wir warten auf den Gretzky-Dokumentarfilm, den ESPN Anfang Oktober ausstrahlen will. Titel: Kings Ransom. Hier eine erste Einschätzung der Arbeit von Filmemacher Peter Berg.
• Die kleine Fernsehreporterin Suzy Kolber ist die unfreiwillige Namensgeberin des Blogs Kissing Suzy Kolber, wozu es eine schlichte Entstehungsgeschichte gibt (ein offensichtlich betrunkener Joe Namath rückte ihr während eines Live-Interviews allzu nahe). Nach ihrem Einsatz nach dem Auftaktsieg (25:24) der New England Patriots gestern gegen die Buffalo Bills, der auf mirakulöse Weise zustande kam, sollte man sich nicht wundern, wenn es bald schon wieder einen Blog gibt, der auf ihre Arbeit anspielt. So etwas wie: Running with Suzy Kolber. Vor laufender Kamera mühte sie sich auf geradezu kuriose Weise ab, Quarterback Tom Brady direkt nach dem Schlusspfiff eine Frage zu stellen. Der wollte nämlich unbedingt in die Kabine joggen. Also musste Kolber mitjoggen. Die Szene zeigt einmal mehr, dass das Konzept, sogenannte Sideline Hotties im Sportfernsehen einzusetzen, ein Schuss in den Ofen ist. Es ist nicht Kolbers Fehler, die als Studiomoderatorin sehr gute Arbeit macht. Es ist die Denke der Fernsehverantwortlichen. Übrigens das inzwischen klassische Namath-Interview fand am Rande eines Patriots-Spiels statt (via The Big Lead).
• Michelle Wie bloggt – und das klingt anders, als der normale Kram, de
n Sportler von sich geben. Natürlich muss man einrechnen, dass die junge Frau erst 19 Jahre alt ist und ihre Weltsicht von nur wenigen ungebremsten Erfahrungen geprägt ist. Der Blog ist anonym. Aber wer sie auf Twitter verfolgt, konnte Spuren finden, die den Schluss zulassen, dass sie die Autorin ist.
• Selten genug: ein Profisportler mit Sinn für Politik und Geschichte. Cornerback Domonique Foxworth von den Baltimore Ravens hat eine ganze Sammlung von Memorabilia angehäuft, die die Menschenrechtsbewegung der schwarzen Amerikaner in den sechziger Jahren dokumentiert, die von Figuren wie Martin Luther King und Malcom X angeführt wurde. Den Fund hat die New York Times ausgegraben.
• Die kleine Fernsehreporterin Suzy Kolber ist die unfreiwillige Namensgeberin des Blogs Kissing Suzy Kolber, wozu es eine schlichte Entstehungsgeschichte gibt (ein offensichtlich betrunkener Joe Namath rückte ihr während eines Live-Interviews allzu nahe). Nach ihrem Einsatz nach dem Auftaktsieg (25:24) der New England Patriots gestern gegen die Buffalo Bills, der auf mirakulöse Weise zustande kam, sollte man sich nicht wundern, wenn es bald schon wieder einen Blog gibt, der auf ihre Arbeit anspielt. So etwas wie: Running with Suzy Kolber. Vor laufender Kamera mühte sie sich auf geradezu kuriose Weise ab, Quarterback Tom Brady direkt nach dem Schlusspfiff eine Frage zu stellen. Der wollte nämlich unbedingt in die Kabine joggen. Also musste Kolber mitjoggen. Die Szene zeigt einmal mehr, dass das Konzept, sogenannte Sideline Hotties im Sportfernsehen einzusetzen, ein Schuss in den Ofen ist. Es ist nicht Kolbers Fehler, die als Studiomoderatorin sehr gute Arbeit macht. Es ist die Denke der Fernsehverantwortlichen. Übrigens das inzwischen klassische Namath-Interview fand am Rande eines Patriots-Spiels statt (via The Big Lead).
• Michelle Wie bloggt – und das klingt anders, als der normale Kram, de
• Selten genug: ein Profisportler mit Sinn für Politik und Geschichte. Cornerback Domonique Foxworth von den Baltimore Ravens hat eine ganze Sammlung von Memorabilia angehäuft, die die Menschenrechtsbewegung der schwarzen Amerikaner in den sechziger Jahren dokumentiert, die von Figuren wie Martin Luther King und Malcom X angeführt wurde. Den Fund hat die New York Times ausgegraben.
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26. Juni 2008
Radio: Den Dampfplauderern geht die Luft aus
Wer glaubt, dass die neue Welt der Online-Medien nur die Tageszeitungen durchschüttelt, wo immerhin parallel neue Jobs in den langsam wachsenden und aufblühenden Web-Redaktionen entstehen, der sollte sich mal mit der Zukunft von Radio beschäftigen. Und zwar hauptsächlich mit sogenanntem Talk-Radio, was in den USA in den letzten zwei Jahrzehnten in den Themengebieten Politik und Sport enorme Erfolge verbuchen konnte. Langsam zeichnet sich ab, dass dort das Eis immer dünner wird. Und man darf davon ausgehen, dass wieder mal die Blogger – ungewollt und indirekt – zu den treibenden Kräften gehören. Warum ist das so? Die amerikanischen Sportblogger absorbieren mittlerweilee einen enormen Teil der Neugier von jungen Leuten, die vielleicht sonst das Radio anhätten, um sich ihren täglichen Fix an Gossip und Geschwätz abzuholen. Die Sender können allenfalls dort mit Zuspruch rechnen, wo Radio seine letzte Zuflucht gefunden hat: bei den Autofahrern auf dem Weg von und zur Arbeit. Aber diesen Zeiten dominieren bereits andere - Entertainer und Seriöse wie NPR. Der Verdrängungswettbewerb im Kampf um die Quote dürfte demzufolge für eine starke Verschlankung sorgen. Um Mike and the Mad Dog von WFAN in New York wäre es wirklich nicht schade. Die beiden Jungs sind so etwas von enervierend, dass man sich ihren Abgesang schon seit langem wünschen durfte.
19. April 2008
Warten auf Gegenwind
Es wird einem schnell schon mal vorgeworfen, man sei eingenommen oder - noch schlimmer - voreingenommen von irgendeiner Leidenschaft oder auch nur Sichtweise. Das bringt das Veröffentlichen von Texten in angesehenen Publikationen wohl mit sich, dass sich im Publikum Widerwillen regt. Denn natürlich gibt es Menschen, die den beschriebenen Sachverhalt ganz anders sehen. Gelegentlich bläst der Gegenwind von anderen Schauplätzen sogar hier durch. Was eigenartig ist, denn die FAZ bietet ihre eigene Kommentarmöglichkeit und hat sicher nichts dagegen, wenn Leser sich dort ausgiebig zu Wort melden.
A propos voreingenommen: So einseitig wie Neal Pollack in Slate würde ich auch gerne häufiger an ein Thema herangehen. Erst recht bei dieser MVP-Sache in der NBA. Aber am Ende wurde aus meiner Beschäftigung mit dem gleichen Stoff ein eher zarter Versuch, herauszuarbeiten, dass dieser Tage der extrem überschätzte Kobe Bryant zum angeblich wertvollsten Spieler der Saison hochgeschrieben wird. Die inneren ph-Werte von Pollack hat eben nicht jeder. Der angesprochene Text erscheint übrigens morgen in der gedruckten Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Kommentiert werden darf gerne auch hier. Je mehr desto besser.
A propos voreingenommen: So einseitig wie Neal Pollack in Slate würde ich auch gerne häufiger an ein Thema herangehen. Erst recht bei dieser MVP-Sache in der NBA. Aber am Ende wurde aus meiner Beschäftigung mit dem gleichen Stoff ein eher zarter Versuch, herauszuarbeiten, dass dieser Tage der extrem überschätzte Kobe Bryant zum angeblich wertvollsten Spieler der Saison hochgeschrieben wird. Die inneren ph-Werte von Pollack hat eben nicht jeder. Der angesprochene Text erscheint übrigens morgen in der gedruckten Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Kommentiert werden darf gerne auch hier. Je mehr desto besser.
3. Februar 2008
Super Bowl: Reaktionen aus der Blogger-Welt
Erste Reaktion auf den Super-Bowl-Sieg der New York Giants aus der Blogger-Welt:
"Ich würde zu gerne jetzt ins Hirn von Belichick gucken, wie seine Erkenntnisse aussehen. Hat den Patriots etwas gefehlt oder waren die Giants am heutigen Tage unschlagbar?" (allesaussersport, der zum ersten Mal von den ARD-Reportern, die live aus Phoenix berichteten, erwähnt wurde und eine ganz besondere Blog-Party feierte - mit mehr als 600 Kommentaren)
"Die Giants. Ich fasse es nicht." (Die Straßen von Berlin)
"10 Dollar kostet ein Bier, 5 Dollar ein Wasser. Überhaupt kostet alles 10 oder 5 Dollar außer den Fanartikeln - die kosten mehr." (Indiskretion Ehrensache)
"Jesus, we need to sit down." (Deadspin)
"Let me be the first to say, 'Tom Petty, you look great for a thousand years old.'" (The Big Lead)
"How the hell does Tyree catch the ball with his freaking helmet? Holy shit, what a game." (Kissing Suzy Kolber)
"With 75 seconds on the clock and the Giants facing a third-and-5 from their own 44, Manning, suddenly channeling Michael Vick without the urge to kill dogs, escaped what looked to be a certain sack, heaved what looked to be a certain interception some 30 yards down the field, only to have Tyree make quite possibly the greatest catch in Super Bowl history." (AOL Fanhouse)
"I love the hurt in Joe Buck's voice as he says this one is caught. Imagine Gus Johnson on that call for a second." (Awful Announcing)
"Last year when Indianapolis won, there was a lot of talk on the victory podium about God, not that there’s anything wrong about that, from Tony Dungy and the Colts owner. But tonight the Giants owner and coach talk about the Giants fans and the city of New York and how good it feels to win. Fantastic stuff." (The Fifth Down)
"Ich würde zu gerne jetzt ins Hirn von Belichick gucken, wie seine Erkenntnisse aussehen. Hat den Patriots etwas gefehlt oder waren die Giants am heutigen Tage unschlagbar?" (allesaussersport, der zum ersten Mal von den ARD-Reportern, die live aus Phoenix berichteten, erwähnt wurde und eine ganz besondere Blog-Party feierte - mit mehr als 600 Kommentaren)
"Die Giants. Ich fasse es nicht." (Die Straßen von Berlin)
"10 Dollar kostet ein Bier, 5 Dollar ein Wasser. Überhaupt kostet alles 10 oder 5 Dollar außer den Fanartikeln - die kosten mehr." (Indiskretion Ehrensache)
"Jesus, we need to sit down." (Deadspin)
"Let me be the first to say, 'Tom Petty, you look great for a thousand years old.'" (The Big Lead)
"How the hell does Tyree catch the ball with his freaking helmet? Holy shit, what a game." (Kissing Suzy Kolber)
"With 75 seconds on the clock and the Giants facing a third-and-5 from their own 44, Manning, suddenly channeling Michael Vick without the urge to kill dogs, escaped what looked to be a certain sack, heaved what looked to be a certain interception some 30 yards down the field, only to have Tyree make quite possibly the greatest catch in Super Bowl history." (AOL Fanhouse)
"I love the hurt in Joe Buck's voice as he says this one is caught. Imagine Gus Johnson on that call for a second." (Awful Announcing)
"Last year when Indianapolis won, there was a lot of talk on the victory podium about God, not that there’s anything wrong about that, from Tony Dungy and the Colts owner. But tonight the Giants owner and coach talk about the Giants fans and the city of New York and how good it feels to win. Fantastic stuff." (The Fifth Down)
4. Dezember 2007
Schriftwechsel
Kein technischer Fehler. Die American-Arena-Schrift wurde heute geändert. Es war an der Zeit.
Nachtrag: Und dann fand sich auch noch plötzlich ein simpler Weg, das vor langer Zeit entworfene Logo dorthin zu bringen, wohin es gehört. So stand dann plötzlich aus verschiedenen Designüberlegungsgründen auch der Rest des Layouts in Frage. Deshalb wurde heute zum zweiten Mal in der Geschichte des Blogs die Gestaltung geändert. Der Fortschritt ist eine Schnecke.
Nachtrag: Und dann fand sich auch noch plötzlich ein simpler Weg, das vor langer Zeit entworfene Logo dorthin zu bringen, wohin es gehört. So stand dann plötzlich aus verschiedenen Designüberlegungsgründen auch der Rest des Layouts in Frage. Deshalb wurde heute zum zweiten Mal in der Geschichte des Blogs die Gestaltung geändert. Der Fortschritt ist eine Schnecke.
1. November 2007
Blogcounter decodiert
Eigentlich sollte man glauben, dass die Bloggerei einen Menschen, der Lesen und (hoffentlich auch) Schreiben kann, nicht überfordert. Die Software ist schließlich einfach zu handhaben, um nicht zu sagen: benutzerfreundlich. Aber das hat seine Grenzen: Im Umfeld der neuen Webmedienwelt geistern ein paar Gespenster herum, für die man eine gute Nase haben muss. Sonst wird man sie nie entdecken oder ihre Enttarnung mitbekommen. So lese ich heute mit extremer Verspätung zum ersten Mal bei Stefan Niggemeier (etwas weiter unten in dem verlinkten Beitrag) über die Praxis vom Blogcounter, in den Code, den man sich in die eigene Seite kopiert, noch eine andere Seite hochzupumpen. Ich habe noch immer nicht genau verstanden, was das Konzept soll. Mir ist allerdings klar, dass es hier nicht mit rechten Mitteln zugeht. Denn aufgeklärt wird man vom Blogcounter nicht. Der sagt: "Bitte bauen Sie den HTML-Code unverändert in Ihre Seiten ein, da er sonst seine Funktion verliert!" Ich benutze den Counter nicht wegen seiner Vergleichsliste (auf der für meinen Geschmack viele zu viele supekte Blogs ganz oben auftauchen), sondern weil er ein Informationsangebot bietet, das man woanders nicht findet: man kann nachvollziehen, ob Leser sich länger in seinem Blog aufgehalten haben und welche Beiträge sie angeschaut haben. Ich habe mir heute zum ersten Mal den HTML-Code
genau angeschaut und modifiziert. Falls das dafür sorgen sollte, dass die gesamte Funktion beim Teufel ist, muss ich das hinnehmen, und mir einen anderen, redlicheren Zähler suchen. Falls nicht, spricht es auch nicht für den Mann hinter Blogcounter. Denn dann lügt er Leute, die nicht genug von Webdesign etc. verstehen (also Leute wie mich), geradewegs an. Eine Geschäftspraxis, die ich nicht für unterstützenswert halte.
genau angeschaut und modifiziert. Falls das dafür sorgen sollte, dass die gesamte Funktion beim Teufel ist, muss ich das hinnehmen, und mir einen anderen, redlicheren Zähler suchen. Falls nicht, spricht es auch nicht für den Mann hinter Blogcounter. Denn dann lügt er Leute, die nicht genug von Webdesign etc. verstehen (also Leute wie mich), geradewegs an. Eine Geschäftspraxis, die ich nicht für unterstützenswert halte.
19. Juli 2007
"This is Kige Ramsey for YouTube Sports"
Sein Name ist Kige Ramsey, sein Herz gehört der University Kentucky und den Tennessee Titans. Aber seine einzige und wahre Liebe ist "You Tube Sports". Jeden Tag serviert für diese Phantasie-Abteilung kurze Wortbeiträge, die er in seinem Schlafzimmer, auf dem Sportplatz oder auch im Supermarkt aufnimmt und dann in einer Affengeschwindigkeit hochlädt (Kennung: SlyFox44569). Das erstaunliche an dem Burschen mit den Augen, die manchmal einfach wegrollen, und den Hängern in dem Südstaaten-Twang: Er ist schier unermüdlich und hat zu jedem Thema eine Meinung anzubieten. Denn was braucht man schon für so etwas? Grips? Kige in 30 Sekunden zum Recht auf Abtreibung ("das ist illegal"), zum Aufklärer Michael Moore und seinem jüngsten Film ("allgemein zugängliche Gesundheitssysteme funktionieren in Europa nicht") und ganz generell zu seinem politischen Feindbild ("left-wing morons"). Fertig ist die Laube. Dazu natürlich Stellungnahmen zu jeder aktuellen Nachricht, die er bei ESPN aufschnappt (Er nennt das "berichten"). Und so befindet er sich auf dem Weg zu Redneck-Ruhm und ganz viel Publikum. Es gibt bereits zwei Fanseiten wie diese. Und ein Interview mit dem 20jährigen Studenten von der Western Kentucky University, in dem er seine beruflichen Träume aufdeckt. Das haben Amerikas Alpha-Blogger bereits mit Interesse vernommen und Kige, ohne ihn zu fragen, zu einem Maskottchen ihrer Zunft erhoben. Solchen Humor müsste man haben...
15. Juni 2007
Zurück in New York
Das Bloggen kann einem schnell vergehen, wenn man es unter den Bedingungen betreiben muss, wie ich sie in Deutschland vorfinde. Kein Internet-Anschluss in meiner Bleibe in NRW. Kein Zugang zur Blogger-Software beim einzigen Hot-Spot weit und breit (McDonalds's). Ich weß nicht, ob ich lachen oder weinen sollen über solche Verhältnisse. Oder ob ich einfach nur genieße, wieder in New York zu sein.
Ab jetzt also wieder neue Einträge im alten Rhythmus.
Ab jetzt also wieder neue Einträge im alten Rhythmus.
29. Mai 2007
Alle im selben Hemd
Der neue Beitrag für die NBA Blog Squad dreht sich um die seltsame Bereitschaft von Anhängern amerikanischer Basketballteams, beim Spiel alle in dieselben T-Shirts zu schlüpfen. Man denkt unweigerlich an Orwell, an Leni Riefenstahl und irgendwie auch an Kindergarten.
23. Mai 2007
Ein Experiment in Sachen Videoangebot
Ein neuer Videoanbieter offeriert kurze Sportnews-Videos aus den USA mit Schwerpunkt Highlights aus der National Hockey League. Eingesprengselt: Szenen vom Landis-Doping-Verfahren, der Auftritt von Dirk Nowitzki bei Nike in Frankfurt und manches mehr. Der Feed beginnt jedes Mal neu, wenn man die American-Arena-Hauptseite anklickt. Aus Platzgründen befindet er sich derzeit unterhalb der Beiträge. Dies ist nur eine Testphase. Kommentare und Meinungen von Lesern werden hiermit dringend erbeten. Falls das Angebot regelmäßige Besucher dieses Blogs eher stört, wird es wieder abgestellt.
9. April 2007
Nachgearbeitet: Ein Arsenal von Attacken unterschiedlicher Art
Wir berichteten:
• (in zwei unterschiedlichen Beiträgen) über einen neuen Ombudsman bei ESPN und die Attacke eines Radiomannes desselben Senders auf einen populären Blog, der 48 Stunden lang lahm gelegt wurde. Wir reichen nach: Der Ombudsman - eine Frau namens Le Anne Schreiber - ging sofort ans Werk, um hausintern eine klare Maßregel seitens des Topmanagments zu erbitten. Jetzt ist klar: Noch mal so'n Ding und der Täter wird suspendiert oder verliert seinen Job.
• über die Geschäfte von Stan Kroenke, dem Besitzer der Denver Nuggets (NBA), Colorado Avalanche (NHL) und Colorado Rapids (Major League Soccer) und seine Dementis in Sachen Arsenal. Seit Sonntag wissen wir, weil es die Sunday Times berichtete: Kroenke ist letzte Woche in England eingestiegen. Für mehr als 42 Millionen Pfund übernahm er das knapp zehnprozentige Aktienpaket, das der Fernsehsender ITV gehalten hatte Was meint Arsène Wenger dazu? "Im Augenblick, so hat Kroenke gesagt, will er den Club nicht kaufen. Er will einfach nur eine Partnerschaft." Wie beruhigend ist das?
• über die Mavericks und ihre Neuverpflichtung Kevin Willis, der mit 44 Jahren zur Zeit der älteste Aktive in der NBA ist. Er hatte inzwischen seinen ersten Einsatz. Die spöttischen Anmerkungen im Houston Chronicle stehen am Ende des Spielberichts.
• (in zwei unterschiedlichen Beiträgen) über einen neuen Ombudsman bei ESPN und die Attacke eines Radiomannes desselben Senders auf einen populären Blog, der 48 Stunden lang lahm gelegt wurde. Wir reichen nach: Der Ombudsman - eine Frau namens Le Anne Schreiber - ging sofort ans Werk, um hausintern eine klare Maßregel seitens des Topmanagments zu erbitten. Jetzt ist klar: Noch mal so'n Ding und der Täter wird suspendiert oder verliert seinen Job.
• über die Geschäfte von Stan Kroenke, dem Besitzer der Denver Nuggets (NBA), Colorado Avalanche (NHL) und Colorado Rapids (Major League Soccer) und seine Dementis in Sachen Arsenal. Seit Sonntag wissen wir, weil es die Sunday Times berichtete: Kroenke ist letzte Woche in England eingestiegen. Für mehr als 42 Millionen Pfund übernahm er das knapp zehnprozentige Aktienpaket, das der Fernsehsender ITV gehalten hatte Was meint Arsène Wenger dazu? "Im Augenblick, so hat Kroenke gesagt, will er den Club nicht kaufen. Er will einfach nur eine Partnerschaft." Wie beruhigend ist das?
• über die Mavericks und ihre Neuverpflichtung Kevin Willis, der mit 44 Jahren zur Zeit der älteste Aktive in der NBA ist. Er hatte inzwischen seinen ersten Einsatz. Die spöttischen Anmerkungen im Houston Chronicle stehen am Ende des Spielberichts.
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7. April 2007
Terror der multimedialen Art: ESPN-Radiomann legt populären Sport-Blog lahm
Nachtrag am Ostersonntag: The Big Lead ist wieder aktiv und denkt darüber nach, was man gegen das Sackgesicht tun kann. Obwohl eine Zivilklage sicher beste Chancen auf Erfolg hätte (angesichts des Tondokuments von der Sendung) und ESPN das Geld, um die Blogger zu entschädigen, scheint diese Option vom Tisch. Schade.
24. März 2007
Ein neues (zusätzliches) Spielfeld: nba.com
In eigener Sache: Auf den deutschsprachigen Seiten von nba.com gibt es eine lose zusammengewürfelte Bloggermannschaft, die regelmäßig Beiträge zu ligaspezifischen Themen abliefert. Das bekannteste Mitglied ist sicher Fußballprofi Owen Hargreaves, der in Kanada aufgewachsen ist und dort eine Beziehung zum Profi-Basketball entwickelt hat. Vor ein paar Tagen gab es den ersten Freiwurf von dieser Stelle aus - eine Zwischenbilanz des Allen-Iverson-Trades auf der Basis statistischer Informationen, wie sie in der Arena schon häufiger abgehandelt wurden. Weil die Saison langsam dem Höhepunkt entgegen geht, wird es in den nächsten Wochen nicht an guten Themen mangeln. Wer sich dafür interessiert: Der erste Post (und alle weiteren) stehen auf einer Seite - hier.
8. Februar 2007
Die Suche nach einem Trainer für Dallas: Ohren am Gleis
Die wachsende Popularität der amerikanischen Bloggerwelt hat im Themenbereich Sport zu einer hübschen Dauerstichelei geführt. Hintergrund: Es gehörte schon immer zu den Tugenden der Journalisten, die Quelle einer Information zu deklarieren und darauf aufmerksam zu machen, wer eine Nachricht als erster hatte (es sei denn sie kommt von einer der Agenturen, die dafür abonniert und bezahlt werden, dass sie ständig etwas Neues anbaggern. Die werden oft sträflich bei der Quellenangabe ignoriert). Die Blogger machen das mit dem Zitieren und dem Linken meistens schon deshalb, weil sie Glaubwürdigkeitsdefizite überwinden müssen. Es sieht professioneller und durchdachter aus, wenn man Gestaltungstiefe schafft. Es sorgt außerdem hin und wieder für Zulauf über Trackbacks.
Die Newsseite von ESPN scheint solche Manieren überhaupt nicht nötig zu haben. Dort tut man so, als habe das Heer der eigenen Reporter ständig das Ohr an den Gleisen und höre denn auch mehr und früher als die anderen. Das Verhalten entspringt der Position im Gesamtmarkt. Als Fernsehanbieter ist ESPN schlichtweg ein Elefant, unübersehbar, nicht zu umgehen, und verdammt dickhäutig. Im Internetbereich tritt man man nicht minder fett und breit auf. Platz 36 bei alexa, 3 Millionen Clicks am Tag. Das fördert Überheblichkeit.
Warum wir darüber reden? Weil sich mal wieder die Streitfrage erhebt: Wer hat als erster gemeldet, dass der neue Trainer der Dallas Cowboys Wade Phillips heißen wird? ESPN oder die Dallas Morning News, wie man dank der fleißigen Blog-Kommentare weiß. O-Ton ESPN, wo man behauptet, man habe den Scoop gelandet:
Das Problem von Eigentümer Jerry Jones wurde in den letzten Wochen immer deutlicher: Der Markt ist leer, wenn es um namhafte Übungsleiter mit Super-Bowl-Erfahrung geht. Und so viel Mumm wie die Pittsburgh Steelers mit ihrer Verpflichtung zeigten (siehe hier), hat er nicht. Nicht mehr. Denn das war früher mal anders. Als er den Laden aufkaufte und die Trainerikone Tom Landry mitsamt dessen Seilschaft nach Hause schickte, nahm er Jimmy Johnson ins Boot und sie klügelten die raffiniertesten Trades der NFL-Geschichte aus. Ungefähr wie wenn man Stroh zu Gold macht. Troy Aikman, Emmitt Smith, Michael Irwin und Daryl Johnston, um nur die zu nennen, die einem aus dem Stand einfallen, kamen als unbeschriebene Blätter nach Dallas. Sie wurden die Rythmusgruppe und Dirigent eines Unterhaltungsorchesters, dass attraktiven, risikofreudigen Football spielte. Das gelang - noch vor der Salary Cap - auch ohne Geldverschwendung. Es war schlichtweg eine hochintelligente Vorgehensweise, die mit drei Super-Bowl-Siegen honoriert wurde. Der Club ist heute sicher mehr eine Milliarde Dollar wert. Jones hatte das Team mitsamt dem Stadion 1989 für 180 Millionen Dollar gekauft.
ESPN.com tat übrigens so, als wäre nichts gewesen: "Überraschung!", lautete die Headline auf der Aufmacherseite. "Cowboys verpflichten Phillips". Ja, wie überraschend war es denn nach all den Meldungen von davor?
Die Newsseite von ESPN scheint solche Manieren überhaupt nicht nötig zu haben. Dort tut man so, als habe das Heer der eigenen Reporter ständig das Ohr an den Gleisen und höre denn auch mehr und früher als die anderen. Das Verhalten entspringt der Position im Gesamtmarkt. Als Fernsehanbieter ist ESPN schlichtweg ein Elefant, unübersehbar, nicht zu umgehen, und verdammt dickhäutig. Im Internetbereich tritt man man nicht minder fett und breit auf. Platz 36 bei alexa, 3 Millionen Clicks am Tag. Das fördert Überheblichkeit.
Warum wir darüber reden? Weil sich mal wieder die Streitfrage erhebt: Wer hat als erster gemeldet, dass der neue Trainer der Dallas Cowboys Wade Phillips heißen wird? ESPN oder die Dallas Morning News, wie man dank der fleißigen Blog-Kommentare weiß. O-Ton ESPN, wo man behauptet, man habe den Scoop gelandet:
"ESPN's Chris Mortensen first reported that Phillips will become Dallas' head coach Wednesday, citing league and team sources. Phillips traveled from San Diego to Dallas on Wednesday night after being told that he was their choice to replace the now-retired Parcells."Schön, wenn's stimmt. Doof, wenn nicht: Dies lief vor einer Stunde bei RotoWorld:
"Cowboys director of public relations Rich Dalrymple told the AP that "the (team's head-coaching) job hasn't been offered to anyone."
Das muss wohl alles noch einmal neu aussortiert werden. Denn selbst nach dieser Meldung schicken andere Seiten noch immer munter die alte, eindeutig dementierte Information ins All. Ihr Vertrauen in ESPN scheint unerschütterlich. Ohren wieder ans Gleis, meine Herren...
Nachtrag: Ein paar Stunden später steht offiziell fest, dass Mr. Dalrymple Pinocchio genannt werden darf, weil er so schlecht lügt. Und dass die Cowboys nämlich doch Wade Phillips verpflichtet haben. 59 Jahre alt. Nicht besonders erfolgreich als Cheftrainer in solchen Städten wie Denver, Buffalo und New Orleans, wenn man die Playoffs zum Maßstab macht (und das sollte man wohl). Drei Spiele, drei Niederlagen. Also ungefähr die Quote seines Vorgängers Bill Parcells an Ort und Stelle. Phillips war zuletzt Defensive Coordinator bei den San Diego Chargers und hat dabei sehr gut ausgesehen.Das Problem von Eigentümer Jerry Jones wurde in den letzten Wochen immer deutlicher: Der Markt ist leer, wenn es um namhafte Übungsleiter mit Super-Bowl-Erfahrung geht. Und so viel Mumm wie die Pittsburgh Steelers mit ihrer Verpflichtung zeigten (siehe hier), hat er nicht. Nicht mehr. Denn das war früher mal anders. Als er den Laden aufkaufte und die Trainerikone Tom Landry mitsamt dessen Seilschaft nach Hause schickte, nahm er Jimmy Johnson ins Boot und sie klügelten die raffiniertesten Trades der NFL-Geschichte aus. Ungefähr wie wenn man Stroh zu Gold macht. Troy Aikman, Emmitt Smith, Michael Irwin und Daryl Johnston, um nur die zu nennen, die einem aus dem Stand einfallen, kamen als unbeschriebene Blätter nach Dallas. Sie wurden die Rythmusgruppe und Dirigent eines Unterhaltungsorchesters, dass attraktiven, risikofreudigen Football spielte. Das gelang - noch vor der Salary Cap - auch ohne Geldverschwendung. Es war schlichtweg eine hochintelligente Vorgehensweise, die mit drei Super-Bowl-Siegen honoriert wurde. Der Club ist heute sicher mehr eine Milliarde Dollar wert. Jones hatte das Team mitsamt dem Stadion 1989 für 180 Millionen Dollar gekauft.
ESPN.com tat übrigens so, als wäre nichts gewesen: "Überraschung!", lautete die Headline auf der Aufmacherseite. "Cowboys verpflichten Phillips". Ja, wie überraschend war es denn nach all den Meldungen von davor?
Die Putzfrauen bei YouTube machen sauber
Aufgescheucht von dem Hinweis eines freundlichen Blog-Lesers musste ich vor ein paar Stunden feststellen, dass nicht nur die vier Prince-Videos von YouTube blockiert werden, die hier aus Anlass des Super Bowl aufgegriffen worden waren. Fast die Hälfte all der anderen Musikvideos, die im Laufe der Zeit als reizvolle Empfehlungen besprochen und gelinkt worden waren, waren ebenfalls gesperrt. Ich habe mit einigem Aufwand Ersatz gesucht und gefunden. Manchmal vom gleichen Auftritt. Manchmal in einer anderen Version. Die Übersicht in der rechten Spalte kommt jetzt mit Kennzeichnungen daher. Ich werde andere Videoserver als YouTube absuchen, um das Angebot möglichst vollständig zu reparieren. Ich hatte mir schließlich etwas dabei gedacht, als ich die Auswahl traf.
Bei Prince bin ich eher skeptisch. Er ist nach seinem erfolgreichen Auftritt das heißeste Eisen in der Copyright-Debatte rund um YouTube, das niemand anfassen will. Prognose: Irgendwann wird sich irgendeine Lösung einstellen. Darauf muss man einfach warten.
Bei Prince bin ich eher skeptisch. Er ist nach seinem erfolgreichen Auftritt das heißeste Eisen in der Copyright-Debatte rund um YouTube, das niemand anfassen will. Prognose: Irgendwann wird sich irgendeine Lösung einstellen. Darauf muss man einfach warten.
5. Februar 2007
Besuch aus China: Wer liest alles mit?
Keine Ahnung, wie in einem Land wie China das Internet funktioniert. Man liest, es gibt Zensur. Wie womöglich zensiert wird, kann man sich ausmalen, wenn man herausfindet, was ein Click von einem Leser dieser Seite für ein Echo auslöst. Drei andere Leser (?) aus anderen Orten und Provinzen kommen innerhalb von Sekunden auch vorbei und schauen sich um. Eher unwahrscheinlich, dass Person Nummer eins mit den drei anderen am Telefon bei einer Konferenzschaltung sitzt und alle beschließen: "Hey, lass uns mal American Arena besuchen". Da laufen vermutlich andere Sachen.
25. Januar 2007
"Die tägliche Sportschau"
Es gibt Tage wie diese: Da schreibt einer der Pioniere der Sportbloggerei - "kurz und schmerzlos" - nach einer langen, verdächtigen Sendepause, er habe "weder Zeit noch die rechte Motivation", um sein Schaufenster in die grosse weite Welt länger offenzuhalten und jeden Tag neu zu dekorieren. Leodator von Wortwelt hatte sich lange Zeit von Berlin aus ausgiebig mit einer enormen Bandbreite des Sports beschäftigt, darunter auch dem amerikanischen Sektor und hier insbesondere dem Baseball. Das war alles sehr lesenswert. Nun meint er: "Alles hat ein Ende..."
Leodator heißt mit richtigem Namen Jörg Leopold. Und unter diesem Namen schreibt er auch weiter: beim Tagesspiegel für den Blog Heimvorteil, wo es vor allem um hauptstädtische Geschichten geht. Seine Online-Präsenz dort signalisiert unter anderem: Immer mehr Mainstream-Medien nehmen Blogger ernst und bieten ihnen eine Plattform. Das kann so schlecht nicht sein. Laut alexa kommt der Tagesspiegel auf rund 30 000 Besucher am Tag, hängt meistens die Seite der Berliner Zeitung mit knappem Vorsprung ab (berlinonline.de) und muss sich überhaupt nicht hinter den Quoten von faz.net und sueddeutsche.de verstecken. Will sagen: Mainstream-Blogger haben Publikum (und hoffentlich am Ende des Monats eine vernünftige Honorarüberweisung auf ihrem Konto).
Was die Etablierten dank ihrer Markenpräsenz und Stammleserschaft können, ist für einen einzelnen Menschen auf eigene Faust kaum zu schaffen. Das weiß jeder, der bloggt. Aber vermutlich brennt in fast allen diese klitzekleine Hoffnung, dass sie irgendwann (bald) trotzdem auf eine respektable Einschaltquote kommen. Nicht unbedingt so hoch wie die des erfolgreichsten Sportblog in den USA. Denn in diesem Land leben 300 Millionen Menschen, und die Internetsättigung ist bedeutend größer (Deadspin kommt auf fast doppelt so viele Leser wie die Online-Ausgabe des Tagesspiegel). Aber ein paar tausend am Tag wären schließlich schon nicht schlecht, denkt der Blogger. Dream on....
Wie gesagt, es gibt Tage wie diese: An dem beschäftigt sich eine Publikation wie die taz ausführlich und so positiv mit American Arena, dass man denkt: dieses Blog-Experiment scheint auf einem guten Weg. Der Text wurde im Ressort Leibesübungen in der neuen Rubrik wir besprechen blogs mit dem Titel Die tägliche Sportschau publiziert und wurde vor einer Weile online gestellt. Hier ist das Link.
Die Frage, die Autor Markus Völker aufwirft - "Warum macht sich einer diese Arbeit? Wieso investiert er derart vehement in dieses unprofitable Unternehmen?" - wird er sicher noch vielen stellen, wenn er sich in dieser neuen Serie - hoffentlich bald - mit den einflussreichsten Figuren der Sportblogger-Szene beschäftigt, mit Oliver Fritsch von indirekter-freistoss.de und Kai Pahl von allesaussersport, auf deren Antworten ich auch sehr gespannt wäre.
Leodator heißt mit richtigem Namen Jörg Leopold. Und unter diesem Namen schreibt er auch weiter: beim Tagesspiegel für den Blog Heimvorteil, wo es vor allem um hauptstädtische Geschichten geht. Seine Online-Präsenz dort signalisiert unter anderem: Immer mehr Mainstream-Medien nehmen Blogger ernst und bieten ihnen eine Plattform. Das kann so schlecht nicht sein. Laut alexa kommt der Tagesspiegel auf rund 30 000 Besucher am Tag, hängt meistens die Seite der Berliner Zeitung mit knappem Vorsprung ab (berlinonline.de) und muss sich überhaupt nicht hinter den Quoten von faz.net und sueddeutsche.de verstecken. Will sagen: Mainstream-Blogger haben Publikum (und hoffentlich am Ende des Monats eine vernünftige Honorarüberweisung auf ihrem Konto).
Was die Etablierten dank ihrer Markenpräsenz und Stammleserschaft können, ist für einen einzelnen Menschen auf eigene Faust kaum zu schaffen. Das weiß jeder, der bloggt. Aber vermutlich brennt in fast allen diese klitzekleine Hoffnung, dass sie irgendwann (bald) trotzdem auf eine respektable Einschaltquote kommen. Nicht unbedingt so hoch wie die des erfolgreichsten Sportblog in den USA. Denn in diesem Land leben 300 Millionen Menschen, und die Internetsättigung ist bedeutend größer (Deadspin kommt auf fast doppelt so viele Leser wie die Online-Ausgabe des Tagesspiegel). Aber ein paar tausend am Tag wären schließlich schon nicht schlecht, denkt der Blogger. Dream on....
Wie gesagt, es gibt Tage wie diese: An dem beschäftigt sich eine Publikation wie die taz ausführlich und so positiv mit American Arena, dass man denkt: dieses Blog-Experiment scheint auf einem guten Weg. Der Text wurde im Ressort Leibesübungen in der neuen Rubrik wir besprechen blogs mit dem Titel Die tägliche Sportschau publiziert und wurde vor einer Weile online gestellt. Hier ist das Link.
Die Frage, die Autor Markus Völker aufwirft - "Warum macht sich einer diese Arbeit? Wieso investiert er derart vehement in dieses unprofitable Unternehmen?" - wird er sicher noch vielen stellen, wenn er sich in dieser neuen Serie - hoffentlich bald - mit den einflussreichsten Figuren der Sportblogger-Szene beschäftigt, mit Oliver Fritsch von indirekter-freistoss.de und Kai Pahl von allesaussersport, auf deren Antworten ich auch sehr gespannt wäre.
23. Januar 2007
Post Nummer 500: Eine Zwischenbilanz
Typisch New York: Man überlegt nicht lange, womit man Beitrag Nummer 500 - also diesen - füllt. Man schreibt ihn einfach und setzt ihn, den kleinen Meilenstein. Fertig. Denn was gibt es schon groß zu feiern? Dazu sind die Einschaltquoten zu nischenmäßig. Mit 500 Besuchern pro Tag kommt man selbst in der noch dünn besiedelten deutschen Blogosphäre mal gerade in die Top 200. Und mit Links auf 33 anderen Blog Rolls (einen ganz herzlichen Dank übrigens an alle, die so liebenswürdig sind und auf diese Weise ihre Sympathie für die Arena zeigen) sitzt man bei Technorati knapp über der 100.000er Marke. Immerhin: die Zahlen steigen. Das macht Spaß und spornt an.
Was erwarten regelmäßige Leser? Schwer zu sagen. Sicher wollen sie
ständig neue Posts und Informationen und Links, die sie woanders nicht finden können. Was die Googler wollen, ist leichter zu ermitteln. Ein Suchwort mit Abstand an der Spitze: "Starbury" - der Spitzname des New Yorker Basketballer Stephon Marbury, von dessen Billigschuhen hier mehrfach die Rede war (andere Wörter, die auf das gleiche Thema abzielen wie "Sneakers" und "Basketballschuhe" bringen die Quote noch höher). Deshalb schieben wir immer mal wieder das eine oder andere nach. Zuletzt gab es ein Video. Es folgen zwei Namen, deren Popularität sich schon leichter nachvollziehen lässt: Sophie Sandolo, die italienischer Golferin mit ihren erotischen Kalendern, und Paris Hilton, die einmal ganz kurz erwähnt wurde. Auf deren Fersen bewegt sich der Suchbegriff "Rocky", was das Interesse an dem demnächst in Deutschland anlaufenden Boxerfilm Rocky Balboa und seinem Erfinder, Darsteller und
Regisseur Sylvester Stallone wiederspiegelt. Deshalb gab es hier neulich ein Interview mit einem Blogger-Kollegen. Keine Offenbarung, aber reizvoll. Stark im Kommen auf der Googler-Liste: "Julia Mancuso", die amerikanische Skifahrerin.
Der Post mit der höchsten messbaren Click-Rate, was ein schiefes Bild ergibt, weil Beiträge, die auf der Aufmacherseite stehen und die jeder beim Besuch des Blogs automatisch lesen kann, von den Countern nicht einzeln ausgeworfen werden: das Video vom Fernsehinterview des britischen Komikers Sacha Baron-Cohen mit Victoria und David Beckham. Das haben inzwischen mehr als tausend Arena-Besucher gesehen. Auf Platz zwei folgt der stürmische Zwischenfall vom Fußballplatz in Johannesburg - ebenfalls ein Video. Besonders das zweite Beispiel zeigt, dass wir hier nicht immer ganz konsequent mit dem Kritirium "American" umgehen. Aber das ist die Ausnahme. In der Regel geht es um den Schauplatz USA, denn der wirft hinreichend Stoff ab. Ein Informationsangebot, das durch die Bank ziemlich populär ist, sind Listen mit Gehältern und anderem Datenmaterial (Trikotranglisten, Umzüge von Teams etc.), die im deutschsprachigen Raum nur schwer zu bekommen sind. Die wird es natürlich auch weiterhin geben.
Ansonsten ist dieser Blog auch nach sechs Monaten ein work in progress, wobei die Layout-Umstellung vor ein paar Wochen sicher erst einmal die gröbsten visuellen Schwächen behoben haben dürfte. Mehr und besser wird in diesem Bereich kaum gehen. Denn die Software von Blogger hat ihre Grenzen. So müssten weitere Elemente von Hand eingestrippt werden, die es einem Leser erleichtern würden, auf entspannte Weise durch die vielen Posts zu spazieren. Wie das aussehen kann, ohne gleich in eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für zusätzliche Kräfte auszuufern, ist nicht klar. Eine Idee ist: eine Schwester-Seite zu installieren, die unter dem Namen Best of American Arena an den Start gehen würde und eine etwas andere Link- und Label-Matrix benutzt. Den Startschuss dazu werden wir rechtzeitig bekannt geben.
Was erwarten regelmäßige Leser? Schwer zu sagen. Sicher wollen sie
Der Post mit der höchsten messbaren Click-Rate, was ein schiefes Bild ergibt, weil Beiträge, die auf der Aufmacherseite stehen und die jeder beim Besuch des Blogs automatisch lesen kann, von den Countern nicht einzeln ausgeworfen werden: das Video vom Fernsehinterview des britischen Komikers Sacha Baron-Cohen mit Victoria und David Beckham. Das haben inzwischen mehr als tausend Arena-Besucher gesehen. Auf Platz zwei folgt der stürmische Zwischenfall vom Fußballplatz in Johannesburg - ebenfalls ein Video. Besonders das zweite Beispiel zeigt, dass wir hier nicht immer ganz konsequent mit dem Kritirium "American" umgehen. Aber das ist die Ausnahme. In der Regel geht es um den Schauplatz USA, denn der wirft hinreichend Stoff ab. Ein Informationsangebot, das durch die Bank ziemlich populär ist, sind Listen mit Gehältern und anderem Datenmaterial (Trikotranglisten, Umzüge von Teams etc.), die im deutschsprachigen Raum nur schwer zu bekommen sind. Die wird es natürlich auch weiterhin geben.
Ansonsten ist dieser Blog auch nach sechs Monaten ein work in progress, wobei die Layout-Umstellung vor ein paar Wochen sicher erst einmal die gröbsten visuellen Schwächen behoben haben dürfte. Mehr und besser wird in diesem Bereich kaum gehen. Denn die Software von Blogger hat ihre Grenzen. So müssten weitere Elemente von Hand eingestrippt werden, die es einem Leser erleichtern würden, auf entspannte Weise durch die vielen Posts zu spazieren. Wie das aussehen kann, ohne gleich in eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für zusätzliche Kräfte auszuufern, ist nicht klar. Eine Idee ist: eine Schwester-Seite zu installieren, die unter dem Namen Best of American Arena an den Start gehen würde und eine etwas andere Link- und Label-Matrix benutzt. Den Startschuss dazu werden wir rechtzeitig bekannt geben.
5. Januar 2007
Neue Arena-Optik: Es war Zeit für einen Tapetenwechsel
Nach mehr als sechs Monaten war es an der Zeit, diesem Blog ein anderes Gesicht zu geben. Die Möglichkeiten bei Blogger sind nicht aufregend und zahlreich. Was mich am meisten interessiert hat, war die Möglichkeit, das Logo einzustrippen, das hier schon eine Weile lang fertig liegt, und einen etwas breiteren Spaltenumbruch zu bekommen, der nicht so viel Platz verschenkt. Es wird noch eine Weile vergehen, bis hier weitere Modifikationen eingerichtet sind. Webdesign ist für Anfänger nun mal eine schwierige Übung.
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